Yom Yerushalayim Juni 1, 2011, 12:27
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44 Jahre sind seit dem Sechstagekrieg vergangen. Heute wird der Jerusalem-Tag gefeiert. Quarta war gestern mit ihrer Schulklasse auf Klassenfahrt in Jerusalem, kein guter Zeitpunkt, denn die Stadt war picke-packe-voll mit Schulklassen, die eine ähnliche Idee hatten.
Bei Robert Avrech habe ich die englische Version eines Clips gefunden – eine kurze Übersicht über die Geschichte Jerusalems.
Und die Rückkehr der Juden zur Klagemauer – nachdem ihnen vorher der Zugang von den Jordaniern verwehrt war.
Jean-Leon Gerome:
Gustav Bauernfeind:
Photos vom Anfang des 20. Jahrhunderts:
Die Geschichte der Juden und Jerusalems ist lang und reicht weiter als bildliche Darstellungen, weiter als die Bindung anderer Völker an ihre Städte. Jerusalem ist älter als Rom.
Auf die wirklich hirnverbrannten Klagen über die “Judaisierung Jerusalems” möchte ich an diesem Tag gar nicht eingehen… schade um die Zeit.
Zum Thema auch:
Lozowick mit einem Verweis auf einen interessanten Artikel
David Bogner, dem es beim Ansehen der alten Bilder überläuft (und der den berühmten Sätzen eine englische Übersetzung gibt)
Elder of Zion, der mehrere Clips gesammelt hat
Kommentare
Sorry comments are closed for this entry







sie meinen doch bestimmt 44 jahre…
gruß
Danke, Boxi, meine Zerstreutheit nimmt pathologische Züge an….
….
“I got into this by accident[...] I was bored. When the city was united, I saw this as an historic occasion. To take care of it and show better care than anyone else ever has is a full life purpose. I think Jerusalem is the one essential element in Jewish history. A body can live without an arm or a leg, not without the heart. This is the heart and soul of it.”
Früher oder später fällt mir im Zusammenhang mit Jerusalem fast immer auch Teddy Kollek ein.
Naja, zusätzlich und vor allem ist aber heute Kindertag! Sei ausnahmsweise mal nett zur bösen Brut…
Du meinst, die Abendprügel weglassen? Ja sollen die denn verweichlichen????
Baruch Sion!
Danke für den Beitrag.
Das fünf-Minuten-Video ist sehr schön.
Liebe Lila,
unter dem Artikel, den Du dem Todesfall von Rabbiner Uri Dasberg gewidmet hast, entspann sich eine „Diskussion“, die den Respekt vermissen ließ, den der Tod dieses Mannes verdient hat.
In einem Kommentar an Dich hatte ich mich entschuldigt für meinen fehlenden Respekt.
Du hattest deutlich gemacht, unmißverständlich, daß Dir die Entwicklung in dem threat nicht entgegenkam.
Trotz meiner Entschuldigung habe ich gleich darauf wieder in einer Weise geschrieben, die nicht unter diesen Artikel gehört hätte.
Meine Entschuldigung war von doppelter Absicht getragen.
Die eine war, ich wollte beweisen, daß es möglich ist sich zu entschuldigen, ohne sich „ein Bein zu brechen“. Es hatte anscheinend keinen Effekt.
Die andere war jene, die ich nun erst vollends erfasse. Nun verstehe ich, denn ich bin „ernüchtert“.
Die eigentliche Absicht von mir selbst wurde nicht in vollem Umfang getragen.
Mir ist das deshalb nocheinmal bewußt geworden, weil ich soeben über den Tod eines anderen Mannes erfahren habe, der im Alter von 101 Jahren ging, und dazu kleinKondolenz geschrieben habe. Ich reue nun meine (nicht beabsichtigte) Respektlosigkeit gegenüber dem Ableben des Rabbiners Uri Dasberg und habe das Gefühl, mich schwer daneben benommen zu haben, das wollte ich Dir mitteilen.
Am 31,Mai 2011 ist Hans Keilson gestorben.
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10505
PS/ Wir „leben weiter, zum Leben gehört das Ableben“, so in etwa hatte ich meine Entschuldigung begleitet, um die Worte davor ihrer Absichtshaltung (also ohne „kondolenten“ Beiton) nach plausibel erscheinen zu lassen. Theoretisch, denke ich auch jetzt, ist das in Ordnung.
Aber ich fühle, daß es nicht richtig war.
Es ist meine Schuld – ich hab´s geschehen lassen.
Es tut mir sehr leid um Keilson. Das wußte ich nicht.
Bitte, und ich möchte keinen Wettbewerb starten.
„Schuld“ gestehe ich Dir in der Angelegenheit nicht zu, wenn Du gestattest.
„Wir“ haben Deine Freundlichkeit (und wahrscheinlich schlicht auch Abwesenheit – Familie, Arbeit, Leben…) nutzen können, für das, wie wir es taten.
Und, wenn Du gestattest, schicken wir „Schuld“ für diese Angelegenheit schlafen.
Du wirst es wohl nicht in der Dramatik gemeint haben, wie ich es nun auffasse, aber…
Ich kannte Hans Keilson nicht, aber er ist geboren in der Gegend meiner Großmutter.
Als Arzt hat er Überlebende des Nazimordens therapiert.
Er hat selbst viel Familie verloren an die Nazimörder (seine Eltern auch, die er nicht retten konnte).
Und er hat Literatur hinterlassen.
Um ihn trauern bestimmt mehr Menschen als „nur“ die unmittelbaren Angehörigen.
Ich kenne nur “Das Leben geht weiter”, werde ich noch mal lesen als kleine Gedenk-Huldigung.
Also, dies dann gerne noch.
Kleine Lesereise – Hans Keilson (12.12.1909 – 31.5.2011) im Fragment.
Zu seinem ersten Roman „Das Leben geht weiter. Eine Jugend in der Zwischenkriegszeit“ (1933) merkt er an:
„..gerade noch rechtzeitig, um verboten zu werden.“
Keilson wird 1934, unmittelbar nach seinem ärztlichen Staatsexamen, ein Publikations- sowie Praxisverbot erteilt.
Keilson arbeitet unter einem Decknamen als Arzt für die illegale Untergrundgruppe “Vrije Groepen Amsterdam”. Auch schreibt Keilson im Untergrund.
Unmittelbar nach dem Krieg gründet Keilson,… zusammen mit anderen Überlebenden die jüdische Kriegswaisenorganisation “Le Ezrat Hajeled” (“Zur Hilfe des Kindes”).
„Komödie in Moll“
1947 in Holland im Exilantenverlag Querido publiziert, erscheint erst 40 Jahre später, 1988, auf Deutsch.
Diese tragisch-bizarre Erzählung, ganz von Keilsons illegaler Untergrundtätigkeit geprägt, beschreibt den Versuch zweier Holländer, die Leiche eines Juden, der bei ihnen Unterschlupf gefunden hatte und in ihrem Versteck verstarb, vor den Augen der deutschen Besatzer verschwinden zu lassen, ohne hierbei die Widerstandsbewegung zu gefährden.
Da seine wissenschaftlichen Ausbildungen nicht anerkannt werden studiert er in den Niederlanden noch einmal Medizin, welches er als Facharzt für Psychiatrie abschließt. Zugleich macht er eine Ausbildung als Psychoanalytiker.
Zu seiner Promotion (1979, er ist bereits 70Jahre alt – Studie über die langfristigen und tiefgreifenden Traumatisierungsprozessen bei jüdischen Kriegswaisen, bei “hidden children”.), der erst ein gelebtes Leben mit traumatisierten Überlebenden, die er behandelte, vorausging, merkt er an:
„Mit dieser Arbeit habe ich endlich Kaddisch gesagt, das Totengebet, das ich lange nicht sprechen konnte.“
Sein lebenslanges Engagement war auch ein humaner Versuch, all jenes am Leben zu erhalten, zum Leben zu erwecken, was durch den Nationalsozialismus zerstört worden ist.
Sein Roman „Der Tod des Widersachers“ beschreibt sein Leben und seine Reflexion während der Nazi-Zeit.
Heimatlosigkeit als inneres Erleben ist ihm persönliches Thema.
Steuern zahl ich in holland
Auf fetter klei
nur
die fußspur durchzieht noch
den sand der mark
und mein herz
trauert um jerusalem
[Anm.;...ich bin nur jemand, mit einer unbedeutenden Geschichte. Jedoch „Heimatlosigkeit“, wenn nicht so wie Hans Keilson und seiner unmittelbaren Erfahrung, es ist mir ein immerwährender matter Schimmer an meiner Seele. Es ist mein Erbe, „Seelenübertragung“. Ich vermisse diesen Mann ohne ihn jemals gekannt zu haben.]
Ein Buch von ihm behandelt die Geschichte eines Jungen, der Bergen-Belsen überlebte.
Nun lies nur den Titel:
„Wohin die Sprache nicht reicht“
Das ist Sprache. Wer versteht’s?
„In den wohl meisten Familien von Nazi-Opfern existiert ein Familiengeheimnis, ein Schweigen,…“
„Und doch wird dieses Schweigen von den Kindern möglicherweise so interpretiert, dass ihre eigenen Eltern sie nicht für Wert zu erachten scheinen…“
„…Ausdruck der Ohnmacht der Sprache…“
„Sie machte ihn im wörtlichen Sinne “sprachlos” “
„Im Folgenden möchte ich [Keilson, Anm.](…) von einem Fall berichten, in dem es, da die Sprache sich mir versagte, zu einem Abbruch [der therapeutischen Sitzung, Anm.] kam; alle Worte, die ich noch sprach, erschienen mir im gleichen Augenblick inhaltslos, leer, fremd, falsch. Ich erinnere mich auch deutlich noch eines Gefühles von Scham, Verlegenheit, so dass ich schließlich zu sprechen aufhörte. Mein Gegenüber, an den die Worte, die Rede gerichtet war, muss bereits früher als ich die Unmöglichkeit eingesehen haben, sich mit Worten zu verständigen. Er schwieg.“
„Dieses Kind,…trägt einen inneren Kampf aus, “den es selbst noch nicht begreift.“ “
„Als Antwort ließ er nur seinen Kopf auf die Brust sinken. So blieb er lange Zeit schweigend sitzen.“
„Der einzige Ausweg, um sich von all dem zu befreien, ist im Moment der Versuch, es zu verstecken. (…) Seinen gegenwärtigen Zustand muss man als einen Ausdruck seiner Hilflosigkeit sehen, als ein Unvermögen, in sich selbst Ordnung zu schaffen und sich normal ins tägliche Leben einzuschalten.“
„Die Kinder negierten sie [die „normalen“ Erwachsenen, die sich der traumatisierten Kinder annahmen, Anm.]; sie stiegen durch die Fenster, die sie einschlugen, in die unteren Räume ein, verbarrikadierten die Türen, setzten sich zum Essen auf den Fußboden; Bestecke wurden in die Tasche gesteckt für andere Zwecke, für später; die Teller wurden hastig leergegessen: man konnte ja nicht wissen, wie groß der Hunger des Nachbarn war. Sie schliefen in ihren Kleidern unter den Betten.“
„…über den Tod der Eltern dieses Jungen in Bergen Belsen – welcher als solcher letztlich geleugnet werden musste…“
„…und dies alles in dem unbewältigten Erlebnis des Todes seiner Mutter neben sich auf der Pritsche in Bergen Belsen.“
[Keilson und/oder seine 'Erkenntnisse' – vielleicht ist es Kommentar genug, es einfach so da stehen zu lassen.]
Quelle:
http://www.hagalil.com/archiv/2007/11/keilson.htm
Vielleicht gibt es noch jemanden, der nicht englisch kann.
Deshalb hier etwas auf deutsch:
http://www.israelnetz.com/themen/gesellschaft/artikel-gesellschaft/datum/2011/05/31/jom-jeruschalajim-juden-feiern-jerusalem-tag-2/
Ich denke auch die Rede des Bürgermeisters von Jerusalem Nir Barkat zur wirtschaftlichen Lage der Stadt passt ganz gut zu diesem Tag:
http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=5487
Ich freue mich jedenfalls darüber, dass Jerusalem so eine positive wirtschaftliche Entwicklung genommen hat.
Dann habe ich auch den Artikel über das was vor 44 Jahren geschah auf Deutsch gefunden. Ich glaube, du hast ihn auf englisch verlinkt.
http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=5482
Lila, verzeih mir, wenn ich mit diesen Links irgendwas falsch gemacht habe.
Ich kenne mich wirklich in den Bloggerusancen nicht aus.
Aber ich lerne beim tun.
Noch eine Anmerkung:
Bei meinem letzten Link ganz unten singt Ofra Haza – eine wunderschöne Frau – ein sehr zu Herzen gehendes Lied über Jerusalem eine goldene Stadt, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich verstehe leider den Text nicht, weil ich die Sprache nicht verstehe. Aber auch ohne dieses Verständnis geht mir das Lied sehr zu Herzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem_aus_Gold
Schönes Bild! Genauso hatt ich mir Dich vorgestellt
Zur Jerusalemfeier konnte man u.a. im Standard lesen:
“Weil der Marsch in einem vorwiegend von Arabern bewohnten Stadtteil in Ostjerusalem begann, sprach die Friedensorganisation Peace Now von einer Provokation durch rechtsgerichtete Aktivisten.”
Wie merkwürdig, dass nicht erwähnt wird, dass die Araber 1948 die Juden aus Ostjerusalem vertrieben haben und dass es nur während der jordanischen Besatzung ein “arabisches Ostjerusalem” gab.
Und nun, nach der Jerusalemfeier melden sich mal wieder Araber und Palästinenser, um mit ihren “Protestmärschen” am Sonntag darauf aufmerksam zu machen, wie ungerecht und gemein es war, dass die Juden den Sechstagekrieg gewonnen haben.
Hat schon jemand die deutschen Vertriebenenverbände dazu aufgerufen, an Polens Grenzen aufzumarschieren?
Lila – ich drück die Daumen, dass es relativ ruhig am Sonntag abgeht.
JPost und Ynet berichteten ja bereits über die IDF-Vorbereitungen auf den Ansturm des Mobs (sorry, aber ich kann diese “Unternehmungen” palästinensischer Berufsflüchtlinge nur “Mob” nennen)…
Zu 16 Lila,
Außerdem fließt in meinen Adern Zigeunerblut.
Danke, jetzt muss ich nur zusehen, wie ich den Blog wieder los werde, ohne den Gravatar zu verlieren.
Ich will keinen eigenen Blog haben. Als Camper bin ich viel lieber immer mal unterwegs.
Vielen Dank für den Link zu Jerusalem aus Gold. Auch ohne den Text gekannt zu haben, war ich schon sehr berührt. Die Texte, auch der von den Soldaten, geht sehr ‘an die Nieren’. Da brauch sich keiner seiner Tränen zu schämen.
Ich glaube am Jerusalemtag an der Klagemauer könnte ich das nicht singen, vor lauter Heulen.
Reisserischer, polemischer Bericht von Spiegel online. Spiegel online ergreift Partei, verzerrt Tatsachen, vermischt Verantwortlichkeiten und mutet Unzumatbares zu und schwärzt Menschen an, die in einer komplexen Situation das Beste für alle Beteiligten erreichen wollen.
Diese Zeitschrift kann anscheinend wirklich nur Polemik und bringt keine seriöse Berichterstattung zustande.
Man sucht sich jemanden aus, den man zum “armen Opfer” stilisiert, und dann werden alle Fakten so verdreht, pardon, dargestellt, dass sie in dieses Bild passen.
Wirklich widerlich.
Ich frage mich, ob die Leser wirklich so blöd sind, dass sie auf die völlig unangebrachte Mitleids-Schiene dieses Revolverblattes einsteigen.
Mich würde interessieren, was Ihr davon denkt.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,765335,00.html
Zu 11 Amor
Schon auf Grund Deines ersten Hinweises habe ich nach Keilson gegooglt. Jetzt hast Du mein Wissen noch erweitert.
Ein guter Mensch, im wahrsten Sinne des Wortes. Solche Menschen, nimm mir bitte diese christliche Vereinnahmung nicht übel, gehören für mich zu den stillen Heiligen.
Man begegnet solchen Menschen immer wieder. Für mich ist das eine gute Erfahrung, solche Menschen kennen zu lernen oder von ihnen zu erfahren.
Für mich gehören diese Menschen zu den ‘Gerechten’. Auch wenn ihr diese Bezeichnung für andere Menschen reserviert habt, erlaube ich mir sie auszuweiten.
Bedauerlich ist, dass diese Menschen von den Medien zu wenig gewürdigt werden. Jeder Totschläger bekommt mehr Zeilen. Anscheinend geht für die überwiegende Zahl der Menschen von dem Bösen eine größere Faszination aus, als von dem Guten.
Wollte ich nur mal sagen, weil mir gerade danach war.
Oescher, das ist doch ziemlich OT. Ich kann Dir dazu nur sagen, daß wir nicht genügend Informationen haben, um zu wissen, aus welchen Gründen diese Entscheidung zustandekam. Als Lösung für den sehr speziellen Fall bietet sich ein dauernder Betreuer an, der den Jungen begleitet und sozusagen bewacht. So wurde es im Fall eines autistischen Mädchens gemacht, das die ersten drei Grundschuljahre in Secundus´ Klasse war. Sie hatte eine ständige Betreuerin und hat bei Unterricht und Ausflügen mitgemacht.
Aber ich nehme mal an, die Mitarbeiter der Schule hatten Gründe für ihren Entschluß und mußten zwischen den Bedürfnissen aller Schüler und Lehrer abwägen. Und natürlich konnten die Vertreter der Schule ihre Argumente nicht darlegen (Schutz der Privatsphäre des Schülers), während die Eltern sich frei äußern konnten. Immer sehr problematisch, solche Berichte.
In der Süddeutschen habe ich heute auch schon einen Artikel über Hans Keilson gelesen. Etwas mehr kann man allerdings in diesem FAZ-Artikel über ihn erfahren.
was bedeutet OT?
Was mir an diesem Artikel auffällt:
1) Es wird nicht nach praktischen Lösungen gesucht.
Man könnte sich da doch alles Mögliche vorstellen:
GPS, Sender, Sender der die Türen automatisch verriegelt, wenn er hinaus will, Betreuer, der ihm nachrennt, etc
2) Man zeigt mit dem Finger auf Verantwortliche, dabei haben die doch eine durchaus vernünftige Entscheidung gefällt.
Es ist für Lehrer tatsächlich nicht zumutbar, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, das nicht in der Klasse bleibt.
Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem Lehrer passieren kann: Falls dem Kind etwas zustösst, ist er verantwortlich und kann seinen Beruf vergessen.
Auf der einen Seite überzieht man die Schule/Lehrer mit Prozessen, wenn etwas passiert, auf der anderen Seite will man ihnen nicht die Mittel in die Hand geben, um Unfälle zu verhindern. Ja was denn nu?
Ein Lehrer hat doch das Recht zu sagen: dieser Schüler ist aufgrund seines Verhaltens nicht zumutbar.
Mir missfällt diese Anspruchshaltung, die Spiegel da unterstützt, und diese öffentliche Empörung, wo doch einfach nur normale Sicherheitsmassnahmen getroffen werden.
OT heißt off topic. Mich stört das normalerweise nicht, nur ist es schade um Dein Thema, denn das findet außer Leuten, die sich für das Jerusalemfest interessieren, niemand. Es gibt also sinnvollere Orte, um eine Seifenkiste aufzuschlagen
Aber in der Sache gebe ich Dir Recht, nicht nur, weil ich selbst Lehrers-Lehrerin bin und Lehrerstochter und genau weiß, daß man von Lehrern das Unmögliche verlangt.
Es gibt eben Fälle, die auch im Rahmen einer speziellen Schule nciht lösbar sind. Entweder man hilft der Schule, eine Lösung zu finden, oder man anerkennt, daß das Engagement öffentlicher Einrichtungen irgendwo eine Grenze findet. Selbst eine Schule für Autisten kann anscheinend nicht die Bedürfnisse ALLER Autisten erfüllen.
(Ich würde “nicht zumutbares Verhalten” in diesem Falle nicht sagen, weil es nicht um eine pädagogisch evt. zu beeinflussende Verhaltensstörung geht, sondern um sein Symptom des Autismus).
Der Junge und seine Eltern haben Hilfe verdient und ich bin sicher, daß die Schule nicht aus Hartleibigkeit oder Bequemlichkeit gehandelt hat.
Mir fällt auf, dass man aus diesem Sachverhalt auch einen ganz anderen Artikel hätte schreiben können. Zum Beispiel einen, der auf die objektiven Schwierigkeiten von Sonderpädagogen hinweist. Oder einen, der sagt dass die Institutionen des Staates eben doch nicht immer alles können. Oder einen, der zeigt, dass die Eltern von autistischen Kindern Hilfe und Entlastung brauchen, Schulbildung hin oder her. Oder einen Spendenaufruf, um die Schule auszurüsten. Oder einen Aufruf nach Ideen, um dieses Weglauf-Problem mit Hilfe von technischen Lösungen tragbar zu machen…
Warum muss sich Spiegel entscheiden, einen “Guten” und einen “Bösen” zu kreieren, und auf Empörung zu machen?
Ich finde das den Sonderpädagogen gegenüber so unfair. Das sind hart arbeitende Menschen, die für die Schwächsten in unserer Gesellschaft das beste geben.
Warum sollen sie es verdient haben, dass man sie öffentlich an den Pranger stellt?
Warum findet Spiegel es richtig, diese Rolle zu übernehmen?
Ist das das Merkmal des heutigen Journalismus? Muss es immer “gut” und “böse” geben? Muss immer Empörung geschürt werden? Muss immer jemand an den Pranger gestellt werden, auch wenn er es gar nicht verdient?
Oder ist das nur eine Besonderheit des Spiegel und ein Grund auf diese eine Zeitschrift zu verzichten?
Hallo Paul,
„Außerdem fließt in meinen Adern Zigeunerblut.“
Bei wem denn nicht? Kennst Du den schönen Film “Zug des Lebens (train de la vie)”?
„Solche Menschen, nimm mir bitte diese christliche Vereinnahmung nicht übel, gehören für mich zu den stillen Heiligen…Für mich gehören diese Menschen zu den ‘Gerechten’…“
Alles gut, und ich sehe das auch so.
„Auch wenn ihr diese Bezeichnung für andere Menschen reserviert habt, erlaube ich mir sie auszuweiten.“
Nein, nein, nein, aber ich sag es nur persönlich von mir, ER weiß was recht und gerecht ist, aber ja, ich denke Hans Keilson ist sadik/ein Gerechter, und er geht ein in Eden unter Gerechte.
Auch was Du weiter schreibst, ich denke, Du trägst das Herz am „rechten Fleck“.
Ohne Englisch ist es bestimmt etwas schwer in diesen Zeiten, aber die Sprache des Herzens ist es, die zählt.
Der Link von Lila klärt Dich über den Inhalt des Lieds auf, aber vielleicht, von Herzen, möchtest Du mitsingen.
Jeruschalajim schel sahaw (von Naomi Schemer)
A-wir ha-rim za-lul ka-ja-jin
we-re-ach o-ra-nim
ni-ßa be-ru-ach ha-ar-ba-jim
im kol pa-a-mo-nim
…
uw-tar-de-mat i-lan wa-e-wen
schwu-ja ba-cha-lo-ma
ha-ir a-scher ba-dad jo-sche-wet
u-we-li-ba cho-ma
…
[refrain]
je-ru-scha-la-jim schel sa-haw
we-schel ne-cho schet we-schel or
ha-lo le-chol schi-ra-jich
a-ni ki-nor
[x2]
…
Es gibt noch drei weitere Strophen, die vierte ist erst nachträglich von Naomi Schemer hinzugefügt.
Ich bin etwas faul, deshalb gebe ich Dir noch einen link.
Dort siehst Du transkribiertes Hebräisch (Iwrit) und die deutsche Übersetzung Seite an Seite.
Jedoch, die Transkribierung ist, an zwei Stellen, soweit ich es sehen kann, nicht sofort „verständlich“.
Wo dort ein „v“ steht, da ist „w“ gemeint, wie in „Vitrine“.
Wo dort „kh“ steht, da ist „ch“ gemeint, wie in „Bach“.
Und Vokale werden einzeln, nicht lang (wie im Finnischen) betont.
Beispiel, 2.Strophe, 7.Zeile (siehe link): „veein jored el Jam haMelach“ Das ist „we-en jo-red el jam ha-me-lach“ .
Also, einfach genau hinhören (Ofra aus Deinem link/haOlam hat folgende Reihenfolge: 1., dann 4., dann 3.Strophe), mit Liebe, und schon kannst Du mitsingen.
So, dann ist es also ganz einfach, meine Mühe da oben, für die Katz oder den Paul.
http://www.hagalil.com/iwrith/jerusalem.htm
Und, ich beantworte Dir eine Frage, die ich Dir stelle:
Warum heißt es „Jerusalem aus Gold“?
Darum, weil es heißt: „Ein Herz aus Gold“
Und, zum Abschluß, sieh doch, die „bösen“ Israeli,
siehst Du das „furchtbare Glühen“ in ihren Augen?
Aber wirklich „witzig“ finde ich meine Bemerkung nicht. Die Bedrohung Israels ist Realität, und „die Deutschen“ (entschuldige meine Verallgemeinerung, sie betrifft auch mich) haben sich sehr offensichtlich an dem leicht verlippenbekennten „nie wieder!“ verschluckt.
Würde es doch wenigstens brennen!
Das es überall wieder rumort, daß gezielt dem allgemeinen weitere Bedrohungsszenarien hinzugefügt werden, Du liest es bei Naomi – 15.
Gesegnet der Genannte, schütze und Behüte Jisrael!
Oben, in meinem „Fragment-Nachruf“ an Hans Keilson steht es, was ich nicht besser sagen kann, (und es schmerzt, wenn ich „deutsche Reaktionen heute“ auf Israel vernehme) aber es schreit in mir, daß es mich (manches mal) zu zerreißen droht:
„Wohin die Sprache nicht reicht“
Es ist etwas anders, wenn ein „direkt Überlebender“ das sagt, aber die „Nicht-Sprache“ ist vererblich.
Ich schätze, es geht auch nichtjüdischen Deutschen -manchen- so.
Meine ehemalige Hauswirtin, von der ich an anderer Stelle kleinwenig erzählte, schwieg nicht, sie sprach ganz offen und ihr Gewissen war rein. Sie hat auch schlimme Dinge gesehen (auch nach dem Krieg), aber sie selbst hat es wohl „recht gut“ überstanden.
Des nachts beten wir derzeit ‘die omer’ (als Dank an die Erntezeit), dort ist eine Zeile, die für mich hervorgehoben ist:
„…höre unseren Schrei, Du, dem Verborgenes kund ist.“
„Du“, mein Freund Paul, ist Unser, der uns ins Herz sieht, dem wir durch unser Sein Zeuge sind.
In weiser Voraussicht wünsche ich allseits a schabbes, a gitn
Hallo Amor,
vielen Dank für Deine Mühe. Damit hast Du mir eine große Freude gemacht.
Ich habe bei mir eine ‘Israelecke’ eingerichtet. Damit ich es auch immer wiederfinde werde ich dort alles ablegen.
Mit den Besten Wünschen und Shabbat Shalom
Paul
nur kurz(*) zum Thema von Nr.21,22: Berlin steht voll von prächtigen neuen Bauten. Es wurden Milliarden in Prestigeprojekte wie das Regierungsviertel oder den neuen Hauptbahnhof gesteckt. Für eine Schule, deren Gebäude für die speziellen Bedürfnisse solcher Schüler angepasst ist hat “man kein Geld”. Man ist die öffentliche Hand, d.h. Verwaltungen und unsere Politiker, die geschworen haben, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden. Es ist nicht der einzige Bereich, bei dem mir inzwischen klar ist, was “man”, hier das Volk, von diesem läppischen Schwur zu erwarten hat. Ich könnte locker und lässig auf ein weiteres Opernhaus, eine Staatsgalerie, ein neues Parlamentsgebäude, ein neues Regierungspräsidium, etc. verzichten (und ich bin mir sicher, sehr viele andere auch), wenn dafür etwas nützlicheres für die Allgemeinheit getan würde. Wenn wir, wie gerade wieder, erleben, in welcher Weise in Brüssel öffentliche Mittel missbraucht (nur als Beispiel; auch Frau Merkels Geburtstagsparty für Herrn Ackermann fällt in ebendiese Kategorie) werden, wird nur allzu deutlich, was die Herrschaften gewählte Volksvertreter von ihrem Auftrag verstehen bzw. halten.
Anmerkung: ich bin von der europäischen Idee grundsätzlich sehr überzeugt; leider erreicht von deren praktischer Umsetzung ein ständig abnehmender Teil die Bürger Europas. Und ich kann in keiner Weise erkennen, dass die Politiker, Beamten und Richter das in irgendeiner Weise beschämend finden.
(*)… relativ kurz
“Die Geschichte der Juden und Jerusalems ist lang und reicht weiter als bildliche Darstellungen, weiter als die Bindung anderer Völker an ihre Städte. Jerusalem ist älter als Rom.”
aus Nr.15: “Weil der Marsch in einem vorwiegend von Arabern bewohnten Stadtteil in Ostjerusalem begann, …” Wo hat er dort genau begonnen ? Wenn ich’s richtig in Erinnerung habe, liegt die Klagemauer ziemlich in der Nähe des arabischen Viertels. Warum musste der Demonstrationszug unbedingt in einem mehrheitlich arabisch bewohnten Viertel beginnen ?
Jerusalem hat eine sehr lange Geschichte, die offenbar auch über die Geschichte des jüdischen Volkes hinausreicht. Es hat Zeiten geringerer Bedeutung erlebt aber es ist nie in solcher Weise in Vergessenheit geraten wie z.B. Memphis, Karthago oder Ninive. Dies hängt m.E. auch damit zusammen, dass Jerusalem eben keineswegs nur jüdisch geprägt war und ist (sein markantestes Bauwerk ist eine Moschee). Kollek war, zumindest zeitweise, ein vehementeer Befürworter eines geeinten Jerusalems unter israelischer Verwaltung. Mir schien, dass er Israel am ehesten zutraute, mit dieser Stadt verantwortungssvoll und den verschiedenen kulturellen Gemeinschaften gerecht umzugehen. Rückblickend äusserte er allerdings auch eine gewisse Ernüchterung über diese Hoffnung. Mir scheint, dass von israelischer Seite ein immer exklusiverer Anspruch auf diese Stadt in vielerlei Hinsicht erhoben wird. Ob damit verbundene Entwicklungen in dieser Weise Jerusalem gut tun, bezweifle ich etwas.
Mibu, das markanteste Bauwerk Jerusalems ist eine Moschee, die von Moslems mit Bedacht auf den heiligsten Ort des Judentums gesetzt wurde, den Standort des zweimal zerstörten Tempels (darum: Tempelberg). Dieses Bauwerk bezeugt den Willen der Moslems, andere kulturelle und religiöse Traditionen zu zerstören und auszulöschen. So wurden zur Zeit der jordanischen Besatzung in Ost-Jerusalem Synagogen zerstört und verwüstet (auch im Gazastreifen tobte der Mob sich besonders an Synagogen aus, und vom Josefsgrab wirst Du wohl gehört haben). In Israel dagegen herrscht religiöse Freiheit, Synagogen, Kirchen und Moscheen wie auch der Bahai-Schrein haben volle religiöse Autonomie.
Zur Teilung von Jerusalem empfehle ich dir die Lektüre von Lozowicks Einträgen zu dem thema in seinem Blog. Im Gegensatz zu mir kennt er Jerusalem wirklich und seine bebilderten Schilderungen und Exkursionen sind wirklich lesenswert.
Gut Schabbes …
Hier ist ein köstlicher Film, in dem jedem Menschen sofort klar ist, bei welcher Situation die Debatte um eine Teilung Jerusalems (oder ob Jerusalem eine Siedlung ist oder nicht) absolut überflüssig wird.
Die allerbeste Einstaatenlösung der Welt!
WARUM sollte eine Kundgebung von Jerusalemern in Jerusalem und für Jerusalem als DIE Stadt des Judentums nicht in irgend einem Stadtviertel starten?
Warum soll von Juden in dieser Stadt auf irgendwen falsche Rücksicht genommen werden? Das verstehe ich nicht. Muslime hatten schon immer Mekka und Medina, Christen hatten schon immer Rom und vielleicht Bethlehem usf. Juden haben nur jerusalem, und zeitweise nichtmal das.
In Jerusalem lebten seit den Vorzeiten der Jebusiter alle Gruppen, Völkerschaften usf., die es je gab, und jüdischerseits hat noch niemand bestritten, dass das richtig war und richtig ist.
Muslimischerseits höre und lese ich allerdings in steigender Lautstärke, dass die Stadt nicht Jerusalem, sondern “Al Kuds” heiße, und dass Juden da nicht waren und nichts verloren hätten.
Wer soll oder muss sogenannte Rücksicht auf Suprematisten nehmen? Wozu?
Aber Mibu, Du musstest mal wieder den moralischen Zeigefinger erheben. Der hat zwar mit Moral nichts zu tun. Na, mach’s halt, Du wirst schon wissen, weshalb.
A.mOr, herzlichen Dank für Deine Sätze über Herrn Keilson… Du machst mir eine Freude. Bestelle mir grad zwei Bücher von ihm. Ich habe ihn bislang völlig verpasst – nun wird’s Zeit.
Eine gute Woche allerseits.
Ein schönes Buch zu Jerusalem. Nach meiner bescheidenen Meinung ein grossartiges Werk.
“Batya Gur. In Jerusalem leben. Ein Requiem auf die Bescheidenheit”
http://www.schoeffling.de/content/buecher/35.html
Das goldene Jerusalem… bestimmt spielt bei diesem Bild auch dieser wunderbare, goldgelbe Sandstein eine Rolle aus dem diese Stadt schon seit Ewigkeiten gebaut wird.
Lila, ich kein Freund einer Teilung Jerusalems. Ich halte eine für beide Seiten – allerdings fast nur mit Magengrimmen – akzeptable Teilung zwar nicht für unmöglich, aber das kaum haltbare Konstrukt der genfer Initiative zeigt, dass die Gefahr, vor der Lozowick warnt, nämlich früher oder später Auslöser von Gewalt zu werden, schwer vermeidbar ist.
Andererseits missfällt mir die Zunahme von Anstrengungen, den arabischen Bewohnern das Leben in dieser Stadt schwer zu machen und einem Teil von ihnen gelegentlich den Aufenthaltsstatus abzuerkennen. Vor kurzem wurde ein arabischer Buchhändler durch solche Behandlung bekannt.
“WARUM sollte eine Kundgebung von Jerusalemern in Jerusalem und für Jerusalem als DIE Stadt des Judentums nicht in irgend einem Stadtviertel starten?
Warum soll von Juden in dieser Stadt auf irgendwen falsche Rücksicht genommen werden? Das verstehe ich nicht.”
Falls dir nicht klar ist, welche Konflikte ausgelöst werden können, nur weil eine Parade durch das falsche Viertel zieht, würde ich dir empfehlen, dich in das Thema “Oranje Märsche” in Portadown (Nordirland) einzulesen
Vielleicht verstehst du dann, dass es doch manchmal sinnvoll ist, Rücksicht zu nehmen. Abgesehen davon, dass Rücksichtnahme eine schöne menschliche Eigenschaft ist. Warum soll man also darauf verzichten? Siehst du dich wirklich lieber als Provokateur und Ellbogen-Stosser? Ich finde das nicht erstrebenswert!
http://en.wikipedia.org/wiki/Drumcree_conflict
Nun Oescher, sie fordern also von “den Juden”, sie sollten mit Rücksicht auf arabische Gefühle keine Veranstaltungen vor der Klagemauer abhalten!?
Ist es nicht Rücksichtsvoll genug, daß die israelische Regierung den Tempelberg selbst den Arabern überlassen hat!? Wo sind die Stimmen, die von den Arabern fordern, sie könnten doch auch mal Rücksichtsvoll sein und kleineren jüdischen Gruppen das Betreten des Tempelberges erlauben … stattdessen wird gefordert, die Juden dürften sich -wenn sie schon unbedingt diese Westmauer besuchen wollen- schön demütig und leise verhalten um ja keine arabischen Gefühle zu verletzen!?
@Mibu: Können sie mir ein Land nennen, bei dem der “Aufenthaltsstatus” nicht durch jahrelange Abwesenheit verloren geht und neu beantragt werden muß?
Nun, Willow, eigentlich brennt es mir ja unter den Fingernägeln um auch etwas zu “mibu” und “oescher” zu schreiben. Auf der anderen Seite habe ich gerade keine Hand für Futter frei und die EHEC Bakterien sind mir verloren gegangen.
Aber davon abgesehen: Es sind nicht Menschen die damit beauftragt sind die Schönheit und Vollkommenheit Yeruschalayims wieder herzustellen. Eliyahu wird das kommende Reich Haschem’s ankündigen. Dann wird Yeruschalayim wieder aufgebaut und sein Volk wird in die goldene Stadt einziehen. Mit dieser Gewissheit ist mir eigentlich egal ob “mibu” oder “oescher” oder deren Bundesgenossen (!) ihre negativen Gefühle über das jüdische Volk im allgemeinen und Yeruschalayim im besonderen ausschütten.
Es ist auch an Haschem zu richten. Alleine an ihm.
Übrigens steht *FREU* Schavuot vor der Türe.
Und schon wieder ist auch dieser schöne Jerusalem-Thread bei Beschuldigungen gelandet, dass ‘die Juden’ zu wenig Rücksicht nehmen usf. Einer in Jerusalem wird von irgend Beamten wohl ungerecht behandelt? Gleich wird darauf hier in im einzigen Thread über Jerusalem moralisch aufmerksam gemacht, als pars pro toto, damit klar sei, dass auf ‘die Palästinenser’ keine Rücksicht genommen werde.
Riecht nach Kaperei, nicht?
PS.
Mist, ich war 1) zu spät und 2) doch zu voreilig
Dank an den Grenzgaenger.
wenn wir es nichtmal hier schaffen friedlich miteinader umzugehen, obwohl wi nur meinungen austauschen, wundert mich ehrlich gesagt keine noch so bekloppte provokation.
in dem sinne, ich genieße lieber das schöne wetter in berlin, anstatt mir hier die köpfe mit so manchen einzuschlagen. gründe werden ja mit jedem 2. eintrag gegeben.
Zu Mibus Buchhändler: immerhin setzen sich Israels größte Schriftsteller für den Buchhändler ein. Hätte ich die israelische Staatsbürgerschaft angenommen, dann hätten mir die deutschen Behörden die deutsche aberkannt, und wer weiß, welche Probleme ich dann in Deutschland hätte, würde ich zurückkehren wollen…
Bürokratie gibt schöne Beispiele für alles mögliche. Israel hatte gute Gründe, den Bewohnern der besetzten Gebiete nicht die Staatsbürgerschaft zu verleihen – das wäre einer Annexion gleichgekommen. Aber aus diesem Vorbehalt, der letztendlich einen Verzicht auf die Gebiete erleichtert, ergeben sich manchmal menschliche Härten.
Ich will mal hoffen, daß Nir eine vernünftige Lösung findet…
“Wo sind die Stimmen, die von den Arabern fordern, sie könnten doch auch mal Rücksichtsvoll sein und kleineren jüdischen Gruppen das Betreten des Tempelberges erlauben” …
Es kann nicht die Rede davon sein, dass irgendwelche muslimischen Autoritäten den Juden verbieten, den Tempelberg zu betreten.
Da musst du was verwechselt haben.
Es gibt ein JÜDISCHES Gesetz (sogenannte Halacha), die es Juden verbietet, auf den Tempelberg zu gehen. Juden, die sich darum nicht scheren gehen sehr wohl auf den Tempelberg, und niemand hindert sie daran.
“Und schon wieder ist auch dieser schöne Jerusalem-Thread bei Beschuldigungen gelandet, dass ‘die Juden’ zu wenig Rücksicht nehmen usf.”
Höh? Wo hat da jemand etwas davon gesagt, dass “die Juden” etc?
Im Gegenteil, Rücksichtnahme ist etwas, was im Judentum sehr hoch gehalten wird.
Wundert mich etwas, dass du davon nichts weisst, mein lieber Aristoboulos… Na ja, vielleicht hast du gerade die Masern gehabt, als das durchgenommen wurde…
Dico, die Waqf echauffiert sich häufig darüber, dass diese Juden auf den Tempelberg gehen, denn der sei halt suprematistisch-islamisch, und keiner sonst dürfe da hin.
Nichtmuslime dürfen nur in kleinen Gruppen den Tempelberg betreten. Israel hat nämlich Angst vor muslimischen Protesten, wenn Juden ohne Probleme den Tempelberg betreten dürften (diese Proteste gibt es immer wieder und sind nicht selten). Also ungehindert stimmt nicht so ganz.
@dico
Nein dico, so nicht richtig … dieses “jüdische Gesetz” verbietet es “nur” dem Allerheiligsten des Tempels zu nahe zu kommen – mit dem Tempelbergmassiv selbst hat das recht wenig zu tun. Da geht es eher um arabische Befindlichkeiten. Oder kommt es rein zufällig immer wieder zu Übergriffen gegenüber Touristen die im Verdacht stehen Juden zu sein!?
Es gibt gelegentlich jüdische Gruppen, denen ein Besuch auf dem Tempelberg erlaubt wird – unter massiver israelischer Polizeipräsenz und unter wütenden Protesten der arabischen Muslime. Naja, jüdische Provokationen eben …
“Nun Oescher, sie fordern also von „den Juden“, sie sollten mit Rücksicht auf arabische Gefühle keine Veranstaltungen vor der Klagemauer abhalten!?”
öhm… Soviel ich weiss war hier nicht von der Klagemauer die Rede, die ja im jüdischen Viertel der Altstadt liegt und über jüdische Viertel zugänglich ist.
Hier ging es um Umzüge in Scheikh Jarrah, und ich finde nicht, dass sowas unbedingt notwendig ist. Wahrscheinlich ist es für ein friedliches Zusammenleben nicht gerade förderlich.
Daher die Analogie mit den Oranje-Märschen in Nordirland: natürlich kann man es machen, aber ist es besonders klug?????
Praktisch zeitgleich kommt Zippy Hotovely mit dem Vorschlag, für Quartiere in Ost-Jerusalem “nur noch hebräische Namen zu verwenden”…
Wahrscheinlich hat sie das von flämischen Gemeinden um Bruxelles abgeguckt, wo die Busfahrer uuuuunbedingt die französische Fahrtziel-Beschilderung auf flämisch umstellen müssen, sonst die Bewohner dort beleidigt… Oder von den Québecquern, wo eine zeitlang nicht mal ein englisches Buchgeschäft englisch angeschrieben sein durfte… Beispiele für solche Eulenspiegeleien gibt es sicher genug auf der Welt (ungarische Buchhandlungen in der Slowakei???)
und natürlich ist so etwas wie hier nie nich auf’m Tempelberg vorgekommen, da sei doch bitte der heilige St. Pallywood vor.
http://media.aish.com/images/tuvia-nytimes.jpg
http://honestreporting.com/the-photo-that-started-it-all/
suprematistisch ? Suprematismus ?
Das Rabbinat hat im Aufgang zum Tempelberg Schilder angebracht, wo steht, dass ab hier Juden nach jüdischem Gesetz nicht weiter dürfen.
Ehrlich gesagt bin ich mir diese Schilder nie anschauen gegangen, ich weiss einfach, dass man als Jude nicht auf den Tempelberg darf und gehe nicht hin. Schade um die wunderschönen Moscheen, die ich so verpasse.
Mir ist aber auch zu Ohren gekommen, dass ein gewisser Rabbiner Tendler, National-religiöser Ausrichtung der Meinung ist, dass man ohne weiteres auf den Tempelberg gehen darf, wenn man vorher in der Mikweh war. Er demonstriert das immer wieder und lässt sich dabei filmen. In letzter Zeit fordert er auch immer mehr Leute auf, es ihm nachzutun.
Diese Position ist aber umstritten und wird von anderen Rabbinern nicht akzeptiert.
Dass Rabbiner Tendler und seine Konsorten mit ihren Tempelberg-Visiten auch die Konfrontation suchen scheint mir offensichtlich.
“denn der sei halt suprematistisch-islamisch, und keiner sonst dürfe da hin.”
Soviel ich weiss dürfen Touristen ohne Weiteres auf den Tempelberg, um sich die schönen Moscheen dort anzuschauen.
Wie gesagt, da ich jüdisch bin war ich noch nie dort. Aber soviel ich weiss werden die Besuchergruppen dort durchgeschleust wie durch andere Touristen-Attraktionen, und niemand sagt etwas von muslimisch oder nicht-muslimisch…
“und natürlich ist so etwas wie hier nie nich auf’m Tempelberg vorgekommen,”
Richtig, in deiner Quelle steht ja explizit, dass das Photo NICHT vom Tempelberg ist:
“That picture could not have been taken on the Temple Mount because there are no gas stations on the Temple Mount and certainly none with Hebrew lettering, like the one clearly seen behind the Israeli soldier attempting to protect my son from the mob.”
(Liest du eigentlich deine eigenen Quellen durch, bevor du sie verlinkst? Ich hatte jetzt schon öfter den Eindruck, dass dies nicht der Fall ist.)
Dico (50), okay, ist sicher so, wie Du jetzt schreibst. Ich bezog mich nur auf die immer gleichen Stellungnahmen der Waqf – die Stabilisierungsarbeiten an der Tempelbergmauer als jüdische Provokation brandmarkte und die lang oben Ausschachtungsarbeiten ohne archäologische Beteiligung durchführen ließ (denn es soll lt. denen ja nie einen Tempel Salomons dorten gegebn haben).
So versuchen verbohrte Politik und suprematistischer Fanatismus zu verhindern, dass sich irgendwer einfach etwas Schönes mal so ansehen soll & darf – besonders naturgemäß die Juden sollen’s nicht (wie war es mit dem Gang im Tempelberg: Da durchzugehen sei Entweihung einer hl. islamischen Stätte).
dico 51
guckst Du Dir eigentlich die Links (beide) an, bevor Du Fragen stellst?
aristobulus – 52
als Mark Twain 1869 da rumturnte war das alles noch ganz anders, da zeigten die Führer stolz die Reste von Salomon’s Tempel rum.
Das hier mit ctrl-F ansteuern und staunen und genießen (Twain’s berühmtes Buch ist übrigens die meiste Zeit ein elender Langweiler):
The mighty Mosque of Omar, and the paved court around it, occupy a fourth part of Jerusalem.
http://www.gutenberg.org/cache/epub/3176/pg3176.txt
Entschuldigung, Silke, wahrscheinlich liegt es nicht daran, dass du nicht gelesen hast. Der Artikel ist ja gar nicht auf Deutsch, vielleicht hast du nicht ganz verstanden, was dort steht.
Hier eine Übersetzung der wichtigsten Aussage des Zitates von 51:
Aaron Grossmann, der Vater des Opfers (Tuvia Grossmann) schreibt:
“Dieses Foto kann nicht auf dem Tempelberg aufgenommen worden sein …”
In dem anderen Artikel, den du hier nicht verlinkt hast (der zweite Link führt nur zu einem Foto) bestätigt das Opfer selber die These seines Vaters: der Zwischenfall hat sich in Wadi al Joz zugetragen…
dico – 55
netter Versuch, aber in Sachen Pallywood bist Du noch ein ziemlicher Anfänger. Da mußt Du noch viel viel viel üben.,
Für die anderen:
das Foto erschien mit der Caption wie hier gezeigt in der New York Times und so viel ich weiß, wurde der damit versuchte Rufmord nur per Zufall entdeckt.
http://media.aish.com/images/tuvia-nytimes.jpg
Dico, entschuldige, aber ich glaube, Du hast nicht verstanden, was Silke sagen wollte. Es ging nicht um einen Beweis für jüdische Anwesenheit auf dem Tempelberg, sondern um den Mißbrauch früher Intifada-II-Bilder durch die westlichen Medien. Es war in der Tat Rufmord – und zwar an dem israelischen Polizisten, der einen jüdischen Studenten vor gewalttätigen arabischen “Demonstranten” schützte.
Ich weiß nicht genau, warum Silke das Bild und seine Geschichte hier und jetzt verlinkt hat, aber es ist ein eklatantes Beispiel für die Ahnungslosigkeit westlicher Nachrichten-Konsumenten, die bereit sind, den größten Mist zu glauben, solange Israel nur irgendwie “schuld” ist…
Die Ereignisse heute sind auch wieder ein Beispiel.
ach Silke, selbst die besten Quellen nützen nur etwas, wenn man sie liest (und versteht). A propos: hast du den Artikel von Meron über Waste Land (Mewat) in Judea and Samaria schon gelesen?
Ich hatte verstanden, dass Silke mich mit einem Bild von einem blutig geschlagenen Juden auf dem Tempelberg erschlagen wollte und damit beweisen wollte, dass täglich Juden auf dem Tempelberg blutig geschlagen werden.
Daher mein ARgument: ihre eigenen Quellen sagen, dass das Bild nicht vom Tempelberg ist.
Ich stelle aber fest, dass Silke ihre Aussagen ziemlich frei ändert, so wie ihr das in der Diskussion gerade zupass kommt und auch ziemlich taub für Argumente ist.
Ich glaube, da hast Du sie mißverstanden.
Dico, Silkes Aussage ließ an Klarheit und Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Übrigens kennt sie ihre Quellen erschreckend genau (oft kennt sie auch diejenigen ziemlich gut, die die Quellen selber verfassen).
Und ähm, Silkes Englischkenntnisse anzuzweifeln ist wie zu behaupten, dass es in Athen keine Eulen gäbe.
Es gibt Eulen in ATHEN??? GRAAAK! Das is ja schrecklich!
Dachte immer, dass wären weiße Rosen.
Oder Käuzchen.
aristobulus
die Assoziationskette iss in der Tat a bisserl kompliziert, vermutlich a bisserl zu sehr um die Ecke gedacht und mein Fehler war wohl auch, daß ich annahm, daß allen die zeitliche Verbindung zu Sharon’s Besuch auf dem Tempelberg wohl vertraut war.
Außerdem wenn unter einem Foto in der NYT steht, es habe auf dem Temple Mount stattgefunden, dann kann noch so viel Aufklärung erfolgen. Es wird ne beim Temple Mount bleiben … und die NYT war ja nicht die einzige, das Foto scheint sehr beliebt gewesen zu sein. Hony soit qui mal y pense.
Ich lese heute noch 1000x Widerrufenes und Aufgeklärtes allüberall. Ich weiß nicht, ob Goebbels der erste war, der so schlau war, aber er soll gesagt haben, daß wenn man eine Lüge oft genug wiederholt, sie zur Wahrheit wird.
Gut, Silke geht’s um Pallywood.
Nur, was hatte das mit dem vorigen Thema zum Tempelberg oder um Rücksicht gegenüber Minderheiten in einer städtischen Kommune zu tun ?
Paul – 25 und aristobulus – 30
Das freut auch mich. Hans Keilson, habe ich den Eindruck, würde solches auch freuen.
Jedoch, ist es nicht typisch, es ist irgendwie „bitterfroh“, nicht?
Naomi – 29
Angehörige einer Bevölkerungsgruppe, „sometimes known as women or sweetheart or baby“ (ca.-Übersetzung für Paul: „manchmal bekannt als Frauen, oder Süße, oder Medl) bekommen in Israel „full Human rights“(volle Menschenrechte), also auch in den „Heiligen Israelischen Ländern Arabischer Nationen“, gratuliere!
Ein lustiger, erheiternder Beitrag!
Natürlich auch die Frage, ob die Juden nicht auch die USA übernehmen sollten. Aber, so Klavan, manche würden genau dieses behaupten, daß die Juden bereits die USA beherrschen.
Klavan resumiert jedoch, wäre dem so, dann hätte die USA wohl kaum Schulden in Höhe von $ 14,407,000,000,000! (…und, kann das jemand aussprechen? Also ich muß wenigstens ersteinmal von hinten hochzählen, bevor ich ein Wort für diese Zahl finde!)
Danke für diesen Beitrag. Ich wette, die meisten Araber stimmen dem zu, wenn ihre bescheidenen Anführer ihnen nur die Wahl ließen!
Aber welcher Jude wäre so meschugge, das zu übernehmen?
Am besten aber ist einfach dieses:
Kisch meir jiddische tuchus!
oescher – 34/46
Das habe ich erwartet, dieser sich „aufdrängende“ Vergleich mit „the six counties“.
Nur, es paßt nicht.
Die Juden sind keine Engländer oder Iren (obwohl ich schon über Iren hörte, sie seien „Juden“, balagan! Auch hörte ich sogar von englischen Juden!), und Belfast oder Derry ist nicht Jerusalem.
Es ist ein Unterschied, kein kleiner.
Wie Benz so herausragte mit seinen Vergleichen(Muslime/Juden in Deutschland), ja, Vergleiche sind zulässig, nüchtern und sachlich betrachtet mögen sie uns gute Erkenntnis sein, aber Gleichsetzung ist fast immer schlicht falsch.
„Nordirland“ ist nicht Israel!
Außerdem will mir scheinen, daß Du hier die Protestanten mit den Juden gleichstellst, das ist eigentlich eine Frechheit!
Aber man ist es von Deutschen (ups, ich bin ja auch einer) schon gewohnt, daß sie zu bestimmten Sachen eben nur bestimmtes „wissen“. So gesehen paßt das wieder; Israel, Irland, und ein Wissen wie aus einem Flugblatt, das irgendwann einmal umging(?), wo kommt das nur her?
Wenn, dann wirklich, dann stelle die Iren neben die Juden, um es zu vergleichen. Das ist zwar auch stuß und bollocks, aber wenn Du es unbedingt von Irland aus erklären willst, dann mach es richtig.
Die Engländer sind die Eroberer von Irland und die Araber sind die Eroberer von Jerusalem.
Vergleichbar ist auch der Anspruch der Eroberer: sie wollen etwas beherrschen zum Zwecke der Bereicherung und Machtentfaltung.
Das ist bei Juden nicht so, und die Iren sind zwar (auch) bekannt für ihr Temperament, aber als Eroberer? Wann denn?
So unterschiedlich wie Regen und Sonne, der eine hätte mit dem anderen hin und wieder gerne getauscht, aber in einem gleichen sich Irland und Israel: sie waren über viele Jahrhunderte von Fremden beherrscht, und diese haben Spuren hinterlassen, konnten aber nicht die Identität der unterworfenen Völker auslöschen.
Die Engländer haben ihren Anspruch auf „ihr Nordirland“ (1937/49 Gründung der Republic of Ireland) nicht aufgegeben (bei etwa 70% Bevölkerung, die sich auf englische und schottische -daher protestantische/anglikanische- Wurzeln berufen kann) und die Araber (nicht so „einheitlich“ wie „the UK“ wohl) haben ihren Anspruch (und gegenüber Juden dann wieder ganz einig) auf jüdisches Land nicht aufgegeben (Jerusalem, Judäa, Samaria…).
Tja, und irgendwie auch Gasa, zumindest Goliath der Philister war einverstanden, autonom (und wohllebend!) aber in Anerkennung von Davids Oberherrschaft.
Das war Ergebnis eines fairen Kampfes, und die Philister haben das Ergebnis, ganz „Gentlemen“, akzeptiert.
Bei den Arabern ist das anders. Sie wollen nur Spielchen, bei denen sie gewinnen.
So wird auch eine Niederlage in einen Sieg umgewandelt (siehe „Pallywood“ und den überwältigenden Erfolg der „Aktion“).
Das, oescher, war es wohl wert es Dir zu erläutern.
“und niemand sagt etwas von muslimisch oder nicht-muslimisch…”
Entschuldigung, aber das ist eben nicht richtig.
Moslems, die auf den Tempelberg gehen, müssen bei Zweifeln, nachweisen, dass sie Moslems sind.
Nichtmoslems ist der Zutritt zum Tempelberg ausschließlich über das Marokkanertor zugänglich und es werden scharfe Sicherheitskontrollen durchgeführt.
Soviel ich weiß (ob das immer so ist oder nur wenn es zu Unruhen kommt, weiß ich nicht), ist auch der Zugang für Juden nur für Juden aus Jerusalem zugänglich und es gibt Zugangsbeschränkungen. Das machen die Israelis aus Rücksicht auf die Muslime.
“Außerdem wenn unter einem Foto in der NYT steht, es habe auf dem Temple Mount stattgefunden, dann kann noch so viel Aufklärung erfolgen….”
…Silke wird immer noch glauben, dass es auf dem Tempelberg aufgenommen wurde.
Tja, so effizient kann Propaganda sein.
“Soviel ich weiß (ob das immer so ist oder nur wenn es zu Unruhen kommt, weiß ich nicht), ist auch der Zugang für Juden nur für Juden aus Jerusalem zugänglich”
Also dieser Herr, der hier den Tempelberg besucht, ist NICHT aus Jerusalem, soviel man den Angaben am Anfang des Filmes und hier entnehmen kann.
http://en.wikipedia.org/wiki/Moshe_David_Tendler
…aber vielleicht macht er das ja ohne Genehmigung der Behörden…
Dass man hier bei hunderten von Leuten überprüft hat, ob alle aus Jerusalem waren, wage ich auch zu bezweifeln…
http://www.vosizneias.com/84870/2011/06/02/jerusalem-for-first-time-birchas-kohanim-on-har-habayis-on-jerusalem-day
Wie du dort an Reaktion Nr. 1 ablesen kannst (falls du es lesen kannst), sind diese Tempelberg-Besuche unter Juden äusserst umstritten: Reaktion Nr. 1 ist der Meinung, dass darauf “Karet” (Ausrottung aus dem jüdischen Volk) steht.
Es ist auch klar, dass solche Veranstaltungen von ziemlich rechts-extremen Milieus (nach israelischen Begriffen) organisiert werden. Da ist ganz bestimmt auch eine Provokation beabsichtigt.
Übrigens gibt es ganz rechts bei diesen Rechtsextremen Milieux auch welche, die Felsendom und Al-Aksa-Moschee sprengen wollen. Es wurde mindestens einmal schon versucht.
Daher habe ich Verständnis für strenge Sicherheitsmassnahmen (umso mehr, als sie mich nicht betreffen, weil ich nicht hingehe. Ich hasse nämlich alle “Sicherheitsmassnahmen”)
Ich habe auch Verständnis, wollte es aber ein wenig richtiger stellen. Dass mit den Jerusalemer Juden weiß ich nicht genau, ich habs ja auch so geschrieben. Da müssten sich Israelis besser auskennen, denn ich habe das nur mal gelesen.
Vielen Dank DAs mit dem Marokko-Tor wusste ich nicht.
Einer stellt sich hin, ach der Mibu (64) war’s, wen wundert es also, und behauptet, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Tempelberg an sich, dem Zionsberg als jüdischem Ort und jenem arabischen neo-Nationalberg ganz anderen Namens, der ein ausschließlich moslemischer Ort sein soll, also einen Zusammenhang dieser Dinge mit jenem Foto aus der New York Times, das einen IDF-Soldaten als furchtbaren Schläger darstellt. Huch? Ist der Berg also kein palästinensicher Propaganda-Ort par excellence? Wird von dieser Seite nicht behauptet, dass es dort nie einen jüdischen Tempel gegeben habe, dass der Zionismus also am Beispiel des vermeintlichen Zionsbergs einfach Kolonialismus und Lüge sei?
Der Mibu hat was nicht verstanden, macht eigentlich nichts, denn wer dann fragt, wird bekanntlich schlau. Aber er stellt sich dumm. Tja.
Mibu, sols du dich fassn an tochess.
Dico (68), nimm Dir mal ein Beispiel an A.mOr (66), der was versteht, leider im Gegensatz zu Dir. Wieso schießt Du Dich hier auf was ein? Machst einen schlechten Eindruck, willst so extremistisch wirken, versuchst Verwirrung zu stiften, hantierst mit Begriffen. Man kriegt den Eindruck, dass was an dem Bild überhaupt nicht stimmt, das Du hier von Dir vermittelst.
Bist Du ein U-Boot aus der Heuneburg, nein?