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Und wo warst du, Juli 1, 2007, 23:47

Posted by Lila in Land und Leute.
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als Bambis Mutter starb?

Man könnte es für eine Satire halten.

Ihr könnt sagen, was ihr wollt. Juli 1, 2007, 7:31

Posted by Lila in Land und Leute.
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Ich bemerke, daß der neue UN-Vorsitzende ein paar offensichtlich richtige Dinge sagt.

Er ist besorgt über die Aufrüstung der Hisbollah, die gegen alle Abmachungen verstößt.

United Nations Secretary-General Ban Ki-moon on Friday called on Syria and Iran to respect an arms embargo on militias in Lebanon, and urged Damascus to better control its border with its neighbor.

A report submitted by Ban to the UN Security Council said that the two states are transferring anti-tank and anti-aircraft weapons across the Syria-Lebanon border to militant group Hezbollah.

Ban also demanded support from Syria in efforts to disarm Palestinian armed groups outside Palestinian refugee camps in Lebanon.

The UN chief expressed “deep concern” that Lebanon’s ongoing internal political instability would hinder its implementation of UN Security Council Resolution 1701, the ceasefire agreement that ended the Second Lebanon War, which calls for the disarmament of all militant groups in the region near the country’s border with Israel.

The UN chief submitted the report after receiving information from both Israel and Lebanon regarding blatant violations of the resolution. 

Er fordert Lebenszeichen der entführten Soldaten.

United Nations Secretary-General Ban Ki-moon expressed concern for the lives of the two Israeli soldiers abducted in Lebanon last summer.

Unfortunately, the situation is aggravated by Hezbollah’s persistent refusal to provide a proof of life. Worries about the fate of the two soldiers are therefore increasing. “I share deeply the anxiety of the families and call again on Hezbollah to reconsider this posture, which contradicts basic humanitarian values,” Ban wrote in a report the Security Council on Friday.

Ich halte hiermit fest, daß ich positiv überrascht bin und weiterhin verfolgen werde, wie sich die Rolle der UN in unserem Teil der Welt entwickelt.

Rund um die Uhr Juli 1, 2007, 1:08

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen.
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Vorgestern, gestern und heute hatten wir volles Programm. Nun ist auch die Grundschulzeit vorbei, Abschiedsfeier, alle Schulsachen durchsortieren, Zeugnisse (nur für Quarta, an der Oberschule gibt es wegen der vielen Streiks eine Verzögerung), eine weitere Abiprüfung… die Primus übrigens erschöpft verschlafen hat.

Eine Lehrerin rief besorgt an und war so nett, den Jungen mit dem Auto zur Schule abzuholen, noch bevor wir Eltern (auf der Arbeit) es mitgekriegt hatten. Wir verlassen uns, daß Primus allein aufsteht, und oft hat er erst später Schule, so daß wir ihn auf seine Bitten hin schlafen lassen. Nun, vorgestern hat er zum ersten Mal verpennt und ich rechne es der Lehrerin hoch an, daß sie sofort zur Stelle war. Sie ist aus unserem Kibbuz, aber das geht weit über die üblichen Lehrerpflichten hinaus. Ist aber typisch für die Schule, an der die Lehrer sich persönlich für jeden Schüler engagieren. Na ja, Primus meinte, die Prüfung war nichts, aber es ist ja nur die erste Runde des Abiturs, nächstes Jahr kommen die wichtigeren Prüfungen.

Quartas Abschiedsfeier war nett, ich habe auch photographiert, diesmal mußten wir Mütter keine Verpflegung mitbringen. Das hätte ich auch zeitlich nicht hingekriegt. Es war furchtbar heiß in der Klasse, aber die Kinder waren süß wie immer. Zweites Schuljahr auch vorbei! Von der Sekretärin hat Quarta sich mit Umarmung und Küssen verabschiedet. Sie war früher in Y.s Klasse und wir mögen sie sehr, diese Sekretärin ist ein Goldstück.

Heute hatten wir den ganzen Tag Gäste, und ich bin nie glücklicher, als wenn sich alle bei mir rund essen. Meine liebste Freundin war da, sie hat mit den Mädchen Schmuck gebastelt, Schokoladenkugeln gemacht, und es war so richtig schön, zusammenzusitzen und zu reden. Ich habe das Vergnügen nicht oft, sie wohnt weit weg und mit niemand kann ich so gut reden wie mit ihr. Sie hat ihren MP3-Player mitgehabt, Y. überspielt ihr immer Musik, die sie noch nicht kennt. Sie meinte bewundernd, “ich lerne hier ja richtig was über musika eretz-israelit”, und Y. war in seinem Element.

Schließlich wieder die ganze Familie, wie jedes Wochenende. Y. ist ja das Nachfolger-Alphatier der Familie, und ganz selbstverständlich versammeln sich immer alle bei uns. Wir achten sehr darauf, immer mit allen in gutem Kontakt zu bleiben. Uns ist es seit nunmehr 20 Jahren gelungen, uns aus allen Konflikten rauszuhalten, unser Haus gilt als neutraler Boden. Na ja, sehr große Konflikte hat es Gott sei Dank auch nicht gegeben.

Außerdem bin ich von Natur aus neugierig und verfolge das Leben sämtlicher Familienmitglieder mit. Ich weiß, was für Motive Schwiegervater in seinem Malkurs bewältigen muß, wie mein Schwager in seinem Projekt zurechtkommt, welche Kindergärtnerin letzte Woche bei meiner Nichte angefangen hat und was der Sohn der Lebensgefährtin meines Schwiegervaters zur Hochzeit tragen wird. Für mich sind diese Shabat-Spätnachmittage immer eine Freude. Die Kinder meines Schwagers laufen auf unserer Wiese rum, wir Erwachsenen trinken Eiskaffee und essen meinen Kuchen, während sich meine Kinder um die Kleinen kümmern.

Jedesmal bin ich dankbar, daß wir das haben. Die nächste Woche wird wieder anstrengend, nicht so anstrengend wie Anfang Juni… aber voll genug.