jump to navigation

Herz Oktober 10, 2007, 10:55

Posted by Lila in Land und Leute.
trackback

Beim Ausbruch des Kriegs im letzten Sommer liefen hier in Rungholt alle Arten von Reaktionen ein. Eine Leserin, mir bis dahin als verständnisvolle, sympathische, gedankenvolle Frau bekannt, entsetzte mich zutiefst mit einem Angriff auf Israel, der mich fast vom Bloggen abgebracht hätte. Warum wir den Libanon angegriffen hätten, wann Israels brutale Landnahme-Politik und Geiselnahme der ganzen Region endlich aufhört, die ganze Litanei der anti-israelischen Propaganda prasselte auf mich nieder, während ich mir überlegen mußte, wo ich mit den Kindern hingehe, wenn die Raketen hier fallen, denn der Bunker ist zu weit weg. (Ihr werdet Euch erinnern: das Treppenhaus. Gut, daß in unserer Gegend nicht viel gefallen ist!) Das habe ich nicht vergessen. Viele Kommentare habe ich gelesen im Laufe der Jahre, viele vergessen – aber der Kommentar dieser Frau, der von wahrem Haß geschrieben war und uns als wahre Monster darstellte, bleibt mir unvegessen.

Sie schleuderte mir schließlich entgegen: wann wird Israel sich endlich menschlich den Arabern gegenüber betragen? Warum hat Israel kein Herz? Auch diese Frage ist mir geblieben, und ich versuche, wenn Israel sich menschlich den Arabern gegenüber zeigt, das auch zu erwähnen. Wenn palästinensische Opfer, zum Beispiel bei den Kämpfen von Fatah und Hamas, in unseren Krankenhäusern behandelt werden – wenn israelische Rettungsmannschaften auf der ganzen Welt dabei sind, nach Katastrophen zu helfen – wenn israelische Lastwagenfahrer ihr Leben aufs Spiel setzen, um Gaza mit Lebensmitteln und Medikamenten zu beliefern – wenn israelische Offiziere ein palästinensisches Kind retten, nachdem das Auto seiner Eltern von andren Palästinensern mit Steinen beworfen wurde – wenn wir täglichen Raketenbeschuß nicht mit einer Aktion a la Russe beantworten und ganze Wohngebiete dem Erdboden gleichmachen, sondern nur ein bißchen drohen und nach Monaten punktuell reagieren – dann erwähne ich das, weil ich weiß, daß es sonst niemand tut.

Man kann leicht zynisch sein und sagen, ach was, das zählt alles nicht. Tropfen auf dem heißen Stein, unwichtig. Es zählt aber doch. Die 40 irakischen Kinder, die unter einer Herzkrankheit leiden und nun in Holon behandelt werden – jedes von ihnen zählt, jedes von ihnen möchte leben, jedes von ihnen hat eine Familie, für die seine Gesundheit alles bedeutet. Zum Beispiel Mustafa.

One child who was screened Tuesday was 4-year-old Mustafa, who Houri [der behandelnde israelische Arzt] said was diagnosed with a dangerous case of crossed arteries and would need two surgeries in Israel soon to unfold them before they harden.

Mustafa’s mother, a Kurdish woman who identified herself only as Suzanne because she feared retribution, said „traveling to Israel made her anxious … not because I’m going to a country considered an enemy of Iraq, but because I’m afraid of retribution by Iraqi militants, by the terrorists back home.“

„I’m afraid and it’s not easy for me at all, but I’m willing to take the risk to save my beloved son’s life,“ she said as she caressed Mustafa.

„Israel is a good country. It’s a country that has mercy on other people,“ she added.

Ja, das ist schwer zu glauben, und ich weiß, daß ein Teil meiner Leser es nicht glauben wird oder als Propaganda abtut. Wir sind ein kleines Land, wir kämpfen um unser Überleben, wir könnten, wie es das Vorurteil gegen Juden ja auch behauptet, uns darauf beschränken, „unseren Leuten“ zu helfen. Aber das tun wir eben nicht. Jüdische, israelische Ärzte und wohltätige Organisationen sind überall aktiv. Das ist nicht selbstverständlich.

Und das Abartige? Elemente der arabischen Gesellschaft, wie die oben zitierte Mutter sagt, drohen den Menschen, die von Israel Hilfe annehmen, mit dem Tode. Das muß man sich mal vorstellen. Es ist gut möglich, daß Mustafa und seine Mutter, wenn sie aus Holon wieder nach Hause kommen und der Junge, bli ayn rah, geheilt ist, die Familie unter Repressalien leiden muß.

Ich finde das einfach mind-boggling, so sehr, daß mir kein deutsches Wort dafür einfällt! Und ich weiß immer noch nicht, woher die immer wieder laut vorgebrachte Klage, daß Israel kein Herz hat und die Araber wie Dreck behandelt, herkommt. (Und: auch arabische Familien haben schon Israelis Organe gespendet, arabische Ärzte haben israelische Leben gerettet, auf dieser Ebene der Zusammenarbeit und Menschlichkeit hat es schon viele nie erzählte Geschichten gegeben.)

Ein israelischer Arzt hat, wie ich gerade gesehen habe, auf Youtube einen Film von seiner Arbeit eingestellt, einen ganz einfachen. Er will sich damit gegen die Forderung der britischen Ärzteschaft wehren,  Israel und israelische Mediziner zu boykottieren. Das schmerzt ihn persönlich, weil er jeden Tag arabische Patienten behandelt und den Boykott als großes Unrecht empfindet.

Ein weiterer Fim aus Youtube, was man da nicht alles findet!, erzählt die von mir damals schon erwähnte Geschichte der jungen Frau, die in einem israelischen Krankenhaus behandelt wurde und sich dort in die Luft sprengen wollte.

Na, und für die, die es damals nicht gesehen haben, noch mal der Film über das palästinensische Kind.

Also, wo ist unser Herz? Vielleicht sind wir doch nicht so durch und durch schlecht und herzlos? Menschen sind gut und schlecht zugleich, Israelis wie alle anderen auch. Woher kommt der Haß, die Verleumdung, der Unwille, das Gute anzuerkennen, woher dieser ewige Schrei nach Boykott?
Ach, man überzeugt eh nur die Überzeugten…

Kommentare»

1. schoschana - Oktober 10, 2007, 11:18

„Ach, man überzeugt eh nur die Überzeugten…“

das denke ich auch oft.
aber wer weiss – und wenn es nur einer ist, dann hat es sich ja schon gelohnt!

2. Lila - Oktober 10, 2007, 11:22

Ich bin noch bescheidener. Wenn ichs mir vom Herzen geschrieben habe, hat es sich gelohnt!

3. schoschana - Oktober 10, 2007, 11:28

🙂

4. StefanHH - Oktober 10, 2007, 12:27

„Eine Leserin, mir bis dahin als verständnisvolle, sympathische, gedankenvolle Frau bekannt, entsetzte mich zutiefst mit einem Angriff auf Israel, der mich fast vom Bloggen abgebracht hätte.“

Wie bedauerlich, dass ich deinen Blog da noch gar nicht kannte. Der Frau hätte ich gerne noch ein paar Sätze ins Gebetbuch geschrieben…

Außerdem glaube ich, dass deine Beiträge schon etwas bewirken. Es wird bestimmt den einen oder anderen geben, der hier rein stolpert und anfängt nachzudenken. Nicht alle sind so verbohrt , dass sie die Fähigkeit verloren haben, sich kritisch mit ihren eigenen Vorurteilen auseinander zu setzen.

Ich finde es übrigens sehr schön, dass du wieder mehr schreibst. Ich komme ja kaum noch mit dem Lesen nach.

5. Georg - Oktober 10, 2007, 12:40

Woher dieser Vorwurf kommt? Eigentlich ganz einfach: Er ist Teil der antisemitischen Hetze, die sich in modernen Staaten gerne antiisraelische Kritik nennt und von der Linken genauso vehement hervorgebracht wird wie von der Rechten, die mit plumpen gestrigen Gesten viel leichter zu erkennen ist.
Wenn ich bedenke, dass von allen Seiten auf Israel eingedroschen wird, hasserfüllt, wütend, ach, ich weiß nicht, was alles, dann grenzt es beinahe an ein Wunder, dass Israel diesen Angriffen überhaupt widerstehen kann.
Diese Frau benutzt wahrscheinlich den Antisemitismus als eine Art persönliche Sündenbockfunktion; jedenfalls kenne ich solche Menschen, deren maximales Denken dem eines Schwarz-Weiß-Mechanismus gleicht. Wenn es kein Antisemitismus ist, ist es Rassismus, ist es immer Hetze gegen eine wehrlose Minderheit – gegen Starke niemals, man könnte ja von ihnen eins in die eigene Fresse bekommen. Ob an der Bushaltestelle oder in deinem Blog, solche Menschen sind feige und hetzen nur dann, wenn ihnen persönlich dadurch nichts geschehen kann.
Ach, was schreibe ich, vergiss das, was die Frau geschrieben hatte, Hass mit Verstand zu begegnen, wie du es versuchst, funktioniert nie. Solche Menschen erleben die Welt irrational, das ist krank, sie brauchen ärztliche Hilfe – du bist da leider machtlos.

6. willow - Oktober 10, 2007, 13:05

„Wenn ich bedenke, dass von allen Seiten auf Israel eingedroschen wird, hasserfüllt, wütend, ach, ich weiß nicht, was alles, dann grenzt es beinahe an ein Wunder, dass Israel diesen Angriffen überhaupt widerstehen kann.“

Nachdem die sozialistischen Bruderstaaten 1968 den „Prager Frühling“ gewaltsam beendeten, sollen viele Tschechen Israel beneidet haben „ringsum von Feinden umgeben“….

7. Tine - Oktober 10, 2007, 13:26

Lila, unterschätze deinen Einfluss nicht. Ich denke, dass schon viele Deiner Leser durch zusätzliche Informationen ihren Blickwinkel erweitert haben. Auch mein Blick auf Israel hat sich gewandelt und ist – hoffentlich – differenzierter geworden.

8. beer7 - Oktober 10, 2007, 16:10

Lila,

mein Senf zu Deiner Frage: „Woher kommt der Haß, die Verleumdung, der Unwille, das Gute anzuerkennen, woher dieser ewige Schrei nach Boykott?“

Gerade heute habe ich bei Shrinkwrapped (http://shrinkwrapped.blogs.com/blog/2007/10/with-enemies-li.html#more) gelesen:

„Hatred curdles the mind. It is the most destructive emotion because it emerges from intolerance of internalized object-representations. In other words, the hater hates something within himself and projects the intolerable parts of himself onto others, who then become the focus of the hatred. However, since the internalized object can only be destroyed by destroying oneself, the outcome almost always includes quasi-suicidal behavior.“

Demnach kommt der Hass von projeziertem Hass auf sich selbst, der Unwille, das Gute anzuerkennen, von der Unfaehigkeit, sich selbst anzunehmen, und der Schrei nach Boykott waere auch ein selbstzerstoererischer Impuls.

Mir leuchtet das ein.

Diese Menschen werden wir nie erreichen, da ihr Hass erst mit ihrer Selbstzerstoerung befriedigt waere. Diejenigen, die emotional weniger in Antisemitismus investieren, vielleicht nur einfache Slogans nachplappern, die kannst Du vielleicht zum Nachdenken bringen.

9. Manfred - Oktober 10, 2007, 16:16

Mir ist überhaupt erst während des Libanonkrieges bewusst geworden, dass es gerade im linksakademischen Milieu Leute gibt, die Israel hassen WOLLEN. Nicht so sehr in Deutschland, da werden gewisse Schamgrenzen im Allgemeinen eingehalten. Aber ich hatte in der Zeit zufällig mit drei verschiedenen Linksintellektuellen aus Amerika, Australien und Indien zu tun, mit Leuten, die mir sonst durchaus bei klarem Verstand zu sein schienen. Diese Leute waren nicht nur durch nichts zu überzeugen, sondern von einem wirklich manischen Hass erfüllt. Bis dahin hatte ich mir um Israel keine großen Gedanken gemacht, weil ich ganz naiv glaubte: Denen passiert nichts, der Westen steht doch sowieso hinter ihnen, und mit dem Iran wird er schon irgendwie fertig werden. Mir ist erst durch diese Erlebnisse klargeworden, dass das eine gefährliche Fehleinschätzung ist, dass der Westen nicht „sowieso“ dahintersteht, sondern, dass man dafür etwas tun muss.

———
Willow kennt den Witz sicher schon, aber meine Mitwessis wahrscheinlich nicht. In der DDR hieß es: „Warum sind unsere ‚Bruderstaaten‘ keine ‚Freundesstaaten‘?“ – „Freunde kann man sich aussuchen.“

10. planq - Oktober 10, 2007, 16:22

Ich denke mal das man unterscheiden muss ob man die Regierung/Militär Israels kritisiert oder den Menschen an sich. Das die Israelische Politik mir persönlich manchmal sehr suspekt vorkommt, verdanke ich dem Umstand das ich im sicheren Deutschland lebe. So gesehen sind punktuelle gezielte Erschießungen mit Raketen kolleteralschaden inbegriffen für mich nicht gerade ein positives Zeichen eines Rechtsstaats welches sich als Außenposten des Westens im Nahen Osten sieht. So etwas beleibt hängen. Von den 40 Kindern in Holon haben 99,99% aller Israel Hasser noch nie etwas gehört. So gesehen sollte man wegen der PR vielleicht weniger über den Staat, sondern eher viel mehr über das Alltägliche Leben berichten. Denn aus meiner Sicht hat man beim Thema Israelische Politik eigentlich schon verloren weil harte Umstände harte Maßnahmen erfordern die einem Menschen der Bedrohung nur aus dem Fernseher oder PC spiel kennt einfach überfordern.

11. Boche - Oktober 10, 2007, 16:59

Liebe Lila,
sei versichert, dass dein Blog sehr wohl etwas bewirkt.
Er wird wohl keinen Hassenden zur Umkehr bewegen.
Aber er kann Menschen zu Freunden oder zumindest zu mit einer gewissen Grundsympathie ausgestatteten Interessierten machen, die bislang keine Gelegenheit hatten, direkt etwas aus Israel zu erfahren. Und die durch dich eine menschliche, zu Selbstzweifeln fähige und deshalb glaubwürdige Stimme hören können.
Ist das nichts? 😉

12. Lila - Oktober 10, 2007, 17:41

Richtig. Aber wesentlich härtere Maßnahmen bei diskutabel weniger brennender Bedrohung werden zB von der russischen Regierung getroffen. Auch die Franzosen greifen an der Elfenbeinküste recht hart durch, halten Kolonialgebiet nach wie vor besetzt. Die britische Politik in Irland ist ebenfalls kein Musterbeispiel staatsmännischer Klugheit.

Man muß gar nicht im Mistkübel der Geschichte wühlen, aus dem ein unerträglicher Gestank von Gewalt, Einmarsch, Durchmarsch, systematischem Mord an Zivilisten, Lügen, Manipulationen und brutalsten Aktion quillt – wortwörtlich unerträglich, man kann es nicht ertragen, sich das vorzustellen. Nein, es reicht die Gegenwart.

Obwohl alle wissen, daß viele Regierungen jede Menge Dreck am Stecken haben, lodert der Volkszorn und der irrationale Haß nicht so.

Ich habe schon öfter die schwäbische Bäuerin erwähnt, die in selbstzufriedenem Ton sagte, „den Sharon, den hass i“, nachdem sie Erstaunen darüber ausdrückte, daß ich unter lauter Juden lebe. (Meine engelsblonden Kinder hatten sie wohl über die häßliche Tatsache meiner Blutschande hinweggetäuscht 😉 ) Ich gehe jede Wette ein, sie hätte nicht mit demselben tiefsitzenden, von keinem Zweifel angenagten Haß gesagt, „den Blair, den hass i“ oder „den Putin, den hass i“ oder auch „den Schröder, den hass i“. (Das war vor ein paar Jahren).

Ich wußte schon vorher, daß Israel ein Sonderfall ist, „singled out for censure“. Und das in einem Zustand der Bedrohung, den sich, wie Planq richtig sagt, ein Deutscher gar nicht vorstellen kann.

Ich benutze dafür öfter die Metapher vom Schiff. In Deutschland lebt man auf einem so großen Schiff, das man weder Wellengang spürt noch Sturm fürchten muß. Der Gedanke, daß das Schiff untergehen könnte, ist theoretisch nicht undenkbar – Staaten sind vergangen, Völker und Schiffe untergegangen. Aber nichts im Erlebnis auf dem Schiff gibt diesem theoretischen Bewußtsein ein Gefühl des Realen. Man steht auf sicherem Boden.

Als ich nach Israel eingewandert bin, bin ich aus diesem sicheren Schiff in eine kleine Nußschale umgestiegen. Das Lebensgefühl wechselt, wenn ein amerikanischer Außenminister uns zur Disposition stellt oder ein iranischer Despot Parolen brüllt. Man kann von einem Ende des Boots zum anderen gucken. Es ist voll mit hochinteressanten, verrückten Mitreisenden, die alle möglichen tollen Sachen erfinden, und man ist gern auf diesem Boot. Aber bei Sturm schaukelt es mörderisch, man sieht Menschen ins Wasser fallen, man sieht Hilflose, die sich an den Bootsrand klammern und reingeholt werden, man weiß, daß schnelle, bewaffnete, viel größere Piratenschiffe unterwegs sind – und man weiß, daß man Glück braucht, gute Hut (Shomer Israel!!!) und Zusammenhalt, damit das Boot standhält.

Während man sich so gerade mit Schöpp in der einen Hand, Riemen in der anderen durchschlägt, klingt es aus dem Megaphon des Ozenariesen nebenan: „…und wieder gegen das Seerecht verstoßen!“

Und zum Thema Erschießungen von Terroristen auf dem Weg zum Anschlag: auch in Deutschland gibt es den finalen Rettungsschuß. Ich kann im Moment in das Thema nicht einsteigen, eigentlich gar keine Zeit!, habe auch schon was dazu gesagt. Ich selbst habe eine durchaus zwiespältige Meinung dazu, die sich auch schon ein paarmal geändert hat 😉 Es ist ein Dilemma. Leider haben wir noch keine elegantere Lösung gefunden, solange die PA gesuchte Terroristen nicht, wie versprochen, festnimmt – oder uns zusagt, sie sind festgenommen, während sie sich frei bewegen.

Gäbe es eine gute polizeiliche Zusammenarbeit, dann wäre es nicht nötig, per finalem Schuß die Bedrohung zu beseitigen.

Weißt Du, ich persönlich würde mich wohl dafür entscheiden, lieber in die Luft gesprengt zu werden als jemanden zu erschießen – ich hatte mal ein Erlebnis, da habe ich instinktiv mich in mein Schicksal ergeben und gesagt, so sei es nun. Aber diese Entscheidung kann ein Staat nicht für seine Bürger treffen: ich gebe lieber das Leben der Bürger preis, als mich ins Unrecht zu setzen. Das ist ein Luxus, den sich ein Staat nicht leisten kann.

Auch in Israel ist diese Politik aber höchst umstritten und wird nicht leichtfertig angewandt.

Ich weiß aber wirklich nicht, ob nicht die Jülicher Bürger, wenn sie aus Vaals oder Roermond über Jahre hinweg beschossen würden, nicht auch vom Militär verlangen würden, dem mittels Zurückschießen ein Ende zu machen.

Es scheint ja nichts anderes zu helfen.

Aber das sind nur ungeordnete Gedanken, aus der Lamäng. Das Dilemma ist nicht lösbar, weil Leben gegen Leben steht.

13. Lila - Oktober 10, 2007, 17:45

Oh Boche, Trine – das ist aber lieb *schnüff*

Ich habe immer wieder Anwandlungen, wo ich das Bloggen am liebsten an den Nagel hängen würde. Ich wiederhole mich wie ein Eichhörnchen, ich habe bald keine Kraft mehr für immer neue Durchreisende, die sich hier mal eben wetzen und mir kurz den Nahen Osten erklären, ich hab auch Probleme mit der rechten Hand, nu wie heißt diese Sehne noch mal???

Aber so ein Bonbon hält mich dann doch wieder auf Trab.

14. willow - Oktober 10, 2007, 18:35

„nu wie heißt diese Sehne noch mal???“

Notebookhand! Viele Computerbenutzer haben eine für Dauergebrauch ergonomisch fürchterliche Tastatur (am schlimmsten sind notorische Notebookschreiber und -innen) und/oder Tastatur und Maus sind nicht in der richtigen Höhe. Gern sind auch die Schultern und der Hals-Nackenbereich betroffen.

Dagegen helfen ein uncool ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz und Gymnastik mit viel Lockern und Dehnen. Rate mal, woher ich das weiß…

15. Lila - Oktober 10, 2007, 18:46

Maus? Benutz ich schon seit Jah-ren nicht mehr.

Mein Arbeitsplatz ist ergonomisch perfekt eingerichtet. Ich benutz ihn nur zu selten 😦

16. david - Oktober 10, 2007, 23:10

Woher diese Ausbrueche von Vorurteil und Ablehnung kommen? Kognitive Dissonanz.
Mit solchen Typen hast Du in einem deutschsprachigen Blog mit Israel-Thema zuhauf zu tun.

17. Marlin - Oktober 11, 2007, 23:31

Boches Spruch kann ich unterschreiben. (Und Trine heißt Tine 😉 )
Trine ist bei uns in der Familie eher ein pejorativer Begriff für weibliche Personen.

Nur so nebenbei. 😀


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s