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Kibbutz Be´eri Februar 7, 2008, 14:24

Posted by Lila in Land und Leute, Presseschau.
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So leben Menschen in Israel. Zwei Schwestern aus Kibbutz Beeri, die eine von ihnen schwanger, erzählen.

Some 15 rockets have struck the kibbutz in the last two years, so the sisters knew immediately what had happened.

They acted on instinct.

“We grabbed the children and ran to the nursery,” she said. It is one of the few protected areas in the kibbutz.

Once inside, Mor, who is five months pregnant, kept placing her hands on her stomach to reassure herself that her unborn child had survived the attack.

“I was scared,” Mor said, instinctively placing her hand on her belly.

Initially there was a shocked calm, and the children began to cry, said Bahar. Panicked parents arrived, looking for their children. Her husband came on his bicycle.

This was not a new story for Bahar and Mor, who recalled how a rocket hit near the kibbutz petting zoo recently.

“But then I was home,” said Mor.

Their experience with rockets goes back to the childhood they spent on a kibbutz on the northern border under threat of a different kind of rocket, the Katyusha. Now they are raising a second generation in the same situation.

“I came from the Katyusha to the Kassam,” said Bahar.

Initially she and Mor, who arrived at the kibbutz eight years ago, thought they had escaped the nagging threat of attack. They enjoyed the calm. Within two years, however, that sense of peace was shattered as Gazans began firing rockets at the Negev.

“We feel as if we are reliving our childhood,” said Bahar.

Muß das so sein?  Wie viele Generationen von traumatisierten Menschen ziehen wir hier eigentlich groß? Wieso scheint sich niemand außer uns selbst darüber aufzuregen, daß friedliche Zivilisten in ihrem eigenen Land pausenlos angegriffen werden? (Kommt mir nicht mit der “Besatzung”, das hat doch 1967 nicht angefangen.)

Bad news is good news Februar 7, 2008, 14:01

Posted by Lila in Bloggen.
2 comments

Ich bin anscheinend nicht so auf dem Laufenden in der Blogosphäre wie manche meiner Leser optimistisch annehmen ;-) Erst durch einen Artikel in Haaretz bin ich richtig aufmerksam geworden auf ein ganz interessantes Experiment, die Bad News Blogs. Der Initiator dieser Idee, Manfred Gerstenfeld aus Jerusalem, hat sich überlegt, was wäre eigentlich, wenn man mal über andere Länder so berichtete wie über Israel? also nur Negatives berichtete, Kontext und Positives aber konsequent wegließe?

Sein Blog Bad News from the Netherlands läßt tatsächlich beim Lesen ein düsteres Bild entstehen, Schlechte Nachrichten aus Deutschland ist nicht besser. Es vergeht einem sofort sämtliche Lust, da mal je hinzufahren.

Ich finde das besonders passend heute, weil ich mir vorstelle, wie sich Deutsche fühlen, wenn sie lesen, wie in türkischen Medien die Deutschen als fremdenfeindliche Brandstifter angeprangert werden, obwohl noch nicht mal raus ist, ob die Brandkatastrophe in Ludwigshafen überhaupt auf Brandstiftung zurückzuführen ist. Es ist nicht angenehm, wenn man sieht, wie Leute über das eigene Land vehement urteilen, ohne den ganzen Zusammenhang zu kennen.

Ich selbst fände es ermüdend, mich auf eine reine Aufzählung von Negativen zu beschränken - wie ich auch die Good News from Israel-Bemühungen selbst auf Dauer sammeln könnte (obwohl die Lektüre manchem die Augen öffnenen könnte, der das alles nicht eh schon weiß).

Mir ist mein gemischtes Blättchen lieber, Pik Sieben und Herz As, alles beieinander, wenn ich selbst schreibe. Um eine vielseitigere, offenere, ehrlichere Sicht auf Israel zu bekommen, kann ich auch Isreality empfehlen, die sich aus allem politischen Balagan raushalten und einfach erzählen. Ich versuche das ja manchmal auch, aber ich kann irgendwie nicht richtig planen, worüber ich nun für den Rest meiner Tage bloggen werde. Mal so, mal so.

Aber als Gedankenexperiment finde ich so ein einseitiges Bloggen sehr interessant. Besonders, wenn man die Links anklickt, die einen zu bad news auch aus Ländern führt, die man bisher als friedliche, idyllische Inseln wahrgenommen hat. Oh Mann, wollt ihr etwa behaupten, in Finnland und Schweden ist nicht alles Bullerbü??? Weichet von mir, Dämonen!