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Preisfrage Februar 28, 2008, 11:15

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
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Was kommt in diesem Artikel NICHT vor?

Richtig, der Tote von gestern. Richtig, die Verletzten. Richtig, die verletzten Kinder. Richtig, die Grad-Katyusha auf dem Heli-Landeplatz des Krankenhauses von Ashkelon. (Genau die Stadt Ashkelon, die die Elektrizität für Gaza erzeugt.)

Außerdem die Kleinigkeit der zeitlichen Abfolge: daß zuerst die 50 Raketen an einem Nachmittag auf den westlichen Negav fielen und dann erst Israel leerstehende Verwaltungsgebäude im Gazastreifen beschoß.

Die israelische Luftwaffe hat gestern Abend eine Serie von Angriffen gegen die radikalislamische Hamas in Gaza geflogen. Ziele seien der leere Regierungssitz des abgesetzten palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija, das Hamas-Innenministerium und andere Einrichtungen der Organisation gewesen, teilte eine Sprecherin des israelischen Militärs mit.

Ein Angriffsziel sei auch eine Metallwerkstatt gewesen, in der nach israelischer Darstellung Kassam-Raketen gefertigt wurden. Nach palästinensischen Angaben wurden etwa 25 Anwohner und zwei Sicherheitsleute der Hamas verletzt.

Palästinensische Extremisten beschossen ihrerseits die israelische Stadt Sderot mit rund 50 selbst gebauten Kassam-Raketen.

Klingt das nicht, als wären diese Raketen eine Reaktion, vielleicht sogar eine verständliche…?, auf den israelischen Beschuß gewesen? Oder woher kommt das Wort ihrerseits?

Und zu den Toten auf der palästinensischen Seite:

Krankenhausmitarbeiter teilten mit, ein sechs Monate altes Baby sei bei den Attacken getötet worden. Auch seien ein Mitglied der Brigaden der Märtyrer von El Kassam sowie zwei Anhänger der palästinensischen Volkswiderstandskomitees ums Leben gekommen. Mitglieder der radikalislamischen Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, reagierten den Augenzeugen zufolge mit Maschinengewehrfeuer.

Kann es nicht sein, daß die Zivilisten durch das Maschinengewehrfeuer zu Schaden gekommen sind? Es wäre nicht das erste Mal. Und wieso halten sich Kinder in der Nähe von Qassam-Abschußrampen auf? Kann es sein, daß die Qassam-Banden sich wieder einmal bewohnte Gegenden aussuchen, ihre Abschußrampen sind schließlich mobil. Den Kindern wird das Märtyrertum schmackhaft gemacht, während Haniyya und Konsorten sich in Deckung bringen. Grandiose Strategie - schickt Kinder und Babies vor, die Welt wird Israel verurteilen, und die Schuldigen bleiben am Leben.

Ich bin inzwischen extrem mißtrauisch allen palästinensischen Berichten gegenüber, sie haben schon oft genug mit einer Keckheit gelogen, die nur von der Tumbheit der Medien übertroffen wird, die diese Lügen schlucken wie Eiswasser an einem heißen Tag. (Ein eklatantes Beispiel gibt Aussie Dave.)

Aber bei solchen Berichten ist es kein Wunder, daß sich das Bild vom israelischen Wüterich festgesetzt hat. Was können wir dagegen tun? Vermutlich nichts.

Leider lesen nicht alle Menschen Haaretz, wo ein genauer Bericht zu finden ist.

The fourth strike occurred several hours later near Beit Hanun in the northern Strip. The IDF Spokesperson said the strike targeted units launching Qassam rockets. Palestinian sources say the casualties were children aged 10, 12, and 14.

“If this claim is true, it’s a good reason to ask what these children were doing in Qassam launching areas,” an army official said. “We have seen in the past how terrorists use children to pick up launchers that were used to fire rockets into Israel.”

Manchmal kann man schon verzweifeln, wenn man sieht, wie die Karten immer so gelegt werden, daß wir den Schwarzen Peter haben. An einem Tag wie gestern gehört dazu schon eine ganze Portion Realitätsverleugnung. Verblendung oder böser Wille?

Kommentare»

1. Mia - Februar 28, 2008, 11:25

“Palästinensische Extremisten beschossen ihrerseits die israelische Stadt Sderot mit rund 50 selbst gebauten Kassam-Raketen.”

Das klingt auch noch so schön harmlos. Selbst gebaute Raketen - Kinderspielzeug.

Den Artikel von Spon hab ich heute Morgen auch gelesen. Kein guter Start in den Tag.

2. Lila - Februar 28, 2008, 11:34

Ich lösche alle copy-and-paste Beiträge. Ohne Ausnahme.

Den Artikel von Gellhorn durch Babelfisch jagen - das kann jeder Leser selbst tun.

3. Mikado - Februar 28, 2008, 11:35

Apropos “rote Heidi”:

http://www.n-tv.de/925827.html

Da fällt einem wirklich nichts mehr ein!

Gruß
Mikado

4. Lila - Februar 28, 2008, 11:39

Hab ich auch gerade gelesen.

laut gelacht!!!

Die Dame glaubt tatsächlich, sie kann uns Ratschläge geben. Und daß wir sie befolgen… geradezu rührend.

5. grenzgaenge - Februar 28, 2008, 16:13

ja, ja. “der jude” - ist immer an allem schuld. hast du schon nachgeplappert.. klasse gemacht ….

6. Ralf - Februar 29, 2008, 23:35

Diese Melodie in dem Videosong ist wunderschön … behauptet jemand im Kommentarbereich von YouTube. Finde ich nicht. Ich halte das für furchtbares Geplärre. Bata Illic kann besser singen und sogar der Küblböck.
Ekelhaft ist das Selbstmitleid auf dem Gesicht des Sängers. Ob die Araber, die sich in Israels Nachbarschaft als “Palästinenser” bezeichnen, schon mit diesem Gesichtsausdruck zur Welt kommen, oder lernen sie das in der Grundschule (im Fach “Elementarstufe Selbstgerechtigkeit”)?

Egal. Für den jungen “Sänger” war des bestimmt die einzige Möglichkeit, sich vor dem “Märtyrertod” zu drücken ohne vor seiner Familie das Gesicht zu verlieren.

Komische Sitten herrschen bei den Palis…

7. Stoff für’s Hirn 0301 « abseits vom mainstream - heplev - März 2, 2008, 1:12

[...] als die Terroristen. Was im Einzelnen in Hamburg bewusst verschwiegen wird, hat “Lila“ in ihren Letters from Rungholt [...]

8. Bernd - März 2, 2008, 5:43

Was Frau Putz von SPIEGEL kann ist für Sebastian Engelbrecht vom Bayerischen Rundfunk erst recht kein Problem.

Eine so dreiste Verdrehung der Geschehnisse der letzten 2 Tage hat nicht mal Frau Putz hinbekommen. Natürlich darf auch die täuschende Erklärung von „Shoa“ nicht fehlen….

http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio14290.html

9. Lektüren: 28. Februar 2008 (updated) « Freunde der offenen Gesellschaft - März 6, 2008, 7:11

[...] from Rungholt: Preisfrage - was unterschlagen die [...]