Freundliche Gesichter Dezember 4, 2006, 1:26
Posted by Lila in Bloggen.trackback
bei uns zu Besuch, das habe ich gern. Als ich nach Israel zog, stellte sich eine stetige Karawane geliebter Menschen bei mir ein: Freunde, Freundinnen, Bekannte, Familie, Kollegen meiner Eltern, Leute, die mich um drei Ecken kannten… irgendwie fanden alle den Weg zu mir. Viele Leute wollten gern nach Israel, und besonders in den Rabin-Jahren lebten wir ja alle in dem wunderbaren Gefuehl, dass die Nahostkrisenzeit bald schon wie ein boeser Traum hinter uns liegt. Hm ja, bis dann irgendwie das Erwachen in Form von Rabinmord, Intifada und Terrorwelle kam und sich jahrelang kein Mensch mehr in unsere Naehe wagte, ein paar besonders schaetzbare Unbeirrte ausgenommen.
Es macht mir Mut, dass sich die Lage wieder veraendert hat. Ich bin weder vom Statistischen Landesamt noch vom Tourismus-Ministerium und meine Messinstrumente sind subjektiv und damit wissenschaftlich wertlos - doch ich fuehle in den letzten Monaten, im letzten Jahr einen herzwaermenden Anstieg der Besucherzahlen. Die Runde durch den Kibbuz mit den vertrauten Ankerplaetzen mache ich wieder regelmaessig, mal mit Gruppen (Volunteers und deren Angehoerige, Leute, die irgendwie von mir gehoert haben, Gaeste aller Arten), StudentInnen aller Studienrichtungen (wie viele nette Leute kenne ich in Deutschland, die den Kibbuz erforschen - weitaus mehr als in Israel! da kenne ich genaugenommen nur einen), Freunde und Familie, und zunehmend auch Blogfreundschaften. Ist das nett, wenn Stimmen, die man bisher nur im virtuellen Raum gehoert hat, auf einmal durch unser Wohnzimmer klingen!
Allein im letzten Monat waren es, hm, mindestens sieben verschiedene Gaeste, Familien, Leser, Leute, die ich direkt oder auf Umwegen per Blog kennengelernt habe. Wieder ist meine Schlussfolgerung von garstiger Unwissenschaftlichkeit, da der Stichprobenumfang keiner Kritik standhielte. Aber wirklich, sie waren alle nett und ich hatte sie alle gern hier. Ja, Euch meine ich! Die Heldenfamilie mit den Ritterknappen, die mit einzigartigen Geschenken beladene Mischpoken-Mutter, ach, alle wie sie da waren. Jeder hat mich bereichert, mir was erzaehlt, das ich noch nicht wusste, und mich auf die eine oder andere Weise beeindruckt.
Dass sich ueberhaupt wieder Leute nach Israel trauen und so viele den Weg in unsere abgelegene Ecke finden, das freut mich doch. Ich nehme das als gutes Zeichen, bedanke mich und freue mich auf den naechsten Gast.



Hej hej meine liebe Lila, erst seit Ihr dran und dann komme ich wieder aber nicht alleine , ich komme en mass, also na Du weisst schon. Ich ärgere mich übrigens heute noch das ich nicht erst nächsten Tag gefahren bin und mit Dir viel liebr die Nacht durchquatscht habe. ABER dann hätte ich ja nicht die netten Soldaten mit der netten Bemerkung auf meine Kinderzahl :ob ich den orthodox wäre (hihi), an der Kreuzung kennen gelernt.
So nun muss ich ins Bette, puh heute ist ja schon da.
Lie Grü an deine mispacha und Nachschub an Lakritz kommt bestimmt (waren das eigentlich die Richtigen ?????)
Anneka im Schlafzustand
hallo lila, fast wär’s noch eine mehr gewesen, ich hatte auch mit dem gedanken gespielt, dich zu kontaktieren als ich im lande war.. hat leider nicht geklappt. aber da ich ja zu den unbeirrbaren gehöre, ins lande komm ich auf jeden fall wieder, also vielleicht nächstes mal
liebe lila,
im februar bin ich auch wieder im lande und werde bestimmt vorbeischauen
heute werde ich den konkreten termin festmachen und buchen !
herzliche gruesse,
grenzgaenger
Nur zu, Ihr Lieben, Ihr sollt mir alle willkommen sein. Ein Muffin oder ein zur Chamsa erweitertes (und somit koscheres!!!) Schweinsoehrchen seid Ihr mir allemal wert ;-)))
Hallo Lila,
wie schön, dass du Leute hast, die dich besuchen kommen. Meine Leute trauen sich immer noch nicht so recht her. Das mag aber auch daran liegen, dass ich im schlimmen Jahr 2001 hergezogen bin — so hatte niemand die Gelegenheit, in den “ruhigen” Jahren davor ein bisschen vorzuschnuppern. Ausserdem lebe ich nicht im Kibbutz — das macht sicher auch was aus.
Übrigens bin ich durch Savta Dotty auf deinen blog gestossen, die ganz erstaunt war, dass ich ihn nicht schon kannte. Seither lese ich eifrig mit, und ich muss sagen, du spornst mich an, selber wieder mehr zu bloggen. Danke dafür!
Liebe Grüsse,
Jeanne
Liebe Jeanne, das ist ja fein! Ich baue mir hier im Laufe der Zeit ein richtiges Netzwerk auf, “Deutsche Mütter im Hl. Land” …. ich glaube, da kommt mit der Zeit doch mehr zusammen, als gedacht. Prima. Wenn ich meine Blogroll auf Vorderroll bringe, bist Du mit dabei.
Yair ist ein sehr hübscher Name! Ich habe eine Schwäche für Namen, die mit aleph oder yud anfangen.
Und ich wußte gar nicht, daß Savta Dotty mein Blog kennt. Welche Ehre!
Gibt es denn viele “Deutsche Mütter im Hl. Land”? Ich habe nämlich leider so gar keine deutschen Kontakte hier…
Savta Dotty ist ganz begeistert von deinem Blog und hat ihn in den höchsten Tönen gepriesen, obwohl sie ja kein Deutsch spricht. Sie hat mir erzählt, dass sie ihn manchmal durch ein Übersetzungsprogramm jagt, um wenigstens ein bisschen zu verstehen. Das heisst doch was!
Liebe Lila!
Da du gerade bei dem Thema bist, darf ich dich erinnern…?
Liebe Grüße!