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Sehr, sehr interessant Oktober 1, 2006, 1:14

Posted by Lila in Land und Leute.
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fand ich das Interview mit dem scheidenden französischen Botschafter in Israel.

Der französische Botschafter in Israel hat einen schweren Stand. Ich als Deutsche betrachte natürlich die Franzosen und ihr schönes Land mit der althergebrachten Bewunderung, die deutsche Kultur so tief geprägt hat. Ich denke an C.D. Friedrichs haßerfüllte Ergüsse, an den Eifer der deutschen Damen, sich französisch zu kleiden, und wie elegant französische Lehnwörter im Gegensatz zu amerikanischen klingen. Wie habe ich es als Kind schon bedauert, daß Worte wie Trottoir, Coupe und Perron zur Zeit des Ersten Weltkriegs durch doitsche Worte ersetzt wurden… und wie liebe ich Chardin und Georges Moustaki. Wie leer wäre die Welt ohne französische Kultur und Sprache! Wie schön ist das Land, wie lecker seine Suppen… Ich denke an Paula Modersohn-Beckers begeisterte, hellsichtige Briefe aus Paris, an Liebermann und Hugo Tschudi, die französische Kunst kauften und nach Deutschland brachten, als das noch ganz ungewöhnlich, ja unpatriotisch war… und wie viel wir der französischen Kultur verdanken, auch im Sich-davon-Absetzen. So sehe ich als Deutsche Frankreich.
Und dann das israelische Frankreich-Bild. Es ist wirklich so: Holland, egal wie viele Holländer die Nazis unterstützt haben, Holland ist hier beliebt. Nur Dänemark, das ja wirklich eine fast einzigartige Stellung unter den europäischen Nationen einnimmt (ich glaube, nur Bulgarien war ähnlich loyal zu den Juden), ist noch beliebter. Ja, selbst den Deutschen glaubt man ihre neue Identität, und es bedeutet keinen Makel, in Israel Deutsche zu sein. Ich stoße jedenfalls praktisch nie auf Vorurteile oder Unfreundlichkeit, eher im Gegenteil. Aber Frankreich! Die Franzosen sind als eingefleischte Antisemiten, als unfreundliche Judenhasser, als blinde Geiseln in der Hand ihrer islamischen Minderheit verschrieen. Vielen Israelis geht beim Gespräch über Frankreich der Hut hoch. Die Geschichte ist sehr komplex, die Franzosen haben immer (und tun es auch heute noch) die arabischen Länder sehr stark unterstützt, und die Israelis wissen das. Automatisch nimmt die französische Regierung immer die arabische Seite, allein schon aus Opposition zu den Amerikanern (was niemand besser weiß als die Deutschen, die zwischen den beiden Verbündeten unglücklich hin- und herflattern müssen wie eine besorgte, plumpe Friedenstaube).

Ja, den französischen Botschafter beneide ich also nicht. Und desto mehr hat mich das Interview mit ihm beeindruckt. Oh ja, der Mann kennt Israel, und er hat einen Einblick in die israelische Seele gewonnen. Das rechne ich ihm hoch an, denn es ist nicht einfach. Ihm fällt auf, wie schlicht und rauh, ja roh hier viele Menschen leben – im Vergleich mit der französischen Oberschicht, der er angehört, ganz bestimmt. Was hier als verfeinert gilt, ist von billig-teuren Hollywood-Schinken abgeguckt, gänzlich stillos, ich habe das ja nach ein paar Hochzeits-Orgien schon mehrmals schaudernd zum Besten gegeben. Nouveau riche nennt man sowas, huh. Das gilt hier leider als gesellschaftliches Ideal – und es kann gut sein, daß auch in Deutschland viele junge Menschen schon nicht mehr wissen, daß man auch andere Idole haben kann als irgendwelche Models oder Schlagerprinzessinnen.

Dagegen sind die Intellektuellen in Israel meist arm und bescheiden, leben so, wie man sich vielleicht in Paris eine Studentenbude vorstellt – eine schlichte Wohnung voller Bücher. Na klar, es gibt auch in Jerusalem durchaus würdevolle Viertel mit schönen, stilvollen Häusern, in denen europäische Kultur überlebt – ich fühle mich zum Beispiel geehrt, in einem solchen Haus eine Leserin gefunden zu haben! Aber das ist eine kleine, stille Minderheit. (Ich kenne auch in Haifa, auf dem Carmel, durchaus solche Häuser, denen man anmerkt, daß ihre Bewohner gute Kunst und Musik und Bücher schätzen.)

In Europa gibt es nun mal in den meisten größeren Städten, Universitätsstädten oder sonstigen kulturellen Zentren, die bekannten Altbauwohnungen – manche davon bescheiden, manche aber richtige feine Stadtvillen. Sowas gibt es in Israel nicht. Die Städte sind entweder sehr alt, wie Tiberias oder Zefat, und haben enge, verwinkelte Gäßchen. Oder sie sind neu und voller Alu-Rolläden fürs Volk, in beigen, verkommenen Hochhäusern. Die Reicheren wohnen dann in den protzigen Villen, vor denen mir graust. Also, daß der französische Botschafter da manchmal schlucken muß, wenn er Leute besuchen geht, das kann ich mir gut vorstellen.

Ich habe ja bei der Erziehung meiner Kinder auf gewisse grundlegende Weltkenntnisse Wert gelegt, so daß sie alle irgendwann mal fröhlich im Kindergarten äußerten: „meine Mama sagt aber, der Ellbogen gehört nicht auf den Tisch“ – und das zur Kindergärtnerin! Israel ist nun mal eine Pioniergesellschaft, das merkt man doch manchmal. Ins Theater gehen viele meiner Bekannten durchaus – Kibbuzniks und Hochschul-Mitarbeiter, eine Minderheit. Ich habe einmal den Fehler gemacht, auf eine Freundin zu hören und meine Kinder in eines der beliebten, schwer vermarkteten Kinder-Musicals mitzunehmen – und war entsetzt von der Picknick-Atmosphäre, als erstes wird das Bamba ausgepackt und die Schuhe ausgezogen!

Aber halt, das war ja gar nicht mein Thema, das Land der wilden Kerle. Sondern der französische Botschafter, der sich hier sowohl dem Haß gegen Frankreich als auch der allgemeinen Ungeschliffenheit ausgesetzt sah. (Ich denke mir, auch Deutschland ist ein bißchen ungeschliffener als Frankreich, das Gefühl hatte ich jedenfalls bei meinen zwei Austausch-Erfahrungen.)

Der Mann legt den Finger in die israelische Wunde, das muß ich zitieren.

More than anything else, the ambassador says, he does not agree with the fear he senses in Israel, but understands their roots. „Your traumas are too close,“ he says. „You have a historical heritage of loss and insecure wanderings that passes through you even if it seems to us from the outside that you are a huge military power and an amazing center of thinking and creativity.“

Araud recalls a story from two years ago that he says amazes him to this day. „A very respectable conference was held in Paris on the subject of the Middle East in 2010. There were people there from the highest levels of academia in the world, Israelis as well, of course. But none of the speakers discussed Israel. It seemed obvious to me that really the problem of the Middle East in the coming years is not Israel at all. Is there any lack of dangerous places? Then suddenly an Israeli women diplomat came up to me, whose name I will not mention, looking very angry and insulted. I asked her what happened and she said: ‚I know why no one has mentioned Israel,‘ she said. ‚Because none of you believes that Israel will be around in 2010.‘

„I was shocked. Who thinks something like that? That was the first time, but not the last, that I heard this fear. For us, the Europeans, it is difficult, almost impossible, to understand such deep existential fear, but I recognize it as one of the strongest factors impacting thought and decision-making in Israel. Anyone taking this mood into consideration sees everything differently: the isolationism, the disengagement, the convergence, the building of a Great Wall of China between you and your neighbors. And if you add to this the weakness of the Israeli political system, which in recent years has gotten a great deal worse, and because of which it is hard for the government to make painful decisions – one can begin to understand the real picture.

Ja, das kann man kaum jemandem von außen klarmachen, jemandem in Europa, dessen Land nie bedroht wurde, nie in Frage gestellt wurde. Auch ich habe eine Weile gebraucht, aus dem satten, sicheren, großen, wirtschaftlich starken und allseits anerkannten Deutschland kommend, bis ich begriffen hatte, daß ich aus dem großen, sicheren Kreuzschiff in eine kippliges kleines Bötchen umgestiegen bin. Auch wenn die ganze Welt an dem Bötchen nur die Kanone sieht, die es mit Mühe mitschleppt, auch wenn es die Nußschale fast zum Sinken bringt… denn auf dem Meer gibt es viele, die sich an dem kleinen Bötchen stören.

Ich habe neulich, beim Hören des Liedes Kmo zemach bar,

Tomorrow, I’ll be so far away
Do not look for me.
Those who know forgiveness
Will forgive my having loved.
Time will put everything to rest
I am going my own way.
The one who loved me will return to your fields
From the desert.
And he’ll understand – I’ve lived among you
Like a wild flower.
. . . I will remember a look,
Hands touching my shoulders.
I will become a passing shadow in your fields
A concealed secret.
Good-bye, I have lived among you
Like a wild flower.

auf einmal ein ganz starkes böses Vorgefühl gehabt. Ich hatte das Gefühl, dies ist das Lied, das das Volk Israel den anderen Völkern singt. Wie eine wilde Blume, von vielen wegen Stachligkeit und Unansehnlichkeit unbeachtet oder gar gehaßt, geht die Blume unter, stirbt aus. Es war kurz nach dem Krieg, als ich trotz meiner relativen Einsamkeit im Haus, im Kibbuz, in meiner engeren Umgebung, ganz stark das Gefühl der Verbindung zu ganz Israel hatte, nicht zum Staat, zum Volk. Und ich hatte eben das Gefühl, auch wenn das Volk Israel vor dem Untergang steht, wird das niemanden kümmern.

In meiner persönlichen Geschichte fallen mir zu der furchterregenden Leichtigkeit, mit der sich die Anderen Israel wegdenken, vor allem zwei verlorene Freundschaften ein. Das eine war ein Journalist, heute bei einer großen Zeitung schreibend, den ich vom Studium kannte. Wir haben zusammen im zweiten Semester ein Referat gehalten, und seitdem waren wir Freunde. Auch als er schon Journalist war und ich junge Mutter im Kibbuz, haben wir uns noch geschrieben. Irgendwann ließ er dann in einem Brief über den Nahostkonflikt einen, wie er es nannte, „historischen Stoßseufzer“ los. Wie viel leichter es doch auf der Welt wäre, wenn es Israel nie gegeben hätte. Ich weiß noch, wie ich wie angewurzelt vor den Postfächern stand, mit diesem Brief in der Hand. Wenn es Israel nie gegeben hätte? Dann gäbe es auch keine Juden mehr. Ohne den Staat, seine Armee im Rücken, hätten Judenhasser aller Art ihren Willen gehabt und Hitlers Werk wäre vollendet worden. Und mein guter, kluger, begabter, freundlicher ehemaliger Kommilitone konnte das einfach so hinschreiben. Die Freundschaft wollte danach nicht mehr recht gedeihen.

Noch früher und abrupter endete eine andere, tiefere Freundschaft. Ich hatte in Berlin drei gute Freundinnen, von denen mir nur noch zwei erhalten geblieben sind. Die dritte kam mir abhanden, oder ich ihr. Sie war, ist auch heute noch, eine schöne, kluge, sehr begabte Frau (hat auch große Karriere gemacht und dürfte vielen meiner Leser bekannt sein – ich war wirklich die Pfeife meines Freundeskreises und bin bis heute gänzlich unberühmt!). Als ich etwas über ein Jahr in Israel lebte, noch vor meiner Heirat, schickte sie mir eine Theaterkritik zu. Sie hatte ein Stück inszeniert, und die Kritiker lobten ihren genialen Einfall, zwei Rollen mit einem Schauspieler zu besetzen. Es handelte sich um einen Offizier der SS und einen glühenden Zionisten. Nett, nicht wahr? Eine elegante Art, die alte Gleichung „was die Nazis den Juden angetan haben, tun heute die Israelis den Palästinensern an“ ins Bild zu setzen. Oder auch die UN-Resolution „Zionismus = Rassismus“, die ja auch im Vorwurf „Israel ist ein Apartheidsstaat“ weiterlebt.

Ich habe dieser Freundin nie erklärt, warum die Freundschaft vorbei war. Ich konnte es nicht. Ein gemeinsamer Freund hat mich später mal besucht, mir auch gesagt, daß sie sehr gekränkt war und so – aber ich konnte kein Wort herausbringen. Ich glaube, ich könnte es bis heute nicht. Manchmal sehe ich mir im Internet Interviews mit ihr an, sehe, wie sie älter geworden ist und noch schöner als früher, und wie ihr Ruhm sie umstrahlt – und ich kann ihr diese Sache nicht verzeihen.

Ganz zu schweigen von den vielen, vielen Gesprächen, die ich ja auch hier oft genug wiedergekäut habe, in denen mir grausam klarwurde, daß für viele Europäer, ja für viele Deutsche Israel ein Land ohne Legitimation ist – als einziger Staat der Welt. Alle anderen Staaten, egal wie geschaffen, von wem, unter welchen Umständen, als Nachfolgestaaten welcher Gebilde auch immer, alle anderen Staaten haben undiskutiertes, unbestrittenes Lebensrecht. Doch das Recht der Juden auf einen Staat in ihrem Heimatland, das steht zur Disposition. Und das Recht der Juden auf Leben und Unversehrtheit ebenfalls. Kein Tag vergeht ohne antisemitische Parolen  oder Taten irgendwo. Die Juden sollen es gewesen sein, ob Twin Towers, ob Irakkrieg, irgendwie sind es immer „der Mossad“, „die Israelis“ oder eben gleich „die Juden“, die dahinterstecken. Dahinter steht eine solche Aggressionsmacht, daß ich erschrecke.

Nein nein, das darf man natürlich auch nicht sagen, denn das heißt dann gleich „Antisemitismuskeule“ und man wird ja wohl noch Israel kritisieren… herrje, ich kritisiere Israel ja oft genug selbst. Aber ich habe nun mal im Laufe der Jahre einen Riecher dafür entwickelt, wo jemand Israel sachlich und fair kritisiert, und wo jemand seine Ressentiments und Vorurteile auslebt. Irgendwie riecht man den Unterschied. Gerade die aggressiv vorgetragene Selbstverteidigung gegen etwaige Antisemitismus-Keulen (die man beim Anderen selbstverständlich voraussetzt) ist kein schlechter Indikator.

Zu diesem Sumpf der Ressentiments paßt dann auch gern eine gewissse Unwissenheit. „Die Israelis sollen den Palästinensern das Land zurückgeben“, heißt es dann. Zurück? Die Israelis können das Land den Jordaniern „zurück“geben, einen Staat Palästina hat es nie gegeben, und das hat nicht Israel so entschieden. Oder die Leute machen sich vollkommen unrealistische Vorstellungen von Israels Macht und Größe – weil sie noch nie eine Karte angeguckt haben, auf der man sehen kann, wie ungemütlich groß und nah unsere Feinde uns auf der Pelle sitzen, und wie wenig Platz wir hier haben, und wie hart die Grenzen sind, an die wir stoßen. Und was der Mißverständnisse noch mehr sind.

Und dabei sind die Deutschen noch unter den Europäern,  wie Israelis gern anerkennen, israel-freundlich. Zwar meinten neulich bei einer Umfrage 61%, daß Deutschland Israel beim Kampf gegen den Terror nicht zu helfen brauchte – aber das bedeutet auch, daß immerhin fast 40% dafür sind, Israel zu helfen! Und das finde ich viel. Selbst mit 5% plus oder minus, das ist ein besseres Ergebnis, als ich erwartet hätte. Allerdings ist in den Niederlanden, und das bestätigen mir auch Bekannte, das Klima viel Israel-freundlicher als es im Sommer in Deutschland war – aber im Vergleich mit Frankreich oder Großbritannien, wo wir als Feind Nummer Eins gelten, ist Deutschland ein guter Partner. Deutsche Außenpolitiker sind fair und berechenbar, da kann Israel nicht meckern.

Aber Frankreich? Die Affronts der französischen Politiker gegen Israel sind Legion. Französische Juden klagen über brutalen Antisemitismus von allen Seiten. Nein, ich beneide den französischen Botschafter nicht, der gleichzeitig gegen das miese Image Frankreichs in Israel UND gegen das noch miesere Ansehen Israels in Frankreich angehen muß, und der sich über beides ärgert. Und deswegen, aus dieser doppelten Defensive gesehen, finde ich das Interview (hab ich doch noch irgendwie den Bogen wieder zurückgefunden!) so interessant.

Kommentare»

1. Carsten - Oktober 3, 2006, 21:07

Israel ist immer ein ganz schweres Thema und eigentlich ist das einer meiner Gründe, dich hier zu lesen. Denn auch wenn es als abstrakter Gedanke sicherlich jedem denkenden Menschen bewusst ist, dass sich hinter dem großen Wort „Israel“ mit all seinen Bedeutungen und Konnotationen letztlich auch nur Leute wie du und ich verstecken, ist es etwas ganz anderes, von diesen Menschen zu lesen, von ihren Kindern, Jobs und Problemen, von ihrem Erstaunen und Erschrecken in angesicht der Ereignisse, von ihren Meinungen und Gedanken. So wird aus dem abstrakten Wissen nämlich ein konkretes Gefühl (Nebenbei: Besten Dank dafür, dass du mir diese „Erdung“ mit der Realität bietest;) ).

Aber ich schrieb vom schweren Thema Israel, also bleib ich auch dabei. Da gab es nämlich dieses eine von vielen ähnlichen Ereignissen während des jüngsten Krieges. Ich war im Urlaub, bei einem Freund in Athen und verfolgte selbst von dort noch das Geschehen – und sprach darüber. Mit meinem Freund und dessen Freunden, einer Runde aus mir jungem Hüpfer und meinen Kumpels, die allesamt schon ihren Masters-Degree in der Tasche haben und fand mich als der, der prinzipiell eigentlich der politisch Extremste war, plötzlich in der Lage dessen wieder, der Israel verteidigt. Natürlich zu recht: Israel war in einer Zwangslage, musste (re-)agieren. Aber dennoch schlugen mir Möchtegernrevoluzzer Argumente entgegen, die genau das Gegenteil sagten und dennoch auch stichhaltig waren.

Und diese Zweischneidigkeit macht mir in allen Bereichen das Gespräch über Israel oder besser: die israelische Politik schwer:

Natürlich ist es nicht richtig, wenn sich Israel über UN-Resolutionen hinwegsetzt. Andererseits fürchtet Israel um seine bloße Existenz.

Natürlich ist Israel kein Apartheidstaat. Genauso natürlich haben israelische Araber einen ziemlich schweren Stand.

Es ist pervers, dass Israel Massaker zumindest aktiv duldet, wie es auch pervers ist, in Israel stets Angst vor Selbstmordattentätern haben zu müssen.

Oder harmloser: Dass Israel aufgrund seiner permanenten Bedrohung Existenzängste leidet, ist verständlich. Dass eine Atom- und Regional-(Super-)Macht wie Israel aber Existenzängste leidet, ist unverständlich.

Zu jedem Argument scheint es eine passende Erwiderung zu geben – woher soll man von außen da richtig und falsch unterscheiden können? Ich jedenfalls kann es nicht.

Und entschuldige bitte, dass ich dem Bogen zurück nicht gefolgt bin;)

2. Oide Hüttn - Oktober 4, 2006, 6:55

… und zu guter Letzt

… weil jetzt muß dann auch mal wieder Schluß sein mit dem Thema, ein Link auf einen weitgespannten Beitrag von Lila auf Rungholt, die uns ein wenig in die Komplexitäten und unvermuteten Zerbrechlichkeiten der israelischen Seele einführt und u…

3. Oide Hüttn - Oktober 4, 2006, 7:07

Hmmm, der obige Beitrag erscheint erst am Donnerstag, da hab ich den Trackback gesetzt – und nicht damit gerechnet, daß der jetzt schon losgeschickt wird… 🙂 Also, morgen noch mal klicken und nachlesen…

4. … und zu guter Letzt at Oide Hüttn - Oktober 4, 2006, 17:49

[…] … weil jetzt muß dann auch mal wieder Schluß sein mit dem Thema, ein Link auf einen weitgespannten Beitrag von Lila auf Rungholt, die uns ein wenig in die Komplexitäten und unvermuteten Zerbrechlichkeiten der israelischen Seele einführt und um Verständnis wirbt. Ein Verständnis, das ich Israel viel leichter gebe, seit mich ihre Posts über die menschlichen Seiten des Lebens in Israel ermutigt haben, die demokratische Wirklichkeit dieses vielfältigen Landes näher kennenzulernen, von der ich vorher ehrlich gesagt nicht allzuviel wußte. Das jedenfalls hat sich ein bißl geändert. israel» […]

5. Oide Hüttn - Oktober 4, 2006, 18:18

Nachdem sich jetzt doch schon einige Leser von Lilas Rungholt auf meinen Blog

verirrt haben, obwohl’s dort ausgewiesenermaßen noch gar nix zu lesen gibt,

hab ich die Veröffentlichung jetzt doch vorgezogen.

Ursprünglich wollte ich die gestern in einer kurzen Schreibwut entstandenen

Posts so nach und nach veröffentlichen – ich hab schließlich nicht jeden Tag

Zeit, mich hinzusetzen und mir was auszudenken – aber nachdem der Trackback

halt doch schon auf diesen Seiten erschienen ist, kriegt das verehrte

Publikum jetzt gleich was zu lesen. Viel Vergnügen.


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