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Total geärgert Februar 20, 2013, 17:50

Posted by Lila in Persönliches.
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Einzelheiten mag ich nicht erzählen, aber wenn so ein neuer Besen daherkommt und besonders energisch fegt, und meint, er fegt besonders gut, wenn es doch eigentlich nur ein Besen ist… dann gucken sich die alten, struppigen Besen nur vielsagend an. So ein alter struppiger Besen war ich heute.

Schade um ein Projekt, das ich selbst vor vielen Jahren mit aus der Taufe gehoben habe und in dem ich mich nun herzlich unwohl fühle. Mal gucken, wie ich einen Kompromiß finde. Oder ob ich einfach aufgebe.

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Kommentare

1. Jochen Robert Englert - Februar 20, 2013, 17:54

Solche Situationen kenne ich auch. Da stellen sich Fragen wie: Bin ich ersetzbar und was ist mir das Alles noch Wert? Lohnt es sich zu kämpfen oder ist es am Ende verschwendete Kraft, die wo anderst besser angelegt währe. Ich wünsch dir Antworten und eine Sicht auf die Dinge, welche dich weiter bringt.

2. Andreas Moser - Februar 20, 2013, 17:54

Das ist mir zu metaphorisch.

3. Rosa Grün - Februar 20, 2013, 18:07

Ja also, man wüßte doch wenigstens gern, worum es sich handelt!

4. Lila - Februar 20, 2013, 18:14

Tut mir leid mit den Metaphern :-(

5. Silke - Februar 20, 2013, 18:19

wenn Dein Herz dran hängt und es eine Sache mit einiger Lebensdauer ist, so daß da Aufs und Abs Zeit haben zu geschehen und Du angemessen bezahlt wirst, geh in die Teil-innere-Emigration

- Es ist oft erstaunlich, wie Vorlieben sich ändern, ein neuer Leiter, ein neues Umfeld und plötzlich sind die “alten Besen” DAS Aha-Erlebnis für die aufs Neueste vom Neuen Versessenen.

Und während Du abwartest, ärgere Dich nicht, arbeite Dich nicht ab, versuche nicht zu steuern, Schlimmstes zu verhindern (wenn Du das nicht bringst, lass es sausen), bleib einfach da und warte, ob sich ne Chance ergibt, wieder gehört zu werden, ob der Wind sich dreht.

Darum ist es bei angemessener Bezahlung leichter zumindest für Söldnernaturen wie mich … Rückblickend muß ich sagen, ich habe oft zu früh in’en Sack gehauen anstatt auf die Chance für meine Wiederauferstehung zu warten.

Ich bin als Sesselfurzerin derartig kreativ und innovativ (gewesen), daß ich sehr oft weit vor meiner Zeit war ;-) und/oder ich bin so erzkonservativ, daß ich den “Fortschritt” massiv behinderte. Bei letzterem war’s gut, daß ich mich vom Acker gemacht hatte, denn wenn die Karre wie vorausgesagt explodierte, stand ich wenigstens nicht mehr als Sündenbock zur Verfügung (kassandra eignet sich eben hervorragend zum collateral damage ;-)

6. Rosa - Februar 20, 2013, 18:30

hihi, ist es denn außer ein neuer auch ein junger Besen?
Dann würd ich sagen, das ist normal und gibt sich noch.

Ich hab auch vor so einem neuen Besen mal die Flucht ergriffen. Derjenige ist inzwischen in weitem Umkreis als unangenehmer Zeitgenosse verschrien und ich schwöre, daran habe ich keinen Anteil. Viele Leute hatten unabhängig voneinander dieselbe Erkenntnis. Ruhm und Anerkennung blieben diesem Besen jedenfalls verwehrt :-P .

7. Lila - Februar 20, 2013, 18:36

Da ist was dran. Die Bezahlung ist den Ärger nicht wert, die innere Zufriedenheit und das letztendliche Ziel sehr wohl. Ist eine kleine Ecke meines Beruflebens. Ach ach ach, wie sehr hab ich den alten Teamleiter geliebt :-( der feinste Mensch der Welt.

8. Lila - Februar 20, 2013, 18:39

Es handelt sich um ein kleines Projekt, das mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, und das wir als gutes Team ans Laufen gebracht haben. Jetzt hat ein neuer Leiter das Ganze übernommen und ändert die Richtung – um Eindruck zu schinden bei seinen eigenen Vorgesetzten bzw den Geldgebern. Alles Glanz und große Worte, kein Inhalt.

9. Silke - Februar 20, 2013, 19:16

wenn es nur der stinkende Kopf des Fisches ist, hilft es vielleicht, wenn er den Aufstieg schafft, eine Etage höher kommt und Du oder jemand anderer mit Liebe zur Sache dann die Teamleitung übernehmen kann.

Ich rede nicht von Reichtümern, ich rede von lebenshaltungs-kostendeckender Bezahlung, so daß Du, wann immer Du gezwungen bist, mit den Zähnen zu knirschen ob des Unsinns, der vor sich geht, vor Deinem geistigen Auge erscheint, wie viel von Deinem Lieblingsgrünzeug Du Dir dafür leisten kannst.

10. Lila - Februar 20, 2013, 19:22

Geldlich wäre ich viel besser beraten, wenn ich dieses Projekt in den Wind schieße und mich auf rentablere Projekte konzentriere :-)

11. Silke - Februar 20, 2013, 20:26

wie wär’s dann mit ner Portion “gewinnen-wollen” und/oder “mit-mir-nicht-Du-Eumel”?

Seltsam irgendwie kann ich Dich als Bettel-Hinschmeisserin nicht wirklich sehen, dennoch wenn’s klüger wäre …

Wie iss es denn mit Konkurrenzprojekten bestellt?

Ich denke, wenn einem so was widerfährt, iss es so ähnlich, wie beklaut werden, da fällt es auch schwer (mir zumindest) das gelassen hinzunehmen, so lange noch ne Chance besteht, dem Klauer wider’s Schinenbein zu treten (mit benagelten Stiefeln)

12. anti3anti - Februar 20, 2013, 23:37

Freilich dreht das Rad sich immer weiter
dass, was oben ist, nicht oben bleibt.
Aber für das Wasser unten heißt das leider
nur: Dass es das Rad halt ewig treibt.

BB

13. Silke - Februar 21, 2013, 6:56

Doch unter wem man das Rad treibt, macht einen gewaltigen Unterschied und nicht alle sind so unabhängige Geister, daß sie genügend derart freiwillige und uneigennützige Selbstausbeuterinnen finden können, daß sie – wie ich hoffe – vergessen können, wie oben sie selbst sind und sich aufführen.

Teams können oft sehr gut ohne Leiter/ohne Führung funktionieren, so jemand da ist, der/die ihnen den Rücken frei hält, indem er/sie z.B. dafür sorgt, daß die Kohle stimmt, denn

“erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.”

bzw. ohne Kohle kein Projekt, denn, so unglaublich und überraschend es klingen mag, auch Team-Mitglieder müssen hie und da nen Happen essen.

Auch wenn BB das nie glauben würde (weil es ihm wesensfremd ist) so gibt es “Leiter”, die sich damit begnügen, ihren Teams freie Fahrt zu verschaffen. Um da dann noch unten und oben sauber trennen und definieren zu können, bedarf es zweifellos der Geistesschärfe eines Kreativen, zumal höchstwahrscheinlich auch Lila’s alter und neuer auf ihre eigene Art unten sind.

14. ben - Februar 23, 2013, 9:06

Neue Besen, die glauben, sie kehren besser ohne zu wissen was sie zu kehren haben, sind nichts wert, weil deren Faehigkeit, die Gesamtheit zu erfassen sehr limitiert ist. Wirst sehen, der neue Besen zeigt bald seine Limitierung und Du musst hinter ihm herfegen.


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