Nachrichtengucken Januar 18, 2008, 22:36
Posted by Lila in Land und Leute, Uncategorized.trackback
sollte ich ein für alle Mal aufgeben. Auf verschlungenen Wegen hab ich heute, zum ersten Mal seit laaangem, geguckt. Auch Y. tut sich das nicht mehr an, normalerweise, wir lesen beide Zeitung und das reicht. Außerdem reden hier ja alle sowieso über “ha-mazav”, die Lage, und je weniger ich davon weiß, desto besser. Oder auch nicht.
Ach ja. Ich hätte in den letzten Tagen und Wochen einen Qassam-Ticker auf die Beine stellen können, der seinesgleichen sucht. (Kol-ha-kavod to Aussie Dave for his qassam ticker and liveblogging!)
Im westlichen Negev fallen die Mörsergranaten und Qassam-Raketen, daß es nur so brummt. Praktisch pausenlos. Dazu kommen Scharfschützen, die in den oberen Etagen der Stadt Khan Younis nur aus dem Fenster gucken müssen, um Ziele zu finden.

Es ist nicht nur die Stadt Sderot, die ja inzwischen auch in Deutschland bekannt ist. Über die reden viele. Aber die Kibbuzniks in den Kibbuzim an der Grenze, Ein haShlosha und Nir Am und Kerem Shalom, die halten mehr oder weniger den Mund. Sie haben keine politische Vertretung. Der Bürgermeister von Sderot Eli Moyal ist überall bekannt - die Kibbuzniks kennt keiner.
Während wir hier sitzen, herrscht im Negev Krieg. Das Dilemma ist groß. Natürlich wissen wir, daß die Palästinenser diesen Terror veranstalten, um die Armee nach Gaza zu locken, eine Eskalation in Gang zu setzen und jede Einigung noch unmöglicher zu machen als sie so schon ist. Das sagen sie ja auch ganz offen, es ist keine bösartige Interpretation meinerseits, sie machen kein Geheimnis draus. Soll man ihnen also den Gefallen tun und die Armee wirklich reinschicken?
Lebten dort keine Menschen, für die der Staat verantwortlich ist - Friseurinnen in Sderot, Landwirte in Ein HaShlosha, Schulkinder - dann könnten wir ganz cool sagen, laß sie ballern, und das Gebiet sich selbst überlassen. Aber das geht natürlich nicht. Erstens leben da Menschen - und viele von ihnen können nirgendwo anders hin. So groß ist das Land auch nicht. Heute ist Nir Am unter Beschuß, morgen Ashkelon, übermorgen Yafo, nächste Woche Tel Aviv, und da trifft sich das Feuer dann mit dem aus dem Norden, das sich über Nahariya, Ako, Haifa, Hadera, Netanya bis Tel Aviv ausweiten kann.
Ist alles überhaupt kein Problem, die Palästinenser haben Waffen, die Hisbollah hat Waffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie mit ihren Grads auch größere Entfernungen überbrücken, besonders, wenn sie in der Westbank freie Hand bekommen. Wo sollen wir hin?
Das geht also nicht. Der jahrelange Beschuß zermürbt die Leute. Im Gazastreifen hat Abbas nichts mehr zu sagen, da herrscht Narren-Unfreiheit. Auch ohne den Vorwand der Besatzung wird jeder Israeli zur Schießscheibe.
Irgendwann, das wußte ich die ganze Zeit, wird die Armee was unternehmen müssen. Als der Volunteer aus Ecuador auf offenem Feld getötet wurde, ganz nah an der Grenze, dachte ich, was nun? Kinder werden verletzt, es sind nur Zivilisten, auf die gezielt wird. Soll es mich wundern, wenn das wohl in deutschen, europäischen Medien keine Schlagzeilen macht? Auch viele Aktionen der Armee finden ja kaum Echo in den deutschen Medien, auf die Schnelle find ich nur die Süddeutsche, da ist Israel letztes Item heute.
Interessant auch die Haltung von Abbas, die in dem Artikel so geschildert wird:
Israels Aktionen unterminierten die Autorität der Autonomiebehörde und trieben mehr und mehr Palästinenser in die offenen Arme radikaler Organisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad. Abbas sei vor allem darüber erzürnt, dass Israel seine Militäroperationen so kurz nach dem Besuch von US-Präsident George W. Bush in der Region forciert habe.
Nett, nicht wahr? Israelis sollen noch stiller halten, als sie es ohnehin schon tun, um Abbas´ Stellung zu halten. Hm. Und wie wäre es mal mit ein bißchen sauer sein auf die Militäroperationen der Hamas?
Tja, die Situation ist unwirklich. Wir leben im Frieden, während im Süden Krieg herrscht. Wir erwarten von der Regierung, daß sie gleichzeitig diesen Krieg beendet und irgendwie Frieden schafft. Nur weiß keiner wie. Nicht als ob ich unsere Regierung für kompetent hielte, Olmert ist ein Laberfax und nicht mal als solcher besonders gut. Aber wirklich, wer hat den mal einen konkreten Vorschlag, wie den Palästinensern die Lust am Ballern zu nehmen ist? etwas, das wir noch nicht probiert haben? wir oder die EU oder die Amerikaner?
Geld reinpumpen, sie mit Strom und Lebensmitteln versorgen, Siedlungen räumen, Gespräche, Verhandlungen, Angebote, oder aber Beschuß, Boykott, Sperrung von Geldern, Sanktionen, gezielte Tötungen von Terroristen in Aktion, Zerstörung leerer Häuser, Festnahmen, nichts hat gewirkt. Sie wollen nicht damit aufhören, es ist ihr Lebenszweck, sie haben nichts anderes, sie wollen nichts anderes. Die Palästinenser haben keinerlei Interesse daran, aufzuhören. Wir dagegen sind einfach nur müde, müde, müde.
Ich wußte doch, es ist ein Fehler, Nachrichten zu sehen! Ich stürze abgrundtief in Depressionen, wenn ich das mache.
Das nächste Item in den Nachrichten war so traurig, daß ich den Laptop holen gegangen bin. Es ging um eine Gruppe Väter, deren Söhne oder Töchter Opfer des Konflikts geworden sind - im Auto erschossen, im Armeedienst gefallen, bei einem Terroranschlag getötet. Diese Väter singen zusammen, in einem todtraurigen Chor, singen die optimistischen israelischen Lieder, ohne daran zu glauben, und finden so eine Art Zusammensein mit anderen in derselben Lage.
Ein gläubiger Mann, der seine beiden Söhne verlor (einen an einer Krankheit, den anderen bei einem Terrorüberfall), geht weiterhin in die Synagoge, ist dabei eigentlich mit seinem Gott zerfallen. und würde ihm gern harte Fragen stellen. Erschrocken über sich selbst meint er, “eigentlich bin ich ein Ketzer, daß ich zu Gott sage: du weißt nicht, was du tust”. Er wartet, ob er nach seinem Tod eine Antwort bekommt. Kein einziger Vater fand irgendeinen Sinn im Tode seines Kindes, weder politisch noch ideologisch oder religiös. Kein Triumph, kein Sieg, keine Märtyrermentalität. Einfach nur herzzerreißender Schmerz um jeden, der fehlt.
Ja ja, ich glaube, weitere Nachrichten tu ich mir nicht an. Immerhin werden die Nachrichten neuerdings von Yair Lapid präsentiert, und wie Y. anerkennend meinte: gut, daß er jetzt im Nachrichtenstudio sitzt, da kann er wenigstens nicht von sich selbst plaudern… wir sind nämlich keine Fans von Lapids Selbstdarstellungs-Talkshow gewesen und haben ihn boykottiert. Jawohl.
Ich glaube, ich beschränke mich wieder für eine Weile auf persönliche Themen…


Liebe Lila,
ich kann nur zu gut verstehen, dass Du dieser Nachrichten bzw. dieser Situation müde bist.
Ehrlich gesagt, habe ich schon so einige Male gedacht, wie man das auf diese ganze unendliche Dauer nur aushalten kann.
Vermutlich könnte ich es nicht.
Ich kann schon nicht auf Dauer hier in Sao Paulo leben und halte so manches nur aus, weil ich weiß, dass es lediglich auf Zeit ist.
Gleichzeitig liebe ich es aber auch hier zu wohnen und so stecke ich im Zwiespalt und hadere mit den Gegebenheiten, auch wenn die Dinge nun einmal so sind wie sie sind. Wo viel Licht ist, ist eben auch viel Schatten. *seufz*
Wie musst Du Dich da erst in Israel fühlen!
Traurige Grüße,
Chrizzo
Liebe Chrizzo, ich möchte klarstellen, daß ich Israel nicht im geringsten satt habe. Ich lebe gern hier, fühle mich katzenwohl und würde nirgendwo anders leben wollen.
Was mich ermüdet wie Steineklopfen ist das immer gleiche Muster: wir werden über lange Zeiträume hinweg tätlich angegriffen (wahlloser Beschuß von Zivilisten), halten still und die internationalen Medien ignorieren die Situation. Erst wenn Israel beginnt, sich zu wehren, erscheinen Schlagzeilen wie: “Ohne Gnade und Kompromisse - Israel greift an” oder “Eskalation der Gewalt - Israel fliegt Angriffe” oder “X Tote nach israelischem Luftangriff” und so weiter und so weiter.
Es ist journalistisch unredlich, es ist Verleumdung, es bedient antisemititsche Klischees (Aug um Auge…), es ist einfach falsch. Ich weiß die ganze Zeit, so wird es kommen, und sollte nicht überrascht sein, wenn es dann passiert. Die ganzen Tage, während der Süden unter Beschuß war und ich in den deutschen Zeitungen nach Echo davon suchte (hab sogar einen Leser brieflich gefragt, ob er was davon gehört hat), wußte ich: es kommt erst in die Zeitung, wenn wir reagieren.
Und es ermüdet mich ohne Ende, daß es dann wirklich so ist.
Und daraus basteln sich die Leute dann die Meinung, daß der Konflikt entweder symmetrisch ist oder aber, weiter verbreitetn, daß Israel der Aggressor ist. Und daraus wiederum ergibt sich die Ansicht, daß der Konflikt unlösbar ist.
Dabei ist alles viel einfacher.
Die Araber bzw ihr Instrument, die Palästinenser, sind der Aggressor. In dem Moment, wo sie ihre Aggression einstellen, ist der Konflikt gelöst.
Mit Einstellen meine ich: aufhören mit dem Terror, Israels Existenzrecht anerkennen, aufhören, Kriege gegen uns zu führen oder anzuzetteln, und anfangen, sich auf den Aufbau ihres Staats zu konzentrieren, statt auf die Zerstörung des unseren.
Damit wäre der Konflikt gelöst.
Solange die internationalen Medien und die Politik diesen Kausalzusammenhang systematisch vertuschen, verbauen sie die Möglichkeit, international Druck auf die Araber bzw Palästinenser auszuüben und den Konflikt zu lösen.
Sie werden wohl ihre Gründe haben, sich mit den Arabern gut stellen zu wollen. Die arabische Lobby lockt medial niemanden hinter dem Ofen hervor, die Leute glauben lieber an das jüdische Kapital. Die meisten glauben, Israel ist der große Strippenzieher, die Araber die armen Underdogs. Darum hat keiner ein schlechtes Gewissen, von uns zu verlangen, wir sollen uns hinschlachten lassen, um des lieben Friedens willen.
Die Palästinenser erschießen Bauern auf dem Feld, die komische EU-Benita fordert Bewegungsfreiheit für die armen Palästinenser. Am selben Tag. Und niemandem außer mir kommt das seltsam vor.
Und darum bin ich so frustriert und todmüde.
Liebe Lila,
dann habe ich Deinen Eintrag tatsächlich missverstanden.
Ich hatte rein interpretiert, dass Du die stetige Gefährdung und Gewalt satt wärest. Jetzt verstehe ich aber, dass es Dir um die Medienberichterstattung geht.
Viele Grüße,
Chrizzo
Wir sind ja gar nicht gefährdet, verstehst Du. Wir leben hier in Sicherheit und Ruhe, in unserem grünen, stillen Paradies, während nur ein paar hundert km weiter Raketen fallen. Eigentlich kann ich nicht nur auf die Medien sauer sein - ich muß es auch auf mich selbst sein.
Wären wir richtig anständige Menschen, würden wir alle vor der Knesset campieren oder vor dem UN-Gebäude oder uns auf den Boden an der Grenze im Süden legen! Vermutlich ärgert mich die Heuchelei der Medien nur so, weil ich mich von ihnen nur graduell unterscheide und selbst auch nichts tue.
Just in:
Hamas claims it seized would-be suicide bomber sent by Fatah to kill Gaza PM Haniyeh
Hamas claimed Saturday it has caught a would-be suicide bomber who allegedly planned to assassinate Gaza’s Prime Minister Ismail Haniyeh. Hamas spokesman Said Siyam alleged the man was sent by the rival Fatah movement, but presented no evidence. Siyam said the assailant was in custody, and that his farewell video would be posted online. Siyam said the man planned to blow himself up during mosque prayers led by Haniyeh. He also alleged that a senior aide to Fatah’s leader, Palestinian President Mahmoud Abbas, was aware of the plot. Fatah officials could not immediately be reached for comment.
Zu meinem vorhergehenden Eintrag und überhaupt: Da Israel keine weiteren Alternativen hat als die eben gängige Praxis, brauchen wir einfach nur etwas mehr Geduld und weiterhin viel Glück. Das Hamas-Problem wird sich irgendwann aus Isrelischer Sicht wie von selber lösen, genau so, wie das Fatah-Problem auch.
Katzenelson,
gute Hoffnung zu bösem Spiel
Ich würd jetzt gern irgendeine kluge Lösung aufschreiben, echt. Aber damit bin ich wahrscheinlich nicht der einzige und ziemlich sicher noch nicht einmal der klügste Kopf, der das gern täte.
Aber, falls es irgendeine Art von Balsam für deine Verzweiflung ist: Selbst SpOn erwähnt mittlerweile die Angriffe auf Israel, neulich war in einem Artikel über einen israelischen Luftangriff sogar die erschreckende Zahl von “über 200 Raketen in den letzten Tagen” zu lesen - find den Artikel leider nicht mehr, es gibt ja so furchtbar viele davon.
Ist nicht viel, ich weiß…
[...] Krieg, von dem wir nichts wissen wollen, solange die Opfer schön brav still halten, findet sich hier: Während wir hier sitzen, herrscht im Negev [...]
Verstehe ich nicht, wie man sich ueber die Medien in Europa - und gerade in Deutschland - noch aufregen kann. Oder lebst du so sehr in zwei Welten, dass dich das noch angeht?
Versteh ich nicht, wie man sich NICHT darüber aufregen kann. Aus den verzerrten Wahrnehmungen anderer Völker und ihrer Repräsentanten, sprich Politiker, ergeben sich harte Fakten, die wir am Verhandlungstisch schlucken müssen.
Ist Dir der Zusammenhang nicht klar? Jeder Europäer und die meisten Amerikaner halten es für vollkommen selbstverständlich, daß Israel die Gebiete, die es in einem Akt der verzweifelten Selbstverteidigung und ohne es zu planen erobert hat, zurückgeben muß, ohne daß eine Garantie abgegeben wird, daß von daher nicht weitere Angriffe erfolgen.
Und warum? Wegen der Hirnwäsche der Medien und der Propaganda der arabischen Welt, gegen die wir in 100 Jahren nicht anpinkeln können.
Außer uns selbst glaubt doch niemand, daß wir überhaupt bedroht sind. Paranoide Landräuber nennt man uns. Hätte es keine politischen Auswirkungen, wäre es mir egal.
Aber so kaufen sich die Palästinenser Waffen vom Steuergeld derLeute, die zum Frühstück die FAZ lesen und über Israel den Kopf schütteln - und diese Waffen richten sich gegen uns. Ganz persönlich.
Lebst Du so in Deiner kleinen Welt, daß Dich das nichts angeht?
Zwei Alltagsfacts:
1.: Es werden in Deutschland mehr Kinder getötet als im gesamten Nahen Osten insgesamt, in jedem Vergleichsjahr.
2.: Der Nahe Osten allerdings ist ein Kriegsgebiet, über das man in Deutschland gerne herablassend den Kopf schüttelt.
Shalom.
> Lebst Du so in Deiner kleinen Welt, daß Dich > das nichts angeht?
Ehrlichgesagt interessiert es mich wenig, was da so alles geschrieben wird. Unser Handlungsspielraum wird nicht durch auslaendische Medien bestimmt. Und auch nicht durch EU Kommissionen oder dem US state department. Deren Politik war noch nie gut fuer Israel. Nie.
Was bei den Verhandlungen schief laueft, ist vor allem erst mal das Versagen der hiesigen Politiker.
Leider richtig. Das liegt in unserer Hand.
Aber meinst Du wirklich, unser Handlungsspielraum wird nicht von äußeren Mächten beeinflußt? Ich wünschte, da könnte ich mir so sicher sein.
Der Propagandakrieg gegen Israel hat also Deiner Meinung nach keine Früchte getragen, die uns schaden könnten? Du sagst, deren Politik war noch nie gut für Israel. Woran mags liegen?
Ich sehe eine klaren Zusammenhang zwischen dem Propagandakrieg gegen uns (gestohlenes Land, kein Recht, Völkermord, Vertreibung, Bereicherung…), der Deligitimisierung Israels und der Schwierigkeit, unsere grundlegendsten Interessen international anerkannt, geschweige denn abgesichert zu sehen.
Die aufgezwungenen Waffenstillstände, der letzte im Sommer 06, sind Zeugen unserer Ohnmacht. Die Empörung über jeden Versuch, das Leben israelischer Bürger zu schützen, ob Entebbe oder Sicherheitszaun, sind beredte Zeugen.
Wenn wir in den Augen der Welt keine Rechte haben, wie sollen wir sie durchsetzen?
Es gibt keinen Mangel an objektiven Info-Quellen. Und es gibt da eine Reihe an ausgemachten anti-zionistische Artikelschreiber.
Propaganda wirk vor allem auf jene, die sowieso schon aus ideologischen, geopolitischen oder aus blankem Hass heraus eine Position gegen Israel bezogen haben.
Nicht erst seit gestern, das hat schon in den 20er Jahren angefangen. Die paar Artikel, die in irgendwelchen weltfremden Blaettern erscheinen, spielen keine Rolle. Das wird es immer geben.
Dass fremde Maechte gerne Einfluss haetten und den versuchen durchzusetzen, ist ja unbestritten. Trotzdem wuerde auch eine weitere “internationale Legitimisierung”( du meinst die UN, oder) nichts nutzen, da die ganzen Exterminiserungs-Phantasien von Hamas, Fatah und Co ziemlich viel irrationale Beweggründe haben. Und woran mags liegen, dass uns der Westen so behandelt? Kein Oel und keine wichtige geopolitsche Lage.
Was dagegen hilft ist tatsaechlich nur eine innere Einigkeit und ein verantwortungsvollen, humanes Handeln, dass nicht nur vom eigenen Kontostand gelenkt wird. Gerade da sehe ich gerade eine viel groessere Gefahr. Schau dir mal die Politk an, wer braucht da noch Feinde?
Ein Gedankenexperiment als kleinen Anmerkung:
Ich glaube die beteiligten Parteien in Nahost hätten spätestens in den achtziger Jahren eine einvernehmliche und friedliche Lösung gefunden, wenn die Welt in mehr als 50 Kilometer Entfernung die Situation nicht mehr in dieser Intensität und Weise wahrnehmen würde. Als Ägypten mit Israel Frieden schloss, begehrte die Arabische Liga auf, als Jordanien den Ägyptern folgte, suchte sich die Palästinenser ua. Hardliner im Irak, Syrien, Saudi-Arabien später sogar im Iran als Verbündete.
Sicherlich, die Hardliner und deren Positionen sind mit Sicherheit nicht durch die westliche mediale Wahrnehmung verursacht, aber nützlich ist sie ihnen in jedem Fall, und wenn nur in dem Sinne, dass die allgem. Öffentlichkeit in dem pal.-arabischen Agieren und deren Konsensverweigerung, ein berechtigtes Anliegen zu sehen meint. Solange man sich als Alibi für schwierige Kompromisse, oder aus Gründen des Machterhalts immer wieder auf diese Position zurückziehen kann,und dafür zumindest teilweise Verständnis findet, warum sollte man da auf wie auch immer geartete Verhandlungsvorschläge eingehen?
Liebe Lila
Ich lebe in der Schweiz. Auch hier weden, bezüglich der täglichen Raketenangriffe auf Israel, verfälschte Nachrichten gebracht und leider nicht die Wahrheit. Nur ganz selten mal wird Sderot erwähnt. Aber da ich die Nachrichten aus Israel täglich im Internet lese, bin ich auch erschüttert über die täglichen verfälschten Nachrichten im TV und all den Zeitungen bez. Israel.
trotzdem ein ganz herzliches shalom!!!
Heidi
Heute gabs “nur” sechs Raketen.
ja, so werden auch viele Leser denken “nur sechs Raketen” - und die Schreiberlinge bestätigen sie in ihrer Gleichgültigkeit mit Beiträgen wie diesem
http://de.news.yahoo.com/afp/20080121/tts-nahost-jordanien-israel-palaestinens-c1b2fc3_1.html
der geradezu typisch ist… Mitleid ausschließlich mit den unschuldigen, gequälten Palästinensern. Das ist auch die Grundlinie aller Reportagen aus den “besetzten Gebieten” gerade gestern lief wieder ein schönes Beispiel: Da wurde “die Mauer” als Kinoleinwand für den Gandhi-Spielfilm benutzt - und anschließend Bilder von mit Tränengasgranaten schießenden israelischen Polizeieinheiten, die brutal gegen friedliche Steinewerfer vorgingen…
Liebe Lila
danke für deine, echt lebensnahen und aussagekräftige Zeilen über heiliges Land und ausländischen Einstellung gegenüber Israel. Mach so weiter
Gottes reichlichen Segen
und herzliches Shalom!!!
Ab und an gibt es dann ja doch mal Lichtblicke
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=16&Param_RB=&Param_Red=9195