Durchwachsen Februar 25, 2013, 9:22
Posted by Lila in Persönliches, Uncategorized.trackback
Meine Mutter war eine Woche lang zu Besuch. Da sie von rastlosem Tätigkeitsdrang besessen ist, hat sie in dieser Zeit unseren Garten und die ganze Umgebung des Hauses picobello in Ordnung gebracht. Dabei hat sie leider auch gesehen, was ich lieber vor ihren Augen verborgen hätte – die Unsitte der Nachbarn, Schrott und Gerümpel über die Böschung zu entsorgen. Da entsteht eine Art wilder Müllkippe, gegen die die Behörden bisher gar nichts tun. Wir finden es schrecklich, meine Mutter noch viel mehr.
Idan Raichel, Träume von anderen
Natürlich war ausgerechnet zum Besuch meiner sonnenhungrigen Mutter das Wetter bewölkt und kühl, und da unser Haus über keine vernünftige Heizung verfügt, sondern wir uns mit Radiatoren behelfen (weil ich die heiße Luft der Klimaanlage als Heizung vollkommen unbefriedigend finde) hat sie gefroren. Dann brach das Auto wieder zusammen, aber so richtig dramatisch, und auch ein neuer Motor hat es nicht richtig geheilt. Wir hatten also ein paar aufregende Fahrten, fanden uns plötzlich in einer Qualmwolke wieder und erhielten übergroße Aufmerksamkeit von anderen Verkehrsteilnehmern, die uns mitteilten, daß unser Auto qualmt.
Ethnix, Gott existiert
Meine kleine Quarta ist jetzt vierzehn, kann das sein? Die Jahre sind aber schnell vergangen, war sie nicht neulich noch im Kindergarten? Ihren Älteren begegnet sie mit einer Mischung aus Nachsicht und Ungeduld, und meine Mutter wies mich daraufhin, daß ich selbst mit 14 kein bißchen anders war, eher schlimmer.
Arkadi Duchin, Wer liebt dich mehr als ich
Es ist immer schön, wenn meine Mutter hier ist. Jeden Abend wird Romme gespielt, die Kinder erzählen ihr, was sie uns nicht erzählen würden, und sie interessiert sich für alles, was wir so tun. Telefon ist doch nicht genug.
Ich lasse sie ungern gehen und falle immer hinterher in ein Loch, wie auch nach jedem Besuch in Deutschland. Klar, SO weit ist es nicht, und heutzutage auch wesentlich bezahlbarer als vor ein paar Jahren, aber es ist eben doch eine andere Welt. Morgens wird es früher hell, zur Freude meiner morgenmunteren Mutter, jedoch abends wird es auch sehr schnell und früh dunkel. Das Wetter ist anders, die Sonnenstrahlen fühlen sich anders an, die Leute sprechen Hebräisch und obwohl man dasselbe kaufen kann wie in Deutschland, ist es alles teurer. Meine Mutter findet aber das Angebot an Obst, Gemüse, Gewürzen und exotischen Zutaten größer als in den Läden, in denen sie einkauft. Und sie kennt Israel und die Israelis ganz gut.
Shlomo Artzi und Shalom Hanoch, Ich sehe dich
Nachdem wir sie bis zur letzten möglichen Schwelle am Flughafen begleitet hatten, fuhren wir in Richtung Kibbuz. Dort war ein Kindergeburtstag, auf dem wir eingeladen waren. Ich war lange nicht mehr im Kibbuz, und es war wirklich ein so seltsames Gefühl. Wir liefen mit den Mädchen die wohlbekannten Pfade entlang, und die Wucht der Erinnerungen war fast zu viel für mich. Nein, wir bereuen nicht, aus dem Kibbuz weggegangen zu sein, aber wir standen vor dem Dining Room – wo Y.s Großvater eines Tages tot vom Fahrrad fiel, als Y. so alt war wie Quarta jetzt. Wo wir uns kennengelernt haben, wo wir jedes Jahr Pessach gefeiert haben, wo wir zu Purim getanzt haben, wo ich mit den Kindern jeden Tag hingegangen bin, um ihnen vor der Brotmaschine Knäppchen rauszusuchen, die beim Zahnen halfen, wo wir jeden Abend mit meiner Schwiegermutter zusammensaßen, Primus in seinem Stühlchen…
Tislam, Geh, geliebtes Mädchen
Auch die Mädchen begrüßten jede Ecke und staunten, wie klein ihnen jetzt alles vorkommt. “Weißt du noch – hier haben wir gespielt, die Mauer haben wir bemalt, hier haben wir uns immer runtergerollt, hier hat der P. gewohnt und hier bin ich mal doll hingefallen…”
Meine Schwiegereltern, an denen ich sehr hänge, waren krank und selbst mein unverwüstlicher Schwiegervater hatte vor zwei Wochen eine sehr erschreckende Episode, aus der er etwas erschüttert hervorgegangen ist. Y. war zu seinem Krankenlager geeilt. Er hatte seinen Vater noch nie so gesehen. Jetzt geht es ihm wieder gut, aber er muß vorsichtig sein.
Arik Einstein, Liebe
Auch meine Schwiegermutter hat dieses Jahr, zum ersten Mal in den letzten Jahrzehnten, zu Purim nicht für alle Kinder Kostüme genäht und das von ihr liebevoll, kreativ und ordentlich aufgebaute Kostüm-Magazin einfach offengelassen, mit einem Zettel an der Tür, daß sie gesundheitlich nicht auf der Höhe ist und darum bittet, daß sich die chaverim selbst bedienen. Besonders die Soldaten, die sich jedes Jahr abenteuerlich herausputzen, wollte sie nicht enttäuschen. Eine Soldatin hat ihr ein bißchen geholfen, aber meine Schwiegermutter lachte selbst, als sie uns erzählte, wie diese ihr erklärte, wie sie auf die Ordnung achtete, nur keine Sorge!, und gleichzeitig ein Kostüm unordentlich zusammenwurschtelte und ins Regal stopfte. Ins falsche.
Wenn es meiner Schwiegermutter wieder besser geht, wird sie als erstes ihre geliebte Kostümsammlung wieder in Ordnung bringen, soviel ist klar. Leider können wir ihr dabei nicht helfen.
Ivri Lider, Immer Liebe
Auf dem Rückweg in den hohen Norden dachten wir darüber nach, wie wir ihr besser zur Seite stehen können. Ich erinnere mich an die Zeiten, als ich Hilfe brauchte. Da war meine Schwiegermutter immer für mich da. Wenn ich krank war, kam sie mittags und brachte mir vom Dining Room Essen mit. Wenn ich liegen mußte oder nicht heben durfte, weil ich Probleme in der Schwangerschaft hatte, kam sie abends und half mir, die Kinder zu baden und ins Bett zu bringen. Sie hat mich beim Stillen unterstützt und bei Erziehungsproblemen und hat ihre Ideen nie aufgedrängt, sondern sich immer fragen lassen. Sie hat nie schlechte Laune und unendliche Geduld für Kinder, Kranke und Ratsuchende. Und jetzt braucht sie Hilfe, und ich bin so weit weg.
Shalom Hanoch und Arik Einstein, Jeder möchte Sänger sein…
Meine Schwiegereltern sind, wie meine Mutter, eine wichtige Konstante in meinem Leben. Ich bin immer wieder dankbar, daß es bei uns keine Schwieger-Stänkereien gibt. Meine Mutter hat Y. ins Herz geschlossen und er sie – das war von Anfang an so. Und ich hänge an seinen Eltern. Sein Vater hat mir bei der Hochzeit versprochen: du hast keinen Vater in Israel, deswegen werde ich dein Vater sein. Und das hat er auch gehalten. Ich habe in den Jahren seither meinen Stiefvater verloren, der uns nunmehr seit 13 Jahren schmerzlich fehlt, und im letzten Sommer meinen Vater, der wenig Präsenz in meinem Leben hatte. Eigentlich hat er seine Vaterrolle nach der Scheidung abgelegt und hat sehr große Distanz zu uns gehalten. Um so dankbarer bin ich für meinen Schwiegervater, mit seiner unbedingten Zuverlässigkeit.
Man heiratet ja eine ganze Familie mit, und wenn ich sehe, wie viele Konflikte es in anderen Familien gibt, bin ich froh, daß uns das erspart bleibt. Mißverständnisse gibt es immer, jeder hat seinen eigenen Stil, aber Klatschereien hinterrücks und Gegeneinander-Ausspielen gibt es auf keiner Seite.
Rami Fortis und Shlomi Bracha, Sand
Tja, und der Kibbuz. Wir bedauern nicht, weggegangen zu sein – aber wie der Kibbuz sich verändert hat, das bedauern wir. Ich natürlich auch, ich bin aus Liebe in den Kibbuz gekommen, aber besonders Y. Er denkt an die Ideen, die seine Großeltern dazu bewegt haben, ihr Leben ganz dem Kibbuz zu verschreiben und alle anderen Interessen dem Kibbuz unterzuordnen, und vergleicht es mit dem Heute… unvermeidliche Veränderungen, ja, aber im Vergleich mit anderen Kibbuzim seltsam zögerlich und kompliziert umgesetzt. Andere Kibbuzim haben energisch und konsequent auf Privatisierung gesetzt, manche sind noch ganz Kibbuz – aber unser alter Kibbuz praktiziert eine Zwischenform, immer noch, und stagniert damit.
“Waaas”, sagte ja der Sekretär, als wir ihm erklärten, daß wir gehen wollen, “ausgerechnet jetzt, wo doch in vier Monaten schon die neue Wohnsiedlung gebaut wird, wo ihr ein Haus kaufen könntet!” Ja ja, es sind mehr als drei Jahre vergangen, doch von der neuen Wohnsiedlung ist noch keine Spur zu sehen. Dabei warten viele Familien darauf, endlich mehr Platz zu haben. Wären wir noch im Kibbuz, säßen wir noch in der kleinen Wohnung, die großen Kinder hätten ihre eigenen Winz-Wohnungen, für die wir Miete zahlen müßten. Meine Freundinnen klagen darüber, daß sie ihre Soldatenkinder praktisch nicht sehen. Klar, Secundus wäre das lieber als mit uns Abend zu essen, aber Primus und Tertia waren froh, noch bei uns zu wohnen. Und Secundus kann jederzeit zu seinen Freunden fahren und tut das auch. Aber er hat auch neue Freunde durch die Armee.
Jetzt liegt aber schon eine deutlich spürbare Isolationsschicht von Zeit und innerem Abstand zwischen uns und dem Kibbuz. Wir kennen nicht mehr jeden, der dort rumläuft, und wenn wir jemanden treffen, werden wir wie Fremde begrüßt. Das tut einerseits so gut, weil es bedeutet, daß wir aus der täglichen Klatsch-und-Tratsch-Maschine endgültig raus sind, aber besonders für Y., für den der Kibbuz Teil seiner Familiengeschichte und persönlichen Identität ist, fühlt es sich auch merkwürdig an. Sein Leben lang hat er auf die Frage, wie er heißt, immer gesagt “Y. aus Kibbuz X.”, und einen Ersatz dafür gibt es nicht. Und doch fühlen wir uns froh, wenn wir wegfahren. Sagen wir es so: er bedauert, sich freuen zu müssen, nicht mehr Teil des Kibbuz zu sein.
Mashina, Was soll ich jetzt mit Politik
Wir haben die ganze Rückfahrt über Musik gehört und sind unseren Gedanken nachgegangen, und die Musik stell ich einfach mal rein. Ich weiß, das meiste kennen die Leser schon, aber mir ist danach. Diesen Eintrag habe ich die letzten zwei Tage so on and off vor mich hin geschrieben. Jetzt komm ich langsam aus dem Loch wieder raus, muß ja. Quarta zieht zurück in ihr Zimmer, das sie für meine Mutter geräumt hatte, und wenn ich meine Mutter vermisse, gehe ich in den Garten und bestaune dort ihr Werk und spreche den von ihr eingesäten Blumensamen gut zu, daß sie doch bitte gedeihen sollen.
Kommentare
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Ein sehr schöner Text über Familie und die Vergangenheit, die uns doch so viel bedeutet. Danke.
Ich stimme Hans zu…der Text hat mir sehr berührt. Diese Melancholie hat auch was mit älter werden zu tun. Das Verhältnis des gelebten Lebens mit all seinen Erinnerungen verschiebt sich langsam zum Nachteil der Spanne die noch vor uns liegt, das fühlt sich irgendwie an. Und ja die Kinder werden groß und entwachsen uns langsam und die Altvorderen werden alt und entwachsen uns auch … nach und nach…
Ja, sehe ich genauso wie Hans. Oft sind deine Texte durchweht von einer leichten Melancholie, nichts negatives, im Gegenteil, einer melancholischen Liebe zu den Menschen, Tieren und Pflanzen. Und irgendwie, ich kann’s gar nicht in Worte fassen, liest sich zwischen deinen Zeilen ein sehnsuchtsvolles Verhältnis zu der Zeit, zu dem Vergangenen, nicht wehmütig – im Jetzt schwingt immer auch das Gestern mit, Erinnerungen lassen kein Vergessen zu, es ist alles gemeinsam vorhanden. Und instinktiv verbindet sich alles in deinen Worten, so dass es eine wahre Bereicherung und Freude ist, hier von Zeit zu Zeit zu lesen. Auch ich möchte mich dafür bedanken.
Viel versprochen und wenig gehalten hat der Kibbuz in der letzten Zeit – und ich glaube, das geht weit über das hinaus, was du konkret angesprochen hast. Denn der Kibbuz wollte und will ja irgendwie immer noch Familie sein, und deine Schwiegermutter hat sicher nicht nur dir mit Rat und Tat zur Seite gestanden, sondern einer Menge junger Frauen, die ihre Hilfe gebrauchen konnten. Und nun seid ihr weit weg, aber der Kibbuz, der direkt vor Ort ist, der ist auch nicht zur Stelle.
Neulich schriebst du andeutungsweise, du könntest dich durchaus als Oma sehen. Laß dir Zeit… es ist ohnehin seltsam, wenn die Kinder flügge werden und uns zeigen, daß sie uns nicht mehr brauchen, wo wir doch so gern manchmal noch die Eltern um uns herum hätten, die uns aus ihrem reichen Schatz beraten, und uns nach einem sehnen, der uns sagt, “ist nicht so schlimm, Kind, das bring ich wieder hin.” Und gleichzeitig sehen, daß wir das für unsere Kinder nicht nur nicht mehr leisten sollen, sondern auch gar nicht mehr könnten.
Ans Herz legen kann ich dir nur das, dem ich selbst nachjage, ohne es ergriffen zu haben: Genieße den Augenblick, wenn sie da sind, und freu dich an der Erinnerung, wenn sie weit weg sind, aber gräm dich nicht über die Entfernung.
Doch doch, der Kibbuz ist zur Stelle. Meine Schwiegermutter bekommt jede Hilfe, die sie bereit ist anzunehmen. Das funktioniert alles noch. Meine Schwiegermutter arbeitet ja selbst seit Jahrzehnten mit alten und behinderten Menschen im Kibbuz, und ihre Kolleginnen würden sich gern noch mehr um sie kümmern. Aber sie kommt lieber allein zurecht und wartet nur darauf, wieder arbeiten zu können. Das sind schon meine persönlichen Schuldgefühle. Ich würde ihr gern was wiedergeben für die vielen Male, als sie mir geholfen hat. Sie vermißt auch ihren Ältesten, zu dem sie ein sehr gutes Verhältnis hat und immer hatte.
Ich genieße den Augenblick ja. Ich habe diesen Faust ja noch nie verstanden, der wer weiß wie viele Vorbedingungen hat, um sagen zu können, verweile doch, du bist so schön.
Ich habe das oft, oft in meinem Leben gesagt, aber geholfen hat es nicht.
Und ich habe es kein bißchen eilig, meine Kinder in Abenteuer zu schubsen, für die sie nicht reif sind und auf die sie keine Lust haben. Mein Ältester ist erst 23, da habe ich noch viele, viele Jahre Zeit mit Enkelchen. Allerdings liebe ich Babies, meine NeffNichten sind mir lieb und teuer, aber sie lassen sich nicht gern von der ollen Tante knuddeln (mein Schwager benutzt das sogar scherzhaft als Drohung: sei artig, sonst kommt die Tante Lila und drückt dich lieb!!! was mein Neffe NIE über sich ergehen ließe und was ich auch tunlichst nicht mache, aber mein Schwager weiß eben – ich würde gern….
)
Man kann es ja eigentlich nie wieder gut machen für die Kinder. Zurückweisungen in der Schule, Streit mit den Freunden, Krankheit und Schmerzen und der ganze Ärger – das können wir den Kindern ja nicht ersparen. Wenn sie sehr klein sind, hat man diese Illusion – wenn sie sauber gebadet im Schlafanzug mit Füßchen von oben bis unten eingemummelt im Bettchen liegen und man auf eine ruhige Nacht hofft. Aber sonst?
Sie laufen in derselben fiesen Welt rum wie wir auch. Sie müssen lernen, damit zurechtzukommen, so wie wir es auch gelernt haben. Von dem, was wir gelernt haben, können wir ein bißchen mitgeben, wir können zuhören und den Kindern das Gefühl geben, daß sie zuhause verstanden, angenommen, geliebt und unterstützt werden. (Da sie es nicht anders kennen, merken sie vermutlich nicht mal, daß auch das schon was wert ist – es ist ihnen selbstverständlich,Gott sei Dank.)
Manchmal möchte ich kinderlose Menschen fast beneiden, obwohl natürlich jeder von ihnen ebenfalls um geliebte Menschen Sorgen hat. Aber diese spezielle Art von Grausamkeit, die darin liegt, arglose Kinder in eine Welt voll Tücke zu schicken, die ersparen sie sich.
Ich lasse sie ja auch gehen. Verkneife mir Fragen und Ermahnungen, lasse ihnen ihr Privatleben, lasse sie Klamotten und Freunde wählen, wie sie wollen, und versuche zu verbergen, daß ich mir Sorgen mache. Vermutlich werden mir die Wackersteine vom Herzen fallen, wenn Secundus aus der Armee entlassen wird. Ja, die Jungens müssen Miluim machen, aber dann ist die Armee nicht mehr die Hauptsache.
Es fällt mir viel leichter, Primus aus den Augen zu lassen, der in Deutschland sitzt und deutsche Grammatik paukt, für diese Sprachprüfung, deren Namen ich vergessen habe, als Secundus. Auch um die Mädchen mache ich mir nicht solche Sorgen. Aber Secundus.
Na ja, ich habe ja Y., der mich darauf hinweist, daß Secundus vergnügt ist wie ein Fink, seine Arbeit im Taagad-Sani-Trupp gern macht, und sich mit allen gut versteht. Solange ich ihn mit Schokolade und sauberen Socken versorge, habe ich für ihn alles getan, was er zuläßt.
Liebe Lila!
Danke für die Musik! Leiedr bekomme ich hier in D nicht alles ran. Bei so einer melancholischen Stimmung ist diese Musik genau das Richtige! Es ist immer traurig, wenn Gutes anderen Dingen zum Opfer fällt! Und es tut weh, wenn die Eltern alt werden! Mein Vater war lange mein Held. Und dann mußte ich plötzlich feststellen, daß er nicht mehr der Starke ist, das tat so weh!
Liebe Lila,
habe Deinen Bericht mit großem Vergnügen gelesen. Freue mich dass es Euch gut geht. Nimm Alles in Allem.Es lohnt sich doch für Euch zu beten. Nur das mit dem Auto muss ich noch einmal besonders ansprechen.
Herzlich Paul
ach paul, das auto-problem kannst du doch auch ohne beten lösen: drücke einfach auf den donate button und überweise ein paar Tausend euro, dann kann Lila sich einen neuen Gebrauchtwagen kaufen, und das Problem mit dem Qualm ist gelöst.
Leider ist es in meiner Erfahrung so, dass die Leute, die sich auf “beten” spezialisieren für so profane, materialistische Lösungen nicht sehr offen sind…
Was ich ganz vergaß zu schreiben; ich erinnerte mich beim Lesen an deine Führung für uns durch euren Kibbutz (vor 6 Jahren). Da begegneten wir auch deiner Schwiegermutter und du erzähltest uns davon, daß ihr sogar das Kostüm für eine “singende Gurke” keine Probleme bereitete. Daran denken wir noch manches mal!
arthur
woher weißt Du, daß Paul Geld erübrigen KANN, daß er nicht aus diesem oder jenem Grund dauernd seinen letzten Groschen 3x umdreht?
Und mal angenommen, es wäre so, wäre es dann ungehörig von ihm, gute Wünsche zu schicken?
aka nur die Betuchten dürfen mitreden?
Sehr wünschenswertes Weltbild lebst Du hier vor (sarc intended)
Außerdem ist es eine Frechheit Lila gegenüber, wenn Du mit dieser Bemerkung implizierst, daß sie etwas anderes getan hätte als zu sagen, daß sie es an der Zeit fände, daß sie für ihre Dienstleistung bezahlt würde und daß es dafür keiner irgendwie gearteten Rechtfertigung braucht*) . Erstklassige Arbeit sollte nun mal Geld wert sein.
*)
da muß sie (Lila) noch ein bißchen üben, doch ich meckere dran;-).
Kurbelursel, die die alles über Strickmühlen/lieseln weiß, verlangt jetzt Eintritt für ihre Website – ich wünsche ihr alles Gute, aber finde das Modell nicht geglückt – es wird schwierig sein, nach dieser im-Web-ist-alles-umsonst-Manie Vernunft einkehren zu lassen.
Arthur, warum so giftig? Stört Dich der Donate-Button so sehr? Du kannst ihn doch einfach ignorieren.
Mit betenden Menschen habe ich eigentlich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Wer meint, da oben hört sowieso keiner zu, der sollte sich das Beten eben als positive Energie vorstellen. Ist es nicht schön zu wissen, daß jemand intensive gute Wünsche schickt?
Arabrabenna, ja, die singende Gurke
Der Junge ist schon längst selbst verheiratet und, wenn mich nicht alles täuscht, Vater. Aber das war ein Klassiker. Ja, meine Schwiegermutter ist sehr begabt und ideenreich.
Zu8 Arthur:
Lieber Arthur,
Du hast einen wunden Punkt bei mir erwischt. Nein, nicht den “Geiz ist geil Punkt”, sondern den “nicht können Punkt”. Leider “spiele” ich bei der Rente in der unteren Liga. Mein Bedürfnis Gutes zu tun, wird durch die Möglichkeit dazu stark gebremst. Manchmal tut mir das richtig weh.
Aber, ich sehe das Positive in Deiner Antwort. Du möchtest Lila nicht nur selber materiell unterstützen, sondern auch noch dafür werben. Das ist sehr lieb von Dir. Bei mir ist es auch auf fruchtbaren Boden gefallen.
Einstweilen muss ich es aber beim Beten belassen.
Du irrst aber, wenn Du meinst, dass die Beter nichts für materielle Gaben übrig haben. Ich bin katholisch und erlebe, dass die Beter an jedem Sonntag ihr Scherflein in die Kollekte geben. Auch sonst haben kirchliche Spendensammler immer respektable Ergebnisse. Es wird natürlich dort nicht nur von Betern gespendet, aber sie dürften doch überwiegen.
Vielleicht kannst Du Deine Wahrnehmung noch einmal überprüfen?
Herzlich, Paul