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Qassam-Ticker, wieder mal Juni 20, 2007, 21:29

Posted by Lila in Land und Leute.
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Acht Qassams heute, zwei Verletzte durch Splitter. Stromausfall in einem Kibbuz als Folge eines Einschlags.


Stolz und Vorurteil Juni 20, 2007, 20:11

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Land und Leute.
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Morgen soll in Jerusalem die Gay Pride Parade stattfinden, unter aktiver Beteiligung der Tochter von Ehud Olmert mit ihrer Freundin. Die Ultra-Orthodoxen ziehen dagegen gewaltsam zu Felde. Sie wollen es nicht zulassen.

Religiöse Skrupel schön und gut - in einem Land der Meinungsfreiheit dürfen alle zu Wort kommen. Aber die Gewalt, die die Religiösen einsetzen, überschreitet jedes Maß. Ein religiöser Vater schrieb vor einem Jahr zu ähnlichem Anlaß in der Zeitung, “ich halte nichts davon, diese Proteste so riesig aufzuziehen. Dauernd fragen meine Kinder jetzt, was sind denn Homos, und was machen sie eigentlich?” Vielleicht entdeckt ja dank der lauten Proteste noch der eine oder andere seine se*xuelle Identität neu… das nennt man dann den Bumerang-Effekt.

Für meinen Ältesten ist jedenfalls klar, auf wessen Seite er ist. “Mir sind die Homos lieber. Je mehr Homos, desto mehr freie Mädchen”, meint er knapp. Ich verkneife mir, ihn daran zu erinnern, daß die Zahl Mädchen, die durch die Homos freiwerden, vermutlich von den Lesben weggeschnappt werden.

Heute back ich, morgen brau ich… Juni 20, 2007, 14:05

Posted by Lila in Land und Leute.
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…übermorgen verbrenn ich den Union Jack! Die Rumpelstilzchen-Brigade ist wieder unterwegs. Die Queen hat es gewagt, einen begabten Schriftsteller mit dem Ritterschlag zu ehren! Das ist eine Ohrfeige für die empfindlichste Bevölkerung unseres alten Planeten! Angesichts der Bilder und Drohungen fühlt man sich im Endlos-Deja-vu…. aber man kann hoffen, daß sich die Queen davon nicht beeindrucken läßt.

Ah, walla, auch der SPon hat die Geschichte.

Die Fatwa habe Rushdie in einen “verabscheuungswürdigen Kadaver” verwandelt, daran änderten auch die Machenschaften der britischen Königin nichts, erklärte der Vize-Präsident des iranischen Parlaments, Mohammed Resa Bahonnar: “Die britische Monarchie lebt in einer Traumwelt und glaubt, dass Großbritannien noch immer eine Supermacht wie im 19. Jahrhundert ist und dass eine solche Auszeichnung irgendeine Bedeutung hat.”

Na, wenn es so bedeutungslos ist, warum so ein Trara drum machen?

Die iranische Zeitung “Dschumhuri Eslami” nannte die Queen eine “alte Ziege”.

Eine solch gewählte Ausdrucksweise hätte sich mal jemand gegen eine herausragende weibliche Persönlichkeit der islamischen Welt erlauben sollen. Ach so…hm…. so viel Auswahl gibt es da nicht.  Quod licet Jovi non licet bovi.

Die Notlage am Grenzübergang Erez Juni 20, 2007, 8:06

Posted by Lila in Land und Leute, Uncategorized.
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Ein israelischer Gerichtshof hat angeordnet, daß die Leben der Menschen, die am Grenzübergang Erez auf Hilfe warten, gerettet werden müssen. Auch Journalisten und Rabbiner sich dafür aus, zu helfen. Aber trotzdem wird das, wie es scheint, nicht geschehen, und ich habe heute früh begriffen, warum.

Ich habe nämlich heute früh ferngesehen, und in Channel 2 war Guy Bechori, ein Journalist, der das Problem in einen Zusammenhang stellte, an den ich zugegebenermaßen nicht gedacht hatte. Auch wenn ich die Analyse nicht für richtig halte, ist das wohl der Hintergrund für die israelische Entscheidung, nicht einzugreifen.

Ich zitiere aus dem Gedächtnis:

“Wir haben uns von Gaza abgetrennt, und wir sind für das Schicksal der Menschen dort nicht mehr verantwortlich, ebensowenig wie für die Jordanier oder Ägypter.”

Der Frühstücksfernseh-Host: “Aber Guy, wir sind doch verantwortlich. Wir liefern ihnen Strom, Benzin….”

Bechori: “Ja, und alles umsonst. Hast du dich mal gefragt, wieso? Sollen wir nicht gleich auch die Saudis beliefern? Wer, meinst du, bezahlt die medizinische Behandlung der Verwundeten, die wir gestern evakuiert haben? Du und ich, der israelische Steuerzahler.”

Anderer Journalist, Nir Dvori: “Trotzdem, Guy, bis es in Gaza einen Flughafen und einen Hafen gibt, so daß die Leute sich selbst versorgen können, müssen wir das übernehmen.”

Bechori: “Aber warum denn wir? Was ist mit den Ägyptern? Was sich hier im Moment ereignet, ist eine Fortführung der Diskussion zwischen Sadat und Begin über die Zukunft. Niemand will den Gazastreifen, niemand wollte ihn damals. Der Gazastreifen hat zu Ägypten gehört, und da sollte er auch wieder hingehören. Zwischen Ägypten und Israel findet gerade ein Machtkampf statt. Wer zuerst blinzelt und die Flüchtlinge reinläßt, der hat Gaza am Hals. Ihr könnt sagen, schicken wir die Flüchtlinge eben mit zwei Bussen in die Westbank. Aber bei zwei Bussen bleibt es natürlich nicht. Wer die Flüchtlinge aufnimmt, der übernimmt die Verantwortung für den Gazastreifen. Das wissen auch alle Beteiligten. Und darum wird Israel nicht nachgeben. Wir binden uns Gaza nicht noch einmal ans Bein.”

Obwohl ich trotzdem weiterhin glaube, daß humanitäre Hilfe gegeben werden muß, kann ich die Sorge verstehen, daß Israel wirklich wieder umgehend umfassend verantwortlich würde für die Palästinenser in Gaza. Und es stimmt, Gaza war ägyptisches Gebiet und die Westbank jordanisches. Vielleicht war es wirklich eine Illusion zu glauben, daß diese Gebiete zusammenwachsen und zu einem Staat werden. Aber die Ägypter machen keine Anstalten, ihrerseits die Verantwortung zu übernehmen, ich glaube, da liegt Benziman richtig.

The Egyptians are not impressed by the Israeli proposals. They even oppose the deployment of a multinational force along the Gaza-Egypt border, and there are no signs that they are in a rush to become involved in the Gazan quagmire. At least for now, the wedding Israel is planning has neither bride nor groom.

Ich höre gerade in den Nachrichten, daß Ägypten die Grenze in Rafiach verstärkt hat. Da ist nichts zu hoffen. Wir werden helfen müssen, und je eher wir es tun, desto besser.

Und eine kleine Meldung will ich hier auch erwähnen. Es gibt auch Palästinenser, die in dieser Lage nach Gaza zurückkehren Die JPost meldet, daß es ca. 20 pro Tag sind. Darunter auch Leute, die in Israel medizinisch behandelt wurden. Ich habe ja schon öfter erzählt, daß israelische Krankenhäuser Palästinenser behandeln, und sie würden noch mehr behandeln, wenn die Hamas es nur zuließe… Machtkämpfe überall.

Menschenrechte, unendliche Saga Juni 20, 2007, 7:32

Posted by Lila in Land und Leute.
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Nachdem der Rat für Menschenrechtevor wenigen Tagen beschlossen hat, daß Kuba und andere Länder nicht mehr gegen die Menschenrechte verstoßen und nicht extra beobachtet werden müssen, werden wohl Kapazitäten bei diesem ehrenwerten Verein frei.

Der Präsident des Rates, der mexikanische Botschafter Luis Alfonso de Alba, erklärte am Dienstag den Text des Kompromisses vor den Delegierten der 47 Mitgliedstaaten für angenommen. Demnach sollen künftig Kuba und Weißrussland von der Liste der durch Sonderbeobachter auf Menschenrechtsverletzungen geprüften Staaten gestrichen werden.

Dies ist der Beginn einer neuen Epoche für die Vereinten Nationen und einer neuen Kultur im Umgang mit den Menschenrechten”, sagte de Alba vor Journalisten.

Experten hatten mit der Streichung beider Länder gerechnet. Diplomaten bewerteten diese als annehmbares Opfer, um das künftige Funktionieren des Menschenrechtsrats zu gewährleisten. Zudem solle eine “regelmäßige umfassende Untersuchung” es künftig ermöglichen, sämtliche Staaten – besonders die 47 Ratsmitglieder – auf Menschenrechtsverletzungen prüfen zu lassen. In diesem Rahmen könnte Kuba nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schon zum Ende seines Mandats im Menschenrechtsrat 2009 wieder einer Prüfung unterzogen werden.

Nett, nicht wahr? Vielleicht darf in zwei Jahren auch Kuba Israel nach Herzenslust verurteilen. Wie schön, daß es eine Institution gibt, die sich zuverlässig und objektiv um die Einhaltung der Menschenrechte kümmern! Und wie gesagt, jetzt werden Kapazitäten frei.

Denn jetzt steht der Beschluß fest, wo das wirklich schwarze Schaf zu suchen ist:

The United Nations Human Rights Council on Monday voted in favor of making Israel’s actions a permanent item on the council’s agenda.

Of the council’s 47 member states, the sole opponent of the decision to make Israel a permanent agenda item was Canada.

Habe ich nicht gestern scherzhaft gesagt, daß man einfach wie bei Outlook-Erinnerungsfunktion einfach eine Verurteilung pro Monat automatisch rausschicken sollte?  Es ist schon das zweite Mal seit gestern, daß eine meiner Prophezeiungen wahr wird, aber ich kann mich nicht daran freuen. Es ist auch kein Kunststück. Auf die Anti-Israel-Liga ist Verlaß. In dieser chaotischen, unübersichtlichen Welt ist das doch schon mal was….