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In zwei Tagen, in Tel Aviv Mai 25, 2007, 23:14

Posted by Lila in Land und Leute.
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27. Mai, abends, 100 NIS pro Karte: ein Konzert zugunsten der Menschen im Kongo, die die Hölle durchmachen. Ehud Banai, Aviv Gefen, Idan Raichel, Achinoam Nini, Barry Sacharov und noch andere, einige der bekanntesten Künstler Israels, geben ein Konzert, dessen gesamte Einfkünft an den Kongo gehen.

Ein Journalist hat eine Sendung über das Leiden im Kongo gemacht.

After visiting Congo in 2006, Itai Engel, an Israeli journalist, wrote:

On the whole planet, there is no place more terrible at the moment than eastern Congo. In a six-year war, close to four million people have died. This fact is so terrifying that the phenomenon of women being raped seems insignificant. If I chose to be a journalist, and I try to tell the stories most important for the world to hear, then Bukavu in east Congo is a place I have sworn to come to for years.

Was er dort gesehen und gehört hat, läßt ihn nicht mehr los. Gemeinsam mit ein paar jüdischen Organisationen beschließt er zu helfen. Es gibt jede Menge jüdischer Wohlfahrtsorganisationen, und wer glaubt, die helfen nur Juden, der irrt.

But Engel’s mission did not end once he returned to Israel. Together with Brit Olam, the International Israeli-Jewish Volunteer Movement, the Israeli Humanitarian Aid organization, Latet, and the World Union of Jewish Students (WUJS), he is intent on bringing crucial aid to the Congolese population victimized by the most fatal war in the world, far away from any medical facilities.

To sponsor aid, leading Israeli artists including Aviv Gefen, Ehud Banai, Ahinoam Nini (Noa), and Idan Reichel, will perform in a joint rock concert on Friday, May 27, in Hangar 11 in Tel Aviv. Revenue from the concert will be donated for the building of medical clinics, medical equipment, and training professionals to help rehabilitate the rape victims and their children.

Ich muß sagen, das Verhalten des Journalisten imponiert mir.  Wie leicht wäre es doch für ihn, die professionelle Schutzhaut anzulegen oder es zumindest zu versuchen. Doch das Leid der Menschen dort ist wohl so entsetzlich, daß er das nicht fertigbringt. Er ist entschlossen, ihnen zu helfen. Ich hoffe, es kommen viele Menschen.  (Oh, ich finde gerade eine Meldung darüber auf Deutsch. Nummer 6).

Verborgen vor den Augen der Welt und unbeachtet machen dort Menschen Entsetzliches durch. Wenn ich daran denke, kommen mir Dorothea Brookes Worte in den Sinn, „a muffled cry on the other side of silence“. Wie gut für uns, daß wir so stumpf sind und das stumme Leid nicht immer hören. Wir müßten daran zugrunde gehen. So schließen wir Augen und Ohren und ameiseln weiter, während anderswo die Hölle über den Menschen zusammenschlägt. Grausame Gedanken, und grausame Wesen sind wir Menschen.

Kommentare»

1. Elisabeth - Mai 26, 2007, 2:24

Und noch etwas in eigener Sache: Gibt es Neues von Shlomo Artzi?

2. Marlin - Mai 26, 2007, 11:41

„Grausame Gedanken, und grausame Wesen sind wir Menschen.“

Das hast Du wohl richtig erkannt.


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