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Ideale Bedingungen März 15, 2008, 19:36

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
13 comments

Lucifer hat ein neues Lieblingsplätzchen. Als wir ihn photographierten, haben wir gar nicht gemerkt, was gerade für ein Werbespot lief (wir stellen bei Werbung ja immer den Ton ab). Und was da geschrieben steht.
lucifer-2.jpg

תנאים אידיאלים

Tna’im idealim - Ideale Bedingungen

Katz kann lesen….

Von Hifil und Nifal März 15, 2008, 15:17

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Rat und Tat.
10 comments

Was wie ein verfeindetes oder verbündetes Brüderpaar klingt, das sind die Namen der sogenannten hebräischen Fälle. Ich habe gestern einen vergnüglichen Nachmittag mit Tertia verbracht, sie bereitet sich nämlich auf eine wichtige Prüfung in hebräischer Grammatik vor. Ich kann den Kindern in Mathe überhaupt nicht helfen (ich ergreife die Flucht beim Anblick von Formeln, außerdem kann ich micht an die hebräischen Ausdrücke für “zum Quadrat” und “Wurzel” und so nicht gewöhnen), in Literatur bis zu einem gewissen Grade, Geschichte sehr gut - und auch, ha ha, in hebräischer Grammatik. Dabei ergreift nämlich Y. die Flucht!

Ich habe noch aus Studienzeiten ein ausgezeichnetes Buch, in dem alle Verbformen mit Beispielen durchkonjugiert werden. Es gibt nur sieben sog. Fälle, nach denen sie abegewandelt werden, und native speakers machen das automatisch richtig - aber eine Verbform genau zu bestimmen, das fand Tertia sehr verwirrend. Wie hält man die sieben binyanim, die Fälle, auseinander? Manchmal ist es ganz nützlich, eben nicht native speaker zu sein. Meine in harter Arbeit entdeckten Eselsbrücken und Erklärungen halfen, auf einmal machte es bei Tertia pling im Kopf und alles war ganz einfach.

Zuerst haben wir alle Übungsblätter ausgefüllt, die die Lehrerin ausgeteilt hatte. Dann meinte sie, ich soll ihr Verbformen geben, und sie bestimmt sie - in Form einer Liste: Infinitiv, Wurzel, aktiv oder passiv, Zeit, Person, Fall. Letzteres war ihr eben vorher schwergefallen. Ich gab ihr also eine Liste besonders fieser Verbformen, mit wegfallenden Konsonanten und veränderten Vokalen. Kein Problem, sie konnte sie alle bestimmen. Dann knöpfte sie sich ihre Mutter vor. Mit dem Buch in der Hand prüfte sie mich. Ging recht glatt. Insgesamt ein fröhlicher Nachmittag.

Danach sahen wir zusammen Abendnachrichten. Auf den Inhalt achteten wir kaum, statt dessen riefen wir uns bei jedem Verb zu: hufal! nifal! kal! hitpael! Hat großen Spaß gemacht. Tertia meint, sie wird meine Erklärung an ihre Freundinnen weitergeben.

Für meine hebräisch-geplagten Leser hiermit ein Bild als Eselsbrücke, man kann die Fälle nämlich in Form einer Menora anordnen.

binyanim1.jpg

Tertia und ich haben daraus ein schönes Bild gemacht, und ich habe die Ausdrücke in lateinischen Buchstaben dazugeschrieben. Die eine Seite der Menora ist aktiv, also rot, die andere passiv, also blau. Jeder aktive Fall hat einen passiven Gegenspieler: das normale Verb, Kal, den Nifal. Die Intensivform, der Piel, heißt im Passiv Pual. Und kausative Verben stehen im Hifil, im Passiv Hufal. Nur der reflexive Hitpael ist sowohl passiv als auch aktiv, deswegen haben wir ihn lila gemacht.

Wer gern Näheres wissen möchte, der kann mir eine Mail schicken, und ich schick ihm eine ausführlichere Anleitung. Ich habe zwar die tückische Absicht, die besorgniserregend angeschwollenen Zugriffszahlen wieder auf ein überschaubares Maß zu drücken ;-) (wozu sich hebräische Grammatik trefflich eignet), aber ich will auch nicht ZU grausam sein. Ich hab auch noch eine ausführlichere Fassung der bunten Menora…

Na, wo sind die Proteste März 15, 2008, 14:07

Posted by Lila in Land und Leute.
16 comments

gegen den Bau der brutalen Apartheids-Mauer, die die Palästinenser ins Ghetto sperrt?

Öh…. die Proteste werden wohl ausbleiben. Es sind nämlich gar nicht die Israelis, die sie bauen. Sondern nur die Ägypter. Und da will die Aufregung nicht recht in Gang kommen.