Heute früh Mai 22, 2008, 22:53
Posted by Lila in Presseschau.trackback
sind viele Bürger und Soldaten nur knapp einer Katastrophe entkommen. Am Grenzübergang Karni (Israel-Gazastreifen) explodierte vorzeitig, noch auf der palästinensischen Seite, ein mit Sprengstoff beladener LKW. Über vier Tonnen Sprengstoff. Im einem naheliegenden israelischen Dorf wackelten die Wände und zersprangen die Fensterscheiben.
Ein genauerer Bericht bei Haaretz.
Earlier Thursday, a Palestinian bomber blew up an explosives-laden truck on the Palestinian side of the Erez crossing on the Israel-Gaza Strip border early Thursday morning. The driver was the only casualty in the attempted attack.
A spokesman for Islamic Jihad said his group carried out the attempted attack in cooperation with the Al-Aqsa Martyrs’ Brigades, an offshoot of Palestinian President Mahmoud Abbas’s more secular Fatah faction. Jihad described it as a successful martyrdom operation.
Immerhin schieben sie diesmal nicht der israelsichen Armee die Schuld in die Schuhe, das ist ja ein echter Fortschritt. Es existiert sogar ein Bekennervideo.
Kurz darauf gewaltsame Demonstrationen am Grenzübergang Eres. Die demonstrierenden Palästinenser waren bewaffnet, einige von ihnen mit RPGs. Sie warfen mit Steinen. (Ich hoffe, daß nun, nach dem tragischen Tod einer jungen Frau in Deutschland durch einen Holzklotz, der übliche Unfung von den unschädlichen Steinchen nicht mehr erzählt wird. Die Palästinenser werfen nicht mit Kiesel-, sondern mit Ziegelsteinen. Die können töten und haben das auch schon getan.)
Die Soldaten erschossen einen von ihnen.
Several hours later, Israel Defense Forces troops opened fire into a crowd of protesters at another border passage, killing a 22-year-old man and wounding 16, including three children, a Gaza health official said. The military said it was looking into the report.
Wenn man mit Waffen, darunter RPGs, zu einer Demo geht, wieso nimmt man dann Kinder mit? Ganz einfach, weil man kann. Und warum kann man? Weil man immer Israeli die Schuld zuschieben kann, wenn den Kindern was passiert. Ein bewährtes Patent.
Eres und Karni sind übrigens eben die Grenzübergänge, über die die Versorgung des Gazastreifens läuft, durch ohne Übertreibung todesmutige israelische LKW-Fahrer. Natürlich geht der normale Zeitungsleser davon aus, daß Israel aus reiner Lust am Quälen die Versorgung gedrosselt hat.
Außerdem heute passiert:
Also on Thursday, IDF troops operating in the Gaza Strip found a cache of weapons. including anti-tank missiles, hidden in a schoolyard in the Sajayeh refugee camp.
Richtig gelesen: in einem Schulhof wurden die Waffen versteckt. Rührend besorgt um die Kinder, ich muß schon sagen.
Die BBC konzentriert sich wieder mal auf das Wesentliche und titelt:
Gazan shot dead at blockade demo
Dann kleiner:
Israeli soldiers have fired at a demonstration near a Gaza border crossing, killing one man and injuring others, local medical workers say.
Wer sind übrigens local medical workers? Richtig, Palästinenser, die gewiß zuverlässig und objektiv wie stets verdient haben, als wahrhaftige Quellen zitiert zu werden.
Ein verschämtes Sätzchen erwähnt auch:
Earlier, Palestinians carried out a lorry-bomb attack at the Erez crossing.
Klingt harmlos, nicht wahr? Müssen ganz schöne Wüteriche sein, diese Israelis.
Kommentare
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“Wer sind übrigens local medical workers? Richtig, Palästinenser, die gewiß zuverlässig und objektiv wie stets verdient haben, als wahrhaftige Quellen zitiert zu werden.”
Nun, im Fall “Karni” treten die palästinensischen Quellen als Entlastungszeugen für die IDF-Grenzeinheiten auf, in dem sie erstens die Bewaffnung bestätigen und zweitens die Erstat, nähmlich das Steinewerfen als Ausgangspunkt der IDF-Maßnahmen bestätigen. Kritisiert wird definitiv die Verhältnismäßigkeit des Gegeneinsatzes, was vollständig üblich ist.
Die bloßen IDF-Meldungen [Haaretz und JPost] sind a] sich widersprechend und im Fall JPost vollkommen ungenügend, da dort gar nur eine preemtive Aktion gegen eine mögliche Terroraktionen ohne das Steinewerfen und Bewaffnete dargestellt wird. Es wird dort sogar ein Zusammenhang mit Erez [besondere Anweisung wachsam zu sein] hergestellt was wiederum in der Befehlskette im Offiziersbereich zu einer umgehenden Untersuchung der Vorfälle führen müßte.
Es lohnt sich immer die Aussagen beider Seiten zu vereinen um der wahrscheinlichsten Version [und nicht der gewünschten Version, die zu meist eher etwas sehr schwach daher kommt] Geltung zu verleihen. Mal ganz davon abgesehen das der Richter erst noch geboren werden muß der Aussagen wie “Die Palästinenser” oder wahlweise “Die Juden… lügen sowieso alle” als Beweis zuläßt.
@lila: schreckliche nachrichten. was du schreibst bestaerkt mich in meiner meinung das saemtliche hilfslieferungen fuer die palaestinenser eingestellt werden sollten. es ist deren problem wie sie ihre leute versorgen. wenn das nicht klappt ist auch dies einzig und alleine das problem der palaestinenser. ich halte alle formen von mitleid fuer absolut unangebracht. es geht darum die eigenen buerger zu schuetzen, egal ob es soldaten oder zivilisten sind. ich weiss, die meinung der welt. die meinung der welt wird sich erst aendern wenn israel zum kollektiven selbstmord uebergeht.
Grenzgänger, ich glaube nicht, daß wir die Lieferungen an die Palästinenser noch weiter einschränken sollten. Wir sollten eher international bekannt machen, daß wir liefern und was wir liefern, daß die Transporte für Waffenschmuggel verwendet werden (unter tätiger Mithilfe von israelischen Bürgern, arabische als auch jüdische), daß die Hamas davon einen großen Anteil für eigene Zwecke abzwackt und alles andere, was zu dem Thema zu sagen ist.
Ich würde eher auf lange Sicht planen, zB mit den Ägyptern zusammen, und darauf dringen, daß die internationalen Gelder nicht mehr in Waffenkauf, sonder Landwirtschaft fließen. Ein funktionierender Handelshafen wäre auch nicht schlecht. Das einzige Problem ist immer wieder, daß die Palästinenser selbst bzw die Terrorgruppen, die im Moment so stark sind, alles nur nutzen, um sich weiter zu bewaffnen.
Von daher ist Israels Forderung, die terroristische Infrastruktur bloß- und trockenzulegen, ein Geschenk für die palästinensischen Bauern und Hausfrauen und Industriearbeiter und Unternehmer.
Ich glaube nicht mehr daran, daß wir das allein machen könnten. Solange internationale Einrichtungen mit dem Terror kooperieren, wird sich leider nicht viel an den Lebensbedigungen ändern.
Allerdings müßte man auf Transportmethoden sinnen, die weniger gefährlich sind. Aber sie verhungern lassen? Wir hatten die Diskussion schon. Das bringen wir nicht fertig. Das ist keine Lösung. Die Hamasniks würden sich imme nocn dick fressen, die einfachen Familien verhungern. Da sei Gott vor, es würde niemandem helfen und keine neuen Zukunftsaussichten eröffnen.
Und Shual: grundsätzlich hast Du Recht, natürlich muß man immer alle Seiten hören. Und zu jedem Fall, in dem Menschen ums Leben kommen, wird hinterher geprüft, ob das nciht zu vermeiden gewesen wäre, und ob eine objektive Bedrohung für das Leben der Soldaten bestanden hat. Ich würde auch nie sagen, daß Palästinenser grundsätzlich lügen. Dann könnte ich ja gleich jede HOffnung aufgeben, je mit ihnen ein Abkommen zu schließen, das dann auch eingehalten wird. .
Ich meine nur, gerade der Fall al Dura hat gezeigt, daß palästinensische Stringer gibt, die die Nachrichten auf ihre Art und Weise aufbereiten. (Ich habe auch zum Fall Rachel Corrie große Zweifel, ob wir alles wissen – viele, viele offene Fragen auch in diesem Märtyrertod. Doch dazu ein andermal.)
Allzu oft haben palästinensische Quellen Israel für Dinge beschuldigt, die sie eindeutig selbst verbockt haben. Besonders eklatant mal bei einer Parade, wo jemand wild in die Gegend ballerte und Menschen ums Leben kamen. Automatisch hieß es, das war Israel, aber andere palästinensiche Quellen stellten das dann richtig. Auch die Richtigstellung mit der Explosion neulich, wo eine junge Mutter und ihre vier kleinen Kinder beim Frühstück umkamen, verdanken wir palästinensichen Zeugen.
Auch israelische Nachrichten haben sich schon als Enten rausgestellt, so wie die Geschichte mit dem Raketenträger auf einem Krankenwagen. Das sah auf den Photos so aus, wurde aber voreilig veröffentlicht und dann wieder zurückgenommen, weil es irgendwas anderes war, weiß nicht mehr was.
Ich glaube Olmert nicht, wenn er mit Kulleraugen meint, er hat nie auch nur einen Pfennig… und darum vertraue ich auch seinen politischen Einschätzungen und Schachzügen nicht. Auch die Palästinenser wären mit einem israelischen Regierungschef besser dran, auf dessen Wort man bauen kann.
Trotzdem. Wenn die Armee einen Fehler gemacht hat, gibt sie ihn normalerweise zu, entschuldigt sich und leitet eine Untersuchung ein. Nicht ideal, es wäre besser, es kämen keine Fehler vor.
Ich denke den Ausführungen von Dir ist nichts mehr hinzuzufügen.