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Ein kleines Item in unseren Nachrichten, vor ein paar Tagen Mai 22, 2007, 12:28

Posted by Lila in Land und Leute.
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Es muß vorgestern oder vorvorgestern gewesen sein. Ein kleines Mädchen, Flüchtlingskind aus dem Sudan, wurde mit seinen Eltern wiedervereinigt. Bei der Flucht über die Grenze von Ägypten nach Israel wurde die Großfamilie von ägyptischen Grenzsoldaten beschossen. Das kleine Mädchen blieb zurück, wurde von ägyptischen Soldaten festgehalten. Die Eltern dachten, ihr Kind ist tot. Doch dem Mädchen war nichts passiert.

Die Ägypter weigerten sich, die Kleine nach Israel zu übergeben. Schließlich schrieb Aliza Olmert einen persönlichen Brief an Susan Mubarak. Das half. Wenige Tage später wurde das Kind den Eltern übergeben. Alle Umstehenden weinten, die Eltern, ganz junge Menschen, waren am gefaßtesten.

Die sudanesischen Flüchtlingen wollen von Ägypten nach Israel? Warum ausgerechnet in den Judenstaat? Sie sind doch Moslems. Wären sie nicht in Ägypten besser aufgehoben? Vielleicht doch nicht.

31.12.05: Ägypten: Polizei-Einsatz gegen sudanesische Flüchtlinge. In Kairo sind am Morgen des 30. Dezember bei einer Polizei-Aktion gegen sudanesische Flüchtlinge mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zuvor seien Versuche, die etwa 3.000 Menschen zum Verlassen des Geländes vor einem Bürogebäude der Vereinten Nationen zu bewegen, gescheitert, erklärte ein Sprecher des ägyptischen Innenministeriums. Viele der Sudanesen sind vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat nach Ägypten geflohen. Die Anführer der Flüchtlinge hätten zu Angriffen gegen die Sicherheitskräfte angefordert. Das Ministerium bestätigte inzwischen 26 Todesopfer und über 30 Verletzte unter den Sudanesen. 23 Polizisten seien verletzt worden, hieß es weiter.

Ich weiß nicht, was in den Herzen dieser Menschen, die das Schlimmste miterlebt haben, vorgeht, wenn sie sich auf den Weg nach Israel machen. Aber wir scheinen eine Hoffnung in ihnen zu erwecken. Ich weiß nicht, ob unsere elende Bürokratie diese Hoffnungen nicht zunichte macht. Es ist eine große moralische Verpflichtung, diese Flüchtlinge so zu behandeln, daß sie den Glauben an die Menschlichkeit im Menschen wiederfinden können.

Übrigens hat der Vorsitzende von Yad vaShem in seiner zentralen Rede am Holocaust-Gedenktag auf die Flüchtlinge aus dem Sudan hingewiesen.

We have to raise an outcry against the genocide now being perpetrated in Darfur, Sudan. Meanwhile, the world sits with its arms folded, sending a few sacks of flour – not so much to feed the hungry as to salve its consciences.

Ich wünsche den sudanesischen Flüchtlingen ein gutes Leben in Eilat, und ich wünsche mir, daß unsere Behörden das nächste Mal intelligenter und flexibler reagieren und nicht so lange nach einer Lösung suchen, wie sie nun gefunden ist. Und ich wünsche den Israel-Kritikern, daß sie mal versuchen, sich in die sudanesischen Flüchtlinge zu versetzen, die ausgerechnet Israel ansteuern. Vielleicht sehen sie ein anderes Bild als sonst.

“I don’t think that the Jewish people can look the other way when such a horrible genocide is being conducted. It is our obligation to be as of much help as we can,” said Mr. Lapid, a Holocaust survivor.

A group of Sudanese recently were taken on a tour of the museum at Yad Vashem, Israel’s Holocaust memorial. They stood silently, some wiping away tears as they looked at photographs of corpses and cases displaying children’s dolls and a mother’s final postcard. “It was very hard to see this, really shocking,” said a 24-year-old man who fled Darfur last year. “It reminded me of my own people. I hope one day we can have a museum like this in Darfur.”

Theo Kaminer, who is coordinating the kibbutz movement’s efforts to take in the Sudanese, said the farms felt a moral obligation.

“If not us, who will help them?” he said. “No one else is lifting a hand. These people are refugees from a Holocaust.”

Kommentare»

1. meiomei - Mai 22, 2007, 21:29
2. willow - Juli 15, 2007, 20:44

Kleiner Nachtrag:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/389647

wie können die bösen Juden nur…


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