Und wieder vier Raketen Februar 24, 2012, 9:10
Posted by Lila in Presseschau, Qassamticker (incl. Gradraketen).trackback
im Süden - die IAF hat über Nacht schon reagiert.
Air Force jets attacked two terror targets in the northern Gaza Strip overnight on Friday in response to the firing of rockets at Israel. The IDF Spokesperson’s Unit said that the forces carried out direct hits. The strike occurred shortly after the IDF thwarted a rocket firing attempt from northern Gaza.
At around 1 am the Air Force identified a terrorist cell that was about to fire a rocket and hit it. Gaza sources reported that two Palestinians were lightly hurt in the attack. On Thursday, a Qassam rocket exploded in an open area at the Eshkol Regional Council. No injuries or damage were reported.
Later in the night, at about 2:30 am, two rockets exploded in the Eshkol Regional Council. No injuries or damage were reported.
Earlier, another incident was recorded when a rocket exploded in the Shaar Hanegev Regional Council. No injuries or damage were reported.
Residents of the area said that the rocket exploded seconds after the Color Red alarm was sounded and some did not manage to find shelter in time.
Das ist Terror, Terror gegen eine Zivilbevölkerung, die von einem Jahrzehnt Raketenbeschuß zermürbt ist. Es ist auch der beste Beweis für die Notwendigkeit einer Blockade. Wenn schon durch die Tunnel Grad-Raketen geschmuggelt werden – was würden die Gaza-Bastler wohl importieren, wenn sie freien Warenverkehr aus Teheran per Schiff genießen könnten?
Es sollte wohl allen Beteiligten klar sein, daß irgendwann diese Glücksträhne zu Ende ist und tatsächlich, chalila, jemand getroffen wird. Und dann ist wirklich, entschuldigt den Anglizismus, die Kacke auf dem Ventilator gelandet. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Will die Hamas wirklich das Risiko eingehen? Wenn nicht, dann sollte sie die Leute, die unter ihrer Nase ständig Raketen abfeuern (ich krieg sie nicht mal alle erwähnt, es sind einfach zu viele), mal energisch zügeln.
Ich habe ein richtig mieses Gefühl dabei.
Kommentare
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“Will die Hamas wirklich das Risiko eingehen?”
Das risiko international auf applaus oder verstaendniss zu stossen?
(die konsequenzen fuer die eigene bevoelkerung sind denen egal)
J
Man könnte sich denken, dass die Konsequenzen der restlichen Bevölkerung nicht egal wären (den Eltern, Geschwistern, Nachbarn und Bekannten der Terroristen). Anscheinend sind sie’s aber. Jedenfalls hört, liest und sieht man nichts von palästinensischen Protesten gegen diese Provokationen. Wieder etwas, das meinen begrenzten Verstand überfordert.
Womöglich ist die innenpolitische Lage unter Hamas noch immer durch Misstrauen und Verfolgung geprägt, vielleicht sogar verstärkt, weil Assad als bisheriger Unterstützer politisch nicht mehr tragbar ist, andererseits Vergleiche mit dessen Politik und der der Hamas naheliegen. Man kann allerdings sagen, dass sich die Palästinenser diesen Mist wirklich selbst, teilweise sogar mit Begeisterung, eingebrockt haben.
Dass die arabischen Nachbarn und auch die europäischen Regierungen nicht deutlicher diese Terroraktionen in der Öffentlichkeit kritisieren, finde ich aus verschiedenen Gründen unverständlich. Zum einen, weil auf Genehmigungen zur Erweitrung der Siedlungen in den besetzten Gebieten fast immer sofort eine öffentliche Stellungnahme erfolgt. Zum anderen, weil das Ignorieren der Terrorstrukturen und ihrer Entwicklung die Probleme nur verschärfen kann. Das Waffenstillstandsabkommen am Ende des letzten Libanonkonflikts und was daraus geworden ist, ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr man die Situation unterschätzt und dabei in Kauf nimmt, dass verdeckt eine Terrororganisation aufrüstet.
Europa steckt auf fahrlässige Weise den Kopf einfach in den Sand und hofft, man werde es später schon noch irgendwie in den Griff bekommen. Ich bekomme dabei zunehmend den Eindruck, dass auch arabische und muslimische Staaten diese Haltung und die dadurch entstehende Entfremdung zwischen Europa und Israel nicht nachvollziehen können. Während mancher europäische Politiker, ob aus Idealismus oder aus Opportunismus, glaubt, den Palästinensern entgegenkommen zu müssen, wird es mancher arabische oder muslimische Politiker entweder für Naivität oder Täuschung halten.
Es gibt hier eine seltsame Parallele zum Afghanistan-Einsatz, bei dem die lokale Bevölkerung in Teilen froh ist, wenn in ihrer Nähe amerikanische Einheiten für Sicherheit sorgen, weil insbesondere deutsche Einheiten eher dazu neigen, sich zurückzuziehen. Inwieweit das ein Problem der Bundeswehr, ihrer Ausrüstung oder Ausbildung ist, kann ich nur schwer einschätzen. Aber angesichts der politischen Verwirrung, die um dieses Einsatz herrscht, spielt das eigentlich gar keine Rolle. Politische Entscheidungeen sind bei uns im wesentlichen durch einen Verwaltungs- und Rechtsapparatschik geprägt und durch Sonntagsreden bemäntelt, der zwar kaum zur Entwicklung konstruktiver Lösungen taugt, dafür aber hervorragend darauf getrimmt ist, auch noch für die schlechtesten Entscheidungen irgendeinen Paragraphen zitieren und so interpretieren zu können, dass wenigstens irgendeine Rechtfertigung präsentiert werden kann. Es ist so ähnlich, wie unsere Presse ihren Informations- und Aufklärungsauftrag versteht: irgend ein dürftiges Fitzelchen Nachricht wird man schon finden, mit dem man seine vorgefassten Meinungen, die man vorwiegend berichtet, untermauern kann.
Hier ist das für mich neueste IDF-Video – mich würde ja schon mal interessieren, was die Heinrich-Boell-Stiftung und/oder die Grünen zu diesen Rauchschwaden (verbrannte Reifen) zu sagen hat.
Ich bin im Zweifel, ob z.B. Jenny’s empfindsamem Gemüt die Nachricht zuzumuten ist, daß die Schweinerei in Kalandia veranstaltet wurde, ein Ort, den Google Maps unter dem Namen nur als ne Firma in Ostfriesland findet. Aber damit ist dann ja auch vielleicht allens klar
Aus dem NL:
Over the course of the weekend, more than 1200 violent Palestinian protesters took part in riots across Judea & Samaria. This video shows the violent riots in Kalandia, where protesters set fires, blocked streets and hurled rocks at IDF forces.
Nun, ich nehme an, sie werden sich Fayyads Einschätzung anschließen:
Fayyad said he holds Israel’s government responsible for the death, and accused the global community of inaction.
“The international community’s silence over the Jewish state’s policies against the Palestinian people contributes to the Israeli disregard of Palestinian lives,” he said.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4194520,00.html
Ach, die Europäer und ihre Politiker. Wer außer der eigenen Bevölkerung hört denn auf die? Relevant sind die europäischen Zahlungen, und die fließen brav und unter allen Umständen, wenn auch unter wechselnden Titeln.
Die Regierungen der arabischen Länder wiederum dürften herzlich wenig Interesse an einem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern haben. Sie müßten sich ja etwas Neues einfallen lassen, um die eigene Bevölkerung von den Missständen im Inneren abzulenken.
Für mich sieht es aus, als ob die Palästinenser ihre Möchtegernmärtyrer schon selbst in den Griff bekommen müssten, wenn sie in Frieden leben wollen. So, wie andere Gesellschaften halt auch. Es wird kein Prinz aus fremden Landen kommen und sie von Hamas und Terroristen befreien.
“Für mich sieht es aus, als ob die Palästinenser ihre Möchtegernmärtyrer schon selbst in den Griff bekommen müssten, wenn sie in Frieden leben wollen. So, wie andere Gesellschaften halt auch.”
absolut sowas wirst du nie von aussen her schaffen.
J