Stadtporträt Oktober 19, 2007, 14:21
Posted by Lila in Land und Leute, Uncategorized.11 comments
von Haifa. Lesenswert. Ich bin zwar keine “Chefa-it”, sondern für mich Landpomeranze ist Haifa einfach die nächste große Stadt - aber wenn es eine Stadt in Israel gibt, in der ich mich wohlfühle, ist das Haifa. Gestern war ich im Downtown-Viertel Hadar, wo ich früher sehr oft war - in den letzten Jahren seltener, Stadt zieht mich weniger an und ich bin öfter in den oberen Stadtzentren. Das ist eigentlich schade, denn gerade diese leicht bis schwer heruntergekommenen Viertel sind interessant. Die verschiedenen Täler und Wadis, in denen sich ganz eigene Populationen zusammenfinden. Die Ladenschilder in verschiedenen Sprachen, russisch, arabisch, englisch, hebräisch. Der schöne bewaldete Berg mit der wunderbaren Aussicht bis in den Libanon - oder bis runter weit ins Zentrum von Israel. Das dörfliche Hinterland einerseits, die Industrie-Vororte am Meer andererseits. Die weit geschwungene Bucht, die vielen Schiffe, die sich langsam übers Meer schieben. Haifa ist rauh, verwinkelt, verwirrend, bunt. Krumme alte Moscheen neben seltsam geformten Hochhäusern. Die German Colony mit ihren gepflegten Steinhäusern und guten Restaurants, auf dem Weg zum Meer - die breite Straße runter vom Bahai-Garten ans Meer.
Eine Freundin hat uns mal auf der Yacht ihres Vaters mitgenommen, so daß wir Haifa vom Meer aus sehen konnten. Das war schön. Ich träum schon seit Jahren davon, mal mit dem Schiff anzureisen. Flugreisen geben einem gar keinen richtigen Begriff von den Entfernungen, die man zurücklegt.


