Abschiede, Albträume Juni 19, 2009, 8:59
Posted by Lila in Edle Selbsterkenntnis.trackback
Langsam nähert sich das akademische Jahr dem Ende zu, und ich verabschiede mich von meinen verschiedenen Zuhörerschaften. Ich mag keine Abschiede, und ich mag keine Reden auf mich, Gedichte und Geschenke, aber ich nehme es tapfer auf mich. An den meisten Einrichtungen werde ich nicht weiter unterrichten, weil ich ja endlich zwei solide, feste Jobs gefunden habe - in denen ich mich auch erstmal beweisen muß. Ich bereit im Moment ziemlich fieberhaft das nächste Semester vor, es wird unheimlich viel Arbeit, und deswegen fange ich jetzt schon an, bevor das letzte Semester noch ganz abgelaufen ist.
Letzte Nacht habe ich geträumt, ich stehe vor einer Stunde über Kunst des Mittelalters, karolingische Renaissance, und bin kein bißchen vorbereitet, habe kein einziges Bild, das ich zeigen könnte, keinen Grundriß, keine Ahnung, nichts. Ich muß mir ganz schnell überlegen, was ich jetzt mache. Den Studenten Döneken über Karl den Großen erzählen? So tun, als wäre mein Laptop kaputt? Sie spontan zu einer bibliographischen Übung in die Bibliothek mitnehmen? Der Traum war so entsetzlich und so realistisch, daß ich vor Schreck erstarrt erwacht bin.
Kommentare
Sorry comments are closed for this entry



Liebe Lila,
was mir vor ein paar Tagen begegnet ist:
nach Albtaumerwachen:
wach den Albtaum zu einem guten Ende weiterträumen. Ich fand das ganz hilreich.
So weit bin ich leider noch nicht. Ich bin aus dem Bett gesprungen und habe mir alle Bücher über karolingische Renaissance, die ich finden konnte, geschnappt.
Träume sind Schäume, Lila.
Wie gut ist es zu sehen, wenn der Schaum sich aufgelöst hat, dass du ganz bestimmt viele tolle Ideen hast, wie du dich vorbereiten kannst.
In diesem Sinne…*daumendrügg*
Solche Träume kenne ich auch, ich denke, so etwas ist normal, wenn man unter Druck steht.
Vielleicht drückt der Albtraum ja nur deine Sorge über den Zustand deines Laptops aus?
Ich habe festgestellt, je schlimmer meine Alpträume sind, desto besser verläuft der Tag, bzw. die Situation auf die sich ein Traum bezieht.
.
Daher hoffe ich beim Einschlafen auf schlimme Alpträume
Hallo Lila!
Ich glaube, Du brauchst Urlaub.
Fahr mal drei Wochen an die See und spanne Dich aus.
Viele Grüße
Robert