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Auf die Gefahr hin, Januar 26, 2007, 1:39

Posted by Lila in Land und Leute.
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mich zu wiederholen. Zwei Qassams heute. Nach wie vor Glück: sie sind im freien Feld gefallen. Waffenstillstand demzufolge noch intakt. Auch ich erwähne übrigens bei weitem nicht alle, die ich in der Zeitung sehe – ich käme ja zu nichts anderem mehr.

Nein, nicht als ob wir immer die schneeweißen Bählämmchen wären, aber wir sind eben ständig in Zugzwang, können eigentlich nur verlieren. Wer bemerkt diese Raketen überhaupt? Wer wird sich an sie erinnern, wenn irgendwann chas-ve-chalila was passiert und Israel reagiert? Wir sehen uns in der Süddeutschen wieder….

Kommentare»

1. E. - Januar 26, 2007, 4:06

Lila, gut, berichten wenigstens Sie von diesen Raketeneinschlaegen. Soweit ich das mitbekomme, finden sie naemlich in den deutsch-, franzoesisch- und italienischsprachigen Massenmedien das gleiche Ausmass an Erwaehnung wie die ueber tausend israelischen Todesopfer diverser An- und Einschlaege: keine. Kommen sie doch einmal zur Sprache, dann im Rahmen einer Randbemerkung. Qassams fast ausschliesslich in verniedlichender Form, wie vor einiger Zeit in einer angesehenen Rundfunksendung: Da entstand beinahe der Eindruck, bei diesen hausgemachten Qassams handle es sich quasi um eine Abart von Omas Keksen. Nichts Ernstzunehmendes jedenfalls, sie toeten ja selten jemanden. Dass letzteres weder Absicht noch Verdienst derjenigen ist, die sie abschiessen, ist offenbar egal. Ebenso, dass sie mit Duldung oder Zustimmung der palaestinensischen Autonomiebehoerde abgefeuert werden, auch waehrend Waffenstillstandsabkommen.

Vielleicht sollten die israelischen Pressesprecher bei ihren palaestinensischen Kollegen Nachhilfestunden belegen. Wer weiss, vielleicht wuerde dann auch bis nach Europa durchdringen, dass die Anzahl „erfolgreicher“ Selbstmordattentate in Israel seit dem Bau des Zauns massiv gesunken ist.

2. mischpoke - Januar 26, 2007, 10:11

Dem kann ich nur zustimmen , danke lieber Vorschreiber. Aber die Vorstellung mit Keksen zu bombadieren das hat was. Kekskrieg. MMhhh. Erzähl ich mal lieber nicht unsern Kerlen, die bewerfen sich zur Zeit gerade oft genug mit Schnee, wohlbemerkt von beiden Seiten!

3. E. - Januar 28, 2007, 2:44

Eine schoene Vorstellung: Schlachten wuerden nur noch mit Schneebaellen und Kissen ausgetragen, oder mit Keksen (dann am liebsten so wie in meiner Kindheit, als Nachbarinnen sich mit ihren allerbesten Geheimrezepten duellierten, uns Knirpsen zum Wohlgefallen).

Manchmal wuenschte ich, die Medien wuerden darueber berichten, wohin all die Milliarden an Hilfsgeldern verschwunden sind. Weshalb sie nicht dafuer eingesetzt wurden, wofuer sie gedacht gewesen waeren: den Aufbau von Infrastruktur und Wirtschaft, die den Menschen in den Autonomiegebieten ein normales Leben haette ermoeglichen sollen, mit Job, Einkommen, vernuenftigen Schulen. Haetten die Menschen ein solches Leben, liessen sie es vielleicht laengst nicht mehr zu, dass ihre Haeuser und Doerfer als Abschussrampen missbraucht werden und ihre Kinder als Kanonenfutter. Ich wuensche ihnen sehr, dass sie mehr Glueck haben mit ihrer naechsten Regierung.

Den Kerlen viel Spass im Schnee!


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