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Frohe Reise April 24, 2007, 9:48

Posted by Lila in Land und Leute.
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wünsche ich all den europäischen Politikern, die sich im Laufe der nächsten Monate herzlichster Kontakte mit der palästinensischen Regierung erfreuen. Vielleicht ist ein Boykott ja wirklich nicht die richtige Methode, vielleicht ist es nicht sinnvoll, die Palästinenser komplett zu isolieren. Aber sollten die lieben Europäer nicht mal zur Kenntnis nehmen, daß in der palästinensischen Regierung nach wie vor Hamas-Leute sitzen, und daß die Hamas nach wie vor Raketen auf Israel feuert, und damit auch noch strunzt…. auch wenn es in europäischen Medien nicht erwähnt wird? Das darf dann gern “Waffenstillstand” genannt werden.

Hamas’s armed wing Izz el-Deen al-Qassam said in a statement it had fired up to 30 rockets and 50 mortar shells from the Gaza Strip “in reaction to the continued Zionist crimes against our people in the West Bank and Gaza Strip.”

As mourners gathered at military cemeteries across the nation, Palestinian gunmen fired a Qassam rocket at a Negev community north of the Gaza Strip.

Auch die innerpalästinensische Gewalt geht weiter, unbemerkt von der Welt. Solange sie nicht durch israelische Kugeln sterben, kräht kein Hahn nach toten Palästinensern.

Was sollen wir gegen diese Angriffe, diese Gewaltkultur tun? Stillhalten nützt nichts - das haben wir ja monatelang gesehen. Militärische Aktionen nützen auch nichts - das haben wir letzte Woche gesehen. Wenn wir nichts dagegen tun können, vielleicht wäre dann ein internationales Einschreiten nützlich? Und wenn nur, um die Palästinenser vom Wert von Verhandlungen zu überzeugen, und zu diesem Zweck endlich alle Gewalt einzustellen? Aber alles, was die internationale Gemeinschaft (was für ein verlogenes Wort) zu bieten hat, sind rote Teppiche für palästinensische Minister. O tempora o mores.


Kommentare»

1. B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade » Ein Freund, ein guter Freund … - April 24, 2007, 11:14

[...] —————————————————————————- Siehe auch bei Lila [...]

2. Miriam Woelke - April 24, 2007, 11:43

B”H

Europaeischen Politikern geht es in erster Linie darum, den Terror so weit wie moeglich von Europa fernzuhalten. Und da werden schonmal Verhandlungen mit den Terroristen selbst gefuehrt und auf gute Freundschaft gemacht. Hauptsache keine explodierenden Busse in Berlin.

3. Jakobo - April 24, 2007, 13:11

Gute Reise? Werden sie bestimmt haben auch ohne
Wünsche…. Wenn es zu Hamas geht wird ihrem
Flieger bestimmt nicths passieren

Jakobo

4. MartinM - April 24, 2007, 14:25

Miriam, das ist ja die große Illusion: dass sich gewaltbereite Ideologen durch Zugeständnisse beschwichtigen lassen. Und das es gegen gewaltbereite “Antiwestler” hülfe, eine von vielen mitunter verfeindeten “antiwestlichen” Gruppe n, eben der Hamas, ein Stück “entgegenzukommen”.

Deshalb rechne ich kurz über lang mit explodierenden Bussen auch in Deutschland. Es widert mich an, wie perfekt deutsche Politiker und deutsche Massenmedien genau das machen, was islamistische Terroristen von ihner erwarten: aus Angst vor der Bedrohung die “gottlose” Demokratie und die “dekadenten” Bürgerrechte abschaffen und ebenso aus Angst Israel fallen lassen.
Was hilft gegen Terorristen? Davor, dass sie mit ihren Bluttaten Erfolt haben, nur eins: Sich keine Angst machen lassen.
Freiheit wird aus Mut gemacht.

5. Miriam Woelke - April 24, 2007, 16:34

B”H

@Martin

Europa hat sich sein Problem allein geschaffen, so haben sie ueber die letzten Jahre hinweg Tausende Moslems dorthin geholt. Bestes Beispiel sind Frankreich und England, wo sich die lokale Bevoelkerung bedroht fuehlt und beschwert. Um schon allein im eigenen Land Ruhe zu haben, werden Zugestaendnisse gemacht. Ganz zu schweigen von dem dazukommenden Druck von aussen durch Al Kaida etc.

6. Lila - April 24, 2007, 17:49

Wobei massive Probleme wohl erst mit dem Aufkommen des militanten Islamismus entstanden sind. Das war damals, 60er oder 70er Jahre, nicht abzusehen. Außerdem haben Kolonialstaaten wie UK und Frankreich (ich schreibe nicht “ehemalige”, weil sie immer noch Kolonien haben) eine moralische Pflicht, ihre kolonisierten Untertanen in ihren Wohlstandsstaat aufzunehmen. Da rächen sich nun die Sünden der Vorväter, einfache Lösungen gibt es nicht. Es hat auch nichts mit Israel zu tun. Zumindest nicht, bis uns die Islamisten nicht auf den Kieker nehmen, wie sie es ja letzthin zunehmend tun.

Es ärgert einen dann aber schon, wenn Engländer und Franzosen UNS boykottieren wollen, die wir selbst die Spätfolgen der europäischen Kolonialpolitik auslöffeln müssen. Sie akzeptieren das islamische Narrativ, obwohl sie es besser wissen müßten.

Da liegt eine komplette Verdrehung der Begriffe vor, die leider in Europa oft nicht durchschaut wird, da sie die eigene Geschichte betrifft. Es ist leichter, sich von Anfang an zum Menschenfreund zu stilisieren und uns als Apartheidsstaat zu verteufeln.

7. Miriam Woelke - April 24, 2007, 19:56

B”H

Wie ich von vielen Englaendern hoerte, haben sie es gestrichen satt, einen neuen Pass zu beantragen und ein Pakistani sitzt am Schalter, genauso wie am Flughafen bei der Einreise.
Franzosen fuehlen sich eh bedroht und von vielen jued. Einwanderern musste ich mir Stories anhoeren. Die franz. Polizei traut sich fast gar nicht mehr in muslimischen Viertel.

Natuerlich raecht sich bei jenen Laender die Kolonialzeit. Europa wird noch lernen, aber erst spaet.

8. Lila - April 24, 2007, 20:31

Ich gebe ehrlich zu, daß sich mein Mitleid mit diesen Engländern und Franzosen in Grenzen hält. Warum sollte es sie stören, daß Pakistanis am Schalter sitzen? Das ist ja schon Rassismus.

Und die muslimischen Viertel - tja, das Problem wird noch größer, und soweit ich höre, gibt es das auch in Deutschland. Da rächt sich in Deutschland allerdings keine Kolonialzeit, sondern manche gutgemeinte Illusion. Wie man das wieder ins Lot bringen kann - keine Ahnung. Da haben sich wohl Parallelwelten entwickelt, auf die man praktisch keinen Einfluß hat. Solange sich von diesen Parallelwelten keine Gefahr ausgeht, schön und gut. Aber sind die Jugendlichen, die dort aufwachsen, wirklich integrierbar? Wie viel Integration darf man fordern?

Ich weiß zu wenig, um das beurteilen zu können. In Israel tun wir uns ja auch damit schwer - siehe Azmi Bshara. Wie viel Liter darf man auf Staatskosten an die Karre pinkeln, derb gesagt? An die Karre, die einen bequem befördert hat? Wo verläuft die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Landesverrat, welches Gut opfert man? Das muß man sich immer wieder fragen, und die Antwort ist nicht einfach.

Meinst Du, Europa wird lernen? Halevai. Wir dienen ja als Abspaltung und böses Spiegelbild, wie in dem ollen Film mit Olivia de Havilland. Solange es noch Leute gibt, die glauben, wegen der pro-israelischen Regierungspolitik hätten die Moslems sie auf der schwarzen Liste, der ist gegen Lernen gut gefeit. Bis wir nicht von der Erdoberfläche verschwunden sind, lernt Europa nichts, ist meine pessimistische Vorhersage.

“Europa”. Ich sollte nicht so verallgemeinern. Bestimmte Europäer. Andere haben schon längst kapiert. Pardon, Europäer.

Zum Thema: Ynet.

9. david - April 24, 2007, 20:55

Jedes europaeische Land haette aus Aza schon längste einen Parkplatz gemacht und die dortige Bevölkerung nach Aegypten vertrieben.
Ich meine, die Islamisten unterschaetzen Europa und dessen Irrsinns-Potential, wenn es um entsetzliche Zerstoerungen und sinnlose Gewalttaten geht. Die Geschichte Europas ist schliesslich voll davon.

10. Lila - April 24, 2007, 21:06

Du meinst, beide Seiten hegen tiefsitzende Illusionen übereinander? Nun, bei einer Ehe würde ich das für die perfekte Voraussetzung halten ;-)

11. willow - April 24, 2007, 21:08

Das ist ja das Schlimme… wenn sich das Ganze zu lange hinzieht, könnte es zwar sein, daß Europa überlebt - aber es wäre dann bestimmt nicht mehr dieses Europa, das ich eigentlich mag, trotz aller Macken. Denn irgendwie kommen durch den Kampf gegen eine totalitäre Ideologie häufig Vertreter einer anderen, dem Übel nur scheinbar antagonistische Kraft nach oben, man erinnere sich an die 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, als u.a. wegen der teilweise irrationalen Furcht vor den Linken letztlich die Faschisten oben waren… und auch Väterchen Stalin hat zwar Hitler besiegt, stand aber nicht unbedingt für eine Welt, die ich lebenswert finde. Zeit also, daß die Demokraten endlich mal den Ar*** hochbekommen!

12. david - April 24, 2007, 21:26

Die Europaer die ich kenne haben kein Illusionen gegenüber der totalitären islamistischen Gesinnung die dort alle paar Monate Bomben in Busse und Bahnen legt - aber es gibt die Illusion, dass man sie in Ruhe lässt, wenn sie schoen still halten und ehemals engen Verbündeten in den Ruecken fallen. Wie das ausgehen mag, will ich mir jetzt nicht vorstellen, den Falzanim dort wird schon was einfallen.

13. Jakobo - April 24, 2007, 22:09

Frankreich und Deutschland kann man eh nicht vergleichen.
In Deutschland leben hauptsächlich Türken und oftmals
hab ich den auch eindruck dass sie vieles was in Deutschland
als Antiislamistisch verkauft wird eigentlich eher der
gute alte Rassismus ist. Ich befürchte oft das da der schritt
zum offenen Antisemitismus nicht sehr weit ist. Klar,
das ist ein Problem das es so nicht gibt wenn man es
von Israel aus betrachtet.

Was anderes war zum Beispiel und ich dachte ich traue
meinen Augen nicht. Beim letzten Libanonkrieg wo auf
einmal in den Medien zu hören war, dass “Deutschlibanesen”
aus Beirut evakuiert wurden. Bin mit offenem Mund dagestanden und hab mir gedacht gestern waren die es
die mit Islamisten gemeint waren und heute sind es
auf einmal ihre Landsleute die evakuiert werden.

Jakobo

14. Lila - April 24, 2007, 23:00

Das ist doch ganz einfach, Jakobo: wenn man einen gemeinsamen Feind hat, entdeckt man einander als Brueder…

15. Jakobo - April 24, 2007, 23:03

Genau das hatte ich mir auch gedacht, Lila

16. Jakobo - April 24, 2007, 23:13

Ein Jude geht am Strand entlang und sieht zufällig wie
drei palestinänsiche Kinder im Wasser fast ertrinken und
dass um sie schon ein großer Hai kreist. Ohne lange zu
denken springt er ins Wasser und rettet die Kinder. Dann
springt er wieder mit einem Messer ins Wasser und tötet
den Hai.

Ein Reporter sieht das alles und sagt dann zu dem Mann:
- Hey.. weist du was Du eben getan hast?? Ich werde
einen riesen Artikel darüber schreiben:
“Palestinenser rettet Kinder vor dem Ertrinken und tötet den
Hai!”.

Der Mann sagt… danke, danke aber ich bin Jude…

Darauf erwiedert der Reporter:
“Noch besser!!! Super!!! Dann mach ich eine ganze Titelseite
daraus!!!!
“Jüdischer Siedler ertränkt drei palestinensiche Kinder und ermordet danach ihr Haustier”

17. frank - April 24, 2007, 23:41

@ jakobo

hat deine -m.e. oft zutreffende- parabel ein copyright, oder kann ich sie ohne schlechtes gewissen in öffentlichen foren verwenden?

lg, frank

18. Jakobo - April 25, 2007, 0:09

Das ist ein Witz der mir mal erzählt wurde und
der zum weitererzählen da ist :-)

Schwarzer Humor halt… aber erzählt kommt
er besser rüber

19. willow - April 25, 2007, 10:33

“In Deutschland leben hauptsächlich Türken und oftmals
hab ich den auch eindruck dass sie vieles was in Deutschland
als Antiislamistisch verkauft wird eigentlich eher der
gute alte Rassismus ist” - ja, sicher. Aber die entsprechenden Leutschen waren schon immer Rassisten. Was im Moment neu hinzukommt, dürfte tatsächlich überwiegend Intiislamismus sein. Oder schlicht der Wunsch, in bestimmten Großstädten die öffentlichen Verkehrsmittel gefahrlos benutzen zu können, bestimmte Stadtvirtel nicht meiden zu müssen etc.

Natürlich gibt es da auch jede Menge Übertreibungen und Überreaktionen… aber im Kern geht es um Dinge wie hier im Tagesspiegel beschrieben:

“Kreuzberg vergrault die letzten deutschen Eltern.

In Kreuzberg gehen jetzt vor allem Eltern auf die Barrikaden, die sich einen Platz an der Heinrich-Zille-Grundschule erhofft hatten. Die Schule ist nicht nur wegen ihrer guten Arbeit beliebt, sondern auch wegen der vergleichsweise geringen Migrantenquote. Etliche deutsche Eltern, die dort vergangene Woche abgewiesen wurden, drohen jetzt mit dem Wegzug aus Kreuzberg, da ihnen nur Ausweichschulen mit rund 90-prozentiger Migrantenquote angeboten werden. Unter dieser Bedingung bangen sie um die Bildungschancen ihrer Kinder. Erschwerend kommt hinzu, dass sogar Familien abgewiesen wurden, deren ältere Kinder schon die Schule besuchen.”

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/24.04.2007/3220544.asp

Der Tagesspiegel aus Berlin ist auch selbst so ein Beispiel, auch in dieser Zeitung wurde alles, was im Zusammenhang mit türkisch- und arabischstämmigen Migranten negativ bewertet werden könnte, geflissentlich durch eine rosarote Brille gefiltert (über russische Zuwanderer und ihre Probleme dagegen wurde z.B. durchaus realistisch berichtet). Nachdem allerdings ein leitender Redakteur mal mit seinen Kindern im Bus durch die Stadt fuhr und prompt rassistisch angepöbelt wurde, kann man im Tagesspiegel wesentlich häufiger über die Risiken und Nebenwirkungen von Zuwanderung aus moslemischen Ländern lesen.

Der Kommentarbereich dieser Zeitung ist regelrecht spannend geworden!

PS: In Berlin und Köln, nur um zwei Beispiele zu nennen, sind die Zustände nicht soo viel besser als in den französischen Vorstädten…

20. jakobostar - April 25, 2007, 10:48

@ Willow:
MIr geht es um den Islamismus und um den
Antisemitismus.

Jakobo

21. willow - April 25, 2007, 11:05

Ja, als hätten wir nicht genug Probleme mit den Nazis zeigt sich nun auch in Deutschland immer deutlicher, daß der Antisemitismus aus der moslemischen Ecke ein noch viel größeres Problem ist.

Interessant auch hierzu die Kommentare im Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/palaestinenser-hamas-waffenruhe/100432.asp

22. Manfred - April 25, 2007, 17:17

Was die oben zitierten “Dutsch-Libanesen” angeht: Das sind m.W. deutsche Staatsbürger libanesischer Herkunft. Und die werden selbstverständlich behandelt wie alle anderen deutschen Staatsbürger auch. Es ist üblich, dass die Regierung versucht, Deutsche aus Krisengebieten herauszuholen und dabei keinen Unterschied zwischen gebürtigen und eingebürgerten Deutschen macht. Alles andere wäre ja wirklich rassistisch.

23. willow - April 25, 2007, 17:33

Hmm, völlig richtig… der Haken ist, das zu dieser Gelegenheit ans Licht kam, daß eine ganze Reihe von deutschen Bürgern libanesischer (d.h. überwiegend arabisch/palästinensischer) Herkunft (a) über eine in diesem Fall nicht erlaubte doppelte Staatsbürgerschaft verfügten und/oder (b) zwar ihren Lebensmittelpunkt im Libanon haben, aber hier in D. Sozialleistung beziehen. Wie gesagt, nicht alle - aber doch ein erheblicher Anteil. Da war z.B. die Familie, die -da sie ja im Libanon leben- ihre vom Sozialamt gemietete Wohnung weitervermieteten…

Bei der Gelegenheit zeigte sich übrigens auch, daß man in D. keine Probleme mit einer Hisbollah-Mitgliedschaft bekommt, auch das Demonstrieren mit Hisbollah-Fahnen ist in D. völlig OK. Konsequenterweise wurden einige Krawallmacher, die am Straßenrand mit israelischen Fahnen provozierten, in Schutzhaft genommen - und wegen dieses Propagandadeliktes vor Gericht gestellt.

24. Jakobo - April 25, 2007, 17:55

Mir ging es eher darum, dass in der Presse an einem
Tag genau diese leute als islamisten oder sozialbetrüger
dargestellt werden, und in einem anderen Moment als
gefärdete Deutsch die vor den israelischen Angriffen
gerettet werden müssen.

Der Sensationalismus ist nicth willkürlich.

Jakobo

25. willow - April 25, 2007, 19:54

Nun, vielleicht ist es ja doch nicht die große Weltverschwörung - möglicherweise sind nur die Journalisten & Redakteure hin- und hergerissen zwischen ihren 68er-Reflexen (USA & Israel böse, Antiimperialistischer Wiederstand gut) und der aufdringlichen, geringfügig komplexeren Realität?

http://wiedenroth-karikatur.de/detail/1177086847_view.html

26. willow - April 25, 2007, 21:40

Auch interessant:

http://jungle-world.com/seiten/2007/17/9825.php

27. Lila - April 25, 2007, 21:52

Puh. Manchmal will man gar nicht mehr Mehr wissen. Leider gehen meine eigenen Erfahrungen auch in diese Richtung. Ich hatte heute ein kurzes, aber intensives und interessantes Gespraech mit einem der haertesten Kritiker der linken Sprachregelungen. Er meinte, der McCarthyismus der 50er Jahre war ungefährlich, weil er als solcher zu identifzieren war. Der McCarthyism der politischen Korrektheit ist viel gefährlicher, meinte er, weil schwer zu fassen.

Vielleicht schreibe ich da mal mehr drüber, wenn ich den Menschen noch mal zu fassen kriege. Ein absichtlich garstiger Provokatuer, gegen den Broder wie ein backe-backe-Kuchen-spielender Wonneproppen wirkt…. und das will was heißen.

28. frank - April 26, 2007, 12:38

@ jakobo

wenn ich mir die akt. berichterstattung zu den jüngsten paläst.-israelischen auseinandersetzungen in den dt. medien so ansehe, kann ich über den witz leider gar nicht mehr so richtig lachen. :(
von den paläst. raketenangriffen, die die reaktion der idf provozierten, ist kaum mehr die rede …

@ lila

als bekennender ‘linker’ finde ich den broder (trotzdem) genial und zitiere ihn nicht selten.

29. willow - April 26, 2007, 13:25

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6586905.stm

“This is the first time Hamas has fired rockets into Israel in five months”

ohne Kommentar…

30. Lila - April 26, 2007, 14:01

Es wäre schon richtig, wenn sie schreiben würden, “the rest of the rockets were fired by the Islamic Jihad and other groups, some also by unaffiliated freelancers….” Ich weiß nicht mal mehr die Anzahl Raketen, die wir seit dem Abzug aus Gaza kassiert haben…

31. willow - April 26, 2007, 14:13

… aber genau das schreiben sie eben nicht. Mal ganz davon abgesehen, daß Herkunft und Absender der Raketen auch nur sehr schwer nachprüfbar sind. Aber natürlich glauben wir (vermittelt durch die Medien) den Verlautbarungen der palästinensischen Terroristen, das sind total vertrauesnwürdige Leute - ganz im Gegensatz übrigens zu den Israelis. Es ist zum Speien!

32. frank - April 27, 2007, 8:33

zum zeitpunkt des libanon-krieges lief auf diversen dt. sendern eine kurzreportage namens ‘katjuscha-land’. das war das letzte mal, dass ich im dt. fernsehen etwas über palästinensische raketenangriffe sah …
man darf sich also über das verzerrte bild vieler deutscher zum israel.-paläst.-konflikt nicht sonderlich wundern. leider!

33. Fusel - April 27, 2007, 10:59

gerade was die Medienberichterstattung aus den palästinensischen Gebieten betrifft habe ich kürzlich eine sehr gute Doku gefunden. Es ist unglaublich wie sehr NAchrichten verzerrt oder erfunden werden, aber schaut’s euch mal selber an….sorry falls ihr den clip schon kennt.

http://video.google.com/videoplay?docid=3330818905742409257

34. Lila - April 27, 2007, 11:10

Ja, die Pallywood-Serie hatte ich auch schon mal verlinkt. Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur die Palaestinenser versuchen, ihr Narrativ by hook or by crookdurchzubringen. Aber das sind schon recht happige Sachen. Hier kommen Aufnahmen wie der Tote, der von der Bahre springt, in den Fernsehnachrichten.

Übrigens hat sich unsere Armee auch schon mal geirrt, so vor einem Jahr war ein großes Trara, daß auf Wagen des Roten Kreuzes Qassams montiert wurden oder so, das war dann aber doch nicht so.

Ich will nicht kleinreden, daß es den Palästinenern insgesamt miserabel geht. Aber ich wünschte schon, daß die Medien mal ein bißchen tiefer buddeln würden, was Gründe des Leids und damit auch Zukunftsaussichten angeht. Kein Arzt fängt eine Therapie ohne Anamnese an, wieso geht das dann beim Nahostkonflikt?

Vielleicht sollten wir als Medien-Konsumenten diese weniger plakative, kritische, tiefer bohrende Berichterstattung fordern. Mir scheint, mit dem Bloggen machen wir einen Schritt dazu.

Zumindest danach zu urteilen, daß Blogs manche Journalisten nervös machen…. und sie uns zum Kasperltheater erklären… aber der Kasper mit der Pritsche hat eben manchmal doch etwas zu sagen.

35. willow - April 27, 2007, 15:02

Um den Darstellungen in den Medien noch die Krone aufzusetzen hier der Kommentar von HMB zu einem “Junge Welt” - Artikel:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/stuermers_kinder/

wenn das alles nich so traurig wär, was könnte man lachen…