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Über Demographie und Opferzahlen Februar 17, 2007, 1:08

Posted by Lila in Land und Leute.
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Ein interessanter Artikel von Gunnar Heinsohn in der Welt. Leider werden die, die ihn lesen müßten, ihn nicht lesen, sondern nach wie vor glauben, daß Israel die meisten toten Araber auf der Kappe hat. Haben wir nicht. Das können die ohne uns viel besser.

Weil man in Gaza bisher sein Heil von der Vernichtung Israels erhofft, sind dort vergleichsweise wenige Opfer zu beklagen. Das liegt daran, dass eine Seite des Konflikts nicht wahllos tötet, sondern nach Angriffen der Gegenseite meist gezielt zurückschlägt. Bei rein arabischen Kämpfen liegen die Opferzahlen so viel höher, weil beide Seiten versuchen, ein Maximum an Gegnern auszuschalten. Gaza kommt diesem Zustand näher. Je schwerer es wird, Juden anzugreifen, desto deutlicher wird, dass nicht sie das Hauptproblem der Palästinenser sind, sondern ihre zornigen Jünglinge. Noch vor der Vollendung des israelischen Abzugs aus Gaza stiegen dort die einheimischen Tötungen. Bereits für das Jahr 2005 registrierte die Palestinian Human Rights Monitoring Group mehr Tote bei Bandenschießereien und Fraktionskämpfen als beim Krieg gegen Israel.

Die Gefechte zwischen Hamas und Fatah forderten seit Dezember 2006 über 130 Tote. Beide Seiten werfen sich gegenseitig schwere Massaker vor. Die Verletzten machen ein Vielfaches der Toten aus. 18- bis 20-Jährige schießen sich gegenseitig in die Beine, um ihre eigene Marschüberlegenheit zu steigern. Da sie dabei Masken tragen, schießen längst auch Brüder auf Brüder. Viele dieser Beinverletzten finden Hilfe in israelischen Kliniken und kommen nicht umhin, dort die Hintergründe ihrer Verkrüppelung offenzulegen.

Traurige Zustände. Die meisten Araber werden von Arabern umgebracht, nicht von Israelis.  Das haben aber bisher nicht viele Menschen zur Kenntnis genommen. Es kann ja einfach nicht sein.

Und wieso trotzdem weniger Israelis ums Leben kommen als Araber? Weil die israelischen Sicherheitskräfte alles tun, um zivile Opfer gering zu halten. Weil wir unsere Kinder nicht als Steinschleudern und menschliche Schutzschilde mißbrauchen. Weil wir unsere Armeebasen, Abschußrampen und Waffenmagazine nicht in Hinterhöfen oder Wohnsiedlungen unterbringen. Weil wir Bunker und Schutzräume und horribile dictu Schutzzäune bauen.
Wenn man sich die demographischen Verhältnisse ansehen, haben wir aber trotzdem keine Chance.

Aber die 15- bis 29-jährigen Krieger, die jetzt um die Macht in Gaza kämpfen, rekrutieren sich aus einer Generation von 190.000 Mann – mehr als zehnmal so viele wie die Stammväter. Gewiss müssen die zwischendurch Atem holen und ihre Wunden verbinden. Wer solche Pausen jedoch als ersten Schritt zum Frieden deutet, vergisst die 350 000 Knaben des Gazastreifens. Die ältesten von ihnen werden gerade 15. Da sie 20-mal so stark sind wie die Abbas-Generation, können sie ganz gelassen auf ihre Stunde warten. In Deutschland folgen auf 100 Männer im Alter von 40 bis 44 Jahren nur noch 50 Knaben im Alter von null bis vier, im Gazastreifen sind es 464.

Da wir ja jeden Abend in den Nachrichten sehen, wie diese Jugend indoktriniert und sozialisiert wird,  kann man sich den Fortgang denken.  Sie tut mir sehr leid, diese Generation, die von gewissenlosen Anführern manipuliert und um ihre Zukunft betrogen ist – aber wir werden uns trotzdem wehren müssen.