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Wer weiß davon? Wen kümmert es? Juli 21, 2010, 6:53

Posted by Lila in Presseschau.
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Palästinenser leiden unter schweren Einschränkungen ihrer Reisefreiheit.

Jetzt erst wird zaghaft im Parlament darüber diskutiert, ob es nicht an der Zeit ist, ihnen Grundrechte einzuräumen, zB das Recht auf Arbeit, soziale Absicherung und Krankenversicherung. Das Volk ist dagegen, darum wurde die Debatte vertagt.

Palästinenser dürfen keinen Grund und Boden besitzen.

Palästinensern ist die Ausübung von 50 Berufen verboten, immerhin eine Verbesserung – vor fünf Jahren waren es noch 72 Berufe, darunter Taxifahrer, Journalist oder Arzt.

Palästinensern wird ihre Staatsbürgerschaft aberkannt, aus Angst vor ihrer demographischen Sprengkraft. Das von einem Staat, der 20.000 Palästinenser ermordet hat. Sie sind jetzt staaten- und rechtlos.

Der Journalist Khaled Abu Toameh klagt zu Recht über diese Diskriminierung und ungerechte Behandlung. Wußtet ihr das alles? Wann ist das letzte Mal dagegen protestiert, demonstriert oder in der UN diskutiert worden? Wo sind die Resolutionen, wo ist Catherine Ashtons Druck, wo sind Obamas mahnende Worte, wo ist eure Empörung? Warum kümmert das niemanden?

Sannie, Du bist doch mit der Information durch die Medien so zufrieden – sag mir, wann hast Du darüber in der Zeitung gelesen? Und sag mir auch: welches Land ist es eigentlich, das die Palästinenser so brutal diskriminiert, in Lager sperrt, ihnen Berufsausübung und Krankenversicherung verwehrt….?

Auflösung hier und hier, gefunden hier.

Kommentare

1. boxi - Juli 21, 2010, 7:19

hat denn irgendeiner eine ahnung? ich könnte mir nur vorstellen, dass israel einfach ständig unter beobachtung steht und jeder noch so kleine fehltritt argwöhnig beäugt wird. gibt ja auch genügend andere länder in denen das volk unter drückt wird, über die wird auch nicht gesprochen.
und israel? vielleicht weil man es zum teil “des westens” dazu zählt, sie damit automatisch stärker im fokus sind, zumindest wenn sie etwas tun, was für die anderen länder oft nicht nachvollziehbar ist. schließlich ist israel mit das einzige land, was technologisch so weit vorne dabei ist und gleichzeitig einen derartig komplizierten konflikt in seiner umgebung hat.

eine andere begründung fällt mir leider nicht ein.

2. mibu - Juli 21, 2010, 7:56

Auch in anderen Ländern gelten Einschränkungen für Flüchtlinge und angesichts der Tatsache, dass sich radikale Organisationen der Palästinenser auch in ihren Gastländern eigene Strukturen aufgebaut haben, die gelegentlich für die Gastländer zum Problem werden (z.B. Kämpfe der libanesischen Armee mit bewaffneten Gruppen in in einem Lager in Nordlibanon) kann man es von dieser Seite aus auch nachvollziehen.
Ich stimme zu, dass es Zeit wäre den Flüchtlingsstatus zu überdenken. Andererseits kann man nicht ganz ausser Acht lassen, dass die Ursache für diese Situation darin liegt, dass ein Teil dieser Menschen tatsächlich seine Heimat verloren hat.
Wenn ich allerdings in der heutigen HaAretz lese, dass die IDF wieder ein kleines Dorf im Jordantal geräumt und demoliert hat, kommen mir Zweifel, ob die israelische Seite die richtige ist, den Arabern ihre Sünden vorzuhalten. Und das während man mit Müh und Not einen vorübergehenden Baustop in den Siedlungen einhält, den ein nicht unerheblicher Teil von Regierung und Parlament lieber heute als morgen beenden möchte.
Es wird in unseren Medien übrigends immer wieder darauf hingewiesen, dass die Palästinenser in den arabischen Staaten, die sie als Flüchtlinge aufnahmen, nur wenige Rechte haben und in einigen quasi laufend unter Generalverdacht stehen. In anderen sind sie im wesentlichen billige, oft gut ausgebildete Arbeitskräfte, was jedoch eher ausnahmensweise ihren Status verbessert.
Ehrlich gesagt, ist das heute morgen schon wieder so eine Situation, bei der man als jemand, der immer wieder versucht, auch die israelische Sicht der Dinge zu vermitteln, etwas ins Verzweifeln gerät. Man hat noch nicht ausgesprochen, da landet man von israelischer Seite wieder einen Klops, bei dem man sich denkt, wer unterstützt hier eigentlich wen.

3. Lila - Juli 21, 2010, 8:13

Daß wir technologisch so weit vorne mitspielen, ist ein Verdienst und sollte nicht bestraft werden. Es hat auch mit den politischen Verhältnissen nichts zu tun. Moralische Standards gibt es nicht in doppelter oder dreifacher Ausführung: einer für die westliche Welt, einer für die islamische und Dritte Welt, und einer für Israel.

Sobald man moralisch relativiert, kommt man in Teufels Küche und Menschenrechtsverletzungen in den “sanfter” beurteilten Ländern werden schlimmer. D.h., andere Menschen zahlen mit Leib und Leben dafür, daß wir den Saudis oder Libanesen alles durchgehen lassen, weil sie ja so unterentwickelt sind. Was noch dazu eine wirklich herablassende Herrenmensch-Denkweise ist. Das zieht also nicht.

Und wie ist es mit den westlichen Ländern? Wann hat sich das letzte Mal jemand daran gestoßen, daß die Franzosen Martinique, Guadeloupe, Neukaledonien etc noch nicht die Souveränität zurückgegeben haben? Frankreich hat nicht die Absicht, das zu tun, Autonomie ist das höchste der Gefühle.

Und die Falkland-Inseln und anderen britischen Überseegebiete? Sollte man von Frankreich und Großbritannien nicht erwarten, daß sie ihre koloniale Vergangenheit zu den Akten legen? Stört es niemanden, daß sie seit dem 18. oder 19. Jahrhunderten über Gebiete herrschen, in denen sie eigentlich nichts zu suchen haben?

Wenn westliche oder entwickelte Länder unter schärferer Beobachtung stehen als der Libanon, warum also keine Kritik an den kolonialen Erbstücken europäischer Länder? Die Liste der Länder ohne Souveränität ist beklemmend lang – wieso fallen einem aber nur die Palästinenser ein? Weil sie den meisten Lärm machen, weil sie mit Terror auf sich aufmerksam machen? Und das hat wirklich so großen Erfolg? Was sagt das über uns Menschen aus?

Warum wird über diese höchst zweifelhafte Flotille im Halbstundentakt berichtet, während es den Medien höchst gleichgültig ist, wenn Israel ein paar Wochen später Bilder von Waffenlagern der Hisbollah veröffentlicht? Dagegen hättet Ihr westlichen Staaten uns doch schützen sollen – das habt Ihr versprochen – warum schafft es der Beweis Eures Vertrauensbruchs nicht auf die Titelseiten Eurer Nachrichten? Das hat doch direkt mit Euch zu tun, nicht weniger als die Flotille, auf der Eure Volksvertreter mitgesegelt sind. .

Übrigens kamen im selben Monat, als die Medie weltweit im Flotillenfieber schwitzten, Hunderte von Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Kein Hahn krähte danach. Es wurde berichtet, aber von der Hysterie wie um die Flotille war nichts zu spüren. Ach ja, Uganda.

Ich wiederhole noch einmal Sannies Kommentar von gestern.

Eure Wahrnehmung der deutschen Presse ist schon sehr selektiv, das alles weiß ich doch bereits aus den so lügnerischen Mainstream-Medien. Vielleicht wird manchmal einfach vergessen, daß Israel für deutsche Nachrichten nicht den Nabel der Welt darstellt und die Herkunft eines Todesopfers es deshalb nicht mehr in die Hauptausgabe der Tagesschau paßt.

Vielleicht ist jetzt klarer, warum ich mich darüber geärgert habe. Für die deutschen Medien ist Israel sehr wohl der Nabel der Welt. Wenn hier ein Sack Humus umfällt, geht es durch alle Schlagzeilen. Opfer werden nur gezählt, wenn sie durch Israel ums Leben kommen – andere palästinensische oder gar nicht-palästinensische Opfer sind den Medien wesentlich weniger wichtig.

Und: Weglassen ist auch Lügen. Nicht umsonst heißt es: die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Weniger mehr noch weniger. Wer zB den Tod der neun Flotillen-Passagiere lauthals beklagt, der sollte nicht vergessen zu erwähnen, daß sie vorher erklärt haben, als Shahidim in die Auseinandersetzung mit der israelischen Armee zu gehen, und daß sie bis an die Zähne bewaffnet waren, und daß es nur auf einem SChiff Ärger gegeben hat.

Ist es nicht lügnerisch, daß Reuters das Foto beschnitten hat, auf dem ein Messer zu sehen war?

Wenn das keine Lüge war, was war es dann?

Ein… Versehen????

4. yael1 - Juli 21, 2010, 8:13

“Wen kümmert es?”

Die Weltgemeinschaft jedenfalls nicht. Das ist eben der typisch doppelte Standard.

5. yael1 - Juli 21, 2010, 8:16

“Ein… Versehen????”

Nein, das war kein Versehen. Reuters ist schon mehrfach durch Fotomanipulationen aufgefallen.

6. mischpoke - Juli 21, 2010, 8:29

Ich wusste davon, aber erstens lebe ich nicht in D und zweitens habe ich es in Jordanien mit eigenen Augen gesehen wie die Flüchtlingslager vor ein paar Jahren aussahen und mit Leuten dort gesprochen. Ich hoffte es würde sich vieles für die Palästinenser dort ändern nachdem Rania Königin geworden ist, mmh.

7. boxi - Juli 21, 2010, 8:34

@lila.. nur ganz kurz… mir ging es nicht darum irgendjemanden zu beschuldigen oder ähnliches. eher darum zu erkennen woran es liegt. und ein grund ist bestimmt, dass israel technologisch und von den demokratischen werten teilweise deutlich vor anderen ländern liegt. der maßstab vielleicht höher gesetzt wird.

die sache mit den kolonien ist nicht so einfach wie sie das bezeichnen.
bestimmt auch, weil der terror so einen großen erfolg hat, dazu ist terror da. angst und aufmerksamkeit. und beides wird geschürt und gelebt. auch hier in deutschland.

8. Lila - Juli 21, 2010, 8:37

Ich weiß, Boxi, aber ich wollte deutlich machen, wie destruktiv es ist, mit zweierlei Maß zu messen. Damit stürzt man die Menschen in unbeachteten Ländern in noch mehr Elend.

Natürlich ist die Sache mit den Kolonien nicht so einfach. auch die Sache mit der Besatzung ist nicht so einfach….

9. mibu - Juli 21, 2010, 8:38

“Bis an die Zähne bewaffnet” ist nun allerdings auch eine Übertreibung; dann wäre die Gegenwehr wahrscheinlich eine andere gewesen und der ganze Vorgang wäre für beide Seiten völlig aus dem Ruder gelaufen.
Die Sache mit den Reuters Fotos ging hier ebenfalls durch die Presse, genauso die seltsame Ungereimtheit, dass sich u.a. ein Herr Mankell und ein Herr Paech unter Deck in einem Raum einschliessen liessen aber Augenzeugenschaft für die Vorgänge an Deck beanspruchen oder sich zumindest so gerieren. “Kann sein dass ein paar mit Stuhlbeinen und Holzstöckenherumgefuchtelt haben …” so ähnlich hat’s z.B. Paech dargestellt, während längst andre Bilder über alle Sender liefen. Man muss schon Mitglied der LINKEN sein, um so dummdreist verlogenen Mist zu verbreiten.
Dennoch ist auch der Aktionismus um diese Sache aus meiner Sicht bedenklich, ob’s der einstimmige Bundestagsbeschluss oder die Stellungnahmen von Frau Ashton oder der Beschluss des Wiener Gemeinderates sind: seltsam, wer sich da alles berufen sieht, Stellungnahmen abzugeben. Um der Sache oder der öffentlichen Wirkung Willen ? Seltsam und etwas unheimlich …

10. mibu - Juli 21, 2010, 8:45

yael1,
es kann schon ein Versehen gewesen sein, das ist tatsächlich schwer zu entkräften. Bildauswahl, Zuschnitt für’s Layout, etc. … Aber jemand – weiss leider nimmer wer – hat daraufhin bemerkt, Versehen könne schon sein, es fiele allerdings auf, dass Versehen bei Reuters im allgemeinen zu ungunsten Israels passierten …

11. Lila - Juli 21, 2010, 8:59

Die Waffen waren zwar primitiv, aber ich würde mich ungern damit verprügeln lassen. Und sie haben die Soldaten bewaffnet erwartet und sofort verprügelt.

Und was die Medienberichte angeht: ich habe sie nicht genau verfolgt, aber war der Tenor nicht eher “zwei Versionen stehen einander gegenüber”?

Allerdings war die Sache eine Pleite für die Armee, ich habe meine Meinung dazu schon gesagt. Es war ein Fehler, die Soldaten da reinzuschicken, ausgerüstet wie für eine friedliche Demo. In diesem Falle bin ich nicht nur hinterher schlauer, ich habe ein ähliches Fiasko tatsächlich erwartet. Ich habe in der Nacht vorher zu meinem Mann gesagt, solche Sachen muß man wie Hornblower lösen. Hornblower fehlt uns überhaupt…

Seltsam und unheimlich ist es tatsächlich. Vielleicht wirst Du meinen, ich bin paranoid, und das mag sein, ich bin es auch nicht gern. Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß die Demontage Israels auf mehreren Ebenen geschieht. Und die entfesselte Medienkampagne ist ein Teil davon. Ich habe das Gefühl, der Boden wird uns unter den Füßen unterhöhlt, bis er zusammenbricht.

Akademischer Boykott, Distanzierung der Europäer (vollzogen) und der USA (underway), internationale Isolierung (war immer schon, verschärft sich aber seit der Krise mit der Türkei), Versuche, einen wirtschaftlichen Boykott wiederzubeleben (wann wird er Erfolg haben?), systematische Um- und Neuschreibung der Geschichte, Dämonisierung Israels in der populären Kultur – bis keiner mehr da ist, der dagegen stimmen wird, wenn in der UN-VV der Antrag eingebracht wird, Israel aufzulösen. Oder keiner mehr da ist, uns zu helfen, wenn der Iran die Atombombe hat und uns angreift oder direkt bedroht.

Ich habe das Gefühl, in mancher Schublade schlummert schon das Mahnmal, das man uns errichten wird. Wie gesagt, es ist mein ganz persönlicher Albtraum, und vielleicht, hoffentlich, läuft es nicht so. Aber das Gefühl kommt immer wieder hoch. Ich habe es hier schon ein paarmal beschrieben. So richtig kernig entkräften kann es leider keiner.

Oh, und kein Zweifel, daß kurzsichtige Politiker-Aktionen durchaus dazu beitragen können, diesen Prozeß zu beschleunigen. Leider zeichnen sich nicht alle unsere Volksvertreter durch Weitblick aus…

12. mibu - Juli 21, 2010, 9:02

boxi, zu 1.: wenn man davon ausgeht, dass man Israel als westliches Industrieland mit freiheitlicher demokratischer Verfassung erachtet, mag man bis zu einem gewissen Grad vielleicht wirklich etwas strengere Massstäbe anlegen – im Sinne einer gewissen ethischen Hygiene, Vorsicht, was auch immer (der ansatz müsste aber vernünftig und nachvollziehbar begründet werden, was meistens nicht passiert; konsequent angewendet noch weniger).
Was man jedoch in Europa z.Z. beobachten kann, geht jedoch erheblich und auf sehr fragwürdige Weise darüber hinaus.

13. Piet - Juli 21, 2010, 9:40

#1 — hat denn irgendeiner eine ahnung? ich könnte mir nur vorstellen, dass …

Wie wäre es schlicht mit Antisemitismus?

#2 — Es wird in unseren Medien übrigends immer wieder darauf hingewiesen, dass die Palästinenser in den arabischen Staaten, die sie als Flüchtlinge aufnahmen, nur wenige Rechte haben und in einigen quasi laufend unter Generalverdacht stehen.

Bitte nenne mir die Wunderzeitung! Zwar halte ich den Begriff „Flüchtling“ für grundfalsch (Geisel wäre der angemessene), aber das verzeihe ich, wenn es tatsächlich eine solche Zeitung gibt. Weder Tagesschau, noch heute-Journal, taz, noch Spiegel, noch Zeit, noch Tagesspiegel, noch Süddeutsche können es sein (und ein paar mehr), die du meinst. Ein so unaufmerksamer Leser bin ich nicht. Welche also, denen die Palästinensischen Araber tatsächlich mehr wert sind als Mittel zum Zweck gegen die Israelis?

#12 — mag man bis zu einem gewissen Grad vielleicht wirklich etwas strengere Massstäbe [an Israel] anlegen – im Sinne einer gewissen ethischen Hygiene […] (der ansatz müsste aber vernünftig und nachvollziehbar begründet werden, was meistens nicht passiert; konsequent angewendet noch weniger).

Verstehe ich dich wirklich richtig? Du bist ernsthaft der Ansicht, zweierlei Maß sei „im Sinne einer gewissen ethischen Hygiene“ (was immer das sei…) angemessen, aber es gäbe definierbare Grenzen dieser Maß-Abweichung? Sollte ich dich falsch verstanden haben, entschuldige bitte, sonst hätte ich das gerne erklärt bekommen.

Manchmal frage ich mich (sorry für das leichte Abdriften), ob ein Möllemann heute noch genauso viel Kritik ernten würde… aber das nur am Rande.

14. grenzgaenge - Juli 21, 2010, 11:13

Liebe Lila,

1. Der Post ist sehr gut.

2. Ich bewundere Deine Geduld beim Kommentieren.

Herzliche Grüsse vom Grenzgänger

15. yael1 - Juli 21, 2010, 13:50

@mibu

“es kann schon ein Versehen gewesen sein,”

Dazu passiert das Reuters zu oft. Ich erinnere nur an den Libanonkrieg, als über Häuser mehr Rauch auftauchte (durch Photoshop maipuliert) als es durch einen Luftangriff überhaupt geben konnte. Den Fotographen haben sie zwar gefeuert, aber es passiert auffällig zu häufig. Ich denke, wenn man etwas entscheidentes weglässt (wie in diesem Fall das Messer) ist es, mit Absicht oder nicht, schon eine Manipulation.

16. yael1 - Juli 21, 2010, 13:52

Menschenrechte gelten unviversal. Wenn man meint, bei einem strengere Maßstäbe anwenden zu müssen, nimmt man der anderen Seite die Verantwortung ab. Das ist sehr gefährlich.

17. willow - Juli 21, 2010, 17:05

Letztlich ist es schon irgendwo zwischen “rassistisch” und “menschenverachtend”, wenn man meint, für Menschen in Diktaturen und/oder “unzivilisierten” Weltgegenden gelten die Menschenrechte nur eingeschränkt… so im Sinne von “sind doch nur Russen/Kubaner/ Nordkoreaner/Araber…”

Aber inzwischen ist es ja in Mode gekommen, eher die kleineren Mißstände in der westlichen Welt zu thematisieren, gleichzeitig aber für für himmelsschreiende Verbrechen in anderen Weltgegenden Verständniss aufzubringen.

18. willow - Juli 21, 2010, 22:40

Niemand wird bestreiten, daß Schweden “zum Westen” zählt, durchaus auch technologisch entwickelt ist und sich seeeehr viel auf seine moralischen Standards einbildet… wie läßt sich dann erklären, daß immer häufig über solche Entwicklungen berichtet wird – wenn auch nicht hierzulande!?

http://www.forward.com/articles/129233/

Wenn es um angebliche oder tatsächliche Verfehlungen Israels geht, sind sowohl die schwedischen Politiker als auch die Bevölkerung sehr eifrig …

19. http://deinweckruf.wordpress.com - Juli 31, 2010, 0:40

Traurig aber wahr…Wie kann Israel das verantworten?

20. Lila - Juli 31, 2010, 1:09

Ja wirklich – wie nur????

Weckruf, meinst Du, wir sollten in Syrien, dem Libanon und Jordanien einmarschieren, um den Palästinensern dort ihre Rechte zu verschaffen…?

21. Piet - Juli 31, 2010, 1:56

tscha: Tut’s Israel nicht, s. #19. Täte Israel das (was natürlich völlig absurd ist), wäre es das, was es schon jetzt ist: Kriegstreiber. Und natürlich handelte es stets in egoistischem Interesse (wie der Jud halt so ist), hier: Um von eigener Schuld abzulenken, andere Regierungen zu unterminieren, US-Interessen zu erfüllen (USrael, you know), etc.pp. Es sind eben die Kennzeichen des Antisemitismus, dass der Jude tun und lassen kann, was immer er will: Er ist der Schuldige.

(Ach, jetzt weiß ich auch wieder, woher ich den Weckruf kenne, der ist schon bei ‘tapferimnirgendwo’ äußerst beliebt aufgefallen. ;-) )


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