Pet peeve Oktober 7, 2007, 18:31
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Endlich ein Buch (von der Linguistin Deborah Cameron), das den immer wieder zitierten BS von den genetischen Unterschieden in der Kommunikation von Männern und Frauen entzaubert. So bequem es ist, wenn jedes Geschlecht sich seufzend in seine Ecke zurückzieht, der Mann mit der Bohrmaschine und sein Frauchen mit dem Telefonhörer - so zerstörerisch wirken sich diese Mythen des Alltagslebens auf Beziehungen auf. Denn man braucht sich dann gar keine Mühe zu geben, den zottigen Kerl mit der Bohrmaschine zu überzeugen. Der weiß ja sowieso, daß wir unberechenbare Plappermäulchen sind. Steht ja bei Gray.
Ich habe tatsächlich schon Leute getroffen, die diese Bücher richtig ernstnehmen und sogar in Diskussionen zitieren. Natürlich habe ich, als ich so ein Buch geschenkt gekriegt habe, es auch gelesen - allein schon, um mich so richtig herzlich zu ärgern.
Dabei macht mich besonders nervös, wie einfach es sich die Schreiber machen. Sie schildern unsere prähistorischen Vorfahren als Fred und Wilma Feuerstein: er jagt und brummt und kämpft, sie hält die Höhle in Ordnung, wickelt die Kinder in Pelze und sammelt quasselnd mit ihren Freundinnen Beeren und Pilze. Ergo ist Frau Sammlerin, Mann Jäger.
Ein wunderbarer Zirkelschluß. Da unsere Vorfahren so rücksichtsvoll waren, keinerlei schriftlichen Dokumente zu hinterlassen, tobt sich die menschliche Phantasie an den Überresten aus. Niemand weiß genau, ob in der Urhorde nicht auch die Frauen jagten und die Männer sammelten. Obwohl in allen Prähistorischen Museen und Buchillustrationen der höhlenzeichnende Mann und die im Kochtopf rührende Frau gezeigt werden, spiegeln diese Rekonstruktionen nichts anderes wider als die Realität, die ihre Erschaffer im Kopf hatten.
Sich auf diese Projektionen zu berufen, um heutige Kommunikationsmuster damit zu erklären, ist mehr als gewagt. Wir würden das in Bezug auf menschliche Gesellschaften nicht mehr durchgehen lassen, glaube ich. Aber wenn es um Männer und Frauen geht, wo wir ja alle einen Hausschatz von Dönekens zur Verfügung haben, greifen wir gern auf so schlichte Erklärungen zurück. Aber stimmt es?
Great sheaves of academic papers, says Cameron, show that the language skills of men and women are almost identical. Indeed, the central tenets of the Mars and Venus culture – that women talk more than men, that men are more direct, that women are more verbally skilled – can all be debunked by scientific research. A recent study in the American journal Science, for instance, found men and women speak almost exactly the same number of words a day: 16,000.
Warum also, wenn die Fakten so sind, werden diese Erklärungen trotzdem gern geglaubt? Es ist leichter, meint Cameron, Konflikte auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen als auf echte Probleme, die man dann lösen muß. Oder man müßte akzeptieren, daß man sich nicht einig ist. Da haben Venus-Mars-Theorien etwas Beruhigendes.
“There has been a revolution in gender politics – there is much more blurring between the roles of men and women – and I think a lot of men and women are uneasy about that. Books like Mars and Venus tell us that although men and women may be very similar on the outside, we are profoundly different on a deeper level – that we’re ‘hard-wired’ differently.”
Also, es lohnt sich vielleicht, diesen Artikel zu lesen, auch wenn man Camerons Buch nicht lesen mag, wenn man, wie ich, von diesen Theorien die Nase voll hat, die die Welt so einfach und unveränderlich und übersichtlich machen.
Oh, der Kerl mit der Keule kommt wieder, ich muß das erlegte Zebra kochen und ihm den Pelz lausen…
Nach den Ferien… Oktober 5, 2007, 23:12
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis, Land und Leute.3 comments
…ist vor den Ferien, heißt hier die Devise. Nach den Sommerferien fängt am 1. September die Schule wieder an - in ganz Israel, wir haben ja keine Bundesländer, sind ja selbst kaum eins!, und wir haben keine Bayern, die uns immer die besten Ferientermine wegschnappen! (Ich hab Cousinen in Bayern, da hört man den Neid aus Kinderzeiten noch raus….) Oft verlängern die Lehrer die Ferien durch einen Streik. Ich werde nie vergessen, wie enttäuscht Secundus damals war, als er in die Schule kommen sollte, und ein endloser Lehrerstreik verzögerte den Schulanfang! Jeden Morgen hörten wir Radio, nun, fängt die Schule endlich an? Bittere Enttäuschung, wenn es hieß: sie streiken noch.
Aber dann, nach Schulanfang, folgen Rosh haShana, Yom Kippur, das Laubhüttenfest. Zwischendurch ist immer ein paar Tage Schule, dann wieder frei. Ein paar Tage Schule, wieder frei. Sukkot, also das Laubhüttefest, hat den Kindern zehn Tage Ferien beschert. Aber ab Sonntag ist wieder Schule - bis Chanukka, tfu tfu tfu.
Das heißt, wenn die Lehrer nicht schon wieder streiken. Sie haben es angedroht. So hieß es zumindest in den Nachrichten.
Die Nachrichten haben wir heute aber nicht geguckt. Es reichten uns die Schlagzeilen - Al Quds-Tag, flammende Reden in Teheran und Beirut. Man könnte geradezu megalomanisch werden, wenn man hört, wie Ahmedinijad und Nasrallah alles, aber auch alles auf die Existenz dieses Micker-Staats zurückführen. Wir haben uns das nicht angehört. Vielleicht sollte man diesen Reden auch gar nicht so viel Beachtung schenken, ich weiß es nicht. (Zu dem Thema BBC, Kölner Stadtanzeiger.)
Die Rede Vitriol zu nennen wäre noch geschmeichelt…
Der Präsident wiederholte zudem seine Forderung, Israel aus dem Nahen Osten zu verlegen. “Die Europäer wollen die zionistische Herrschaft in ihrer eigenen Region nicht ertragen, aber dem Nahen Osten aufzwingen. Gebt ihnen das weite Land von Kanada und Alaska, damit sie sich dort ansiedeln können.”
Na, die Kanadier würden sich bedanken für die zionistische Herrschaft…
“Iran will nur sein Recht im Einklang mit international anerkannten Regeln und als aktives Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wahrnehmen”, sagte er am Freitag in Teheran. “Aus unserer Sicht ist das Atomdossier geschlossen und wir sind nicht bereit, unser unwiderrufliches Recht zur Diskussion zu stellen.”
Immer die gleichzeitige Nennung des zionistischen Geschwürs und des Atomprogramms… Bin ich die einzige, der sich da immer eine geschmacklose Assziation aufdrängt: vielleicht plant er ja, dieses bösartige Gewächs mittels Bestrahlung zu vernichten?
Oh, und ich finde beim Zeitungs-Blättern noch das Dokument von Abbas und Olmert (nicht mehr taufrisch, von vor drei Wochen - im Rahmen der Vorbereitungen für diesen Gipfel im November) (zum heutigen Treffen: hier). Es klingt prima. Das einzige, winzige Problemchen ist, daß beide inzwischen so wenig Autorität haben, daß sie vermutlich nicht mal eine Erhöhung der Hundesteuer durchdrücken könnten, geschweige denn ein Abkommen über so heikle Fragen. Nun, ich kann mich auch irren. Vielleicht, weil sie gerade beide in einer so prekären innenpolitische Lage sind und beides alte Füchse, vielleicht können sie ja was auf die Beine stellen. Aber daß die grundlegende Bereitschaft wenigstens verbal proklamiert wird, ist ja schon mal was.
Der Inhalt des vorliegenden Dokuments stimmt mit schon früher bekannten Zitaten und Absichtserklärungen beider Seiten überein. Die auf Hebräisch verfasste Erklärung hat acht Punkte: Danach will Israel seine Besatzung des Westjordanlands „in einer bestimmten Zeitperiode schrittweise beenden und israelische Siedlungen evakuieren“. Jedes evakuierte Gebiet werde der palästinensischen Autonomiebehörde übergeben, soweit dort Recht und Ordnung herrschten. Sobald Recht und Ordnung auch im Gazastreifen errichtet seien, werde ein Prozess beginnen, durch den Israel „Westjordanland und Gazastreifen als eine politische Einheit“ sehen könne.
Weiter stellt dieses Dokument fest: „Beide Seiten erklären den Konflikt für beendet und sind darauf aus, die breite Unterstützung dafür zu gewinnen“ und alles dafür zu tun, um „jeden Aspekt von Terrorismus und Gewalt von jeder Seite“ zu bekämpfen.
Komisch. Beim Schreiben fällt mir auf, daß sowohl Ahmedinijad-Nasrallah als auch Abbas-Olmert Worte von sich geben. Nichts als Worte. Welche Worte in Taten umgesetzt werden, weiß man noch nicht… man kann nur hoffen, daß es die richtigen sind. Wie selektiv man doch liest. “Nu, das sind nur Worte.” “Oha, immerhin schon Worte.”
So, und morgen ist Shabat. Abends habe ich wieder die Familie hier, und dann geht der Streß wieder richtig los…
PS: Lesenswert: ein Kommentar in der JPost über die Versuchung, A. nicht ernst zu nehmen. Auch und gerade für Europäer, auf die er ja abzielt, interessant. Ein paar weithin unterschätzte Tatsachen über die Rolle bzw negative Rolle des Holocaust bei der Gründung des Staats Israel und über die Rolle der Araber bei der Vernichtung der Juden. Damit man A.s Version der Geschichte (schuldlose, friedliebende Araber bekommen landräuberische Juden aufs Auge gedrückt, weil Europa nach dem Holocaust schlechtes Gewissen hatten) nicht einfach so glaubt. Ich weiß, es gibt auch in Europa genügend Leute, die das glauben. Es widerspricht aber der historischen Wahrheit. In dieselbe Schublade gehört der Europa entlastende Vorwurf, daß in Israel die Bestialität der Nazis wieder aufgelebt sei. Also, vielleicht macht sich ja jemand die Mühe und liest es.
PPS: Und noch ein Kommentar zu A.s Besuch in Columbia, von einem Alumnus.
Es ist vielleicht Quatsch, September 18, 2007, 22:28
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.17 comments
aber ich genieße es noch immer, eine professionelle Identität zu haben, und sei sie auch noch so schlicht. Nicht, als ob ich in den Jahren zwischen Kindern und Neuaufnahme meines Studiums gelitten hätte - ich habe gearbeitet und vergnügt. Außer den Kindern und ihrem Piepsen und Pupsen war mir in den Jahren die Welt sowieso eher egal. Es dauerte eben ein bißchen und dauert auch noch an, meine berufliche Entwicklung.
Aber wer ohne Stolpern in einen Beruf geglitten ist, kann vielleicht gar nicht nachvollziehen, wie großen Spaß es macht, aus einer beruflosen Existenz in eine kompetente professionelle Identitä zu krabbeln. Ich hatte in den letzten Tagen einen Semester-Vorbereitungs-Marathon, bei dem ich meine Ideen und Vorstellungen erklären mußte bzw durfte - hat mir großen Spaß gemacht, die Konzepte vorzustellen, die mir so im Kopf herumschwirren. Noch netter, daß sich nicht etwa schallendes Gelächter oder Kopfschütteln im Raum breitmachen, wat will die denn hier?, sondern alle mich total ernstnehmen - ernster, als ich mich selber nehme. Ich habe es ja durchaus gern, wenn ich aufgefordert werde, meine Konzepte zu begründen - dabei lerne ich immer mehr über meine Motive.
Aber irgendwie entwickele ich im Laufe der Jahre dieses wunderbare Gefühl, daß es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, bei denen ich mir sicher bin. Im Treibsand der Meinungen, Erfahrungen, Zweifel und verwirrenden Standpunkte gibt es ein paar Aussagen, hinter denen ich bombenfest stehe und weiß warum. Sie haben alle mit meinem Beruf zu tun. Ich habe Argumente, um sie zu vertreten. Ja ich habe inzwischen sogar eine gewisse Eloquenz im Hebräischen erreicht, so daß ich Nachfragen elegant parieren kann - auch mal mit einem Sprichwort oder Wortspiel.
Ich weiß, ich weiß, das sind alles ganz normale Sachen. Aber auch ein Sonnenuntergang ist eine alltägliche Sache, und trotzdem freue ich mich jeden Tag daran. Und ohne diese Jahre, als alle meine Freundinnen ihre berufliche Laufbahnen einschlugen und ich fröhlich im Kibbuz arbeitete, wo man mich gerade brauchte - aber auf die Frage, “und was machst du?” keine konkrete Antwort geben konnte - also ohne diese Jahre könnte ich vermutlich nicht so ein Späßchen haben. In der Richtung bin ich vielleicht Spätblüherin - obwohl mir mehrere Geisteswissenschaftler versichert haben, daß sie auch erst nach 40 kapiert haben, was sie eigentlich treiben. Denn es geht um Einsichten, die nicht durch Lesen von Texten und kognitives Hopplahopp kommen. Sondern sie reifen so langsam heran, schlängeln sich durch schlammige Tiefen, bis sie eines Tages wie Monets Seerosen an der Wasseroberfläche erscheinen…
Ich hatte ein paar unendlich stressige Tage, und habe noch immer nicht die lange, lange Liste abgearbeitet - im Gegenteil, jedes Treffen, jede Besprechung verlängern die Liste. Aber ich hatte gute Tage, habe vielversprechend nette neue Kollegen kennengelernt und werde im nächsten Jahr wirklich interdisziplinär arbeiten. Ist das nicht toll? Ich liebe meinen Job, wirklich. Ich kann die verrücktesten Sachen machen und keiner quasselt mir rein, solange ich nur mein Publikum unterhalte. Fast wie beim Bloggen.
Ja, ja, ja, September 1, 2007, 23:36
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.91 comments
da bin ich wieder, und ich sehe, daß Rungholt prima ohne mich auskommt. Ich glaube, 113 Kommentare sind noch nie zustande gekommen, wenn ich meinen Senf dazugegeben habe… was kann ich daraus lernen? Niemand ist unersetzlich.
Ich bin, wie jedesmal nach der Rückkehr, einigermaßen matschig im Kopf und weiß nicht genau, wo ich bin, wenn ich aufwache. Als wir vor ein paar Nächten um ein Uhr nachts aus dem Flieger kletterten, überfiel uns die feuchte Hitze wie ein müdes wildes Tier, und Quarta meinte entsetzt, “Mama, ist das immer so heiß in Israel?” Ja, wir hatten es vergessen, und pellten uns aus Strickjacken und Socken. Der schöne, kühle, grüne Herbst, der in der deutschen Luft hing, hatte mir so gutgetan. Na ja, ich muß mich eben wieder dran gewöhnen, jeden Schritt vor die Tür gut zu timen, nur ja nicht zweimal zur Mülltonne tapern! sonst droht der Hitzschlag! Den Kindern macht der Übergang weniger aus.
Wir waren, was ich gar nicht mag, diesen Sommer nicht alle zusammen. Y. konnte sein neues Wichtig-Sesselchen in der Fabrik nur für eine Woche verlassen, Primus war auf Abschlußfahrt (wie alle israelischen Oberstufenschüler in Polen, sprich Auschwitz - dieses Faß Würmer mach ich heute aber nicht auf, vielleicht nie). Als mich dann noch mein lieber Bruder nach München einlud, konnte ich nicht annehmen: die Vorstellung, daß Y. in Israel, Primus in Polen, die drei jüngeren Kinder im Rheinland sind und ich allein in München, war schlimmer als Höhenangst. Verrückt, aber mein Bruder hat sich auf nächstes Mal vertrösten lassen.
Eine kurze Stippvisite in Berlin bzw Potsdam war aber drin, natürlich nur, um die Franzosen in der Nationalgalerie zu besuchen. Ich war nicht die einzige, die davon angelockt wurde… ein fürchterliches Gedränge. Wäre ich in Ohnmacht gefallen, hätte es keiner gemerkt, die Massen hätten mich einfach weitergeschoben. Oder niedergetrampelt. Also, auch das wunderbarste Kunstwerk verliert, wenn man über Dutzende Schultern spinxen muß, um es zu sehen. Aber ich will nicht meckern, ich habe mich beharrlich nach vorne geschoben und dann doch genossen.

Pissarro

Corot
Allerdings berührt es mich peinlich, wenn ich dann Kolleginnen vor den Bildern dozieren höre, “wie schon die flämischen Madonnen, die gern lesend dargestellt wurden, ist auch hier…”. Wenn ich das höre, verdrücke ich mich schnell. Und dann sage ich zu meinen Begleitern gar nichts mehr, auch nicht auf Anfrage. Oder brumme höchstens mal, “das gefällt mir”, wie ein Laie. Es ist doch schrecklich, wenn man ein Kunstwerk gar nicht mehr unbefangen sehen kann, sondern sofort den Kontext mitgeliefert kriegt. Das will ich meinen Leuten nicht antun. Müßte ich eine Gruppe führen oder einen Vortrag über die Bilder halten, nicha (meinetwegen), aber ich war strikt “prifat” da…
Es wird eine Weile dauern, bis ich wieder ins Bloggen reinkomme. Ich habe eine riesige Menge Emails, Pflichten, Telefonate, Briefe abzuarbeiten - muß mich auf das nächste Semester vorbereiten, das mit einer wahren Bugwelle von Vorbereitungen näherrollt, und mich durch meine vielen neuen Bücher pflügen, die in Deutschland treu auf mich gewartet haben.

Ich bestelle ja gern per ZVAB ganz vergessene Schätzchen, und da das Porto nach Israel fast teurer ist als das Buch selbst, lasse ich es zu meiner Mutter liefern. Dort sammeln sich dann im Laufe eines halben Jahres Stapel von Büchern. Wenn ich sie auspacke, ist das fast so wie Weihnachten mit einem Christkind, das einem die geheimsten Wünsche aus dem Hinterkopf gefischt hat - denn natürlich erinnere ich mich nicht mehr genau, was ich im Februar bestellt habe. Da mich im Moment Embleme interessieren (auch wenn ich leider kein Plätzchen gefunden habe, das verrückt genug wäre, mich darüber auch unterrichten zu lassen… zu speziell), habe ich reich bebildertes Material, das ich jetzt Bild für Bild, Spruch für Spruch durchsehe.
Eines der Rituale der Heimkehr ist die sorgfältige Inbesitznahme aller Bücher durch Eintragen meines Namens, des Datums und Anbringen eines Aufklebers. Ich verleihe nämlich meine Bücher oft, und da ist ein Aufkleber mit meiner Telefonnummer und Email-Adresse ganz nützlich. Eines Tages wird jemand einen elektronischen Piepser an Bücher kleben, der Alarm gibt, wenn das Buch länger als einen Monat in fremder Hand ist. Oh, da habe ich ja einen genialen Einfall gehabt, Bibliotheken sollten sich darauf stürzen! Aber nein, wo kämen sie denn hin, wenn keiner mehr Bußgelder bezahlen müßte…?
Die Kinder sind traurig, sich von ihrem Paradies bei der deutschen Oma verabschieden zu müssen, aber auch froh, wieder mit Idan und Ilan und Yoad und Yotam um die Häuser ziehen zu können. Morgen fängt die Schule wieder an. Wie alle Eltern bin ich einerseits betrübt, daß die Zeit der morgendlichen “bis-alle-aus-dem-Haus-sind”-Manöver wieder anfängt, aber auch erleichtert, daß wieder eine Art Ordnung und Struktur ins Leben kommt…
Ich habe übrigens während meiner Ferien jede Art von Zeitung und Nachrichtensendung so konsequent ignoriert, daß ich meinen Schwiegervater heute fragen mußte, ob Gilad Shalit noch nicht wieder zuhause ist. Leider nicht. Aber auch wenn - ich hätte es nicht mitgekriegt. Also, mal gucken, wann ich wieder die harten Tatsachen des Nahen Ostens zur Kenntnis nehmen muß - so ist es eigentlich viel schöner.
Nie ein anderes Ergebnis… August 2, 2007, 23:16
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.4 comments
…als INFJ, immer schon.
Oder vielleicht sind meine Antworten doch davon beeinflußt, daß ich die Theorie kenne und niemals gegen meine berühmte Intuition stimmen würde…? Nur um zu dieser kleinen Schar zu gehören?
NFJs, making up an estimated 1% of all people, are the most rare type (males even more so). They are introspective, caring, sensitive, gentle and complex people that strive for peace and derive satisfaction from helping others. INFJs are highly intuitive, empathetic and dedicated listeners. These traits tend to act as a “tell me what’s wrong” sign on their forehead, hence the nicknames Confidant, Counselor or Empath. INFJs are intensely private and deeply committed to their beliefs.
Klingt doch wunderbar, nicht wahr? Allerdings existieren in diesem Test-Universum nur unendlich nette Menschen. Jede Typbeschreibung ist so schmeichelhaft wie ein Sternzeichen-Profil in einer Frauenzeitschrift (nicht als ob ich sowas läse, aber ich stelle es mir so vor). Was mit den unleidlichen Griesgramen passiert, wenn sie diesen Test machen…?
Jedenfalls ein nettes Spielchen.
Halali Juli 30, 2007, 20:31
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.7 comments
zur Schnäppchen- und Schätzchenjagd. Ohne Internet hätte ich nie im Leben die uralten Scharteken aufgetan, die ich brauche und die in einem Antiquariat sonstwo schmoren. Oder die in winzigen Auflagen veröffentlichten Dissertationen, für die sich nur Fachkenner und -bibliotheken interessieren.
Kurz, ich bin glücklich. Vielleicht liegt es auch daran, daß man heute draußen sogar atmen konnte? Oder daß ich eine Freundin getroffen habe, mit der ich anderthalb Stunden lang über Grabsymbole, Putten, Kränze und Girlanden sprechen konnte? Oder daß ich ein neues Lieblingsgetränk entdeckt habe: Limonana. Zitronensaft, Eisbrocken, Nanablätter (Minze) alles zusammen in den Bläändär schmeißen, brrrrr machen, schmeckt einfach super und sieht toll grün aus.
Was ich heute mache Juli 17, 2007, 17:39
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.3 comments
Eine gute Freundin von uns liegt im Krankenhaus, sie hat ein recht winziges Mädchen bekommen, Frühgeburt. Es ist ihr zweites, die ältere Tochter ist noch keine drei Jahre alt. Zwar kommt uns das Geburtsgewicht des Neugeborenen recht hoch vor (unsere Tertia war wesentlich winziger), aber trotzdem - einfach ist es nicht, ein Baby auf der Frühgeborenenstation zu haben. Man braucht Geduld, Geduld, Geduld - außerdem Gottvertrauen und Glück. Und gute Ärzte!
Jedenfalls habe ich das Gefühl, ich muß etwas Konstruktives tun, etwas Nützliches, etwas, das den Eltern und Kindern wirklich hilft. Und so sticke ich heute, was ich lange nicht mehr getan habe, ein Bild. Und zwar ein ganz besonders putzig-niedliches Motiv von Kate Greenaway - für ein Babyzimmer mit zwei kleinen Mädchen muß es einfach putzig-niedlich werden. Quarta hat das Motiv ausgesucht, die Farben auch. Bis sie nach Hause kommen, Mutter und Kind, ist das Bild fertig, rahmen lasse ich es auch. Und dann schenke ich es ihnen. Sehr nützlich, nicht wahr? Ja, ich bin eben immer fürs Praktische…

Und noch mal: ich, das gefundene Fressen Juli 15, 2007, 1:05
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis, Land und Leute.105 comments
Na gut, der Artikel in der ZEIT übernimmt recht fraglos die Perspektive der jungen Lehrerin, die mit Kopftuch unterrichten will. Die Kopfuch- ist auch Sympathieträgerin. Doch schon vor diesem Artikel habe ich diesen symbolischen Kampf, der wie alle symbolischen Kämpfe besonders bitter ist, nicht begriffen.
Mir fällt dabei immer die Geschichte ein, die mir ein früherer Kollege, ein runder, gemütlicher, schlitzohriger - nein nicht Bayuer! sondern Siedler aus der Westbank erzählt hat. Er ist religiös, nationalreligiös, seine vielen Kinder auch. Seine jüngste Tochter war im Kreißsaal, in Jerusalem, fleißig am Gebären, als plötzlich etwas schiefging. In Windeseile mußte ein Kaiserschnitt gemacht werden, mit Epidural, so daß die junge Frau bei Bewußtsein blieb. Es ging alles gut, das Baby wurde geholt und gerettet, auch wenn die Lage zwischendurch dramatisch war.
Als mein Kollege und seine Frau zu ihrer Tochter gelassen wurden, weinte sie und war nicht zu beruhigen. Und warum? Ja, auch wegen der nachlassenden Anspannung und der Heul-Hormone. Aber sie war entsetzt, wie ruppig ihr die Krankenschwestern die Kopfbedeckung abgerissen hatten. Sie konnte nicht aufhören zu weinen, es war für sie entsetzlich. “She is so modest, so znua, kol kach znua…” meinte er. Werde ich nie vergessen.
Nun kann jede Frau, die sich mal in einen Kreißsaal verirrt hat, bezeugen, daß die Wahrung der Intimsphäre der Gebärenden nicht unbedingt zu den Stärken der Besatzung dort zählt, nicht nur in Bezug auf Kopfbedeckung. Aber wenn das Gefühl des Ausgeliefertseins sich so stark an einer Kopfbedeckung festmacht, dann darf ich auf dem Rücken dieser Frauen (ohnehin eher das schwächere Glied der Gesellschaft) nicht den Kampf um die Bedeutung der Kopfbedeckung austragen.
Wirklich, die Unterdrückung der Frauen und Mädchen in verschiedenen Kulturkreisen sollte man bekämpfen. Aber wie wär es mal, wenn wir bei uns selbst anfangen und ein erstrebenswertes Vorbild zeigen, wie echte Autonomie der Frau aussieht? Und wie wäre es, wenn wir die Anstrengung mal auf sich nähme und versuchte, die Schattierungen der Kopftuch-Tragerei mal zu verstehen, statt sie rundweg und glatt abzulehnen? Vielleicht wird eine solche Lehrerin einen Packan bei schwierigen moslemischen Schülern haben, die keine andere Lehrerin respektieren, und vielleicht ihnen klarmachen, daß ihre unbedeckten Kolleginnen keineswegs Schlampen sind? Vielleicht gibt sie den Mädchen ein gutes Vorbild? Vielleicht ist ja nicht jeder Moslem ein Islamist, Verfassungsfeind, das Ganz und Gar Andere?
Und was man den deutschen Schulkindern sagen soll? Daß ich auch eine Lehrerin mit Kopfbedeckung hatte, Schwester Maria Immolata. Und daß es ein Zeichen ist, daß eine Kopfbedeckung nicht unbedingt Unterdrückung bedeutet, wenn eine ausgebildete Lehrerin sie trägt. Und daß jeder Jeck anders ist.
Aber ich bin doch froh, daß wir in Israel nicht so schematisch-dogmatisch leben. Ich habe im Laufe der Jahre zusammengearbeitet und -studiert: mit einer sorgsam kopfbedeckten Jüdin (Topfhut), einer freakmäßig verhüllten (Siedlerkind, Indiatuch locker geknotet zu schlampig-wilden Röcken), einer freizügig gekleideteten Araberin (oha, mindestens drei fallen mir ein!), einer total verhüllten mit koketten Glitzersandälchen und umwerfendem Make-up, einer ganz frommen Muslima mit sackartigem Mantelkleid……… ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man da mit der Walze des “nur das nicht” drübergehen kann.
Wie gesagt, ich schmecke zäh…
Freßt mich, Juli 14, 2007, 14:23
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis, Land und Leute.11 comments
ich bin nicht lecker.
Ich finde es reichlich überflüssig, jetzt jedes Kind aus der Hitlerjugend und dem Bund Deutscher Mädel öffentlich zu implizit zu richten. Erstens kann ich wirklich ehrlichen Gewissens niemandem vorwerfen, der von Kleinkindalter auf manipuliert, betrogen und bespitzelt wurde, daß er auch als Jugendlicher die einzig ihm bekannte Realität auch für die beste aller möglichen hielt. Ich kann ja wohl kaum den damals 18jährigen vorwerfen, daß sie das System nicht hinterfragt haben, nicht umgestürzt haben, das sie seit ihrer frühen Kindheit umgab. (Desto größere Achtung habe ich vor all den damals Jugendlichen, die per Jugendkultur, Protest oder gar Widerstand ihre außergewöhnliche innere Widerstandsfähigkeit bewiesen haben. Hut ab vor allen Edelweißpiraten und Swing Kids.)
Es ist auch verlogen. Die Elterngeneration, die es erst möglich gemacht hat, durch ihr Wahlverhalten, Weggucken und Mitmachen, daß ihre Kinder zu überzeugten Nationalsozialisten erzogen wurden, die sollten wir zur Rechenschaft ziehen - oder gezogen haben. Hätten damals ganze Jahrgänge von Kindern den Eintritt in die HJ verboten bekommen von ihren Eltern, hätten die Lehrer sich geweigert, sich gleichschalten zu lassen, und andere Erwachsene auch - hätte es sichtbare Risse in der Gefolgschaft gegeben - das wäre etwas anderes.
Aber ich weigere mich einfach, in eine Art Hexenjagd-Stimmung zu verfallen. Besonders wo doch bekannt ist, daß einfach ganze Jahrgänge automatisch in HJ und BDM aufgenommen wurden. Und selbst wenn sich ein 16jähriger in seiner Verblendung freiwillig eifrig in der Hierarchie vorgearbeitet hat - Gnade, ihr Richter. Die Selbstgerechtigkeit können wir uns nicht leisten. Wir sollten lieber unseren kritischen Blick gegen die nicht auf den ersten Blick erkennbaren Spuren der NS-Ideologie oder anderer gefährlicher Ideen richten, die sich heute in unserer Mitte breitmachen, nach Erziehungsmustern, die entmündigen statt stark machen, nach automatischen Verurteilungen und Ausgrenzungen. Statt nach verblaßten Stempeln auf Aufnahmeformularen zu fahnden. Das hätte in den 50er Jahren stattfinden müssen - und die Fragen hätten an die damals Verantwortlichen gerichtet werden müssen, nicht an die Kinder des Nationalsozialismus.
Bis ich jedenfalls nicht persönlich bewiesen habe, daß ich selbst Rückgrat en masse habe, richte ich keinen 17jährigen Erhard Eppler retroaktiv.
PS: Damit meine ich nicht Grass, der sehr wohl wußte, daß er dazugehört hatte, das aber wohlweislich verschwieg und selbst gern das hohe Roß der Moral sattelte.
Ein Geständnis Juli 9, 2007, 17:33
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.8 comments
Man würde es nicht von mir erwarten, vermutlich. Aber ich gucke gern Tour de France. Ich sehe zu gern, wie in Europa das Wetter ist, wie der Himmel aussieht, die Häuser. Die wunderschöne Kathedrale von Canterbury, der Kreuzgang, in den genau reingefilmt wurde. Ich würde die Tour ja durch alle Städte mit Kathedralen legen, Amiens, Bourges, Rouen.
Jetzt fahren sie durch Belgien, das ich gut kenne, ich sehe die kleinen Dorfstraßen, die spitzen Dächer, die grünen Felder. Ich mag besonders die Luftaufnahmen. Außerdem spornen mich die fleißigen Radler an. Wenn ich ihre unermüdlich arbeitenden Muskeln sehe, kriege ich sofort ein schlechtes Gewissen und springe mit Wäschekorb oder Wischlappen durchs Haus.
Doping, ich weiß. Durchstechereien und vermutlich falsche Heldenverehrung, nicht mein Ding. Wer gewinnt, ist mir egal. Aber wie schön, daß es in Belgien nieselt, oh Belgier, ich beneide euch. Und ich gehe jetzt voller Schwung die Treppe putzen, sonst muß ich mich vor diesen emsig strampelnden Männern ja schämen.
Nicht schon wieder…. Juli 8, 2007, 15:46
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.12 comments
Und noch ein Mensch meiner nahe Umgebung ist den Klauen einer MultiMarketingMaschine zum Opfer gefallen. Und das zum dritten Mal! Wieder klagt er, daß in seinem Heimatort auf einmal Vertreter dieser Wundermittel aus dem Boden sprießen - wie auch das letzte Mal droht ihm ein unverkäuflicher, überteuerter Warenkorb liegenzubleiben. Und wieder versucht er, mittels Freundeskreis seinen Kram irgendwie loszuschlagen. Ich bin dafür aber nicht der richtige Mensch, ich bin notorisch krittelig und kaufe keine schweineteuren Sachen ohne vernünftige Inhaltsdeklaration. Der arme Freund weiß auf meine kritischen Fragen nichts weiter als Werbesprüchlein aufzusagen. “Unsere Firma ist die einzige, die…” “Unsere Waren sind zu 100%…” “Es gibt einfach nichts…”
Ich bin nicht sparsam, leider, und wenn mir etwas gefällt, gebe ich auch Geld dafür aus - für ein schönes Buch oder ein hübsches Paar Ohrringe oder ein T-shirt für eines meiner Kinder hat mich das Geld noch nie gereut. Aber dieser Multilevel-Mist ist wirklich eine Pest. In Wellen überschwemmt er das Land, auf einmal will einem Hinz und Kunz Kräutersalben, “Natur”kosmetik, Vitaminpillen oder Wundermittel aller Art andrehen. Als unsere Klassenkameradin am Nonnenbunker uns allen Avon-Cremes und Badeöle anpries, hatten wir wenigstens Spaß dabei und diese Firma gibt es ja nun schon ein paar Jahre. Aber diese seven day wonders sind mir zuwider.
Ei ei ei, das wird diesmal teuer. Entweder ich lege über 50 Shekel für irgendwelchen Kram an, den ich weder will noch brauche, oder wir haben einen Freund weniger.
Googeln wir mal schnell… Juli 8, 2007, 13:59
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.24 comments
Dabei finden sich leider unerfreuliche Dinge.
Ich mochte als Kind ein altes Buch sehr gern, und obwohl ich es lange nicht mehr gelesen habe, könnte ich noch ganze Passagen daraus nacherzählen. Es hieß “Herr Dackel genannt Meier”, ein Familienerbstück. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wer es geschrieben hat. Ich wollte auch gucken, ob der Autor vielleicht noch was anderes geschrieben hat. Also gegoogelt.
In der Tat, er hat.
Putzige Idee Juli 2, 2007, 0:35
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.6 comments
Soeben in der ZEIT gelesen: die Kaisertreue Jugend will ihren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben - und das in einem höchst seltsamen Font. Monarchischer Glanz für eine ach so glanzlose Demokratie, was für ein rührender Traum. Dächte man ihn konsequent zu Ende, müßte man Deutschland wieder in Duodezfürstentümer aufteilen. Schade, der 200-Jahre-Todestag des Reichs war letztes Jahr, wieder eine Chance verpaßt…
Der Kaiser fehlt mir übrigens nicht, weder der alte noch der junge Wilhelm. Aber die Vicky wiederzuhaben, da hätte ich nichts dagegen.

Ah, die Erbse Mai 24, 2007, 16:09
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.3 comments
Meine Eltern hatten Recht, ich bin’s. Im Nebenbuero (wo niemand sitzt, weil ausser ein paar Irren in dieser Abteilung noch Feiertag ist und niemand arbeitet) piepst irgendein elektronisches Geraet. Ich hoere es mir nun schon acht geschlagene Stunden an. Es dringt durch den Ventilator, den ich angestellt habe. (Weisses Rauschen! Ich stell mir beim Laerm der Klimaanlage immer vor, ich dampfe uebers Meer, ueber mir Moeven, unter mir Fische und Quallen….)
Nein, es nuetzt nichts. Es ist nicht im Maschinenraum des Dampfers, es ist ein Buerogeraet. Ich winde mich. Die Kollegin hoert es nicht!
Auch durch hundert Decken spuere ich die Erbse, es reicht zu wissen, dass sie da ist, und ich wache mit blauen Flecken auf.
Wer war so gut Mai 12, 2007, 15:05
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.7 comments
und hat mir das neuste Buch von Eran Katz zugeschickt??? Ich sollte zwar hundert andere Dinge tun, lese aber lieber. Wer wollte mich solchermaßen erheitern?
Ich frage mich allerdings, ob jemand, der nicht hier gelebt hat, mit dieser Art Humor zurechtkommt. Erinnert mich an eine Geschichte meiner Mutter, die mit einer Freundin “Alles auf Zucker” gucken ging. Die Freundin versuchte verstört, ihr Lachen zurückzuhalten. “Ja DARF man denn über sowas lachen?” flüsterte sie. Darf man über Juden und Araber und ähnlich ernste Dinge lachen? Nein nein, das darf man nur mit behördlicher Genehmigung.
Also, herzlichen Dank. Sehr verwirrend, so ein anonymes Geschenk. Aber es war eindeutig für mich. Oder? Frau Maaaahlzaaahn, hier ist ein Paket für Sie!



