Ein Update Januar 20, 2012, 13:35
Posted by Lila in Presseschau, Uncategorized.trackback
Im Dezember wurde in Göttingen eine junge Israelin ermordet, Araberin und Medizinstudentin. Ich wurde durch einen Kommentar (Nr. 5) unter einem meiner Beiträge darauf aufmerksam. Dabei fiel mir besonders unangenehm auf, wie die Göttinger Tageblatt israelische Berichte verdammten, nach denen es sich beim Mörder um einen Syrer handelte.
In der Version der Medienunternehmen Arutz Sheva (Israel), Haolam.de und Eipnews lauten die Hintergründe des Mordes an der Studentin in etwa wie folgt:
Jetzt folgt eine Beschreibung der Umstände des Mords. Und dann:
Alles frei erfunden und erlogen, sagt Jasmin Kaatz, Sprecherin der Göttinger Polizei. Ein politisches Motiv für den Mord werde derzeit ausgeschlossen.
Der wahre Grund der Geschichte von der angeblichen Täterschaft eines Arabers ist wohl eher in dem ideologischen Hintergrund der beteiligten Medien zu suchen. Arutz Sheva beispielsweise ist ein israelisches Medien-Netzwerk, das als religiös-zionistisch und anti-arabisch orientiertes Sprachrohr der isralischen Siedlerbewegung gilt. Eine ganze Reihe verschiedener Internet-Medien, viele von ihnen dezidiert israel-freundlich, übernahmen die dortigen Informationen offenbar ohne jede Gegenrecherche.
Matthias Heinzel, der Schreiber dieses Glanzstücks an Israel-Schelte, lag peinlicherweise falsch. Die Sprecherin der Göttinger Polizei, die bei ihrer Wortwahl vielleicht sorgsamer sein sollte, ebenfalls. Die Darstellung der israelischen Medien war richtig. Der Mörder war Syrer, und er ist in die Türkei geflohen.
Zu den Motiven aber, ob es einen jüdisch-arabischen Aspekt der Tragödie gibt, weiß noch keiner Genaues. Es fällt wohl auf, daß das Opfer mal als Oshrit, mal als Suwad genannt wird. Oshrit ist ein jüdischer Name, Suwad dagegen ein arabischer. Es ist denkbar, daß, falls es stimmt, daß die Mutter des Opfers Jüdin ist, die junge Frau zwei Namen hatte. Aber genaue Informationen habe ich nicht, kann also nichts dazu sagen. Es kann auch eine grausame Beziehungstat gewesen sein.
Oshrit ist jedenfalls als Name für eine moslemische Araberin praktisch undenkbar. Als Oshrit Hamza jedenfalls war sie wohl in Göttingen bekannt und bleibt den Menschen, die sie kannten, in Erinnerung.
Jetzt kann man aber gespannt sein, ob die Türken ihn an die deutschen Behörden ausliefern. Eine israelische Araberin, die in Deutschland von einem Syrer ermordet wird, der sich in der Türkei vor den deutschen Behörden in Sicherheit bringen will – das klingt nach internationalen Verwicklungen. Ich hoffe, daß der Mörder der Justiz überstellt wird. Die arme junge Frau wird dadurch nicht mehr lebendig, aber ein kleiner Trost wäre es für die Familie doch, wenn wenigstens dem Recht Genüge getan wird. Hoffe ich zumindest.
Kommentare
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Das ist Normalität in Deutschland. Übrigens bin ich täglicher Zuhörer bei Arutz 7 gerade WEIL der Sender nationalreligiös ist. Ob Arutz 7 anti-arabisch ist ? Keine Ahnung. Das würde den Sender in meiner Achtung noch weiter steigen lassen
Wie schön, daß Du das nicht ernst meinst…
Ich gehöre nicht zur Zielgruppe von Arutz 7 und hör den Sender nie. Ich höre überhaupt nicht oft Radio. Wenn, dann Galgalatz wegen der Verkehrsdurchsagen. Die haben auch ganz nette Musik. Oh, und früher hab ich Kol ha Musika gehört – keine Ahnung, ob´s den Sender überhaupt noch gibt.
Ich sehe gerade, daß LaLibertine eine ganz ähnliche Sicht der Dinge hat wie ich.
http://fdogblog.wordpress.com/2012/01/01/kollateralschaden-im-propagandakrieg/
Ihr Blog / Verlagsanfrage
Sehr geehrte Lila,
Ich arbeite für den Buchverlag Bloggingbooks (bloggingbooks.de), der eine neue Verlagsmarke des Südwestdeutschen Verlags für Hochschulschriften ist. Wir möchten unser Verlagsprogramm rasch ausweiten und suchen daher aktiv nach interessanten, gut geschriebenen Blogs, die für eine Buchpublikation geeignet sind. Besteht auch von Ihrer Seite Interesse an einer Publikation Ihrer Blogbeiträge? Über eine positive Antwort würde ich mich freuen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne via E-Mail zur Verfügung. Unsere Internetseite informiert selbstverständlich auch über das Bloggingbooks Konzept.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Bloggen!
Mit freundlichen Grüßen
Valentina Rudenco
Die hatten zu dem Zeitpunkt noch keine Informationen wer oder was dahintersteckt, wussten aber sofort, dass es sich nicht um einen pol. Hintergrund handelte. Ein Widerspruch in sich, der auch der Polizei aufgefallen sein müsste.
Für die Rückmeldung meine e-Mail: v(punkt)rudenco(at)bloggingbooks(punkt)de
Israelische Studentin in Göttingen ermordet
http://anti3anti.wordpress.com/2011/12/28/mord-in-goettingen/
Aber dieser Matthias Heinzel hat sich - s e l b s t v e r s t ä d l i c h - niemals entschuldigt?
Nein?
Er hat sich selbstverständlich genauso zerknirscht entschuldigt wie der deutsche Bundestag, der Israel einstimmig dafür verurteilt hat, gegen eine propagandistisch motivierte Truppe von Blockadebrechern zur See vorzugehen. Natürlich erst nachdem selbst die weiß Gott nicht Israel-freundliche UNO zugegeben hat, daß die Blockade vertretbar und rechtens ist.
Nicht wahr, Du kannst Dich doch bestimmt noch daran erinnern? (Und dann haben wir den kleinen Häwelmann aus dem Meer gefischt!)
Häwelmann? Gerade noch mal so von der Schippe?
Oder habe ich mich im „weiten Feld“ vertan?
Und dochdoch, hab’s nicht vergessen.
Der Heinzel ist anscheinend nicht dumm, denn käme seine Entschuldigung, dann wäre diese schließlich wider den Interessen der deutschen Bundesregierung inklusive Opposition.
Man könnte ihm solche Allüren als „staatsfeindlichen Akt“, gar als „Unterstützung von Terrorismus“ auslegen!
Das kann der Heinzel sich nicht erlauben, und das ‘Göttinger Tageblatt’ schonmal garnicht!
Für soviel Mut bräuchte es dann schon einen ‘He-Man’!
http://www.youtube.com/watch?v=du1rPUm6vdE
Die Familie Hamza wird sich nach wie vor in tiefer Trauer befinden. Hoffentlich haben die von dieser Sache nichts mitbekommen!
Und von dem Mörder ward auch nichts mehr gehört?
~ * ~
Übrigens, Theodor Storm – ‘Es waren zwei Königskinder’ befindet das „FaZ-Schreibstilerkennungsverfahren“ als „Heine“, der sich offenbar zu Göttingen auch nicht froh zu äußern weiß, wie Aristobulus mir beibrachte.
A.mOr
????
http://www.archive.org/stream/eswarenzweiknig00storgoog#page/n7/mode/2up
Oh Silke,
das ist Storms gräßlichste Geschichte, so voll von Klischees und so lieblos geschrieben – ich mag Storm sehr gern, aber ein paar seiner Geschcihten hätte er besser verbrannt.Nein – halt – ist nicht wahr, diese Geschichte geht, ist nicht seine beste, aber ich hab sie mit einer anderen verwechselt. Ich bitte um Verzeihung!Dann schon lieber dieseNoch eine Version der Königskinder:ich habe mal Sotrm’s gesammelte Werke in 4 Bänden gelesen vor 60 Jahren oder so, erinnere mich aber nur, daß es Spaß gemacht hat.
Die Frage war an A.mOr, der das Gedicht wohl aus Wikipedia hat und da steht nix von Storm als Autor.
Soweit ich weiß, ist das ein altes Volkslied ohne Autor. Storm hat den Titel einer Novelle über zwei unglückliche Liebende gegeben, weil das Lied so bekannt ist und damit von Anfang an klar ist, daß diese zwei Liebenden nie zusammenkommen werden.
Silke
Ojemeneh! Was habe ich denn nun losgetreten?! Fangt mich, fischt mich raus!
„Die Frage war an A.mOr, der das Gedicht wohl aus Wikipedia hat und da steht nix von Storm als Autor.“
Ja, stimmt, das Gedicht ist aus wikipedia.
Und ich bin wirklich kein Kenner von Storm.
Aber das Gedicht fand ich gruselig, daher habe ich’s rausgesucht.
Eigentlich ging es um den „Häwelmann“, so kam ich auf die Fährte.
Und Stichwort “Wasser”…
Ja, das Gedicht ist auf wikipedia erläutert als „Text einer Variante“.
Und stimmt. Da steht nichts von Storm als Autor. Aber ich bin von Theodor Storm – Gedichte dahingelangt. Ein Schnellschuß.
Und für die Recherche (Danke für eure Hinweise) brauche ich jetzt ersteinmal noch Zeit.
(…Und Storm habe ich wohl zuletzt nur auf der Schule mal gelesen…*räusper*…)
Lila, „…daß diese zwei Liebenden nie zusammenkommen werden.“
Von Amor und Psyche gibt es doch auch eine Version mit „happy end“? Bittebitte…
Willst Du mich veräppeln?
Die abscheuliche klischierte Geschichte von Storm, die ich wirklich nicht leiden kann, heißt Psyche und sie hat ein abscheuliches klebriges Happy End! Ehrenwort. Aber lies sie nicht, Du wirst danach nicht mehr glauben, daß Storm auch sehr gute Sachen schreiben konnten. Leider torpediert seine allzu deutliche Vorliebe für kleine Mädchen viele seiner Geschichten. Sobald sie die Pubertät hinter sich haben, verliert der Mann das Interesse. So gesehen hat keine von Storms Geschichten ein Happy End.
Also, den Häwelmann habe ich natürlich nur reingebracht, weil der ja so endet: aber weißt du denn nicht mehr? ja wenn du und ich nicht gekommen wären und den kleinen Häwelmann aus dem Wasser gefischt hätten – er hätte doch leicht ertrinken können!
(Aus dem Kopf zitiert)
Nun, und darauf lautet die Antwort natürlich: aber wir haben ihn doch gar nicht aus dem Wasser gezogen!
Und es hat sich auch niemand entschuldigt.
Für die Ergüsse des Hasses, die ich unter einem Münch-Machwerk in der Süddeutschen gelesen habe, wird sich auch nie ein Mensch entschuldigen. (Hieß der Münch? Ich glaub schon.)
Danke A.mOr
bei mir biste jetzt voll rehabilitiert ;o)
und morgen gehe ich in den Keller und hole den Storm ins Warme.
Denn das mit den kleinen Mädchen paßt ja nu bestens zu meinem “Forschungsprojekt” “Sheik Valentino”
und hier iss ne Seite, die behauptet, sie habe alle Gedichte.
http://gedichte.xbib.de/gedicht_Storm%2C293,0.htm
Lustig, jetzt hab ich A.mor’s Text 15 eingegeben – Goethe, dann Lila’s Text 16 – Fontane.
Worum gehts in beiden Texten – um ne, wie auch immer, Liebesgeschichte die jeweils gut bzw. schlecht ausgeht, ich mein, wer hat denn “Psyche” schon gelesen, wer kennt sich damit aus?
Genau!
Vorschlag zur Güte: “Hermann und Dorothea” von Goethe, Fontane hat dazu geschrieben: http://www.matoni.de/goethe/hermfont.htm
PS: Aus gegebenem Anlaß vielleicht eine Empfehlung, auch ne Liebesgeschichte: “Der Kampf des Lebens”, Dickens.
http://antiqua-online2.blogspot.com/2010/01/charles-dickens-6-weihnachtsgeschichte.html
Nu, Lila, Du meintest „Peter Münch von Hausen“?
„Willst Du mich veräppeln?“ 
Also wenn ich mal ins Fettnäpfchen trete, dann werfe ich doch gleich noch ein paar mehr um! Tolpatschigkeit verpflichtet!
Bin mir allerdings etwas unschlüssig, ob Du mir den Theodor wirklich schmackhaft machst. Dank Silke habe ich immerhin einiges an Möglichkeit, um mein Bildungsdefizit an der stormischen Ecke aufzuarbeiten. „Klebrig“ ist so ein seltsames Wort, Du meinst „zuckersüß“ nehme ich an? Ansonsten nämlich -in gänzlich anderem Zusammenhang- assoziiere ich’s eher mit „unangenehm“, so wie mancher Heuchler oder „Schleimscheißer“ daherkommen mag. Weiß momentan garnicht warum, ich meine die Assoziation bei mir.
‘Happy End’ mag ich aus ganz egoistischen Motiven, zB auch bei amerikanischen Filmen, die Welt bereitet sovielen Unholden einen Boden, warum soll ich mich noch dort damit quälen, wo ich dem doch eher entgehen kann? Doch, es gibt „schöne“ Geschichten grauseligen Inhalts, das stimmt. Es ist wohl eine Mischung von Lernwert und Betroffenheit, die einem wie mir auch aus den unschönen Begebenheiten eben entsprechender Fiktion noch einen „Nährwert“ erlaubt. Mit diesem Wörtchen „Nährwert“ wollte ich allerdings nicht darauf hinaus, daß ich nur höchst komplexe, ja schwierige und herausfordernde Texte (Filme etc) bevorzuge. Eher im Gegenteil. Es ist natürlich alles von Reiz, von schwer bis leichter Kost. „Schön“ soll es sein, muß nicht schön sein, selbst das schöne nicht. Schön schwierig, könnte man meinen. Aber, eindeutig, ich fühle mich bei der Lektüre stets wohler, wenn die Fiktion etwas schöner ist, als die Realität es so häufig zuläßt.
B“H das ich schon so schönes in meinem Leben erleben durfte, so daß ich weiß, die Welt ist nicht komplett von den Unholden beherrscht, so laut, grausam und dominierend sie auch sein sollten…
Beim Häwelmann bin ich tatsächlich ins Rätseln geraten, aber ich bin froh, daß ich das Wesentliche niemals aus den Augen verlieren mußte dabei, so gesehen habe ich Dich auch „ohne Worte“ verstanden.
Auch Dir Silke herzlichen Dank für Deine Gnade!
Und Du, jim, haust dem Faß den Boden aus, hoffentlich liegt das gerade nicht auf See…
Stimmt, des Theodor bevorzugtes Interesse paßt gut zum ‘Sheik Valentino’…
Bin gespannt, was Theodor Dir sagt. Bin leider etwas „chaotischer“ als unser lieber Aristobulus (der, glaub ich, auch nicht gerade Pedant ist), deshalb habe ich noch garnichts weiter gelesen, das Video von Lila habe ich mir angehört.
Mit „Deiner Analyse“ von 15. und 16. und der darauf folgenden Rezension von Theodor Fontane auf Goethe (hab’s gelesen, und sehr interessant die >>Betrachtung des Autors und der bedachte Winkel des Lesers>>…) bist Du perfekter Anteil dieses puzzles. Aber das ist dann wiederum meine Betrachtung, denn ich lebe anscheinend ein Leben, welches ich bereits „kenne“, aber nicht kenne, nur sind es jeweils die verschiedenen puzzle-Teile, die dann immer wieder zueinanderpassen, insgesamt jedoch nur kleine Bilder des „großen Bildes“ ergeben. Meine Reise dauert an.
ZB meine Fettnäpchentreterei, so ‘unschuldig’ wie sowas sein kann, und doch gerate ich über den Häwelmann zu zwei Königskindern, die das Meer trennt und die sich niemals begegnen werden (nur im Tode) zu einer für Lila gruseligen Geschichte, ausgerechnet „Psyche“ (!), mit klebrigen Ende und garantiert. Und lesen müßte ich die dann nochmal, trotz Lilas Warnung an mich, aber Psyche ist Psyche.
Ist schon etwas länger her, aber ich meine es gibt zwei Versionen der Geschichte rund um ‘Amor&Psyche’ (Silke, das ist doch Dein Métier, die griechische Mythologie, ach nee, ist ja eher „römisch“?), in der einen werden sie getrennt bleiben, in der anderen werden sie schließlich zusammenfinden: Happy End. Und so, das hoffe ich für uns alle hier, soll es sein!
PS/den Dickens muß ich auch erst noch nachlesen, kommt Zeit kommt Lesen…
PPS/ Weil ich’s neulich mal wieder hörte, kennt ihr das noch (Silke, bei Dir bin ich auch gespannt
)
Und, stets auch der Tradition bzw unserer Kultur zugeneigt, fand ich dies noch:
PPPS/heute ist TuBiSchwat – „Neujahr der Bäume“, wenn ihr also keinen neuen pflanzen solltet, weil die GEMA oder sonstwer was dagegen hat, so umarmt wenigstens euren Lieblingsbaum. Außerdem ist heute das Essen der „sieben Früchte“ vorgesehen: Weizen, Gerste, Weintrauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln.
Guten Appetit, Euch aufrichtig zugeneigt und mit brochen un lib fun A.mOr.
Übrigens, mein Text bist zum Wort „…soll es sein!“ ergibt im FaZ-Stilerkennungsverfahren >>Friederike Mayröcker>>; das ist mal was neues!
Und beim Videotext zu „ich hob dich tsufil lib“ scheint’s, als ob die Übersetzung nicht ganz zum gesungenen Wort paßt (und nicht ganz zu der Version, die ich im Kopf habe), aber das sind nur sehr kleine Sachen für’n Pedanten, denn insgesamt paßt es, und wer mitsingen mag, der/die wird’s schon bemerken…
Richtig, chag sameach, ich wollte was zu Tu bi Shvat schreiben, ich liebe das Fest und schreib eigentlich jedes Jahr was dazu.
Als Quarta klein war, nannte sie es “dubi shvat”. Dubi heißt Teddybär, und sie fragte mich: “Mama, was heißt eigentlich dubi shvat?” Das war sehr süß, und es tat mir leid, ihr erklären zu müssen, daß es nichts mit kleinen Bären zu tun hat.
Dies Jahr pflanzen wir nicht, ich weiß gar nicht, wo man das hier macht. Im Kibbuz haben wir natürlich jedes Jahr gepflanzt. Ist immer schön.
Auf der Busfahrt nach Hause sah ich Leute, die unter blühenden Bäumen laaange Reihen von Tischen deckten. Da wurde wohl ein seder tu bi shvat gefeiert. Sah so schön aus.
Und jetzt geh ich mir den Bauch vollschlagen mit getrockneten Aprikosen und anderem Schlecki-Schlecki.
Oj, dubi schwat, das ist süß!
Es gibt doch diese immer wieder auftauchende Szene, die einen Bären sieht, der sich Honig holt von den Wildbienen, na klar, die leben am Baum! Was wären wir Menschen ohne die Bäume?
Außerdem “der Mensch ist ein Baum auf einem Feld” (5. Moses, Dwarim 20:19)…
Nu, Dank Deiner Kleenen weiß ich jetzt, daß der schwat auch der Monat der Teddybären ist!
Bäume pflanzen ist wohl nur im erez üblich, und ich würde sehr gerne meinen Baum dort pflanzen. Einem sehr guten Freund von mir ist dies Fest auch sehr wichtig, gleichzeitig Geburtstagsfest, und wir haben schon mal locker vorgeplant, daß wir im erez Bäume pflanzen werden, wenn der Tag kommt.
Doch, gefeiert habe(n) ich(wir)! Hatte Besuch, gut gegessen haben wir auch. Aber nichts religiöses, nur der Segen im Gespräch, keine schul oder so. Aber geredet haben wir über „Gott und die Welt und die Bäume“.
Ein besonderer tu bi schwat, das kann ich heute festhalten.