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Unser Shavuot Juni 10, 2011, 0:55

Posted by Lila in Katzen, Kinder.
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Ja, ich weiß, ich wollte und sollte schlafen gehen, es klappt aber nicht. Drum nutze ich die Zeit, kurz ein paar Shavuot-Highlights aufzuzählen.

1. Secundus hat regila, d.h., regulären Urlaub und er ist zuhause! Und da die Armee sein Repertoire des Eßbaren (das jahrelang nur aus beigem Essen bestand) erheblich erweitert hat, macht es Spaß, zu kochen. Heute hat er, haltet Euch fest, PILZE klaglos gegessen! Das Leben ist schön, und Hoffnung gibt es immer.

2. Wir sind alle krank, jeder von uns laboriert an was anderem, keiner ernsthaft aber alle genervt. So war unser Shavuot-mäßiger Tatendrang nicht sehr groß. Die traditionelle Feier im Kibbuz haben wir uns geschenkt. Nächstes Jahr, bli neder.

3. Wir haben aber ein neues Restaurant in Akko ausprobiert, Donianan. Im Abu Christo waren wir schon und Uri Buri ist nächstes Mal dran. Das Donianan liegt sehr schön, hoch über dem Hafen. Wir haben draußen gesessen, die Sonne ging unter, und das war echt voll romantisch, ey.

(wir saßen oben – hab das Bild aus dem Internet gefischt, wo fälschlich behauptet wird, es ist das Abu Christo, ist es aber nicht. Wir haben oben links, unter den im Bild zusammengeklappten Sonnenschirmen, gesessen.)

(das war unsere Aussicht, Bild von hier)

Uns hat´s geschmeckt. Die Salate waren, wie immer in arabischen Restaurants, üppig und eigentlich schon genug. Laut Taboulometer, meinem persönlichen Gradmesser der Güte orientalischer Restaurants, war es gute, solide Mittelware. Nichts läßt mein Taboulometer höher ausschlagen als das bescheidene kleine Arazim in Shlomi, wo nie ein Tourist ißt. (Es sieht so bescheiden aus, daß meine Mutter entsetzt zurückprallte und erklärte, da geht sie nicht rein).

Obwohl mir Primus sehr gefehlt hat, war es ein schöner Abend. Die Kinder sind schon groß genug, um sich anständig zu benehmen, und da wir alle etwas schwächelten, hätten wir für eine größere Aktion keine Energie mehr gehabt.

3. Am nächsten Tag hat der heldenhafte Vater die drei Kinder nach Manara mitgenommen, wo das berühmte Kliff von Manara ist. Mit der Seilbahn rauf, und mit einer Art Schlittenbahn wieder runter. Quarta hat alles für mich gefilmt – sie hat sich todesmutig mit Secundus in so einem Wägelchen ins Abenteuer gestürzt. Obwohl Secundus nur spöttisch meinte, “was du alles verpaßt hast, Mama!”, flüsterte Quarta mir zu: “Mama, er hat die ganze Zeit gelacht, es hat ihm Spaß gemacht!” Auch Tertia fand den Ausflug schön. Sie waren dann noch essen mit dem Papa, der sonst so wenig Zeit hat. Das war allerdings nicht so gelungen, denn Quarta fand eine Schnecke in ihrem Salat – Gott sei Dank, während er ihr serviert wurde. Typisch Quarta: sie war in erster Linie besorgt darum, daß Kellner oder Koch der Schnecke nun was antun könnten (“Mama, meinst du, die haben die Schnecke ermordet?”).

4. Als ich mich nach Abfahrt von Mann und Mäusen (na gut, würdevollen, fast erwachsenen Nagern) gerade im Chaos auf die Couch legen wollte, um meine hartnäckigen Schmerzen in entsprechendem Tee zu ertränken und mich an ein bißchen eskapistischer Lektüre zu erfreuen, klingelte das Telefon. Der Hausbesitzer war dran – ob es mir paßt, wenn er in einer Stunde mit potentiellen neuen Mietern bei uns aufschlägt. Aber ja, meinte ich höflich. In einer Stunde? Oha, eine Stunde. Gut, daß das Chaos nur oberflächlich war und innerhalb einer halben Stunde spurlos beseitigt war. Ich war sehr stolz auf mich.

Die potentiellen neuen Mieter waren Meckerfritzen, dh. sie schwieg und er meckerfritzte. Hausbesitzers (ein wunderbar nettes Paar) und ich wiesen beim Betreten des riesigen Balkons auf die schöne Aussicht hin, darauf meinte der Meckerfritze nur trocken, “was hab ich von ner schönen Aussicht?” Wieso sucht er dann in dieser Ecke der Welt ein Haus, wo die schöne Aussicht fast unausweichlich ist? Die Küche betrachtete er mit Ekel, den Garten (in dem der Hausbesitzer wie ein Wilder geackert hat) mit Entsetzen. Ob er glaubt, daß der Preis dann runtergeht? Ich glaube, die nehmen das Haus nicht.

5. Und a propos würdevolle Nager:  mein sanftmütiger Leo, mein treuer Begleiter und Gesellschaftskater, hat tatsächlich eine Wüstenrennmaus (gerbil) gefangen. Trotz seiner Behinderung also ein vollwertiger Kater. Er war so stolz, daß es ans Komische grenzte, rief uns alle raus aufs Deck und strunzte mit seiner Beute. Wir brachen natürlich alle in bewundernde Rufe aus (bis auf Quarta, die den gerbil gern gerettet hätte, aber dafür war es zu spät).

Leo tat daraufhin etwas, das ich noch nie gesehen habe, obwohl ich seit meiner Kindheit Katzen habe, und alle diese Katzen auch Mäuse, Ratten und Schlangen gefangen und uns gebracht haben. Er nahm den armen gerbil in beide Pfoten und warf ihn in die Luft! Aber richtig hoch! Dann sprang er ihm begeistert hinterher und fing ihn auf. Das tat er immer wieder, mit wachsender Begeisterung. Schließlich warf er die tote Maus gegen die Hauswand – da sie immer in einem anderen Winkel abprallte, war das für ihn wohl ein besonders schönes Spiel. Wir nahmen zur Kenntnis, daß er doch kein fast menschenähnlicher Schmusekater, sondern ein domestiziertes Raubtier ist, und überließen ihm seinen Späßen.

6. Und wem jetzt ganz der Appetit vergangen ist: natürlich habe ich, wie jedes Jahr zu Shavuot, Salmonellenkuchen gemacht. Wie immer ein großer Hit. Der Quark hier in Israel ist so lecker.

7. An Paul, den edlen Spender des Zwiebelsaft-Rezepts, doppelter Dank. Ich habe Secundus damit schon einmal verpflegt, als er arg gehustet hat, und als sein Husten jetzt zurückkam (er hat sich wohl bei Y. neu angesteckt), da bat er von selbst darum. Mein Sohn bittet um Zwiebelsaft! Ich hab ihn mit Honig angesetzt. Nächstes Mal kommt Thymian aus dem Garten rein. Y. übrigens bringt es nicht über sich, ihn zu probieren. Vielleicht stellt er sich auch nur ein bißchen an, damit Secundus sich heldenhafter fühlen kann, wenn er ohne mit der Wimper zu zucken Zwiebelsaft trinkt? Das Zeug hilft wirklich, wenn auch die ganze Küche danach riecht – es ist ein geniales Rezept.

Kommentare

1. CK - Juni 10, 2011, 11:21

Ich glaub, wir haben damals im Abu Christo zu Mittag gegessen. Da war das Essen echt sehr lecker und die Aussicht aufs Meer einfach fantastisch. Tollkühn fand ich übrigens wie die einheimischen Jungs da vom Felsen runtersprangen.

Akko gefiel mir überhaupt recht gut. :)

Salmonellenkuchen habe ich noch nie gegessen. Wusste ned mal dass es einen Kuchen mit diesem Namen gibt. :D

2. Seid es Schockolade giebt - Juni 10, 2011, 11:48

Wusste gar nicht, dass es in Israel lecker Quark gibt.
Das wäre doch ein Grund, mal hin zu fahren.

3. Margot - Juni 10, 2011, 16:06

Wir haben bei unserem letzten Israelbesuch auch dort oben in Akko gegessen und ich habe auf den Felsen sitzend später meinen schönsten Sonnenuntergang erlebt. Es hat mich so beeindruckt, dass ich dieses Erlebnis in einem meiner Bücher (über einen jüdischen Geigenvirtuosen) beschrieben habe.
Margot

4. Marlin - Juni 10, 2011, 20:40

Haha. Schöne Geschichten, mal wieder. Leos hat mir besonders gefallen. (nur schade ums mäuschen)

köstlich.

5. Paul - Juni 11, 2011, 13:13

Hallo Lila,
freue mich, dass der ‘Zwiebelsaft’ so eingeschlagen hat.
Allerdings war mein Rezept mit Zucker für einen Arbeiterhaushalt gedacht. Mehr können wir uns nicht leisten. :smile:
Ihr Ackerdemicker nehmt natürlich Honig, na klar, hätte ich wissen müssen. Und auch noch mit Thymian – wie bei Fürstens. :lol:

Übrigens, die Küche kann nicht riechen, sagte meine Oma immer. Hat doch keine Nase. Sie kann stinken? Aber wenn es nach Zwiebeln ist, dann duftet sie. :wink:

Jetzt zum „Salmonellenkuchen“.
Habe nicht geahnt, dass Du so einen schwarzen Humor hast.
Sei’s drum.

Habe Dein Rezept gesehen. Das muss schmecken, Geht nicht anders. Bei den Zutaten.

Ich biete Dir mal eine Variante an.
„Salmonellenkuchen 2.0“

Grundlage ist eine runde Springkuchenform, in die ein fertig gekaufter Biskuittortenboden gelegt wird, wie er für Obsttorten benutzt wird.

Jetzt kommts aber dicke.

125g Butter (können auch 150g sein)
4 Eier
125g Zucker (können auch 150g sein)
4 Esslöffel Rum
3 Päckchen Vanillinzucker á 8g
500g Magerquark
2 Päckchen gemahlene Gelatine á 9g (Bei 3 Päckchen wird die Masse fester)
1 Päckchen Citro-Back (Das ist Aroma der abgeriebenen Zitronenschale.) (Man kann auch frisch abgeriebene Zitronenschale verwenden. Menge von einer Zitrone reicht aus. Es ist aber besser, man tastet sich vorsichtig ran, weil Zitronenschale sehr intensiv schmeckt. Lieber zu wenig, als zu viel.
Wenn sie vorschmeckt ist das nicht so günstig.)

Arbeitsschritte:
Butter schaumig rühren.
Eigelb, Zucker, Gewürze dazu geben und weiter rühren.
Quark unterrühren
Gelatine nach Packungsvorschrift in 4-6 El Wasser je Packung kalt einweichen. Leicht erwärmen, bis sie flüssig wird und glatt rühren. Dann langsam in die Quarkmasse einrühren.
Das vorher steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Dann ab damit in die Kuchenform. Einfach rein gießen.

Geliert von alleine in 2-3 Stunden. Bei Euren Temperaturen ist es sicherlich ratsam es in den Kühlschrank zu stellen.

Wem es nicht schmeckt, der kann es als Reklamation bei mir abgeben. :grin:

Zum rühren nehme ich einen elektrischen Handrührer mit Schneebesen.
Lasst es Euch schmecken. Ich muss meine Tastatur abwischen, so ist mir das Wasser……… :eek:

Lila, ach so noch eine Frage, ich denke Dich phonetisch immer als Lila, weil ich Leila nicht so gut finde. :wink: Wie sprichts Du Dich?

Dir und Deiner Familie
Shabbat Shalom

6. mibu - Juni 11, 2011, 13:22

Na, wenn Du schon schimpfst, dass wir Deine weniger politischen Beiträge nicht würdigen, …

Aber erstmal was völlig anderes: gute Besserung wünsch’ ich Dir und Deine Familie ! Ist’s bei euch schon heiss ? Hitze und Kranksein finde ich besonders unangenehm. Und noch was wünsch’ ich Dir: dass Y. lernt, nicht jeden Tag den Feierabend schwer auffindbar zu verlegen und immer länger suchen muss. Sagt ausgerechnet …

Und schon wieder Gründe, Akko zu besuchen … ja, ja, klopf’ mich nur richtig weich …

Was das Katzenviech angeht: das kenne ich (leider) nicht anders, leider auch aus Innenräumen. Und wie die mit ihrer Beute herumprotzen !!! Drum findet man deren sterblichen Überreste an den unmöglichsten Stellen (z.B. Schuhschrank und Garderobe, die leider viel zu oft offen stehen; hinter der Waschmaschine in der Waschküche, … OK, ich hör schon auf).
Der neueste Gag: nachdem unsere zwei Hauskatzen inzwischen heraus gefunden haben, wie sie sämtliche Zimmertüren öffnen können, sind sie inzwischen weiter: auch die Haustüre ist nicht mehr sicher und muss grundsätzlich abgeschlossen werden. Ich schätze, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie sich einen eigenen Zweitschlüssel anfertigen lassen. Vielleicht sollte man sicherheitshalber doch schon vorher einmal Rezepte von Melmak ausprobieren.

7. Lila - Juni 11, 2011, 13:24

Danke für das Rezept, kommt in meine Sammlung. Ich mag alles mit Quark :-)

Ich werde Lilla ausgesprochen. Y. hat damit angefangen, jetzt nennt mich auch meine Mutter so. Früher hieß ich in der Familie Dilla, weil meine kleine Schwester mich so genannt hat, aber Lila hat sich familiär ziemlich verbreitet. Meine Freundinnen nennen mich Lilush :-)

8. Lila - Juni 11, 2011, 13:34

Mibu, ich hab doch nicht geschimpft… ist mir nur eben so aufgefallen. Leichenteile hinter der Waschmaschine allerdings –

9. willow - Juni 11, 2011, 13:39

Den für unseren Geschmack mit Abstand besten Taboule haben wir auch in Akko gegessen, in einer kleinen arabischen Klitsche am Rande des Basars…

Gibt es für besonders gutes selbstgemachtes Taboule denn auch ein Lila-Spezialrezept? Vielleicht kann ich ja damit mal mein großes Kind beeindrucken ;-) – liebe Grüße von ihm übrigens! :-D

10. Lila - Juni 11, 2011, 13:55

Ich mach Taboule frei Schnauze. Es wird jedesmal anders. Neulich ist es mir mal richtig gut gelungen, leider weiß ich nicht, was ich da anders gemacht habe als sonst. Die Petersilie und Minze schmecken ja jedesmal ein bißchen anders. aber viel Zitronensaft muß rein.

11. mibu - Juni 11, 2011, 21:01

Vielleicht ‘ne komische Frage, aber was unterscheidet israelischen Quark von deutschem ?

12. Lila - Juni 11, 2011, 21:22

Aaah, eine Frage nach meinem Herzen! Israelischer Quark ist salziger, aber nicht salzig wie salzige Butter, die mit süßen Dingen nicht schmeckt, sondern einfach würziger, intensiver.

Auf Hebräisch heißt Quark gvina levana, weißer Käse. Käse heißt übrigens gvina zehuba, gelber Käse :-)

Ich habe immer gern Quark gemocht und mich schnell daran gewöhnt, daß es im Kinderhaus oder Altersheim (wo ich lange gegessen habe, weil ich da gearbeitet habe) keine Butter gab, sondern alle zu ihrem Salat Brot mit Hüttenkäse (ein eigenes Kapitel!) oder Quark aßen.

Dann fiel mir auf, daß es einmal die Woche im Dining Room eine Art Käsekuchen gab (pashtedat gvina levana). Ich weiß nicht, wie die gute Zipi sal. ihn gemacht hat, vermutlich nur gvina levana mit Mehl und Stärke, er schmeckte wunderbar und gar nciht süß.

Insgesamt wurde Käsekuchen, auch gesüßter, salziger und kräftiger als in Deutschland.

Der Quark hat mir also gut geschmeckt, aber ich habe nicht genau gewußt, wie er sich von deutschem unterscheidet. Bis ich in Deutschland Quark gekauft habe und versucht habe, ihn pur zu essen, wie ich es hier so gern tu. Und da kam er mir fad vor und irgendwie glitischig. wie aufgeplustert. Sehr enttäuschend.

Ich nehme an, daß ich mich wieder umgewöhnen könnte, aber ich würde zu gern mal ein side-by-side-Probe-Essen zelebrieren. Deutscher Quark (der sich bestimmt von Molkerei zu Molkerei unterscheidet), den klassischen israelischen Tnuva-Quark und die Konkurrenzprodukte von Tara und dem sehr guten Ski von Straus.

Und Hüttenkäse – ach, wie lecker ist der gute alte Tnuva-Cottage! Y.s Salat mit hartgekochten Eiern und Cottage ba-zad (auf der Seite), dafür laß ich alles andere stehen. Ich weiß nicht, wie Y. den Salat so lecker hinkriegt, bei mir fehlt immer das gewisse Etwas.

Wenn ich etwas am Kibbuz vermisse, dann der Anblick des Dining Room am Morgen, wenn an allen Tischen Kibbuzniks in Arbeitsklamotten sitzen und mit ernster Miene ihre Gurken und Tomaten schnibbeln. Jeder macht sich einen großen Salat zum Frühstück, der dann mit gvinal levana, cottage, Houmous, Tchina oder ähnlichen Beilagen gegessen wird. Ein Pita oder Brot dazu. Und jeder nimmt was anderes dazu – ich habe immer geraspelte Möhren und Kappes dazugenommen.

Leider gibt´s im Dining Room kein Frühstück mehr, aber israelisches Frühstück bedeutet nach wie vor Salat (salat katzutz).

Y. ist darum beliebter Gast bei meiner Mutter, denn er steht morgens früh auf und macht für alle Salat :-)

Hingegen habe ich noch nie, noch nie in Israel ein vernünftiges Brötchen gegessen. Alle Brötchen hier sind labberig. Ein ordentlich knuspriges Brötchen, bei dem einem die Mundwinkel aufgeschlitzt werden, weil die Krümel so scharf sind – das gibt es hier wohl nicht. Vielleicht in Jerusalem.

Und noch was zum Thema Milchprodukte: in Israel gibt es mehrere Sorten Joghurt: leben (“der Weiße”), gil, eshel. Ich hab nie herausgefunden, wie sich leben, gil und eshel genau unterscheiden, ich mag sie alle. Einfacher weißer Joghurt, leben eher flüssig (ein bißchen wie griechischer Joghurt), gil und eshel stichfest.

Auch israelische Buttermilch (rivion) ist köstlich. Ich trinke sie in rauhen Mengen den Tag über, wenn es heiß ist, weil sie sättigt und ich nichts essen kann. Erst abends. Rivion erhält mich am Leben.

13. mibu - Juni 11, 2011, 22:13

” Und da kam er mir fad vor und irgendwie glitischig. wie aufgeplustert.”

Es gibt bei uns ein paar Fertigzubereitungen mit Quark, die wie aufgeschäumt wirken (und womöglich auch sind). Ansonsten isses eben Quark (etwas zähe Spachtelmasse, die man mit etwas Milch nach Belieben flüssiger machen kann), meist eher fest, verschieden säuerlich und mit unterschiedlichem Fettgehalt. Ich habe keinen allzu grossen Unterschied zwischen solchem vom Wochenmarkt und solchem aus örtlichen Molkereien entdeckt. Aber hier lebe ich eben auch in einer Milch- und Käsegegend …
Was ich mir recht gerne zubereite ist Zwiebelquark (etwa 1 kleine Zwiebel je 250g Quark): Quark mit je-nach-Lust-und-Laune Menge Paprikapulver (man sollte jedoch soviel nehmen, dass eine Verfärbung durch das Paprikapulver erkennbar ist, auch nicht zuviel) Salz und Pfeffer, ggf. mit ein paar anderen Kräutern oder Knoblauch anrühren und wenigstens 20 Minuten stehenlassen. Zwiebeln klein schneiden und darunter mischen, nochmal ein Weilchen stehenlassen. Wenn’s auch gut aussehen soll, kann man auch noch frische Paprika in verschiedenen Farben oder irgendwelche grünen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, … hineinschnippeln. Salatgurke geht auch, Essiggurken nicht unbedingt. Deluxe: Käse, z.B. Emmentaler, Gruyere oder allgäuer Bergkäse, in recht kleine Würfelchen schneiden und ebenfalls daruntermischen. Gegebenenfalls etwas weniger Zwiebeln nehmen, weil die Käsestückchen wie die Zwiebelstückchen in Quark eingebettet sein sollten. Dazu entweder Pellkartoffeln/Grillkartoffeln oder einen frischen Salat oder, zur Saison passend, frisch gegrilltes Steak (was ich hier mit etwas schlechtem Gewissen vorschlage). Zur Verfeinerung des Quarks kann man etwas saure Sahne hinzugeben.

14. J.T. - Juni 12, 2011, 13:05

Ein Tipp für Nachtgeister und alle, die gerne schlafen wollen und nicht können:

1. in die Wanne stellen, Wassertemperatur ca. 36-38 ° einstellen
2. Unterschenkel von unten nach oben abbrausen, mit rechts beginnen, 3 x
3. Wasser ganz kalt stellen, wieder abrausen, wieder rechts beginnen, wieder 3x
3 – 4 mal wiederholen, mit KALT aufhören
4. ABTUPFEN, nicht abtrocknen
5. Ab in die Heia

Übrigens: mit umgedrehter Reihenfolge kommt man morgens in Top-Form

Funktioniert bei mir seit Urzeiten.
Hilfreich ist auch eine Banane oder warme Milch mit Honig (wer’s mag)
Und wer schon im Bett liegt und zu faul ist zum Wiederaufstehen:
eine Hand unterhalb des Brustbeins auflegen, dort liegt das vegetative Nervensystem ganz dicht unter der Haut. Die Handwärme signalisiert ihm “Alles okay”
Ruhe zieht ein, der Schlaf kommt

Und meine Mutter hat mir bei Hustelbrustel auch immer Zwiebelsaft eingeflößt:
Zwiebel geschält, roh in Tasse gefüllt ((1/2 voll), Zucker drüber, 30 Minuten stehen lassen. Den entstandenen Saft trinken. Aaaaaahhhhhh!
Wenn man früh genug merkt, daß eine Erkältung im Anzug ist:
je ein Teil Milch, Butter, Schnaps (mind. 37%) und Honig erwärmen (NIE kochen), trinken. Hilft in ca 75% aller Fälle. Wenn nicht, schadet’s auch nicht und schmeckt wenigstens.

In Berlin scheint jetzt die Sonne und morgen geht’s mit dem Zelt in den Harz, eine Woche campen.

15. Yael - Juni 12, 2011, 16:38

Lila, ich wollte dir nur gute Besserung wünschen. Ich habe den anderen Thread gelesen und er war wieder einmal sehr offenbarend (die UNO 242Resultion wurde neu geschrieben :D ).
Bei Fieber bleibe lieber im Bett.

16. Lila - Juni 12, 2011, 16:39

Ich bin im Bett. Mich hat´s übel erwischt. Aber ich muß arbeiten.

17. Yael - Juni 12, 2011, 17:21

Dann stress dich bitte wenigstens nicht mit dem Blog herum. Tut mir leid, aber da kommt die Krankenschwester in mir durch, die weiß wie gefährlich Fieber sein kann, wenn man sich mit vielen anderen Dingen beschäftigt.
Refuah Schlema.

18. aristobulus - Juni 12, 2011, 17:41

Resolution No 1, Abs. 1, Ziffer 1 lautet in uraltgültigster Version:
Lila, trink viel Tee, hör auf die Yael, und sag Deinem Organismus, dass er sich Zeit nehme zum weniger Heizen ;)

19. Robert - Juni 12, 2011, 20:37

Ich liege auch im Bett mit einer sogenannten Sommergrippe. Das Fieber ist schon weg, aber der Rest ist noch da. Daher kann ich mich dem Rat Deiner Krankenschwester nur anschließen. Ruh Dich aus und lass Dich verwöhnen.

20. Lila - Juni 12, 2011, 20:43

Geht nicht, leider :-(


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