jump to navigation

Nachruf auf einen Freund März 11, 2011, 13:15

Posted by Lila in Kinder.
trackback

Ich bin mit Katzen aufgewachsen und habe nie einen Hund besessen. Wohl erinnere ich mich an nette Hunde meiner Freundinnen und Bekannten, aber ich selbst habe nur einen Hund in meinem Leben wirklich liebgewonnen.

Meine kleine Schwester hat ihn sich vor vielen Jahren gewünscht und ausgesucht: einen schwarzen Puli namens Lucky. Er war ein übermütiger, lustiger Familienhund, ein Hütehund, der eifrig um seine Herde herumlief und uns immer wieder zusammentrieb. Wenn die Herde sich zu sehr zerstreute, achtete er darauf, daß die jüngeren Lämmer nicht verloren gingen.

2001, Aaland-Inseln

2005, Dänemark

Er war ein treuer Hüter. Ich sehe ihn noch hinter Quarta her trotten, wenn sie zu nah an den Gartenteich kam – er hat sie nicht weniger behütet als wir Erwachsenen.

2005, Kopenhagen

Weihnachten 2005

Weihnachten 2007

Er hat uns immer mit Begeisterung begrüßt – er spürte schon Tage vorher, daß sich etwas zusammenbraute, wenn meine Mutter unsere Zimmer vorbereitete, und kam immer mit zum Flughafen. Er warf Menschen, die er kannte und mochte, fast um vor Freude.  Er war meiner Mutter und meinen Geschwistern ein treuer Begleiter auf Urlaubsreisen und im Alltag. Er war an ihrer Seite in dunklen Zeiten. Er war immer dabei, immer freundlich, immer lustig, immer aufmerksam und klug.

Ein erfülltes Hundeleben ist letzte Nacht zu Ende gegangen.  Wir werden den zottigen Kerl mit seinem lachenden Gesicht sehr vermissen.

Kommentare

1. willow - März 11, 2011, 13:54

Wie traurig…

2. Robert - März 11, 2011, 14:49

Ja, so ein Hund ist auch nur ein Mensch.
Hoffentlich hat er nicht lange leiden müssen.

3. Marlin - März 11, 2011, 15:05

Oooch. :(

Tut mir leid für Euch.

4. Heimo - März 11, 2011, 15:29

Tut mir auch leid für Euch. Einer Freundin ist gerade letzte Woche auch ihr langjähriger Familienhund gestorben – sie hatte dann für paar Tage ihren avatar bei facebook mit dem Bild des Hundes ausgetauscht..

5. yael1 - März 11, 2011, 16:07

Tut mir so leid, vor allem für die Familie.

6. Silke - März 11, 2011, 19:48

gar nich an denken, gar nich an erinnern.

ich hoffe, daß er wenigstens qualfrei von allein gestorben ist.

Die Zeit zwischen man weiß, es ist zu Ende bis zum Entschluß sie zu erlösen, ist Hölle pur. Jeden Tag mit jedem Bissen, den sie essen, hofft man es möge alles ein Irrtum sein und sie doch noch mal die Kurve kriegen und jedesmal wenn die Rippen deutlicher zu spüren sind, als sie es je waren, zuckt man zurück und möchte sich bitte bitte irren.

Jedenfalls war es bei mir immer so, gleich ob sie schon als Notfall bei mir gelandet waren oder ob ich bei ihrer Geburt “geholfen” hatte.

und ob Hund oder Katze iss egal und der Frau mit den Ratten geht es auch kein bißchen anders …

7. Antje - März 11, 2011, 22:10

Tut mir leid. So ein lieber Kerl.

8. Jan - März 11, 2011, 22:10

Konnte er überhaupt was sehen?Mit der Gardine vor den Augen

9. Paul - März 12, 2011, 1:39

Hallo Lila,
Du weckst Erinnerungen der angenehmsten Art.
Vor langer, langer Zeit, in der Nähe von Neuruppin, Urlaub auf dem Bauernhof. Ein besonderer Bauernhof mit kleinem Zoo. Hängebauchschweine, Waschbär, Esel, Wildschwein…..und ‘Struppa’ (von uns so getauft). War zugelaufen oder abgegeben bei den tierfreundlichen Leuten gelandet. Struppa lebte dort ruhig und zufrieden. Sehr zutraulich. Mein Sohn, damals etwa 8 Jahre alt ein ‘geborener’ Tierfreund, ganz besonders Hunde hatten es ihm angetan, schloss dieses schwarze Fellknäul sofort ins Herz. Der Hund war noch sehr jung und nahm diese Freundschaft an, nein, das ist zu wenig: Er erwiderte sie. Den ganzen Tag verbrachten sie gemeinsam und streiften durch die umliegenden Wälder. Leider ging das nur angeleint, weil unsere Wirtsleute Angst hatten, dass der Hund in dem umliegenden Wald verschwinden würde. Da der Hund nur draussen lebte, war er enstsprechend verfilzt und schmutzig. Dachten wir. Wir verschafften ihm eine Shampoonierung im See. Wir waren sehr erstaunt darüber, dass die Seife nicht mal richtig schmutzig wurde. Der Schein war also schlimmer als das Sein. Struppa ließ aber alles geduldig über sich ergehen. Mehr oder weniger gut trockneten wir ihn mit unseren Badetüchern ab.
Als wir von ihm abließen, machte er sofort alles zu nichte, indem er ein ausgiebiges Sandbad nahm.
Dann schüttelte er sich kräftig und die Welt war für ihn wieder in Ordnung. Nur für uns nicht. All’ die Anstrengung umsonst.
Wir lachten ganz herzlich, nicht nur über den Hund!
Mein Sohn schwärmt noch heute, nach fast 40 Jahren, von diesem Urlaub.

Ihr werdet auch viele schöne Erinnerungen an den Hund haben. Diese Erinnerungen kann Euch keiner wegnehmen. Deshalb wird er in Euch weiter leben.
Also seid nicht traurig, dass Ihr ihn nicht mehr habt, sondern freut Euch darüber, dass Ihr ihn haben durftet.
MfG Paul

10. Karl Eduard - März 12, 2011, 13:22

Na, nun ist er sicher im Hundehimmel. Empfehle “Fool on the hill” zum Trost.


Sorry comments are closed for this entry

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 108 other followers