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Nachfrage Februar 18, 2013, 6:43

Posted by Lila in Presseschau.
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Beim Überfliegen der Morgennachrichten fängt Y. an zu lachen. Was ihn so amüsiert? In Europa erfreut sich koscheres Fleisch einer überraschenden Nachfrage...

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Kommentare

1. Silke - Februar 18, 2013, 11:50

ich denke koscher ist so grausam???

also wie alle Gesund-Foodies immer auf der Suche nach “ich begehr nicht schuld zu sein”

bei der BBC habe ich ein erfreulich unhysterisches und sehr informationshaltiges Interview gehört, das ganz ohne Seitenhiebe auskam.

Mein normalerweise sehr geschätzter Udo Pollmer gab hingegen den Albernen, so als sei er unvorbereitet von dem Hype erwischt worden.

2. Silke - Februar 18, 2013, 11:51

PS: heute morgen gehört, Pferdefleisch soll für 20 % des Rindfleischpreises zu haben gewesen sein …

Tja Qualität hat eben ihren Preis ;-)

3. Silke - Februar 18, 2013, 12:12

zu Geheimhaltereien:
dradio-Nachrichten von heute 10:00 – runterscrollen …

… iss es nich gut, daß wir das oss rausgekürzt haben? M(oss)AD? MAD an anderer Stelle als mutual assured destruction in Verwendung klingt doch viel unauffälliger.

Nach den Morden seien die Hinterbliebenen allein gelassen worden. Auch heute erlebten sie nicht, dass die Behörden an einer lückenlosen Aufklärung interessiert seien. Das sei eine große Enttäuschung, betonte die CDU-Politikerin.
——–
MAD-Präsident kündigt wegen NSU-Affäre Öffnung des Geheimdienstes an
Der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr will sich als Reaktion auf die NSU-Affäre mehr öffnen. MAD-Präsident Birkenheier sagte der Zeitung “Die Welt”, man habe gemerkt, wie sinnvoll es sei, die eigenen Aufgaben und Leistungen auch nach außen zu präsentieren. Derzeit werde eine Pressestelle aufgebaut. Forderungen nach Abschaffung des MAD wies Birkenheier zurück. Der Geheimdienst habe den gesetzlichen Auftrag, Bedrohungen der Bundeswehr abzuwehren. Andere Nato-Staaten praktizierten dies genauso. Streitkräfte seien ein besonderes Ziel von ausländischer Spionage, und das Militär sei auch sehr interessant für Extremisten. Birkenheier ist seit Juli 2012 im Amt. Er ist der erste MAD-Präsident, der sich interviewen lässt.

http://www.dradio.de/nachrichten/

Die richtige Balance zu finden, wieviel geheim man Geheimdiensten zugestehen will und zu wieviel Offenheit man sie zwingen kann, ohne sie zur Lachnummer zu machen, hat noch keiner je irgendwo geschafft. Manchmal führt das dann zu solchen Brechreiz erzeugenden Lösungen wie, daß “enhanced interrogations” “nur noch” in Anwesenheit eines Arztes erlaubt sind.

4. Lila - Februar 18, 2013, 12:37

http://www.tagesschau.de/inland/mad116.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article113695087/Geheimdienst-der-Bundeswehr-bricht-das-Schweigen.html

Ist ein Problem. Andere Nachrichtendienste sollten dem Mossad von Zeit zu Zeit Blumen schicken, zum Dank dafür, daß der Mossad all die negativen Schlagzeilen absorbiert, während man nicht mal ihre Namen kennt. ASIO – klingt ja auch wie eine Elektronikfirma :-)

5. Malte S. Sembten - Februar 18, 2013, 14:00

Warum sollen bei koscheren Produkten kein Etikettenschwindel und keine Verunreinigungen vorkommen? Bei Halal-Kost jedenfalls kommt dergleichen vor.
@ Lila: Stimmt es, dass die Tiere beim jüdischen Schächten betäubt sein dürfen – im Gegensatz zum moslemischen Schächten?

O.T.:
Wahrscheinlich habt ihr schon von dem Buch “I sleep in Hitler’s Room” von Tuvia Tenenbom gehört. Auf Deutsch ist es – nachdem der ursprüngliche Verlag, Rowohlt, es nur in sehr geschönter Form veröffentlichen wollte – Ende 2012 bei Suhrkamp als “Allein unter Deutschen” erschienen. Ich lese es gerade (das US-E-Book, einfach weil es vieeeel preiswerter ist als die deutsche Ausgabe).
Nun lese ich dieses Interview, das Tenenbom den Schweizer “20 Minuten” gegeben hat – und ekle mich mehr denn je vor der Verlumpung des deutschen Journalistenpacks:

http://www.20min.ch/panorama/news/story/Lautes-Schweigen-im-deutschen-Blaetterwald-22608515

6. Silke - Februar 18, 2013, 14:07

… ganz ohne Zusammenhang NSU war mal ne geschätzte Automarke

http://de.wikipedia.org/wiki/NSU_Motorenwerke

und gegründet wurden die als Strickmaschinenhersteller – der Assoziationsmöglichkeiten ist kein Ende

und in Sachen ASIO triffst Du die Assoziation auf den Kopf, auch sehr assoziationsträchtig.

http://en.wikipedia.org/wiki/Audio_Stream_Input/Output

und ja man sollte glauben, daß CIA und Mossad die einzigen weltweit operierenden Geheimdienste sind.

und hätten die Briten nicht die James-Band-Franchise wüßte vermutlich keiner, was MI5 und MI6 ist. Und daß James Bond für so viele so’n Heidenspaß ist, ist natürlich die beste PR, die je irgendeinem Geheimdienst widerfahren ist.

7. Lila - Februar 18, 2013, 14:07

Ich habe nicht die geringste Ahnung von koscherem Schächten.

Danke für den Link. Was soll man da noch sagen? Immerhin endet das Interview optimistisch.

Ich glaube inzwischen, daß die Besessenheit mancher Deutscher mit den Palästinensern krankhafte Züge hat. Eine Art moralischer Umschuldung. Ist anders nciht zu erklären, daß Tausende und Abertausende Araber sterben, und kein Mensch sich mit dem Bettlaken vor die Propsteikirche stellt. Nur weil sie das Pech hatten, von anderen Arabern ermordet zu werden – und nicht von Israel.

Ist doch nicht normal.

8. Paul - Februar 18, 2013, 14:09

Ja Lila, so sind sie, die Menschen in Europa. Nicht nur Hypochonder, sondern jetzt auch noch schizophren.
Mach doch mal eine Umfrage was die Europäer vom koscheren Schlachten halten, dann weißt Du auch was ich meine.

9. Silke - Februar 18, 2013, 14:32

wenn es nur die Deutschen wären, die unter Palästinenser-Besessenheit leiden, wär’s ja vielleicht heilbar. Ich kenne 3 Blogs, die sich an den Briten abarbeiten …

Einiges, was Tenenbaum erzählt, erscheint mir nicht sehr glaubwürdig und ich halte mich generell von “typisch deutsch” Behauptern fern, denn ich habe den schrecklichen Verdacht, daß das als Beruhigungspille für alle anderen dient, in dem jedes Puzzle-Stückchen ein weiterer Beweis ist, daß wenn ich das nicht tue, ich auch zu all dem anderen nie fähig sein werde.

Aber vielleicht ist er ein Erwecker für eine neue Generation – ich habe ja auch seinerzeit nicht verstanden, was an der Fernsehserie Holocaust so neu sein sollte. (ich hab nur mal ein kurzes Stück gesehen, wie auch von Schindler’s Liste – zu letzterem – so sehen Hungernde und/oder schlecht Ernährte nicht aus)

Ben Macintyre sagte, der Erfolg der Operation Double Cross sei den superlativen Fähigkeiten der Briten beim Record Keeping zu verdanken. Wieder ein “typisch deutsch” den Bach hinunter.

Ja “wir” waren diejenigen, die “es” getan haben, doch da ich an Prävention interessiert bin, finde ich all diese flockenlockeren “typisch deutsch” Erkenntnisse alles andere als zielführend.

10. Paul - Februar 18, 2013, 14:37

Mal was lustiges zum Thema Pferdefleisch.
Hier ein paar Kalauer
http://www.ksta.de/panorama,15189504,21860626,item,7.html
z.B.:Nährwerte: Diese Lasagne hat 326 Kilocalorien und 0,2 PS.
oder
Billige Tiefkühlkost hat oft einen Pferdefuß.

11. Silke - Februar 18, 2013, 14:39

PS:

ich finde auch die Szene aus dem Borat-Film doof – solche Leute Vorführereien beweisen rein gar nix, außer daß der Gutmensch sich beim Betrachten rein und sauber und elitär fühlen darf.

und was Knigge’s Verbindungen zu schwer linken Israelis anlangt, guckt Euch an, was unser Außen- und Entwicklungshilfeministerium und die Stiftungen der Parteien und was weiß ich noch so treiben.

Ist Pingelarbeit, denn als ich da versuchte durchzublicken unterstützten die NGO’s eher nicht direkt sondern irgendwelche Projekte, an denen mehrere beteiligt sind.

12. arthur - Februar 18, 2013, 14:47

Ach ja, die Deutschen sind besessen, mit den Palästinensern, mit den Israelis, mit den Griechen, mit den Radfahrern…

Ich denke nicht, dass sie so besessen sind. Aber da sie viele sind, sieht es auch nach viel aus, wenn nur ein kleiner Prozentsatz besessen sind. Genauso wie man eine zeitlang meinen konnte, nur Japaner seien am Jodeln, Flamenco, Schuhplatteln, italienischer Folklore, Opern singen, Persischer Kochkunst interessiert…

Zu koscher:
Schächten nach Betäubung, insbesondere nach Bolzenschuss, ist nicht koscher. das schwedische Rabbinat scheint eine Art der Betäubung zu erlauben (ich weiss nicht genau, welche), doch diese Art zu schächten wird nicht von allen als “koscher” betrachtet.

13. Lila - Februar 18, 2013, 15:31

Manche, manche, richtig, und ich habe Pech, daß ich aus einem Milieu komme, in der diese manchen eben recht dicht gesät sind. Anderen ist es ganz egal, wie wunderbar. Oder sie sagen, wie mein Primus es öfter gehört hat: da weiß ich nichts von, da sag ich nichts zu.

Ich glaube, auch Journalisten entstammen oft diesem Milieu, aus dem ich komme. Dieses Milieu, wo man immer wat zu kamellen hat, auch wenn man gar nicht viel weiß. Und immer hehre Worte im Mund, Menschenrechte. Und Israel klingt einfach nicht gut.

Jedoch: das sind wirklich nicht alle, sie machen nur viel Lärm.

Ich hab Tennenboms Buch nicht gelesen, ein paar seiner Kolumnen, die ich mäßig spaßig fand. Das Buch klingt deprimierend.

Jedoch, wie einfach haben es andere “Andere” in Deutschland oder sonstwo? Anders sein ist immer schwierig. Ich weiß nicht, wie ich das Unbehagen am Anderen mit Uralt-Antisemitismus und Neu-Anti-Zionismus und den ganzen anderen Kram zusammenrechnen soll – gewissermaßen rauskürzen, was nicht spezifisch ist, und dann gucken, ob es wirklich mehr Judenhasser als Amerika-Hasser oder Ausländer-Hasser oder Moslem-Hasser gibt.

Und ob das dann mehr sind als in Schweden oder Italien oder Polen oder sonstwo?

14. Silke - Februar 18, 2013, 17:01

mein heißgeliebter Außenminister des NATO-Mitgliedsstaates Türkei hat was Schönes abgesondert:

http://www.hurriyetdailynews.com/jihad-not-related-to-terrorism-turkish-fm-davutoglu-says.aspx?pageID=238&nID=41322&NewsCatID=338

There is no connection between jihad and terrorism, Turkish Foreign Minister Ahmet Davutoğlu said yesterday, adding that suggestions to the contrary come from American neo-cons and Israelis.

und dann gab’s da noch diese nette Überschrift, die niedlicherweise geändert wurde, seit ich das letzte Mal geguckt habe, da stand noch in der Überschrift, daß Israel erst gespurt hatte, nachdem …

A senior defense bureaucrat told Today’s Zaman last month that Boeing, the manufacturer of the planes that are part of the system, had to intervene. “Boeing told Israel that their refusal to complete the delivery was hurting their business, and Israel agreed to deliver the equipment,” he said.

http://www.worldbulletin.net/?aType=haber&ArticleID=103521

das ist auch nicht die Variante von heute morgen, denn die war mit Boeing, ist aber dennoch ganz hübsch

Israel finally delivers AWACS equipment to Turkey
Israel, whose its troops staged the deadly attack on the Turkish ship in 2010, has finally agreed to send additional electronic systems to Turkey.

Natürlich ist es ne ganz fiese Masche, wenn sich ne Deutsche für das interessiert, was woanders los ist. Die reine Verschleierungstaktik, der durchsichtigste Reinwaschversuch aller Zeiten. Ich bekenne mich hiermit schuldig.

Hoffentlich wird Davutoglu’s Buch im israelischen Außenministerium auch von anderen als Lieberman gelesen.

The book was read as a call for Turkey to seize its destiny.

als Deutsche bin ich natürlich besonders ängstlich, wenn ich lese, daß einer mit Macht zu so was Bücher schreibt. Andererseits mit unserem auf den “Mantel der Geschichte” versessenen Helmut Kohl iss et ja noch mal jut jejangen.

http://www.nytimes.com/2011/01/23/magazine/23davutoglu-t.html?pagewanted=all&_r=0

Wie halten’s eigentliche die Schweiz und Österreich mit der Türkei?

ach und noch ne Überschrift gab’s, nämlich daß die Türkei sich beklagt, daß in 5 Jahren nur 7 Terroristen ausgeliefert wurden. Wenn ich da Genaueres recherchieren würde, könnte es sogar sein, daß ich mich auf Seiten der Türkei wiederfinde.

15. Silke - Februar 18, 2013, 17:05

Ein Must-Read oder wenigstens Must-Guck vom IDF-Blog

- und damit ist endgültig klar, wer solche Nachbarn hat, für den ist jegliche Form on Intelligence gathering vollkommen überflüssig. Der braucht sich nur dreimal täglich zu sagen “der meint es ja nicht so, der will nur spielen, der arme Kerl wird mißverstanden, falsch übersetzt, frustriert” und alles ist paletti.

http://www.idfblog.com/2013/02/18/hezbollah-under-nasrallahs-rule-21-years-of-terror/

16. Sierra - Februar 18, 2013, 18:26

Kadaver auf dem Teller ist weder koscher noch halal – sondern nur eklig. Das weiss jeder Vegetarier.

17. Lila - Februar 18, 2013, 18:29

Jetzt werden hier aber die Handschuhe ausgezogen :-D

Ich hab auch kein Bedürfnis danach, Tiere zu essen, allerdings finde ich sie auch nicht eklig, sondern einfach eher so wie Radiergummis. Nicht eklig, aber auch nicht appetitanregend.

18. Silke - Februar 18, 2013, 19:20

zu Kadavern gibt es eine hübsche Story, die Carl Djerassi in einem seiner Romane erzählt.

Strengst vegetarisch/vergane Inder bekamen nach ihrem Umzug nach New York auf einmal Vitaminmangelprobleme.

Man suchte lange nach einer Erklärung, schließlich stellte sich heraus, daß in den USA die Kleinstinsekten auf dem Grünfutter fehlten (und damit nur tierisch auf natürlichem Weg zufügbare Vitamine oder Spurenelemente oder sonst so’n Zeugs) und das lag entweder daran, daß das Grünzeug aus Gewächshäusern stammte oder weggespritzt worden war. Was habe ich vergessen, doch gemerkt habe ich mir, daß es zu perfekt vegetarisch war.

Wann immer ich was nicht essen wollte, pflegte meine Mutter ihren Willen mit “Essen ist nicht Pfui” durchzusetzen. (als ich aber mal meinen Geiz überwand und ihr schweren Herzens ein paar von den im Netz aufgefundenen Seeigel mitgebracht hatte anstatt sie selbst zu genießen, sagte sie Pfui …)

Und die Moral von der Geschicht ist ??? Was schert mich mein dumm Gebabbel an anderer Stelle … oder was ich wohl will, daß man Dir tu, das füge mir nur keiner zu.

19. Silke - Februar 18, 2013, 20:18

also diese israelischen Geheimdienste – ich finde das geht nu werklisch zu weit, was denn noch alles …

Intelligence as Intelligence can meinetwegen, aber auch noch beim Futter …

Man muss das doch mal bis zu Ende denken, wenn die so weiter machen, dann machen die am Ende noch ganz simplen schmutzigen kapitalistischen kommerziellen Profit mit ihren “schmutzischen” Geheimdiensttricks.
(via EoZ)

Spy-tech used to inspect bell peppers

Advanced detection technique developed by US intelligence agencies guards Israeli consumers from hazardous substances in crops

http://www.timesofisrael.com/spy-tech-used-to-inspect-bell-peppers/

20. Silke - Februar 18, 2013, 20:23

und jetzt dauert’s vielleicht nicht mehr lang und Pferdefleisch wird das neueste Must-Have des with-it-Foody’s.

Geht koscher geschlachtetes Pferd oder hat das die falschen Hufe oder sonst was Unerlaubtes? Falls es ginge, wäre das doch ein guter Kandidat für’s absolut Ultimative Reinheitserlebnis.

http://www.spiegel.de/international/germany/horsemeat-scandal-stirs-interest-in-dying-breed-of-horse-butchers-a-884057.html

21. willow - Februar 18, 2013, 22:18

Nein Silke, wie Yael schon geschrieben hat, ist Pferd genauso kosher wie Aal im Speckmantel … ;-)

22. Sierra - Februar 18, 2013, 23:19

In Asien gibts ein Leckerli, da machen zumindest die Hufe kein Problem: man fixiert einen Affen in einem speziellen Genusstisch und entfernt vorsichtigt die obere Schädelhälfte so dass der Brägen sich in seiner ganzen pulsierenden Schönheit darbietet (für Anästhesie reicht ein großer Putzlappen oder ein Stein im Kauapparat).
Sodann wird der Brägen-Tisch der teuer zahlenden Kundschaft vorgefahren. Der Asiate, der es sich leisten kann, lässt es sich schmerzfrei schmecken, weil: da wird man klüger von und es macht agil. Der westliche Tourist (Komm, man muss alles mal ausprobieren!) merkt, dass diese Schnapsidee nicht nur eklig sondern extrem widerwärtig ist, und nicht mal wegrennen hilft.
Zumindest das Entsetzen in den Gesichtern der bratzdummen “Gourmets” ist gewissermaßen sehenswert.

Aber auch im schönen deutschen Wurstland gibt es ein kleines Geheimnis: Brägenwurst (Gehirnwurst) soll seit dem Rinderwahnsinn kein Rinderhirn mehr enthalten. Das ist vermutlich relativ richtig, denn das war da auch vorher kaum drin. Hingegen Schweinehirn war und ist Bestandteil der Brägenwurst, die heuer auch gern Mettwürstchen genannt wird. Wir essen ja schließlich kein Schweinehirn, nech?

Was mag in den Weißwürsten sein? Vielleicht bajuwarische Freistaatlichkeit.
Nun, in der Teewurst befindet sich alles, was für Gelantine noch zu schade ist, plus viele naturidentische und sehr würzige Aromen.

Die Gelantine besteht dann aus Knorpel, Borsten, Unterhautgewebe, Knochen und anderen Leckerlis, die fein zermahlen und gründlich gekocht unter anderem sehr vielen Medikamenten eine farbenfrohe Form verleiht.
Da wird dann sogar der Vegetarier gelegentlich in den Arsch gekniffen, (Ach, das ist bestimmt Pflanzengelantine – seis drum.)

Stellt sich dann natürlich unangenehm die Frage: Sind alle Medikamente koscher bzw.halal?

Wer beim Lesen Würgreize verspürte, tröste sich mit Mark Aurel:

Der Mensch ist ein Beutel Kot.

23. arthur - Februar 18, 2013, 23:56

Koscher sind nur wiederkäuer, und auch von denen nur die Paarhufer…

Pferd käut nicht wieder = nicht koscher…

Schwein ist zwar Paarhufer, aber käut nicht wieder. Es streckt zwar immer so schön seine Paarhufe in die Luft, wenn es sich im Schlamm suhlt, aber von innen, vom Verdauungssystem her, ist es nicht koscher. Daher der Ausdruck: “Das koschere Chaserfissel herausstrecken” (= heucheln, dass man ganz brav ist, wenn man es nicht ist)

24. Paul - Februar 19, 2013, 13:15

Zu 22 Sierra:
Die Bestandteile dessen was wir so zu uns nehmen, werden weitgehend verdrängt. Würde man das nicht tun, was könnte man dann zu sich nehmen? Wegen der Medikamente, die man nicht nehmen würde, wäre auch die Lebenserwartung deutlich kürzer.

Das gilt natürlich auch für “Genmanipulationen”. Manche Medikamente könnten ohne Gentechnik nicht hergestellt werden oder nicht in der benötigten Menge.

25. Alles Glück der Erde … « Dienstarzt - Februar 20, 2013, 1:32

[...] kann man so oder so sehen. Oder ganz [...]

26. Silke - Februar 20, 2013, 1:41

When things go wrong in politics it’s usually cock-up, not conspiracy.
——
Power-starved politicians and embittered journalists used the scandal to advance their own careers. The outs got in; the ins were temporarily put out. Davenport-Hines complains of the Profumo affair that its result was for ‘one network of egotists, with an intricate history of mutual obligations, murky pacts and tacit promises [to be] replaced by an opposing alliance, no more qualified or efficient, held together by similar bargains, ambition and vanity’. There is nothing distinctively English about this. It’s how democracy works.

es fällt mir schwer zu glauben, daß sowas heute in minimal geändertem Gewand nicht mehr möglich wäre

http://www.lrb.co.uk/v35/n04/david-runciman/take-a-bullet-for-the-team


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