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Und jetzt – der Übergang April 23, 2007, 19:58

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Land und Leute.
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Härter kann er nicht sein. Den ganzen Tag habe ich, an eine dringende Arbeit im Computer gefesselt, im Wohnzimmer gesessen. So wie der Fernseher die herzzerbrechenden Geschichten von Gefallenen und Terroropfern ausspuckt, als hätte er das ganze Jahr darauf gewartet – so wie Menschen, die sonst nicht über ihren Schmerz sprechen, Worte finden – so höre ich alles an, muß mein schlechtes Gewissen beruhigen und den Schmerz an mich heranlassen.

Y. und Primus waren am Grab des unvergessenen Freundes, dessen Eltern sich freuten, Primus wiederzusehen. Und jetzt brechen wir zum Feuerwerk auf. Jetzt wird der Unabhängigkeitstag eröffnet. Man beginnt ihn mit tränenfeuchten Augen. Morgen ist dann Grillen angesagt – in meinem Kühlschrank warten schon die marinierten Fleischstücke – ich wende meine Augen davon ab – aber die Kinder lieben es.

Wir fahren nirgends hin, wir leben am schönsten Fleckchen des Landes und sehen nicht ein, wieso wir uns woanders mit anderen Feiernden um die Plätze kloppen sollten. Ganz Israel sucht grüne Idyllen, um dort zu grillen. Interessanterweise sind es immer die Männer, die grillen, und israelische Männer wedeln der Glut Wind zu. Sehr wilde Sache.

Der Übergang ist bitter und hart. Die Entscheidung, die beiden Tage zusammenzulegen, ist für mich schönstes Zeugnis der menschlichen Klugheit der Verantwortlichen. (Ruth weiß auch bestimmt, wer das so entschieden hat). Wie die Flagge hochgezogen wird – und dann das Feuerwerk losgeht – wer das einmal gesehen hat, weiß, wie dankbar wir sein können.

Und jetzt frohes Feiern. Die Kinder zappeln schon im Treppenhaus. Nu, Mama!

Kommentare»

1. Miriam Woelke - April 23, 2007, 20:11

B“H

Also, das stimmt jetzt nicht, was du schreibst.
Ihr lebt nicht am schoensten Flecken Israels, sondern ich tue das. 🙂 Deswegen fahre ich morgen auch nirgendwo hin.

Falls ihr euch doch noch entscheiden solltet, zum schoensten Flecken zu fahren, dass Israel – Museum waere morgen umsonst.
Schoene Gruesse in den Kibbutz und Chag Sameach. 🙂

2. eran - April 23, 2007, 21:32

Shalom Zusammen,

schau mir gerade die Übertragung auf dem ersten Programm an und besonders an solchen Tagen fällt es wieder schwer nicht Zuhause ba Moledet zu sein.

Vorsicht Morgen beim Grillen 😉

3. Lila - April 23, 2007, 22:06

Sind die „daglanim“ nicht Kult, die Flaggenträger, die sich zu Mustern aufstellen? Ich versuche ja, meine Kinder zu einer Karriere bei den daglanim zu bewegen. Kadag, kazin daglanim. Das wär´s!

4. eran - April 23, 2007, 22:24

🙂 ja,
Bewunderswert wie die das hingekriegt haben.

Das hätten sie in den vorigen Jahren mit weniger Flaggen nicht so schön hinbekommen 😉

5. mischpoke - April 24, 2007, 10:36

Viel Spass beim Grillen. Ihr habt bestimmt schönsten Sonnenschein im Gegensatz zu uns hier oben. Grüsse aus dem Norden.

6. Lila - April 24, 2007, 10:42

Ja, heute ist es auch nciht mehr so heiss und trocken wie gestern. Richtig nettes Wetter. Die Kinder sind zum Lunapark gegangen, der jedes Jahr am Unabhaengigkeitstag im Kibbuz abgehalten wird. Die Maedchen, um Riesenrad und Piratenschaukel zu nutzen, die Jungen, um zu arbeiten. Vielleicht mach ich spaeter ein paar Bilder.

7. Unabhaengigkeitstag « Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus - April 24, 2007, 23:11

[…] Wo das schoenste Fleckchen Israels liegt, ist heftig umstritten. Also sage ich nur, dass wir an einem sehr schoenen Flecken […]


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