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So jagt man Nazis April 27, 2011, 19:15

Posted by Lila in Presseschau.
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1. Man verkleidet sich als Opfer, macht eine leidende Miene und stellt sich mal ganz dolle vor, wie das wohl ist, von den Nazis verfolgt zu werden. Ui, so gräßlich. (Das Bild ist ein Printscreen dieser herzerfrischenden Seite).

2. Man protestiert gegen Israel und setzt Israel mit den Nazis gleich. Ich übernehme hier aus einem Kommentar von Yael die Links zu den Ruhrbaronen und Tapfer im Nirgendwo, die sich gründlicher den Inhalten dieser “Kritik” widmen.

3. Man erfreut sich am Vollgefühl der eigenen moralischen Unangreifbarkeit und weist jede Verantwortung für das Flugblatt zurück.

Einfach wunderbar, was alles möglich ist.

Kommentare

1. yael1 - April 27, 2011, 19:43

5 Jahre stand es dort.

Doch die Distanz vom linken Kreisverband zur Auschwitzlüge betrug fünf Jahre lang genau einen Klick.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13282452/Linke-verbreitete-antisemitische-Propaganda-im-Netz.html

2. Miriam Woelke - April 27, 2011, 19:50

Ich sah gerade den Artikel dazu im SPIEGEL

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,759367,00.html

und ueberlegte schon, etwas in meinem Blog zu erwaehnen.

Ehrlich gesagt, bin ich es leid, denn ewig dieselbe Leier: Israel = Naziland. Die Schose wird doch schon seit Ewigkeiten von den Palaestinensern gefahren und DIE LINKE scheint sich zu sehr in Al Jazeera, dem STUERMER sowie AL MANAR (Hizbollah) wiedergefunden haben. Oder gab es etwa Cash fuer die Duisburger LINKE ? :-)

3. willow - April 27, 2011, 19:54

Mal schauen, wie das dort auf der “Welt” die Kommentatoren sehen … die auf dem “Westen” waren überwiegend unterirdisch.

4. Lila - April 27, 2011, 19:54

Immerhin beruhigend, daß wenigstens noch eine Reaktion kommt und dieses Flugblatt nicht als legitime, mögliche Meinung im Rahmen der Meinungsfreiheit verteidigt wird.

Aber vielleicht sitzt ja schon jemand an der Tastatur…

Und Miriam – leid bin ich´s auch. Niemand wird so oft und leichtfertig mit den Nazis verglichen wie Israel. Guck Dir mal an, wie unsere herzigen Nachbarn mit ihren Leuten umspringen. Wieso hat eigentlich niemand Assad oder Ghaddafi mit Hitler verglichen? Da gäbe es doch viel mehr Parallelen, wenn auch natürlich gravierende Unterschiede.

Die Antwort ist peinlich sonnenklar: wenn man schon jemanden mit den Nazis vergleicht, dann doch bitte nicht denjenigen, der den Nazis tatsächlich ähnelt, sondern der, dessen Nazi-Gleichheit uns die größte emotionale und gewissensmäßige Entlastung bietet.

Drum diese unschöne Obsession.

Ich habe den Kontakt mit einer alten Studienfreundin abgebrochen, weil sie mir mal eine Kritik von einem Stück schickte, das sie inszenierte. Ich weiß nicht mehr, was es war, aber die Kritiker hoben lobend hervor, daß sie den genialen Streich tat und zwei Rollen mit demselben Schauspieler besetzte – einen SS-Offizier und einen glühenden Zionisten. Ich glaube, die dumme Tusse wundert sich bis heute, was aus unserer Freundschaft geworden ist. Es ist fast 23 Jahre her, aber ich bin immer noch sauer auf die Frau.

5. Miriam Woelke - April 27, 2011, 19:56

Wundern wuerde mich da gar nichts und ich weiss immer noch nicht, ob es sich lohnt, auf derlei Schrott noch einzugehen. Ansonsten waere das international ein 24 – Stunden – Job.

6. Lila - April 27, 2011, 19:59

Na, Du siehst ja, daß ich yomam-va-lel auf dem Posten bin :-)

7. Miriam Woelke - April 27, 2011, 20:05

Das Wort oder besser, die Beschimpfung NAZI geht heute viel zu leicht ueber die Lippen, ohne dass sich die Menschen Gedanken machen, was ein Nazi ueberhaupt war / ist. Gaza wurde zum Warschauer Ghetto und die Westbank zum israelisch besetzten Protektorat.

Die Palaestinenser beabsichtigen damit weltweite Propaganda, doch in Deutschland, so behaupte ich, waelzen viele nur allzu gerne die Nazivergangenheit des Landes sowie den Holocaust ab und zeigen lieber mit dem Finger auf Israel.

Eine richtige Aufklaerung, wie im Falle Deiner Freundin findest Du nur, wenn Du die Leute nach Israel einlaedst, um hier den Alltag mitzuerleben.

8. Lila - April 27, 2011, 20:15

Liebe Miriam, sie WAR in Israel. Das war ja das Schockierende.

Ich mag nicht mal an sie denken, sie hat mir noch dies und das angetan.

9. anti3anti - April 27, 2011, 20:25
10. lalibertine - April 27, 2011, 21:19

Antisemitischer Niveau-Limbo mit der Linkspartei.

11. Malte S. Sembten - April 27, 2011, 21:57

Zu oben:

Bilder dieser Bande von Gymnasiasten in Neckermann-Schlafanzügen habe ich mir seinerzeit in Groß in mein Archiv geladen (leider kann man hier keine Bilder posten). Aber nicht, um häufig draufzugucken – denn diese gutgenährten Wohlstandsgören mit ihren Wuschelfrisuren, die selbstgefällige Leidensmienen aufsetzen und KZ-Häftlinge spielen, sind wirklich zum K*****. Das Schlimmste ist, dass sie sich mit Sicherheit unheimlich geschichtsbewusst vorkamen. Hätte ich einen eigenen Blog, würde ich – ohne Worte – eines dieser widerlichen Bilder direkt neben ein Foto echter KZ-Häftlinge stellen. Das sollte dann genügen.

Zu unten:

Auch bei Lizas Welt erschien ein guter Artikel darüber:

http://lizaswelt.net/2011/04/27/brothersincrime

12. Malte S. Sembten - April 27, 2011, 22:10

1. yael1 – April 27, 2011, 19:43

5 Jahre stand es dort.

Was nicht gerade für den “Verdacht” der Linkspartei-Leute spricht, ein “Rechter” (was sonst) habe sich bei ihnen eingeschlichen und heimlich das Flugblatt online gestellt.

13. Lila - April 27, 2011, 22:18

Um mich selbst zu zitieren? “Braaatmaaalfräääsche? …. Düüüüüüü gübt es hür nücht!”

14. Anne - April 28, 2011, 0:03

Beim Lesen dieses Drecks wird mir wirklich buchstäblich schlecht.

15. Jakobo - April 28, 2011, 1:49

“Wundern wuerde mich da gar nichts und ich weiss immer noch nicht, ob es sich lohnt, auf derlei Schrott noch einzugehen. Ansonsten waere das international ein 24 – Stunden – Job.”

Miriam, wie geht es dir? du solltest dich wirklich nicth über sowas aufregen. Wenn in deutschland jemand sagt das isreal wie die nazis sind dann antwortet man am besten mit jawohl herr general und dann ist er wieder gluecklich ;-)

16. Jakobo - April 28, 2011, 1:55

“Was nicht gerade für den „Verdacht“ der Linkspartei-Leute spricht”

Die Linkspartei ist auch nur sowas wie die CSU nur eben im osten nichts weiter.

17. Johannes - April 28, 2011, 2:50

Mein Gott! Jetzt reichts… Ich muss dringend aus diesem Land auswandern. Das macht mir Angst. Ich kann es nicht fassen.

18. mibu - April 28, 2011, 6:27

“Und Miriam – leid bin ich´s auch. Niemand wird so oft und leichtfertig mit den Nazis verglichen wie Israel.”

… naja, da liefert “Tapfer im Nirgendwo” ein schönes Beispiel dafür, was sich noch so alles mit Faschismus a la NSDAP vergleichen lässt …

“Der Wortlaut des Flugblatts erfüllt so ziemlich alle Klischees des klassischen Antisemitismus und zeigt wieder einmal überdeutlich, dass das Wort Sozialismus nicht völlig zu Unrecht in dem Begriff Nationalsozialismus zu finden ist.”

Arg viel Intelligenteres fällt ihm dazu leider nicht ein. Aber der Mann ist schliesslich Künstler, da hat man mindestens so grosse Narrenfreiheit wie politische Extremisten. Und wenn ich seinen Beitrag über die Karfreitagsruhe lese, habe ich leider auch den Eindruck, dass ich zumindest auf seinen “Menschendienst” gelegentlich verzichten kann. Dass er dies übrigends mit Liberalismus begründet, zeigt leider ein weiteres Mal, worin sich Liberalismus in Deutschland von jenem in England unterscheidet. J.S.Mills wäre wohl etwas überrascht. Und da sowohl in Österreich als auch in Deutschland eines gewisse egomanische Pampigkeit gerne mit Liberalismus verwechselt wird, würde ich solchen schrägen Vögeln durchaus mal empfehlen etwas nachzuforschen, wie und wodurch sich FDP bzw. FPÖ nach 1945 zu bevorzugten Sammelbecken von Altnazis entwickeln konnten, und wie sich dies bis in unsere Zeit auswirkt (z.B. in Form einer fanatischen Gegnerschaft zum Sozialismus).

So gesehen, spielt es dann für mich kaum noch eine Rolle, ob man nun Israel oder Sozialismus mit den Nazis gleichsetzt. Die Basis ist eine recht ähnliche …

Sein Artikel zum Karfreitag passt aus meiner Sicht zumindest ebenfalls recht gut dazu.

19. mibu - April 28, 2011, 6:50

Bei der Landtagswahl in BW hat die Linke sich genau die Abfuhr abgeholt, die sie verdient. In NRW hat sie wohl etwas besser abgeschnitten, weshalb es womöglich gar nicht so einfach sein wird, einen aktiven Ortsverband wie Duisburg unter Kontrolle zu bekommen. Aber Knallchargen wie Paech & Co. sind eben auch kein Zufall, die Linke hat nicht wirklich etwas aus der Vergangenheit gelernt, scheint auch für die Zukunft nicht ihre Absicht zu sein …

Ich neige eher nicht dazu, sie überhaupt noch politisch ernst zu nehmen, aber ich finde es gut, dass sie für diese Sauerei, insbesondere mit dem Emblem, angezeigt wurden. Sie werden sich wieder als verfolgte Opfer fühlen und nach aussen darstellen. Man sollte sie gelegentlich darauf hinweisen, dass sie vor allem von ihrer widerlichen Eingenommenheit von sich selbst, psychologisch wie politisch, verfolgt und dadurch ihre eigenen Opfer werden.

Ansonsten sollte man die Linke eine ihr angemessene Aufmerksamkeit geniessen lassen: eine kaum wahrnehmbare.

20. Jens - April 28, 2011, 8:41

Apropo Gaddafie / Hitler Vergleich – sein ex Justizminister Mohamed Abdul al-Jeleil hat es vor einer weile laut N24 getan: “Gaddafis Tage sind gezählt. Er wird es wie Hitler machen und sich das Leben nehmen.”

http://www.n24.de/news/newsitem_6685102.html

21. tapferimnirgendwo - April 28, 2011, 9:27

@ mibu: die Nachforschung habe ich schon lange hinter mir. Traurig ist nur, dass Ihnen bei Liberalismus in Deutschland nur die FDP einfällt. Wegen eines solchen Mangels an Liberalismusverständnis hat Heine damals wohl das freiwillige Exil in Paris gesucht.

22. boxi - April 28, 2011, 15:48

ich empfinde es schon seltsam eine ganze partei für das verhalten von (namen eintragen) zu beschuldigen. es mag sein, dass die linke es manchen einfach macht israel-unfreundliche-”denker” in die partei aufzunehmen, deswegen ist aber nicht alles was die partei macht schlecht. ebenso weiß ich nicht, was man von den verantwortlichen nun erwartet, um sie zu kritisieren.

ich selbst würde nie die linke wählen, jedoch seh ich nicht, dass sie sich von andern parteien deutlich negativ absetzen.

@tapferimnirgendwo… nur ist paris heute alles andere als eine alternative.

23. grenzgaenge - April 28, 2011, 16:14

@Lila: Erwartest Du von den linken Antisemiten der SED/PDS/LINKE etwas anderes ? Besonders bezeichnend finde ich diese Äusserung des Sprechers der Duisburger Linken:

Quelle:

http://www.ruhrbarone.de/antisemiten-in-der-duisburger-linkspartei-die-karawane-zieht-weiter/

(Zitat Anfang)

“Der Sprecher der Duisburger Linkspartei, Horst Werner Rook, erklärte er sei ob des Inhalts entsetzt und vermutete rechtsradikale Hacker als Täter.”

(Zitat Ende)

Die Heuchler von SED/PDS/Linken stehen noch nicht mal zu Ihrem eigenen Antisemitismus. Ein Grund mehr dieser Stasi-Täter-Vereinigung(!)Verachtung in die Suppe zu spucken.

24. willow - April 28, 2011, 18:31

wie schrieb Hannes Stein von der “Achse” so treffend…

Mitternacht.

Der Wilderer schleicht durch den schwarzen Wald. Plötzlich tritt ihm der Förster in den Weg. Der Förster, gemütlich: “Na, was tragen wir denn
da auf der Schulter mit uns herum?” Der Wilderer, erschrocken: “Iiiiih, ein Reh!”

25. yael1 - April 28, 2011, 19:20

“ich empfinde es schon seltsam eine ganze partei für das verhalten von (namen eintragen) zu beschuldigen.”

Dann solltest du dich mal genauer mit derem Antisemitismus beschäftigen, bevor du diese Partei in Schutz nimmst. Es ist nämlich keinesfalls ein Einzelfall.

Inge Höger:

Sie schreibt:

“Die Frage, die man sich stellen muss, ist: Wer profitiert von diesen furchtbaren Verbrechen? Zum einen sind nun zwei der für Israel ‘gefährlichsten’, weil engagiertesten, bekanntesten und renommiertesten Aktivisten ausgeschaltet. Die Morde an Vittorio und Juliano könnten außerdem ein Mittel sein, um der internationalen Solidaritätsbewegung einen empfindlichen Schlag zu versetzen – gerade angesichts der bevorstehenden zweiten Flotilla und der Tatsache, dass sich internationale Aktivisten noch immer nicht davon abbringen lassen, nach Palästina zu fahren. Durch die Behauptung, Juliano und Vittorio seien durch extremistische Palästinenser umgebracht worden, könnten viele Aktivisten nun davon abhalten werden, weiterhin nach Gaza und in die Westbank zu fahren. Das wäre die schlimmste Konsequenz, die die Morde haben könnten, es würde das Lebenswerk dieser beiden Menschen unterminieren. Und die Palästinenser stünden wieder einmal als gewaltbereite Extremisten in der Weltpresse.”

Sie schrieb unter anderem von der “Judenpresse”. Das ist antisemitismus pur und kein Einzelfall. Oder muss man dich an Peach, oder an den Fraktionsvorsitzende Hermann Dierkes erinnern, der schrieb, das Existenzrecht Israels sei “läppisch“.

26. yael1 - April 28, 2011, 19:29

http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=4114

Schon häufig wurde der Partei „Die Linke“ und ihren Funktionsträgern vorgeworfen, sie sei latent antisemitisch und stünden nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete, Dr. Peter Tauber, hat sich nun in einer ausführlichen Dokumentation mit genau dieser Frage beschäftigt. Seine Analyse befasst sich im Schwerpunkt mit den vier hessischen Bundestagsabgeordneten der Linken, Christine Buchholz, Wolfgang Gehrcke, Sabine Leidig und Werner Dreibus. „Ich war selbst überrascht, dass man bei keinem der vier hessischen Bundestagsabgeordneten der Linkspartei ein klares Bekenntnis zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung finden konnte. Zwar erscheinen die Linken in Interviews häufig zahm und angepasst, beim näheren Hinschauen merkt man aber,dass die Partei zu Recht vom hessischen Verfassungsschutz beobachtet wird“, so der Historiker Tauber.

So verweigerte Christine Buchholz einem Positionspapier der eigenen Partei, in welchem das Existenzrecht Israels garantiert wurde, die Zustimmung. Stattdessen sympathisiere sie mit den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah, die beide für die Vernichtung Israels eintreten. „Christine Buchholz bedient sich wie viele andere Funktionsträger der Linken eines latenten Antisemitismus. In diesem Bereich verwischen die Grenzen zwischen der Linken und der extremistischen NPD bedenklich“, so Tauber weiter.

Auch der Abgeordnete Wolfgang Gehrcke habe sich in der Vergangenheit offen antisemitisch geäußert und Israel als „Handlanger des Terrors“ bezeichnet. Gehrcke habe sich nicht davor gescheut, an Demonstrationen teilzunehmen, bei denen Israelfahnen verbrannt und Parolen wie „Tod Israel“ skandiert wurden.

Aber ja, bei den Nazis war auch nicht alles schlecht. :evil:

27. boxi - April 28, 2011, 20:16

@grenzgaenge… nur für mich damit ich es besser verstehen kann. ist ihre einstellung zur cdu/csu (mehrere nsdap mitglieder sind dort gelandet) oder zur kirche (verantwortlich für mehrere verbrechen) ähnlich verachtend wie zur partei die linke? oder messen sie da mit anderem maß?

28. yael1 - April 28, 2011, 21:00

@boxi, die Frage ist nicht, was gestern war, sondern was heute ist. Daher ist der Verweis auf ehe. Nazis in der CDU und die Verbrechen “der” Kirche zu alt, um jetzt danach zu fragen. Der Unterschied zur Linkspartei und was heute dort seit vielen Jahren abläuft, sollte man zunächst erst einmal sehen.

29. Tal Rubinstein - April 28, 2011, 21:24

aus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin und erneuter SPD-Spitzenkandidat zur Abgeordnetenhauswahl im September diesen Jahres, hatte Vertreter der schwullesbischen Community der israelischen Metropole Tel Aviv, auch bekannt als das “San Fransisco des Mittelmeers”, eingeladen, beim schwullesbischen Straßenfest in Berlin – traditionell findet dies immer eine Woche vor der CSD-Parade statt – teilzunehmen. Was der Bürgermeister allerdings offenkundig unterschätzt, ist das antisemitische Gewaltpotential in seiner Stadt, mit dem schon öfters Juden und Touristen aus Israel unliebsame Bekanntschaft machen mußten. Dabei gilt sowohl in Sicherheitskreisen als auch bei Experten insbesondere die islamistische und die linksextreme Szene als Hauptträger des neuen Antisemitismus in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Köln.

In Tel Aviv scheint man um die Gefahren für Menschen in Berlin, die als Israelis oder Juden erkennbar sind, zu wissen.
Beim Berliner Straßenfest will die Delegation aus Tel Aviv mitmachen, aber weder Davidstern noch die israelische Fahne zeigen. Grund sind Befürchtungen, diese Symbole könnten Feindseligkeiten und gewalttätige Angriffe auslösen.

30. willow - April 28, 2011, 21:25

@27. boxi

Vielleicht würden sie ja auch das Projekt DDR/SED/Linke etwas kritischer sehen, wenn sie wüßten, wieviele schlimme Nazis (ja, auch auch einschlägige SS-Leute) in hohen Ämtern beim Aufbau des Sozialismus mitgemacht haben… verurteilt wurden nur diejenigen, die sich nicht zur Zusammenarbeit mit den “Bolschewisten” durchringen konnten. Noch Ende der 80er haben in meiner Gegenwart “Luftwaffengeneräle” (bei der NVA hieß das LSK/LV) in meiner Gegenwart Witze über die Erlebnisse ihrer Väter im 2.Weltkrieg gerissen – beide Väter bei der SS, beide Söhne -wie ihre Väter!- hohe Tiere bei der NVA.

31. Silke - April 28, 2011, 22:03

yael
Christine Buchholz war doch die, die sich weigerte aufzustehen oder den Saal verließ, als Peres? sprach
und dann ist da auch noch die A-nette Groth, die auch mit auf der Marmara war und kürzlich ihre MK MitKreuzfahrerin, deren Namen ich mir nich merken will, zu Besuch hatte.

Und überhaupt, ich kenne einen total echt geschulten Kommunisten, der würde die von der Linkspartei nie wählen, die sind ihm zu doof, die hätten keine Ahnung, also noch nich mal das mit dem Linkssein können die ordentlich

32. jakobo - April 28, 2011, 22:38

hallo Boxi:
“ich empfinde es schon seltsam eine ganze partei für das verhalten von (namen eintragen) zu beschuldigen. es mag sein, dass die linke es manchen einfach macht israel-unfreundliche-“denker“ in die partei aufzunehmen”

Ich kann mich noch erinnern vor ein paar jahren da hatt irngendein linkspartei buergermeister ein freizeitheim fininaziert das voll von neonazis war. kommentar “das waren doch so nette jungs”. Sowas passiert selbst in deutschland normaler weise hoechstens noch in den bergen.

Gisi halte ich zum beispiel fuer einen der faehigsten politiker in deutschland zusammen mit schaeuble und diesem spd gesundheits nerd(weis den namen nicht mehr). Wer redet also von der ganzen partei?

J

33. mibu - April 28, 2011, 22:43

boxi, selbst wenn ich nicht alles, was Politiker der Linken von sich geben, für Antisemitismus halte, habe ich das Problem, dass mir zu viele in der Linken solchen oder so ähnlichen Blödsinn, wie ihn die Duisburger Linken serienweise vom Stapel lassen, kaum oder gar nicht in Frage stellen. Was deutliche Distanzierung von antisemitischen Aussagen und Haltungen betrifft ist jemand wie Gysi bei der Linken leider eher die Ausnahme als die Regel.

yael, es mag kaum noch Alt-Nazis geben. Aber damit ist das Problem nicht wirklich verschwunden. Im Umfeld der großen Volksparteien muss man sich mit entsprechenden Äusserungen mehr zurückhalten, weil die Mehrheit der Mitglieder auf solche Töne allergisch reagiert. Hinzukommt dass die nationalistischen Kreise in ihrer Haltung zu Juden und Israel gespalten sind, weil sie in Israel einen Verbündeten gegen den islamischen Kulturkreis sehen.

34. boxi - April 28, 2011, 22:51

@yael1… da haben sie recht. aber dann kann man sich den verweis auf “Stasi-Täter-Vereinigung” einfach nur sparen. denn die ist genauso geschichte. und eine partei sollte man -meiner meinung nach- nach ihrer aktuellen politik kritisieren und beurteilen und nicht nach “xyz-nachfolge-kram”.

ich wollte aber gar keine partei in den schutz nehmen, erst recht nicht die linke. trotzdem stellt sich mir die frage ob es gehäufte einzelfälle sind oder eine partei. und der partei die linke würde ich im moment nicht den antiesmitismus-schuh anziehen, auch wenn ich da teilweise und gerade vereinzelt diesbezügliche starke tendenzen sehe.

nur kritisieren wir andere parteien für ähnlich dämliche aussagen ebenso? und inwiefern spricht das für eine partei? hier wird so getan, als wäre die linke mit abstand eine der schlimmsten parteien in deutschland. die spd hält sich ein mitglied, welches öffentlich von einem juden-gen spricht, die fdp hatte ihre anti-israel-flugblätter, die cdu hatte einen ministerpräsidenten der einen ehemaligen nazi-richter lobt.
die meinung der cdu zur linken kenn ich, halte ich aber für nicht zielführend. beschäftigen sollte man sich mit der linken und ihrer haltung zu israel definitiv. und vielleicht geht gerade ja auch so manchen linken ein licht auf.

35. Tal Rubinstein - April 28, 2011, 23:38

http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=5081

ist es nicht eine schande,dass wir uns wieder verstecken sollen?Mein Magen David jedenfalls bleibt wo er ist:an meinem Hals.

36. Silke - April 29, 2011, 10:53

boxi

wer von den anderen Parteien nahm an der Flotilla teil und bereiste anschließend die Republik mit seinen Tiraden?

von der Linken kenne ich drei, von den anderen keinen, aber vielleicht wollten die ja gern und haben kein Ticket gekriegt oder so und Du weißt da Näheres.

Die Teilnahme an der Flotilla von gleich 2 amtierenden Bundestagsmitgliedern von einer Fraktion von gerade mal 18, verstärkt von einem ex-Mitglied wäre an sich schon genug für ein ordentliches Gestänkle und das ganz ohne die anderen “Ungezogenheit”, die die sich regelmäßig leisten. Ja, es mag ein paar Anständige unter ihnen geben, aber sie kommen offenbar gegen den Rest nicht an und so lange das so ist, gilt eben, mitgegangen mitgehangen.

Und entgegen allgemeiner Ansicht hilft man den wirklich Anständigen keinesfalls mit dem “aber es sind doch nicht alle so” Gesäusel, das macht es ihnen nur bequem und signalisiert ihnen, es sei doch allens nich so schlimm.

37. yael1 - April 29, 2011, 12:57

@boxi
Wir kritisieren sicher andere Parteien, siehe die FDP mit ihrem unsäglichen Möllemann, aber in der Linken sind solche Menschen vermehrt vorhanden und es wird nicht leider immer schlimmer.

“Christine Buchholz war doch die, die sich weigerte aufzustehen oder den Saal verließ, als Peres? sprach”

@Silke, ja die war eine von den drei Tussies.

38. yael1 - April 29, 2011, 13:27
39. yael1 - April 29, 2011, 14:09

Nicht bekannt ist bis­her, wie der WDR intern mit der Angelegenheit umgeht. Auf der Webseite des Senders wird der Vorfall zwar nach­richt­lich ver­mel­det, eine E-Mail des Redakteurs Wolfgang Frings legt aber nahe, dass es sich dabei um eine unan­ge­nehme Pflichtübung han­deln könnte. Frings hatte eine Pressemitteilung der Jungen Union auf den Tisch bekom­men, die darin einen Stopp des „lin­ken Antisemitismus” for­derte und NRW-Innenminister Ralf Jäger atta­ckierte. Frings’ Reaktion dar­auf, die mir ges­tern zuging, war so kurz wie unge­wöhn­lich. „Natürlich ist die Montage sol­cher Symbole voll dane­ben”, schrieb er den Jungunionisten und bezog sich damit auf die Verschränkung von Davidstern und Hakenkreuz, fügte dann aber an: „…aber ist Kritik an Israel gleich anti­se­mi­tisch?” Diese Frage ist skur­ril, denn das inkri­mi­nierte Flugblatt ist alles andere als eine „Kritik an Israel”, son­dern eine fun­da­men­tale Schmähung des jüdi­schen Staates und des Judentums per se. Die sys­te­ma­ti­sche Ermordung der Juden wird darin als „soge­nann­ter Holocaust” ver­spot­tet, der his­to­ri­sche Diskurs dar­über als „mora­li­sche Erpressung” bezeichnet.

http://www.radioszene.de/24086/wie-antisemitisch-ist-der-wdr.html

40. boxi - April 29, 2011, 18:37

@yael1… ich stimme ihnen doch zu, dass die linkspartei ein antisemitismusproblem hat. ein beitrag der es für mich gut auf den punkt bringt: http://www.sprengsatz.de/?p=3654

nur wird dieses problem nicht damit gelöst, in dem wir von anderen problemen ablenken (und ja, der umgang mit der ddr ist ebenso immer noch ein problem) oder nun jeden in der partei als antisemiten hinstellen. die aktuelle diskussion sollte doch viel mehr dazu genutzt werden nun einen inneren diskurs zu fördern. die menschen, die sich auf die seite israels stehen mitzunehmen und zu stärken, die anderen aber nicht alleine stehen lassen, sondern auf sie zugehen.

kritik an israel wird leier schnell zu antisemitismus. zum einen weil hinter der kritik oft antisemitismus steht, zum anderen weil es oft als das deklariert wird,wenn man eine andere meinung hat. beides ist schrott, auch wenn ich vor der ersten variente mehr angst habe.

41. Jakobo - April 29, 2011, 22:59

Boxi (auch wenn du mir nicht zurueckschreibst ;-) ):
“und der partei die linke würde ich im moment nicht den antiesmitismus-schuh anziehen.”

Die linken in deutschland sind nicht mehr und nicht weniger antisemitisch wie der rest vom land. der unterschied ist eher der das die linken ihren antisemitismus nicht ein mal verstecken, weil sie ja fuer die “richtige sache” sind, das reicht schon aus.

Mit der vergangenheitsbewaeltigung ist es aehnlich. Sie sind die linken oder Intelektuellen und haben mit der rechten deutschen vergangenheit natuerlich nichts zu tun weil sie ja linke sind. Ein konservativer in deutschland koennte sich so
ein verhalten nciht erlauben.

J

42. Jakobo - April 29, 2011, 23:31

Mibu:
“Was deutliche Distanzierung von antisemitischen Aussagen und Haltungen betrifft ist jemand wie Gysi bei der Linken leider eher die Ausnahme als die Regel.”

lass einmal diese links-rechtsgeschichten weg die sind nicht so wichtig. Gysi hat vor ein paar jahren immerhin den unterschied zwischen der situation in israel und der in ZB afganistan gesehen. du wirst in der ganzen linken und rechten niemanden finden der diesen unterschied erkennt. die einen nicken die anderen sagen nein aber den unterschied erkennen die normaler weise nicht.

Scheuble das selbe.. du wirst in der ganzen linken und rechten niemanden finden der fuer mehr sicherheit gegen fundamentalisten terroristen eintritt und gleichzeitig ein integrationsforum eroeffnet. auch das ist ein unterschied den niemand in der linken oder in der rechten sieht.

ich find die beiden sehr beeindruckend. man darf natuerlich kene wunder von niemanden erwarten

J

43. Jakobo - April 29, 2011, 23:32

PS.: ich glaube das beide unterscheidungen die die machen gut sind fuer die juden

44. mibu - April 30, 2011, 11:57

jacobo, Dein Hinweis ist völlig berechtigt und eigentlich sollte ich, wenn ich von “links” und “rechts” schreibe, dazu sagen, dass ich das nur für eine sehr grobe politische Einteilung halte. Sie kann unter diesem Vorbehalt nützlich sein, aber da es eine Pauschalierung ist, kann sie auch viele Zwischentöne von Meinungen und Haltungen verdecken, wenn man sich zu krampfhaft auf diese Einteilung verlässt.

Ich finde, dass sich diese Einteilung auf die politischen Landschaften in vielen Ländern anwenden lässt. Das liegt aber im wesentlichen daran, dass es eben nur eine sehr grobe Einteilung ist. Ihre Grenzen werden deutlich, sobald man Haltungen zu bestimmten einzelnen Themen/Problemen/Konflikten und entsprechende Begründungen betrachtet.

Es liegt meist an meiner Bequemlichkeit und einer gewissen Zeilenökonomie, wenn ich dieses Schema verwende.

45. Jakobo - April 30, 2011, 17:15

Mibu:
“Sie kann unter diesem Vorbehalt nützlich sein, aber da es eine Pauschalierung ist”

Mibu, das ist nicht die sache. wegen mir kannst du so viel pauschalisieren wie du willst. ich sehe nichts schlechtes daran.

Aber geh zum beispiel mal nach oesterreich und frag die leute auf der strasse. du brauchst gar nicht mal nach israel fragen sondern kannst auch direkt ueber die juden fragen. ich lege meine hand ins feuer du wirst keinen unterschied merken ob es ein linker oder ein rechter ist. warum? weil dort weder die rechten noch die linken sich ein schuldgefuehl einreden mussten.. sie reden sich ein, dass sie das erste opfer waren und glauen sonst nicths damit zu tun zu haben.. in deutschland ist das mit der linken auch so. sie glauben sie haben nichts damit zu tun weil sie ja linke sind. nur die konservativen reden sich ein (falsches?) schuldgefuehl ein und koennen sich deshalb manches nicht so offen erlauben. in der ddr wurden alle ueber nacht antinazies, eigentlich genau so wie in oesterreich.

J

46. yael1 - Mai 1, 2011, 17:26

@boxi

niemand unterstellt jedem in der Linken ein Antisemit zu sein, nur sind dort momentan die meisten versammelt (außer der NPD natürlich) und genau da beginnt das Problem, das verniedlichen zu wollen oder auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Man löst auch keine Probleme, indem man es ignoriert oder verharmlost.

47. Silke - Mai 1, 2011, 18:23

und man hilft auch nicht den “Guten” in der Linken, indem man sagt, allens nich so schlimm, es sind ja nur ein paar schlechte Äpfel

48. mibu - Mai 1, 2011, 18:38

jacobo, was Österreich betrifft, bin ich nicht so pessimistisch wie Du. In Westösterreich, speziell in Vorarlberg hat man wenig Grund sich als Opfer des Anschlusses darzustellen: dort konnte die NSDAP noch als sie verboten war ungestört Versammlungen und Aufmärsche veranstalten. Nach Widerstand gegen Hitler muss man dort schon wirklich mit einer sehr guten Lupe suchen. Insgesamt gibt es reichlich Filmmaterial, das zeigt mit welcher Begeisterung die deutschen Truppen beim Einmarsch 1938 begrüsst wurden. Andererseits kann man sich z.B. im jüdischen Museum in Hohenems darüber informieren, welche Auswirkungen die Nazizeit auf die einzige jüdische Gemeinde in Vorarlberg hatte. Es hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten in dieser Hinsicht einiges getan. Dazu kommt, dass Sozialdemokraten und Kommunisten schon vom vorherigen austrofaschistischen Regime (Dollfuss, der von Nazis umgebracht wurde, und seine Vaterländische Front, in der österreichische Mussolini-Anhänger, Heimwehr und Christlich-Soziale zusammengingen) mörderisch verfolgt wurden. Insofern ist die Haltung österreichischer Sozialdemokraten und Kommunisten ebenso berechtigt wie in Deutschland – sie gehörten zu den ersten Opfern der Faschisten.

“… nur die konservativen reden sich ein (falsches?) schuldgefuehl …”
Wenn Du Dir die Rechten unbedingt schönsaufen willst, kann ich nur hoffen, dass eine ordentliche Menge verträgst.

49. mibu - Mai 1, 2011, 18:55

Kleiner Nachtrag: Man muss auch sehen, dass die Alliierten mit Österreich 1945 recht nachsichtig umgingen und selbst davon sprachen, dass Österreich Hitlers erstes Opfer gewesen sei. Das haben alle dankbar aufgegriffen, und weder SPÖ noch ÖVP haben genauer nachgefragt, was man in besagter Zeit so getrieben hat. Die FPÖ bzw. deren Vorgängerorganisation schon gleich dreimal nicht.

50. Jakobo - Mai 2, 2011, 23:40

Mibu:
ich verstehe deine antworten leider nicht richtig, was sie mit meinem post zu tun hat.

Nur was das mit der nachsichtigkeit der aliierten betrifft, das mag sein. Aber jeder muss selber wissen was er macht und kann sich nciht auf andere rausreden. aber ich denke wir sind uns in dem einig.

J

51. yael1 - Mai 4, 2011, 22:08
52. aristobulus - Mai 5, 2011, 1:18

Bitterböser Artikel, auf den Punkt, genau da, wo’s beißt. Der ihn schrieb ist hoffentlich nicht so tief in den Geist der Antizionisten hineingekrochen, um Gehirnkrämpfe zu kriegen. Falls das etwa bei der Arbeiterfotografie stände, wär’s eindeutig, so aber ist der Seitenhintergund so absolut unentbehrlich wie nur was :)

Schon der erste Satz des Statements ist fucking patronizing, falsch, verlogen und opferselig: “The issue of Palestinian Refugees (expelled by force and by ethnic cleansing in 1948 from their own lands, farms and properties) is the core of Palestinian cause as a whole.”

Da wird keine Lösung für die Palästinenser gesucht, denn jemand, der Zukunft will findet Wege – aber da werden nur Gründe gesucht, um die weiter als Dauervertriebene und Permanentopfer anzusehen. Die dürfen ja nicht für sich selber verantwortlich sein. Nie mal was Neues. Wen wundert’s.

53. aristobulus - Mai 5, 2011, 12:38

-> http://palconference.eu/2011/index.php?option=com_content&view=article&id=7&Itemid=2&lang=en
“Please note that most speeches are going to be held in Arabic. Unfortunately we cannot provide all our visitors with a simultaneous translation.”

Schön, denn für Übersetzung muss gespart werden, damit noch mehr Berufspalästinenser Funktionäre anreisen können, um über ihren Beruf zu reden. Zum Glück kann die Höger überfließend gut Arabisch, pardon Palästinensisch (denn das ist die Sprache des Volks seit ähm biblischen Zeiten mindestens), drum wirdse jedem einzelnen Teilnehmer eine niedersächsische Spontanübersetzung ins Ohr wispern, geht schon, sind ja nicht so viel da.

Wo sind eigentlich da Palästinenser, ich meine die Leute, oder gibt’s keinen Unterschied vielleicht zwischen denen und diesen Funktionären? Ah doch, “Fadwa Barghouti, Lawyer, spouse of Marwan Barghouti” ist auch da, eine Dame aus dem Volke, immerhin wird sie mit Volkes Stimme sprechen, die Frau von Marwan dem Opfer, dem Gründer der Tanzim ( -> http://en.wikipedia.org/wiki/Tanzim), bekanntlich einer freundlichen, rein humanitären Hilfsorganisation gegen ein bissele Mauer, gegen Juden und für mehr Falafel.
Fast würd’ man da hinfahren wollen

54. Silke - Mai 5, 2011, 16:58

ich bin wahnsinnig traurig, daß ich Mustafa Barghouti nicht werde hören können, denn ihn habe ich hier schon einmal erleben dürfen:

http://www.huffingtonpost.com/christopher-lydon/mustafa-barghouti-is-ther_b_559691.html
Mustafa Barghouti: Is there Room for Gandhi in Palestine? (AUDIO)

Christopher Lydon ist übrigens zu anderen Gelegenheiten ein Interviewer, der’s kann, aber seit diesem Talk kann ich mich leider nicht mehr so recht an ihm freuen.

bitte nicht ohne Eimer in Griffweite …

was mich zu der Frage bringt, müssen dissidente Zuhörer in Wuppertal ihre eigenen Eimer mitbringen ode werden die vom Veranstalter gestellt so wie im Flieger die Kotzttüten …

55. yael1 - Mai 5, 2011, 17:06

@Lila

weißt du, ob es in Israel eigentlich bekannt ist, dass dort die Hamas in Wuppertal tagt? Beer Schewa als Wuppertals Partnerschaft würde das sicher auch interessieren oder?

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/05/04/uni-wuppertal-packt-die-badehose-ein/

http://www.ruhrbarone.de/tausende-anhanger-der-hamas-wollen-nach-wuppertal-kommen/

http://www.ruhrbarone.de/excuse-me-what-do-you-mean-by-%E2%80%9Cfinal-solution%E2%80%9D/

56. Silke - Mai 5, 2011, 17:47

Yael
ich verlinke es seit Tagen, wo immer es nur halbwegs paßt, keiner interessiert sich dafür – da ich jedes mal auch Mustafa Barghouti erwähne, vermute ich langsam daß der Ghandi for Palestine irgendwie beim Glamour-Faktor defizitär ist.

57. willow - Mai 5, 2011, 20:30

Hmmmm…. Beer Sheva? Ruth wohnt dort:

http://beer7.wordpress.com/

58. yael1 - Mai 6, 2011, 0:13

“keiner interessiert sich dafür”

Tja, ist ja auch nur die Hamas. Demnächst werde ich eine Konferenz ins Leben rufen und lade Vertreter von Al Qaida ein. Pass auf: Dann pennt in diesem Land nicht ein einziger mehr.

59. aristobulus - Mai 6, 2011, 3:27

Yael, bei den Ruhrbaronen haben sich ein paar auf so eine bestimmte Art darüber skandalisiert, dass Du es wagtest, die “Position Israels” einzunehmen. Wie überaus fürchterlich. Welche Position bittschön außer dieser Deinigen (und meinigen usf. usf. naturgemäß) ca. zwischen Kadima und Likud und Avoda (die heißen doch bestimmt schon wieder anders, können’s nicht lassen) sollte eigentlich sonst so einzunehmen sein?, die vom Arafat?, keine Ahnung. Jene aber sind so weit jenseits davon, wie es weiter nicht geht. Das finde ich noch erschreckender als die offensichtliche, so geisteshurenhafte Demagogie dieses einen à-tout-prix-Hamsasgästeentschuldigers. Weil der weiß, was er tut. Aber diese Anderen empfinden die eigene Feindschaft nicht mal. Das gibt es so oft. Das ist fast Allgemeingut. Es ist bei denen nur ein bass Erstauntsein, was, da hat jemand wirkkklich die “Position Israels”?!, (im Grund seinerseits ein Pluralismus sondergleichen), aber das erscheint ihnen so jenseitsmarsianisch, ja anstößig und grundlos und unerklärlich, widernatürlich usf.

Das ist Feindschaft, eine fundamentale, aber die empfinden sie nicht.
Wie soll man das verstehen?

60. aristobulus - Mai 6, 2011, 3:38

PS
Dass die bloß bekloppt sind und dass man sich nicht aufregen möge, würd’st Du mir wahrscheinlich schreiben :) , wie in Widerholung bei manch Anderen zu anderen, früheren Zeiten :) , und ich täte Dir wohl antworten, da haste Recht, aber.

Wobei bei den Ruhrbaronen dann doch die Vernünftigen überwogen. Da kann nicht jeder posten? Mehrdad ist auch da, ein Smiley vor dem Herrn noch immer, er hat ganz schön geackert, den kannt man auch schon seit drei Ewigkeiten. Mich kennt er aber nur in siebzehn wechselnden Pseudonymen :)

61. yael1 - Mai 7, 2011, 22:10

„keiner interessiert sich dafür“

Tja, Silke, abgesehen von drei! Usern hier auch niemand. Unbegreiflich.


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