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Es ist passiert Februar 9, 2008, 21:09

Posted by Lila in Land und Leute.
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Ein Kind in Sderot schwer verletzt. Sein großer Bruder und die Mutter leichtverletzt. Direkter Einschlag in einem Haus.

Vorher war ein weiterer Einschlag in einem Wohnhaus, aber niemand ist ernsthaft verletzt worden.

Die Wunder der letzten Tage haben aufgehört. Was jetzt als nächstes passiert, weiß man nicht, aber Dutzende von Qassams sind dieses Wochenende gefallen - und das muß aufhören.

Kommentare»

1. grenzgaenge - Februar 9, 2008, 21:24

shit. war wohl nix mit shavua tov. nix mit gute woche. der anfang laesst jedenfalls nichts gutes ahnen. ich hoffe auf eine entschiedene (militaerische) reaktion der israelischen regierung, meinetwegen auch auf ein “einaeschern” (thatcher) des gazastreifens. “das muss aufhoeren”. stimmt. die reaktion sollte so ausfallen das keine zweifel mehr bleiben. ich fuerchte das lange stillhalten israels wurde von den pal. als schwaeche gedeutet. man sollte sie eines besseren belehren bevor das erste kind begraben werden muss.

2. Lila - Februar 9, 2008, 21:32

Was mit dem 8jährigen ist, weiß keiner, er ist noch in der Notaufnahme. Die Journalisten meinen, sie können nichts Genaueres sagen - noch wissen es alle Verwandten gar nicht. Außerdem kann es jederzeit wieder losgehen.

3. Marlin - Februar 10, 2008, 1:25

Langsam komme ich zu der Überzeugung, dass Thatcher im Bezug auf Palästinenser und Islam recht hat. Und das will mir überhaupt nicht gefallen. :(

Die Ereignisse der letzten Zeit geben ihm allerdings Recht.

4. ruth - Februar 10, 2008, 15:45

Dem Jungen musste ein Teil des linken Beins amputiert werden. Auch das rechte Bein ist verletzt, aber die Aerzte glauben, dass sie es retten koennen.

Heute aus den Radionachrichten und http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3504771,00.html

Die Palaestinenser feierten ihren “Erfolg” wie ueblich:
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3504695,00.html

5. Lila - Februar 10, 2008, 15:49

Ja, es ist schon toll, wie sie es inmitten einer “beispiellosen humanitären Katastrophe” immer noch fertigbringen, Munition für Freudenschüsse aufzutreiben. Beispiellos, in der Tat.

6. Miriam Woelke - Februar 10, 2008, 15:56

B”H

nana.co.il berichtete heute schon zu frueher Stunde, dass Oscher Tvito heute ein Bein amputiert wird.

7. Lila - Februar 10, 2008, 16:04

Auch auf Channel 2 oder 10 ist ihnen das gestern abend schon rausgerutscht, daß das Bein nicht mehr zu retten ist.

Ich denke noch oft an die Familie Cohen aus Kfar Darom, mit den drei Kindern, denen Füße und Beine amputiert werden mußten, nachdem eine Bombe im Schulbus losging… wie mag es denen wohl heute gehen?

8. Miriam Woelke - Februar 10, 2008, 16:48

B”H

@Lila

Von solchen Opfern hoert man hinterher kaum noch etwas. Man verschwindet schnell auf den Schlagzeilen, weil es schon die naechsten Attentate gibt.

9. Lila - Februar 10, 2008, 17:11

Aber die Gesichter vergißt man nicht. Das letzte Mal haben wir die Cohens im Fernsehen gesehen, als Kfar Darom geräumt wurde. Das und David Hatuel - das waren so ziemlich die schlimmsten Bilder.

Ich glaube, wenn ich mich hinsetze und ein bißchen nachdenke, fallen mir eine Unmege Gesichter und Geschichten noch ein, auch von den weniger spektakulären. So erinnere ich mich noch genau an eine Frau, ein bißchen älter als ich, die in Jerusalem bei einem Attentat ums Leben kam. Neueinwanderin aus Rußland, nur ihre Tochter und deren Freund waren ihre Familie, ansonsten - niemand. Sie sah irgendwie so nett aus, auf allen Bildern lächelte sie so vergnügt, sie gefiel mir einfach. Was aus der Tochter geworden ist, habe ich mich oft gefragt.

Oder das Ehepaar, sie hat bei Akademon an der Uni in Jerusalem gearbeitet, deswegen hingen bei uns in Haifa auch überall Traueranzeigen - Zippi Shemesh hieß sie. Sie kam gerade vom Ultraschall, war schwanger. Sie und ihr Mann - tot. Die zwei Kleinkinder - Waisen.

Ich glaube, wer hier länger lebt, der kann aus einem Kämmerchen im Hinterkopf jede Menge solcher Gesichter holen. Sie sind alle noch da.

Ich guck mal, ob ich sie bei One Family finde. Es ist so unfair, auch bei den Verletzten des Kriegs - wir machen weiter, und für die Betroffenen ist die Welt einfach zerbrochen.

10. Lila - Februar 10, 2008, 17:20

Ja, leicht zu finden, Gadi und Zippi Shemesh.

Yelena Konrab.

Eine endlose Reihe von Gesichtern, von Namen.

Was haben die Palästinenser nur davon? Wofür der Jubel??

11. Miriam Woelke - Februar 10, 2008, 18:06

B”H

Mir fallen auch genuegend Gesichter ein.
Zum Beispiel der Busfahrer der Linie 6 aus Jerusalem. Er war am Lenkrad eingequetscht und konnte den Bus nach der Explosion nicht verlassen.

Einmal war ich im Waschsalon und traf auf einen Philippino, dessen Arm und Gesicht teilweise verbrannt waren. Als er hinausging sagte seine Freundin zu mir: “Linie 9″.

Oder eine fluechtige Bekannte von mir, Channah Nachenberg, ueber die ich kuerzlich in meinem engl. Blog schrieb:

http://shearim.blogspot.com/2008/01/channah-nachenberg.html

12. Lila - Februar 11, 2008, 21:06

Gerade dachte ich an den Anschlag der Shemeshs, da steht bei Israel Matzav eine Geschichte von Überlebenden, Vater und Sohn.