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Spätes Erwachen Mai 22, 2007, 13:00

Posted by Lila in Land und Leute.
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Ich habe es nicht anders erwartet. Solange Israel stillhielt – keine Reaktion der UN auf den Beschuß mit Qassams. Sobald sich Israel wehrt – Besorgnis und Ermahnungen. Da läuft irgendwas komplett schief. Wie man so oft versagen kann und gleichzeitig ein Image als Heilige Johanna in einer ungerechten Welt aufrechterhalten kann – oh, das sollten mir die UN mal verraten. Es ist vermutlich der beste PR-Coup aller Zeiten.

Oh, und noch etwas: daß die Libanesen palästinensische Flüchtlingslager beschießen, muß dem UN-Generalsekretär entgangen sein. Tja, man kann ja nicht alles im Auge behalten. Es reicht, wenn man Israel im Auge behält.

Kommentare»

1. Miriam Woelke - Mai 22, 2007, 13:22

B“H

Solana kam und Zipi Livni und Olmert standen stramm. Das war doch zu erwarten. Hat George Bush eigentlich noch nicht angerufen ? Ah, ich vergas, die amerik. Regierung haelt sich derzeit fern von Olmert, weil seine Zukunft zu undurchsichtig erscheint. Sprich, der Endbericht des Winograd – Ausschusses steht noch aus.

Chag Sameach dann erstmal.

2. Lila - Mai 22, 2007, 13:27

Chag sameach. Ich liebe Shavuot.

3. Miriam Woelke - Mai 22, 2007, 13:36

B“H

Schade nur, dass die Mischpoken – Anneka es so schwer hat mit ihrer Gruppe.

4. Lila - Mai 22, 2007, 13:49

Ja, ich hätte ihr so gern gezeigt, wie schön bei uns das Fest der Erstfrüchte gefeiert wird. Auf dem Feld und so, mit Tanz und Gesang und die Babies und Mütter auf der Bühne, und die Lämmer und Fohlen und Erträge aller landwirtschaftlichen Zweige und der Industrie. Sogar wir „ovdey chuz“, also „Außenarbeiter“ dürfen den Ertrag unseres Schaffens als symbolischen Scheck über die Bühne tragen!

Jeder religiöse Gehalt wurde natürlich sorgsamst entfernt 😉

Ist aber trotzdem schön, die Kibbuz-Kultur.

5. jakobo - Mai 22, 2007, 14:18

Hi Lila:
Jag Sameaj auch von mir 🙂

Jakobo

6. Lila - Mai 22, 2007, 15:13

Oho, ein Drrrom-Amerikai…?

7. Jakobo - Mai 22, 2007, 15:37

Ein was?

8. Lila - Mai 22, 2007, 15:39

Südamerikaner. Spanisch-Muttersprachler schreiben j statt ch, wenn sie ח transskribieren. Ist nichts Ehrenrühriges! Im Gegenteil.

9. Miriam Woelke - Mai 22, 2007, 15:41

B“H

Ich fand die Shavuot – Traktorenumzuege im Kibbutz immer total langweilig. Da ziehe ich dann doch das Religioese vor.

10. Jakobo - Mai 22, 2007, 15:44

Keine Angst *lol* ich hatte das auch nicth so aufgefasst 🙂
aber das „ch“ und das „j“ das verwirrt mich manchmal
total.. bin sowieso ständig total zerstreut *gg*
Und wenn ich dann noch erst ein paar mails auf spanisch
schreibe und dann wieder auf deutsch und dann auch
noch hebräisch.. aber wiederum mit lateinischen buchstaben
die auf deutsch und spanisch ja die selben sind aber ganz
andes ausgesprochen werden…. puh… ich muss mich erst
mal hinsetzten 🙂

11. Jakobo - Mai 22, 2007, 15:50

PS.: Ich hab übrigens letzes jahr zwei Israelinnen
in der Stadt getroffen und wir haben uns auf
englisch unterhalten… der akzent von den beiden
klang ja soooo sweeeeeeet!!!!! *herzklopf*
Und wir haben uns ständig über unsere verschiedenen
akzente beim english lustig gemacht und mussten
sehr viel lachen dabei 🙂

12. Lila - Mai 22, 2007, 16:15

Liebe Miriam, ich fand es immer schön, aber ich bin ja auch ein Landei… außerdem ist es schon was anderes, wenn man alle Trecker kennt und alle Fahrer und alle Pferde und alles andere auch.
Ich bin, als meine Jungens klein waren, jeden Tag mit ihnen zum Traktorschuppen gewandert, und sie haben jeden Traktor erkannt und gewußt, wo er arbeitet, wer ihn fährt und alles andere auch. Meine Jungens konnten „Traktor John Deere, von Zvi, Baumwolle!“ sagen, als sie noch ganz, ganz klein waren. Ich habe also ein sentimentales Verhältnis zu unseren Treckern und „Combines“.
Unsere Schule ist außerdem eine der letzten landwirtschaftlichen Schulen der Umgebung, und mit Secundus ziehe ich einen richtigen Bauern groß. Ich selbst bin auch nicht so der agrarische Typ 🙂 aber ich freue mich trotzdem immer an diesem Teil der Festlichkeiten. Natürlich sind die Volkstänze schöner, Debkat-ha-chamor, das sehe ich immer gern. לפסטיבל הריקודים שלנו
Die ersten Jahre habe ich mich über die Wagen der Fabriken kaputtgelacht, wo stolz die neusten Errungenschaften präsentiert werden, aber inzwischen finde ich das netter als so manche andere Motivations-Veranstaltung… trotzdem lache ich immer noch, wenn sie vorbeifahren.
Aber welche Mama klettert nicht gern mit ihrem neusten Nachwuchs auf die Bühne und läßt sich feiern? Im Eingang des Dining-Rooms wird jedes Jahr zu Shavuot eine Galerie der neuen Kinder aufgehängt. So ungern ich sonst in die Bütt steige… aber mit blumenbekränztem Baby, das ist immer schön. Die Metapelet tinokot liest die Namen vor. So gehört sich das.
Mein Ältester ist zu Shavuot geboren, ist für mich immer eine ganz, ganz besondere Zeit… die wahre Erstfrucht. (Ich hätt ihn gern Boaz genannt, aber da gibt es schon einen im Kibbuz mit genau demselben Familiennamen, das haben wir also nicht gemacht.)

13. eran - Mai 22, 2007, 19:20

„Oho, ein Drrrom-Amerikai…?“

🙂

Chag Sameach.

14. Jacobo - Mai 23, 2007, 11:46

You arrrr so brrrrekinbals, rompebolas 😉

Chag Sameach, Eran 🙂

15. Jacobo - Mai 23, 2007, 11:49

“Oho, ein Drrrom-Amerikai…?”

Du meinst wohl Djom Amejikai…
oder Dchchchchom Amechchchikai? 😉

16. eran - Mai 23, 2007, 17:58

Dafür habe ich eine Freundin aus Drom Sarfat…

Aber bitte ihr nicht veraten, dass ich sowas sagte 😉

17. jakobo - Mai 23, 2007, 21:48

Ich hab das ehrlich gesagt nicht verstanden.
Wo ist Drom Sarfat und warum soll ich es
nicht verraten?

18. eran - Mai 24, 2007, 0:23

Ist ein bekannter Scherz über die Herkunft von nordafrikanischen Juden.

Drom Sarfat heißt Süd-Frankreich übersetzt, aber mit nordafrikanischen Aktzent (Richtig Ausgesprochen Drom Zarfat).
Das hört sich besser an als wenn man sagt, man komme aus Marokko, Tunesien oder Algerien.

Wieso nicht verraten? Damit meine Süße mir nicht böse wird.

19. jakobo - Mai 24, 2007, 1:15

ahhh.. ok… ich werds auch nicht verraten :-).

jetzt sag mir nur… wie sprichst du das s aus und wie das z?
Masl? Sidur? Oder wie die deutschen ts Zeit?

Jakobo

20. Loco - Mai 24, 2007, 2:27

Ich lieg grad vor Lachen (wegen „Drom Sarfat“) flach auf dem Tisch, und dazu muß ich was erzählen. Mein Schwiegervater, Elsässer mit Schweizer Abstammung, spricht gelegentlich etwas abschätzig von den „Südelsassern“, womit er vornehmlich Mahgrebiner meint. Eines Tages war dann im Regionalfernsehen ein Schwarzafrikaner zu sehen, der im Mülhäuser Zoo arbeitete – und fließend Mülhäuser Dialekt sprach. Als ich meinen Schwiegervater rief: „Da hast du deinen Südelsasser!“, fiel ihm das Kinn auf die Schuhriemen…

Feiert noch schön; meine Nachbarn haben heute auch gefeiert!

21. jakobo - Mai 24, 2007, 12:37

Lila:
Eine Frage, Du hast doch mal einen link zu
einer Sitzung vom UN Menschenrechtsrat
gepostet. Ich meine den wo der vorsitzende
dann gesagt hat „dies ist das erste mal
das ich mich nicht für einen Beitrag bedanke…“
Ich hab versucht den wiederzufinden aber es
nicht geschafft. Kannst Du mir sagen, wo der ist?

Jakobo

22. Lila - Mai 24, 2007, 12:57
23. jakobo - Mai 24, 2007, 13:12

ups.. danke, Lila. ich habs erst über die Labels
versucht und dann mit google.

ich wollte den Link ein paar freunden schicken.

Jacobo

24. eran - Mai 24, 2007, 18:06

wie die deutschen ts Zeit wird es ausgesprochen.


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