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Ungeklärtes Phänomen Januar 29, 2007, 9:44

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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Ist das nur in meinem Bekanntenkreis so? Ein Paar heiratet, kriegt Kinder, zieht in sein Traumhaus, und nachdem das letzte Bäumchen im Garten gepflanzt ist, zieht einer der Partner aus.

Unglaublich, wie häufig man Ehen oder Langzeit-Beziehungen scheitern sieht, und zwar gerade dann, wenn sie einen Punkt erreicht haben, an dem man denken sollte: jetzt ist die Zeit gekommen, wieder ein bißchen in die Beziehung zu investieren. Das tun die Leute dann auch – nur eben in Beziehungen mit neuen Menschen.

Seltsam, seltsam. Vielleicht können wir Menschen den Hals nicht vollkriegen? Oder vielleicht leiden viele Menschen in ihrer Ehe, gestehen es sich aber nicht ein, solange noch der Alltagsstreß mit kleinen Kindern und im weniger-als-Traumhaus ihre Sinne betäubt? Ich weiß es nicht. Aber ich sehe es sehr, sehr ungern, wenn Familien zerbrechen (auch wenn aufgrund der Struktur des Kibbuz solche Trennungen in 90% der Fälle zivilisiert und fair vor sich gehen). Lo aleinu, lo aleinu.

Kommentare»

1. mischpoke - Januar 29, 2007, 10:50

Ich glaube das wir heute nicht mehr die schlechte Tage aushalten können, nur noch die guten Tage. Und das die Kommunikation auch in Familien aufdas geringste oft beschränkt ist. Zu einer Ehe/Partnerschaft gehören neben Liebe, Kinder, gemeinsamer Besitz auch noch wir selber und die Gemeinschaft miteinander, das Streiten miteinander, das Versöhnen. Wir wollen zuviel und wollen uns selbst verwirklichen, was schon geht aber wenn man nicht mehr alleine ist dann nur zusammen. gegenseitiges Nehmen und Geben. Ich bin froh das der König mich manchmal aushält und ich ihn und das die Regierungskrisen bei uns mit Pauken und Trompeten durchgestanden werden, das wir trotz Kinder uns selbst nicht vergessen als Paar. So und nu feiern wir Noahs Geburtstag, ach ne voher ist noch Uni hoch drei angesagt, aber druassen schein die Sonne und die kleine Morgenkrise meinerseits ist vorbei.
P.S. Oh ich hätte schon gerne eine etwas grössere Wohnung (geht mir da wie anderen hihi) muss gar keine Palast sein, den muss man ja dann irgendwie aufräumen und saubermachen.. da sind kleinere Wohnungen schneller klar Schiff. Liebe Grüsse von der mischpoke

2. Loco - Januar 29, 2007, 11:11

Ich glaube, das Problem liegt darin, daß wir meist weniger mitbringen und mehr erwarten… seh ich mir an, mit welchen Erwartungen meine Großeltern in ihre Ehe gingen, aber auch mit welchen Fähigkeiten und Erfahrungen, dann weiß ich: heute sind die Erwartungen um ein Vielfaches höher. Damals ging es um eine Bestandsgemeinschaft, heute um eine Lebenspartnerschaft in allen Teilen, man will verstanden werden und unterstützt… aber was fehlt, ist zum einen die Liebesfähigkeit und auch eine gewisse Trennungstoleranz und Vertrauen – und dies alles lernen Kinder nicht in der Krippe, sondern zuhause, zuerst von der Mama, egal was die Feministen sagen! – und dann auch die Kompromißbereitschaft. Meine Generation dürfte zu den verwöhntesten seit Menschengedenken gehören, zumindest in der westlcih geprägten Welt, und ist es weithin einfach nicht gewöhnt, einem anderen Menschen zuliebe auf etwas zu verzichten. Sie hat gelernt, „i love genuß sofort“ und „was du willst, das nimm dir“… aber das sprengt jede Partnerschaft.
Und dann die immer höheren Ansprüche von außen: Mitarbeiter sollen bitte immer zur Verfügung stehen und das Familienleben anderen überlassen, als Roboter der Familie – sonst tauscht man sie aus. Nur bei Empfängen darf die liebe Frau als Schmuckstück mitkommen, damit sie sich mal erinnert, wie der Mann aussieht, der erst heimkommt, wenn sie schon schläft, und aus dem Haus geht, bevor die Kinder wachwerden… und wenn man dann noch Überstunden und Sonderaufträge annimmt, um das Traumhaus und den Traumurlaub (wo jeder dann seins macht) und das Traumauto und … zu finanzieren, dann verliert man sich tatsächlich ganz aus den Augen. Was aber nützt mir die 200m²-Traumvilla, wenn sie nur leersteht – von der Putzhilfe mal abgesehen, und von sechs Stunden Schlaf, die ich dort verbringe?

„lo aleïnu“ – ist das mehr die Beschwörung für Gegenwart und Zukunft, oder auch eine gewisse Erleichterung, „wir haben’s über viele Jahre geschafft, zusammenzustehen“?

3. Georg - Januar 29, 2007, 11:40

Ich gehöre auch dazu und glaube, es liegt an der Freiwilligkeit und dem Möglichen: Das heißt, ich glaube nicht, dass Mensch dazu geboren oder in der Lage ist, freiwillig sein Leben mit einem Partner zu teilen. Warum auch? Wenn eine Gesellschaft, Religion oder materielle Not allerdings einen dazu zwingt, funktioniert es natürlich (siehe „früher…“). Vielleicht ist alles schon anders, entkrampfter, wenn man die Sichtweise ändert und eine Trennung nicht als etwas Negatives versteht. Sie bietet doch auch eine Menge Chancen.

Das ist ähnlich der Arbeitswelt: Früher war jemand seriös, kompetent und begehrt, der 40 Jahre treu in einem Betrieb gearbeitet hatte. Heute ist es genau andersrum: je abwechslungsreicher eine Berufsbiografie desto begehrter (da flexibel) ist der Arbeitnehmer.
Also alles irgendwie bloß eine Frage der Perspektive.

4. kaltmamsell - Januar 29, 2007, 17:00

Meine Theorie ist hingegen, dass sich diese Paaren ihre Ziele nicht weiterentwickelt haben: Auch nach dem letzten Baum sind das Familiegründen, Hausbauen, Baumpflanzen. Also suchen sie sich dafür eine neue Gelegenheit.
Bestes Beispiel ist Franz Beckenbauer, der meiner Zählung zufolge derzeit in der vierten Runde Familiegründen ist.

5. mona lisa - Januar 29, 2007, 18:51

An Georg: den Vergleich finde ich ein bisschen sehr schräg oder sind wechsende Parnter Zeichen für Flexibilität? Dann wäre doch folgender Spruch (gelesen auf einem T-Shirt) noch zietgemäßer: Warum heiraten, wenn leasen auch geht.
Ich glaube eher, dass man sich in einer festen Partnerschaft am besten entwickeln kann, wenn man die Entwicklungschancen erkennt und am Schpofe packt, die Krisensituationen für jeden der beiden Partner bereithält. Denn ich bin sicher der Satz: „Beim nächsten Mann wird alles andesrs“ ist grundfalsch. Wenn man sich selbst nicht entwickelt bleibt alles beim Alten, denn man selbst ist ja der/die Alte geblieben.

6. croco - Januar 29, 2007, 19:16

Zu aller erst: ich weiß nicht, wie man richtig leben soll.
Aber ich beobachte das Selbe um mich rum, bei meinen Kollegen grassier die Trenneritis. Unter Schmerzen und mit viel Verletzungen trennen sie sich gerade, wenn alles eingerichtet erscheint. Oder merken sie dann, dass sie außer dem Hausbau keine Themen hatten?
Ich stelle es mir sehr anstrengend vor, nochmals zu starten, neuer Mann, neues Glück, neues Haus, neue Kinder.

7. Lila - Januar 29, 2007, 20:53

Default: ich wollte keineswegs sagen, daß ich Getrennte, Geschiedene, Neuanfangende und alle anderen, die nicht leben wie ich Mütterchen Stocksolide…., daß ich die ablehne, verdamme, verurteile. Da ich über einen komplett verdoppelten Set von Eltern und Schwiegereltern verfüge, weiß ich, wie befreiend es sein kann, eine frühe Fehlentscheidung später im Leben korrigieren zu können, ohne ein Leben lang mit dem Stigma zu leben.

Ich wundere mich nur über den Zeitpunkt. Es gibt ja so viele Stürme, die solche Ehepaare miteinander wacker durchgestanden haben. Aber dann kommt die Windstille – und man hört anscheinend das Brausen in den eigenen Ohren wieder.

Aber PUH ich stelle es mir auch furchtbar anstrengend vor, durch all die Phasen von Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt bis zur Harmoie des Alltags noch einmal zu wandern. Darum mein lo aleynu – möge es uns erspart bleiben.

Doch kenne ich genügend Leute, die erst in der x-ten Runde ihr Glück gefunden habe – ich wäre die Letzte, es ihn miesreden zu wollen!

8. Georg - Januar 29, 2007, 23:05

Liebe Lila,

einfach nur mal so gefragt: Wieso wird in einer Zweisamkeit, womöglich auf Lebenszeit, eine Erfüllung gesehen oder ersehnt?

@ mona lisa: Meine alte Mutter hatte uns 4 Jungens all das beigebracht, sie hat es vorgelebt – von 19 bis 69 – dann starb ihr Mann. Jetzt mit 75 ist es eine andere Frau, die anders redet. Meinen Nichten und Neffen steht sie bei, in ihrem modernen Tun, was sie vor Jahren noch abgelehnt und ihre eigenen Kinder davor zu bewahren versucht hat – ein „liederliches“ Leben zu führen. Sie ist nicht krank oder dement, sondern sagt (mit anderen Worten), dass sie sich 3/4 ihres Leben hat verarschen lassen.

35 Jahre lang war ich das „schwarze Schaf“ der Familie, indem ich ganz anders lebte. Musste mir dieses Leben über größte Widerstände hinweg emanzipieren. Heute, zehn Jahre später, ist meine Mutter meine größte Befürworterin.

Times are changing – es gibt kein Richtig oder Falsch bei den Menschen in ihren Beziehungen, Vorstellungen usw. – es mag 7 Mrd. Menschen geben, so gibt es 7 Mrd. Vorstellungen von Beziehungen. Wer versucht hier Gruppierungen zu einem generellen Richtig oder Falsch zu schaffen, der beginnt eine Diktatur.
Zuerst ist der Mensch da, danach erst streiten sich Religionen oder Gesellschaftssysteme (Machtapparate).

Viele Grüße

9. Lila - Januar 29, 2007, 23:33

Lieber Georg,

ja, es ist wirklich komisch, dieses zweigeteilte platonische Kugelwesen, das verzweifelt nach seiner Hälfte sucht und zur Ruhe kommt, so es sie gefunden hat, das scheint der Menschheit als Idealvorstellung vorzuschweben. Es gibt und gab natürlich andere Ehe-, Partnerschafts- und Familienmodelle (wir neigen viel zu sehr dazu, den eigenen Sprachgebrauch des Worts Familie oder Ehe eins zu eins auf historische Beispiele zu übertragen) als das unsere, aber die Vorstellung einer Zwei-Ehe auf Dauer scheint relativ beliebt zu sein.

Gibt es nicht auch so Umfragen, was Leute sich wünschen? Gesundheit und Liebe wünschen sich die meisten. Und was ist Liebe? Na eine dauerhafte Partnerschaft, die mit starken affektiven Bindungen einhergeht. Kulturelle Produkte aller Arten werben für dieses Modell der amour passionel, die sich in der Ehe dann in eine Art ewigen Frühling verwandeln soll. Was sie natürlich nicht tut.

Absurd, unerreichbar, aber irgendwie ein ziemlich hartnäckiges Muster. Ich habe auch keine Erklärung dafür.

Ich kenne Menschen aller Lebensformen, die damit glücklich oder unglücklich sind – heute erst habe ich mit einer Frau gesprochen, die alleinerziehende Mutter ist und deren Sohn anfängt zu fragen, „warum lebst du nicht mit Papa zusammen?“ Sie macht es so, wie es für sie richtig ist. Fragt der Sohn, weil er um sich herum nur Paar-Eltern sieht? Wohl kaum, es gibt auch hier inzwischen einen Teil Allein-Eltern. Oder fragt er, weil er Sehnsucht nach einer Zwei-Eltern-Umarmung hat? Nature or nurture? Wer mag das wissen.

In meinem Leben jedenfalls gibt es eine Menge Glücksfaktoren, aber nicht der kleinste von ihnen ist der wunderbare Mann, der neben mir einschläft und aufwacht, und der für mich Zuhause bedeutet, und das seit 18 Jahren.. Ob ich als Single so glücklich geworden wäre oder sein würde, wenn ich müßte? Das weiß man nicht. Ob ich mit einem anderen Mann so lange so glücklich gewesen wäre? Glaub ich nicht (es hätte sowieso niemand mit mir ausgehalten).

Und ich glaube, es gibt keine 7 Milliarden Vorstellungen von Glück oder von Beziehungen. Ich glaube eher, daß wir uns ähnlicher sind, als wir glauben, und daß es möglich ist, beobachtend (nicht normierend) Serien, Gruppen und Muster zu finden. So wie einem, wenn man einen Terrazzofußboden betrachtet, auf einmal Muster ins Auge springen. Das ist keine Diktatur, das ist nur Genau-Hingucken.

Und hm, ich würde auch sagen, es ist durchaus möglich, bestimmte Arten von Beziehungen wertend zu betrachten – extrem unausgeglichene Beziehungen, die auf Angst oder Vorherrschaft bestehen, ausnutzende Beziehungen, mißbrauchende oder gewalttätige Beziehungen. Gar so großzügig würde ich mein Urteilsvermögen nicht suspendieren, glaube ich.

Geschichten wie die Deiner Mutter sind übrigens traurig. Da habt Ihr Euch ein paar Jahre lang verpaßt. Eltern gehen nun mal einen schwierigen Weg zwischen „aus eigenen Fehlern lernen lassen“ und „ihnen die schlimmsten Fehler ersparen“ – wobei man ja auch als Mutter bzw Vater dauernd noch lernt. Ich hoffe, ich lasse meinen Kindern die Freiheit, ihre eigenen Dummheiten zu machen – wobei das leichter gesagt als getan ist.

10. mona lisa - Januar 29, 2007, 23:36

Schwarzes Schaf bin ich auch immer gewesen! Hat mich früher bedrückt, heute denke ich manchmal: Es ist eine Form von Auszeichnung! Denn : Weiß sind sie ja fast alle!!
Dass sie sich hat „verarschen“ lassen, war für sie sicher „normal“!? Du wenigstens hast eine Mutter, die sich dies – vielleicht spät- aber immerhin, eingesteht und ihre Konsequenzen daraus zieht, indem sie versucht, andere in ihrer Individualtiät zu unterstützen. Viel bitterer ist es, wenn eine Mutter versucht, ihr Kind „klein“ zu halten, denn ein Kind „groß“ werden zu lassen, wäre die größte Schmach, denn das Kind würde etwas schaffen, was man selbst nicht geschafft hat – warum auch immer.
Eine – für mich – tolle Geschichte in diesem Zusammenhang ist: „Die unwürdige Greisin“ v. Bertolt Brecht.

Ich stimme dir zu: richtig und falsch – gibt es vielleicht nicht , aber ich denke, ich sollte in einer Beziehung dafür Soge tragen, dass es allen Beteiligen gut geht – nicht nur mir oder den anderen. Ein m.E. gutes Prinzip ist: sowohl als auch, nicht entweder oder

11. beer7 - Januar 29, 2007, 23:41

Liebe Lila,

meine Maedchen wissen, dass ich vor ihrem Vater mit einem anderen Mann verheiratet war. Sie nennen ihn „Mar Taut“ (Herr Irrtum). Ich habe ihnen erzaehlt, wie meine Mutter mich vor der ersten Heirat sehr richtig auf die verschiedenen Knackpunkte aufmerksam machte und wie ich nicht auf sie hoerte. Ich sagte ihnen dann, dass ich ihnen das erzaehle, weil ich mir die leise Hoffnung mache, dass sie eines Tages auf mich hoeren werden. Aber ich weiss, dass ich es trotzdem richtig gemacht hatte. Jeder Mensch hat nicht nur das Recht, sondern geradezu die Aufgabe, Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen. Und das sage ich ihnen auch.

Fuer mein Teil kann ich mir nicht vorstellen, wie jemand selber wachsen will ohne Gegenueber.

12. Lila - Januar 29, 2007, 23:44

„Mar Taut“ ist großartig!

13. Georg - Januar 30, 2007, 0:51

Hi Lila,

ich mag nicht, wenn polemisch in Diskussionen hantiert wird.

Weder habe ich von Umfragen geschrieben noch von Traurigkeit (in der Erkenntnis).

„ich glaube, es gibt keine 7 Milliarden Vorstellungen von Glück oder von Beziehungen“
Ich will niemandem den Glauben nehmen. Du hast recht, mittlerweile wird den 7 Mrd. Menschen aus verschiedenen Gründen klarzumachen versucht, dass die Gesellschaft, Religion, das zu erwartende Glück oder sonst etwas ihnen ihrer Art zu Leben mehr oder weniger streng verboten ist.

„ich glaube, es gibt keine 7 Milliarden Vorstellungen von Glück oder von Beziehungen“
Mein uralter Klassenlehrer hatte mir mit 10 Jahren einmal gesagt, dass das was ich glaube kein Massenphänomen ist und ich nicht den Fehler machen dürfe, mich davon immer auf andere zu beziehen.

„ich würde auch sagen, es ist durchaus möglich, bestimmte Arten von Beziehungen wertend zu betrachten“
Nein, du weiß es selber – rhetorisch geschickt versuchst du es dann so:
„Beziehungen, die auf Angst oder Vorherrschaft bestehen, ausnutzende Beziehungen, mißbrauchende oder gewalttätige Beziehungen…“ seien doch zu werten.

Nirgendwo habe ich geschrieben, dass „kranke“ oder missbrauchende Beziehungen OK sind. Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit, so was überhaupt jetzt darzulegen.

„Geschichten wie die Deiner Mutter sind übrigens traurig. Da habt Ihr Euch ein paar Jahre lang verpaßt.“
Sie sind bereichernd und grandios! Sonst hätte ich sie nicht erwähnt. Da gibt es keine Traurigkeit – meine Mutter lebt noch – und sie erzählt von falsch Verstandenem.

@ mona lisa: So weit sind wir gar nicht voneinander entfernt 🙂

„aber ich denke, ich sollte in einer Beziehung dafür Soge tragen, dass es allen Beteiligen gut geht…“
Das denke ich jedoch gerade nicht, ich meine, die Worte „es sollte“, „es müsste“ etc – das ist Unsinn – dafür zu sorgen, dass es allen gut geht… – dass es mir gut geht, das ist wichtig, dafür benötige ich mich selbst aber keinen anderen Menschen.

Viele Grüße

14. Lila - Januar 30, 2007, 0:57

Georg, Du hast mich komplett in den falschen Hals gekriegt. Vergiß es einfach.

15. beer7 - Januar 30, 2007, 1:08

Georg,

mir scheint, Du fuehlst Dich persoenlich angegriffen. So wie ich Lila kenne, trifft das von ihrer Seite nicht zu.

Was Du an Mona Lisa schreibst, klingt nach beziehungsunfaehigem Egoisten. Vielleicht meinst Du es ganz anders? Jeder Mensch muss um sich selber Sorge tragen. Nur wer auch gut allein leben kann, kann auch in einer Beziehung wachsen.

Wenn Du Spass an (wilden) philosophischen Theorien haben solltest, koenntest Du mal bei Gagdad Bom (One Cosmos = http://onecosmos.blogspot.com/) ueber vertikale und horizontale Menschen bzw. Tendenzen im Menschen nachlesen. Auf jeden Fall eignet sich sein Blog, sich ein hoch komplexes dabei aber witziges Englisch zu erarbeiten.

16. Lila - Januar 30, 2007, 1:34

Erspähe ich hier noch eine Schlaflose? Wir müssen morgen früh raus, Zöpfe machen!!!

17. Georg - Januar 30, 2007, 1:42

Hallo?
Ich habe doch nichts falsch verstanden. Vielleicht du (ihr). Ich bin doch gar nicht sauer. Wie kommt man nur darauf?

Ich verteidige vehement meine Ansichten – mehr aber auch nicht. Empfindliche Sache hier, was 🙂

Also, ich mag Lila und alles, was ich hier in vergangenen Monaten von ihr las. Das das heißt, ich dürfe keine Kritik üben, wusste ich nicht. Das ist doch alles unwichtig! Mensch Mädels und Jungens!

Viele Grüße

18. Lila - Januar 30, 2007, 1:47

Also… Du magst nicht, wenn in Diskussionen polemisch hantiert wird, aber mich magst Du? Na dann kann ich ja beruhigt schlafen gehen ;-)))

19. beer7 - Januar 30, 2007, 9:29

Lila, das passt doch, da Du in Diskussionen eben nicht polemisch hantierst. Ich ahne, dass da wieder ein Fallbeispiel fuer meine psych. Materialsammlung vorliegen koennte.

20. beer7 - Januar 30, 2007, 9:30

Im uebrigen hattest Du natuerlich Recht, ich waere gestern besser frueher ins Bett gegangen. Deswegen gab es heute morgen auch nur Pferdeschwaenze und keine Zoepfe.

21. arabrabenna - Januar 30, 2007, 13:32

Oh, das ist ein trauriges Thema! Weil da so viele Schmerzen und Verletzungen entstehen. Am schlimmsten ist es, wenn Kinder da sind. Das sind dann die Hauptleidtragenden, auch wenn sich die Partner im „Einvernehmen“ trennen. Ich habe mehrmals beobachten müssen, wie nach einer Trennung die ganze Familie erst einmal „flöten“ ging. Es tat richtig weh! Und jetzt grade habe ich das in nächster Verwandschaft laufen. Zwei total süße Kinder (4 und 2). Es gibt sicher tausend Gründe, sich zu trennen. Ich denke der Hauptgrund ist, kurz und bündig ausgedrückt, der Egoismus.
Ich bin seit 23 Jahren verheiratet und ich habe mir vorgenommen, daß ich eine gute Ehe haben will (habe allerdinga erst auf den Richtigen gewartet) und bei uns wird es immer schöner. Und wir hatten genügend schwierige Zeiten! Wir haben beide von klein auf gelernt, wie wichtig Vergebung ist und die braucht man!
Ist es nicht auch komisch, daß man viele Jahre in die Schule gehen muß um Dinge zu lernen, von denen man längst nicht alles im Leben braucht und für die Ehe, die man eigentlich gerne lange hätte (oder die Kindererziehung) meint man, daß schon alles klappen wird?


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