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Fälltir nichts zu bloggen ein… Juli 27, 2007, 23:34

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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…fängstu dir ein Stöckchen ein (via Kaltmamsell).

Sieben Dinge, die sich bei mir seit Harry Potter I gewandelt haben. Hm. SIEBEN Dinge?
1. Ich habe den ersten Band auf Deutsch gelesen (hat Primus mir aus der Kibbuz-Bücherei geholt und aufs Kopfkissen gelegt, „Mama lies mal“) – alle anderen nur noch auf Englisch. Aber in welchem Jahr war das? Damals wird er in der Grundschule gewesen sein. Nächstes Jahr macht er Abi. Quarta war ein Baby. Na ja, obwohl sie jetzt ins dritte Schuljahr kommt, wird sie immer ein bißchen mein Baby bleiben. Pädagogisch dumm, aber sie kommt einem einfach immer klein vor verglichen mit den baumlangen Brüdern.

2.  Ich habe damals gern Kinderbücher gelesen. Ich lese noch immer gern Kinderbücher. (Habe heute einem früheren Lehrer zwei Kinderbücher über Einhörner ins Fach gelegt, weil ich neulich rausgefunden habe, das er sie auch mag.) Also keine Veränderung.

3. Ich fand damals schön, daß die Kinder sich Harry selbst ausgesucht haben. Seitdem haben sich die Filmfiguren klebrig über die eigene Vorstellungskraft gelegt. Das tut mir leid, besonders weil ich kaum eine Stimme nerviger finde als die deutsche Synchronstimme von Hermione. Könnte einem glatt die Freude an ihr vermasseln. Ich habe mich nicht verändert – sondern das Werk ist in die Wurstmaschine geraten.  (Ehrlicherweise zugegeben: Snape gewinnt durch Rickman, eindeutig. Ohne ihn wäre er nicht halb so beliebt bei den Fans, ich bin mir sicher.)

4. Damals war ich glücklich verheiratete Mutter von mehreren allerliebsten Kindern. Gott sei Dank, ich bin es noch. Keine Veränderung. Tfu tfu tfu, bli ayn ha-ra, melach-maim…

5. Wir wohnten damals in einem idyllischen, typischen Kibbuz-Häuschen mit Palme vorm Klofenster und einer Kochnische von der Größe eines Daumennagels. Seitdem sind wir umgezogen, in eine weniger idyllische, aber geräumigere Wohnung am Rande des Kibbuz. Aber der Kibbuz ist derselbe, das Land auch.

6. Damals hatten wir zwei Katzen: die puschlige, getigerte Mini und ihren Bruder,  den Siamkater Limon, der Y.s Freund und Vertrauter war und den er wirklich sehr geliebt hat. Wir alle. Limon war eine Seele von Kater und wir haben Bäche geheult, als wir ihn begraben haben. Seitdem haben wir uns einen kleinen, schwarzen Lump namens Lucius zugelegt, ja wie Vater Malfoy, und wenn er zwischen die Kaffeetassen springt oder in der sauberen Wäsche schläft, heißt er Lucifer. Eine umwälzende Veränderung!  In Minis Augen bestimmt. Aber – nach wie vor zwei Katzen.

7. Ich habe bis Band 4 mit Begeisterung mitgelesen und war ein Fan. Bei Band 5 bin ich aus allen Wolken gefallen: wie kann eine Erzählung so entgleisen, so den Fokus verlieren, so langatmig und un-fesselnd werden? (Wobei mir Rita Skeeter schon eine Warnung hätte sein sollen). Band 6 war besser als 5 (hab ihn gerade noch mal gelesen), Band 7 die lang erwartete Auflösung – aber so ein harmloser Genuß wie Harrys erster Besuch bei Rons Eltern oder die Beschreibung der ersten Stunden bei Professor Sprout  war uns nicht mehr vergönnt.  (Ich werde das Ganze nochmal lesen müssen, um den ganzen Zinnober mit dem elder wand zu kapieren – war mir zu kriminalmäßig.)

Fazit: bei mir hat sich in den Jahren seit ca. 2000 nichts verändert. Um mich herum, ja, aber ansonsten ist mein Leben von langweiliger, beruhigender Stabilität.

PS: Secundus ist wieder da, hurra!!!, und er liest ebenfalls. „Verratet mir nichts!!!“ waren seine ersten Worte bei der Heimkunft, danach „ich hab fünf Tage nicht geduscht“.

Kommentare»

1. willow - Juli 28, 2007, 20:45

PS: Secundus ist wieder da, hurra!!!, und er liest ebenfalls. “Verratet mir nichts!!!” waren seine ersten Worte bei der Heimkunft, danach “ich hab fünf Tage nicht geduscht”.

Sie hatten also ihren Spaß…. 😀 Jugend ist doch etwas wunderbares.

2. Lila - Juli 28, 2007, 21:09

Na klar, er war auf einem Lager vom Shomer HaZair, der Jugendbewegung. Mit Jugendlichen aus dem ganzen Land, nicht nur seinen Freunden aus dem Kibbuz. Sie haben auf dem Boden geschlafen, alle möglichen Abenteuer erlebt, er hat die halbe Nacht begeistert erzählt.

In der Hitzewelle, die hier herrscht, sind schon mehrere Wanderer ums Leben gekommen – Hitzschlag oder Austrocknen. Y. meinte, als ich wieder besorgt mit den Flügeln schlug, das wird einer Gruppe vom Shomer HaZair nicht passieren, weil die sehr erfahrene Leiter haben und sich weder verirren noch Risiken mit der Sonne eingehen.

Am schlimmsten war während dieser HItzewelle der Todesfall eines kleinen Babies, kein halbes Jahr alt, das der Vater im Auto vergaß, während er sich in einer Werkstatt um seinen Geländewagen kümmerte. nach anderthalb Stunden rief seine Frau an, um zu hören, wie es dem Baby geht. Da fiel ihm ein, daß er sie ja dabei hat. Da war das Baby schon im hlühheißen Auto jämmerlich gestorben.

Jedes Jahr kommen solche Todesfälle vor. Das ging allen sehr unter die Haut. Es ist so vermeidbar, so unglaublich fahrlässig, so grausam.

Ich hoffe, die Hitzewelle ist bald vorbei.

3. Heimo - Juli 31, 2007, 2:04

zu 3. – ich mag es auch nicht, wenn die Filmbilder die eigene Imagination überlagern, die man beim lesen erfahren hatte – ich ziehe immer das Buch dem Film vor – obwohl er manchmal wunderbar ergänzend ist (wie bei Herr der Ringe trilogie) – & obwohl ich mich vor vielen Jahren immer ärgerte, wenn der Film oft so ganz anders war, wie das Buch – sehe ich es mittlerweile oft eher als eigenständiges Werk, als nicht ganz die gleiche Geschichte an, messe also nicht mehr unbedingt den Film am Buch – der Film ist die Abkürzung ist ein nachempfundendes visuelles Erlebnis dazu – das Buch ist der ganze Weg, die wahre Geschichte – Hermann Hesse wollte mit einem Verbot verhindern, daß man seine Werke verfilmt & wenn, dann nur originalgetreu – um eine Verfälschung seines Werkes zu unterbinden

war gerade mit einem befreundeten Lehrerehepaar im neuen Harry Potter Film – war schon beeindruckend, schon viel düsterer als die Vorgänger – Veronica bezweifelte darnach ob er ab 12 geignet wäre.. – da sie das Buch erst Ostern gelesen hatte, ich aber bereits vor 2 Jahren & kaum noch weiß welche Details in welchem Buch passiert waren- war sie es, der die meisten der Nebenhandlungen einfielen, die wohl nicht mehr in den Film gepasst hatten – die Machtübernahme von Umbridge, viele Details ihrer Schikanen konnten natürlich nicht mehr untergebracht werden (Qudditch Spiel etc. Ron’s Erfolg als Spieler etc. etc. – aber die Nebenstränge waren so geschickt herausgelöst worden, daß sie nicht fehlten & das Wesentliche was den spannenden plot ergab, war geblieben.
– ich werd wohl demnächst auch alle Bände noch mal lesen müssen (diesmal nicht mit einem Jahr Abstand) um die Unsumme der Handlungsstränge noch oder wieder zu verstehen, – genau wie ich auch die Narnia books nochmal lesen will (zuletzt vor ca. 15 Jahren) , die du Lila, neulich in Vergleich zu H.P gestellt hattest – da ist mir schon so viel entfallen – ich weiß nur, daß sie mich damals sehr bezaubert hatten..


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