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Kassandra in der Küche September 5, 2006, 15:42

Posted by Lila in Kibbutz, Kinder, Katzen, Land und Leute.
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Die Zeit vergeht, und ich erhole mich nicht von meinen üblen, üblen Vorahnungen. Ich fühle mich wie eine Kassandra, es ist mir geradezu unangenehm. Alle Welt ist schon längst dazu übergegangen, Lösungen zu suchen und zu drechseln, hier eine Truppe, da ein Abkommen, geheime Verhandlungen, Untersuchungsausschüsse, dazu sind hinterher alle soo viel schlauer, überraschenderweise. Alles ganz normal, nicht wahr.

Ich aber habe das Gefühl, ich muß mich in Haifa an eine Straßenecke stellen und allen in die Ohren schreien, “ist euch klar, daß die Welt bereit ist, uns aufzugeben? daß die meisten Menschen im Westen den Staat Israel für ein überflüssiges Ärgernis halten? daß niemand die iranische Atombombe stoppt? daß es keinen kümmert? daß wir es nicht geschafft haben, unsere Existenzberechtigung außer Zweifel zu heben?” Natürlich mache ich das nicht, es würden sich auch sofort Leute einfinden, um mich zu beschwichtigen. Ich habe auch nichts Konkretes in der Hand, keine Beweise, nichts. Ich lese nur wenige Artikel zu Ende, bin auf News-Entzug, und statt Nachrichten zu sehen, spiele ich mit den Kindern Romme, wenn der Abendbrottisch abgedeckt ist. Ich will sie für die schwierigen Ferien entschädigen, habe alles andere, inklusive Bloggen, ganz zurückgestellt.

Und wenn ich Time Hanes´optimistische Einschätzung der Kriegsfolgen lese, Krauthammers eiserne Entschlossenheit, alles am Ende positiv für Israel zu werten, Barry Rubins Abwägen der tatsächlichen im Gegensatz zur wahrgenommenenen Lage der Armee und der israelischen Gesellschaft, das alles kommt mir viel zu rosig vor. Ich lese diese Artikel, und ich finde keinen Faden, der sie mit meinen inneren Stimmen verbindet. Symptome, Äußerlichkeiten. Wird der Staat Israel überleben? Gläubige Juden werden sagen, er wird nicht überleben, weil er ein Staat wie für Goyim ist und das jüdische Volk in den Staat nicht hinübergerettet hat, was sein Überleben über Generationen bedeutet hat. Und Außenstehende werden sagen, daß der Staat Israel von Anfang an keine Existenzberechtigung hatte. (Wieso Jordanien aber eine hat, das kann mir keiner erklären - JEDER Staat außer Israel, egal wie oder was oder wer, hat eine!) Und daß die Welt besser sein wird ohne Israel.

Der einzige Artikel, den ich in den letzten Tagen mit großer innerer Zustimmung gelesen habe, war von Fania Oz Salzberger (ja, Tochter des…). Sie ermutigt mich, als spräche sie mir persönlich zu.

We spoke about depressing?

Indeed. People here are sad, and scared about being so sad. But the depression is not only natural and understood, it is also a stimulus for mental and practical repair – in the army, local and national government systems, and public discourse. Less arrogance and more insights. Meanwhile there are reasons to be sad, and that’s completely legitimate both for individuals and for the national mood.

So please do pay attention now and then to our great privilege, which is the result of hard work and a powerful economy: Feeling the bitter taste of broken expectations and the failure to meet the standards we set for ourselves. Saying difficult, tough things about ourselves in the midst of a lively public arena and a media that ranges from active to hyperactive.

Hearing diverse voices (and I believe we should be hearing more and more of them), including those of Arab Israelis, objectors to the war, and those who want us to capture Beirut - and cursing at them via online talkbacks because this is a free country.

Any attempt to produce here a “united front under fire” was doomed for failure, and hooray to that failure! Hebrew newspapers and websites published responses and blogs from Lebanon in the midst of fighting. The Museum of Islamic Art in Jerusalem presented, in a variety of summer events, the grand tradition of Muslim civilization.

We didn’t have a united front, but we did have plenty of human solitary and open discourse. Fundamental interests of Israeli society, its cultural infrastructure, and in depth moral discussion did not collapse and were not silenced.

 

All this, dear friends, is what we refer to as a “civil society.” At its best. And no, the writer is not in the business of comforting. We’re in pain now. But if this pain is the beginning of a cure, examining reality is the beginning of the repair process.

We may have won this war, and we may have not. Meanwhile, we need to fix – and to do that, we can’t be feeling bad only. So let’s get the ball rolling, with a little proportion.

Vielleicht habe ich einfach zu viele deutsche Foren gelesen, während des Kriegs, Leserbriefe und Leuten zugehört und mir diese Stimmen zu sehr zu Herzen genommen. Vielleicht sehe ich ja zu schwarz. Jedenfalls fällt es mir schwer, zu bloggen, wenn ich nichts als miese Bauchgrummelvorahnungen zu bieten habe - oder aber die ganz alltäglichen Geschichten von vier Kindern, die wieder in die Schule gehen.

Wir machen jedes Jahr die Vorbereitung auf die Schule, wie wohl die meisten Familien, besonders schön und versuchen, den Übergang in die Routine so sanft wie möglich zu gestalten. Ich habe meine glücklichsten Stunden, wenn ich in den Töpfen rühre und die Kinder am Küchentisch ihre Hausaufgaben machen. Das sind die kleinen, tief befriedigenden Freuden des Alltags. Ich bin so dankbar dafür, genieße jeden Moment. Bedeutet das aber auch, daß ich jeden dieser Momente bloggen muß?

Primus hat eine Freundin, ein nettes, ganz schüchternes, stilles Mädchen. Er war ein bißchen bange, wie seine Mutter reagieren würde, und ich wußte es auch nicht. Aber da das Mädchen so brav, lieb und freundlich war, als sie das erste Mal zum Abendessen hier war, lief alles ganz friedlich ab. Tja, die Kinder lassen sich nicht im Gitterbettchen halten, da führt kein Weg dran vorbei. Noch ist diese Beziehung sehr brav und fast noch kindlich, aber das wird vielleicht nicht lange so bleiben. Und ich habe noch Glück mit Primus, daß er sehr ehrlich ist und mit mir seine Angelegenheiten durchspricht, so daß ich mehr oder weniger weiß, woran wir sind.

Der Beruf der Mutter, und das macht ihn etwas problematisch als einzige Lebensplanung, bedeutet von Jahr zu Jahr ein sich-Zurückziehen aus den Angelegenheiten der Kinder. In anderen Berufen steigt man langsam aber sicher zu neuen Kompetenzen auf, aber beim Muttersein wird man im ersten Jahr am stärksten beansprucht. Danach verringert sich langsam das Kompetenzprofil. Man merkt es nicht, weil man ja ständig zu tun hat und die Verantwortung so groß ist und die Probleme immer komplexer werden. Doch je komplexer werden, desto lieber packen die Kinder sie selbst an.

Und auch ganz schlichte Sachen packen sie lieber selbst an. Secundus erzählte uns erst gestern grinsend, wie er sich vor zwei Monaten auf der Kegelbahn mit einem “Arssss” (”Proll”?) geprügelt hat, und meine Predigt zum Thema “Prügel auf der Kegelbahn” fiel aus, weil die Sache sowieso verjährt ist. Und hätte ich mich etwa auf den Arss werfen sollen, um ihm zu zeigen, daß niemand meinen Goldjungen anfaßt? Das taugt nur als Witz. Secundus, mein Raufbold, kommt prima selbst zurecht. Er war gerade mit der Jugendgruppe des Kibbuz drei Tage in Eilat und nein, dort hat er sich nicht geprügelt. Aber Mama hat er auch nicht gebraucht.

Bei Quarta kann ich noch helfen. Als sie gestern verweint nach einem Streit mit ihren Freundinnen zu Hause ankam, war Mamas Schoß ihre Zuflucht. Aber als sie sich dann beruhigt hatte, löste sie den ganzen Konflikt selbst, indem sie bei der besten Freundin anrief und ihr erklärte, “das und das hat mich sehr gekränkt”, und die Freundin sofort sagte, “oh, das war keine Absicht, entschuldige bitte” - womit die Sache aus der Welt war. Ich bewunderte Quarta im stillen sehr, wie eloquent und ehrlich sie das Gespräch mit der Freundin führte, und wie genau sie ihre Gefühle benennen konnte. Das war schon sehr erwachsen, ja besser als viele Erwachsene das können.

Ich war sehr stolz, und ich weiß, daß es gut für sie ist, diesen Konflikt allein aus der Welt geschafft zu haben - aus kleinen Meilensteinen besteht der große Weg in die Selbständigkeit. Aber dieses Muttergefühl, zu Hilfe eilen zu wollen, alle Feinde aus dem Weg zu brüllen oder plattzuwalzen und die Welt davon zu überzeugen, daß meine Kinder Vorfahrt haben, immer und überall, unentbehrlich zu sein - das muß man zügeln, sonst tut man dem Nachwuchs keinen Gefallen. Ich zügle es also, es hat ja auch Vorteile.

Ach ja, und ich helfe Tertia bei den Englischhausaufgaben, da habe ich doch noch meinen Wert. Und um mich im Romme schlagen zu lassen, bin ich auch noch da.

Übrigens hat mein nachlassender Blogeifer auch sehr gute und schöne Gründe: ich habe nämlich, nach langen Monaten des Pessimismus, ein paar schöne Angebote fürs nächste Jahr, und habe ein paar der in Aussicht gestellten Angebote tatsächlich bekommen. Ha ha. Ich sitze also wieder mal und bereite Material vor, was ich ja stets in großer Ausführlichkeit mache. Ich habe das Bloggen also in meiner Prioritätenliste ein bißchen runterstufen müssen.

Übrigens hat es mich mit großer Dankbarkeit erfüllt, als die Frau, die im Kibbuz für Arbeit, Einkommen und ähnliche Dinge zuständig ist, mir sagte, “wir haben dich nicht gedrängt, eine Arbeit im Kibbuz anzunehmen, um diese Zeit zu überbrücken, weil wir gesehen haben, daß du gerade dabei bist, dich beruflich zu etablieren. Deswegen haben wir dich auch nicht im Budget runtergestuft, wie wir das bei anderen Leuten manchmal in so Situationen machen. Wir hatten das Gefühl, es lohnt sich, in dich zu investieren und dir einfach zu vertrauen. Und das war ja wohl richtig”. Ich weiß, ich weiß, viele Leute klagen über Kibbuzim und meinen, sie haben sich NIE frei entwickeln können, weil das doofe Kollektiv sie immer dran gehindert hat. Ich aber weiß, ohne die Unterstützung dieser Lebensform wäre ich nie aus den Füßen gekommen. Mir tut es sehr leid, daß nun im Januar auch unser Kibbuz die berühmte “Veränderung” wählt (meines Erachtens von Bürokraten und Funktionären auf den Weg gebracht, allein um der Veränderung willen) und komplett privatisiert wird. Ich werde dazu ein andermal vielleicht was schreiben.

Für mich persönlich hat dieser Übergang natürlich das ideale Timing, das muß ich zynischerweise zugeben. Solange ich noch Unterstützung brauchte, als Studentin, als Teilzeit-Kraft, als Berufsanfängerin im notorisch niedrig bezahlten Erziehungssektor, hatte ich den Kibbuz mit seinem egalitären Budget im Rücken. Und jetzt, wo ich mich langsam vielleicht doch freischwimme, kommt die Privatisierung, und wir werden wie alle Menschen der Welt von unserem Einkommen leben müssen, können, dürfen. (Hach, wie gut, daß Y. etwas bedachtsamer in seiner Berufswahl war als ich). Nicht für alle ist das Timing so gut, das sehe ich und ich fühle mich dabei auch unbehaglich.

Was gibt es sonst noch Neues? Ach herrje, die Bilder aus den Ferien habe ich noch nicht übertragen. Ein Bild von Olmert, das mich sofort an den Nasenpopeljoker aus dem Rommespiel erinnerte (die drei Jökerken nenne ich seit meiner Kindheit Nasenpopeljoker, Joker am Stiel und Gitarrenjoker, jawohl).

joker.jpg

olmert-as-joker.jpg

(Ein besseres Bild vom Joker der Altenburger Spielkarten hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, aber Olmert ist doch prima getroffen? “Ätsch bätsch, das war doch nur Spaß, daß wir keinen Gefangenenaustausch machen! hurra wir sind erpreßbar! unsere Freunde die Ägypter passen gut auf Gilad auf, bis wir genügend Leute freigelassen haben! Wie, das hätte ich auch im Juli machen können? Oh nein, es war doch so spaßig, Sommerloch mit der Luftwaffe!”)
Kater Lutz hat was gegen Whiskas und kotzt NUR auf frische Wäsche. Ich höre schöne Musik und mein Blick aus dem Fenster (ich sitze auf der Couch) sieht genauso aus wie auf dem Bild auf der Leiste hier oben im Blog. Also, nicht böse sein, wenn ich ein bißchen stiller bin, bis ich mich wieder aufgerappelt habe.

Kommentare»

1. grenzgaenge - September 5, 2006, 17:18

hi lila,

aehm, ich habe deinen neuen eintrag noch nicht gelesen, aber das werde ich nachholen ….. versprochen ;-)

jetzt werde ich erst mal meinen pc umkraempeln (siehe den beitrag in meinem blogg) und heute abend habe ich hebraeisch …. das kann ja heiter werden, hoffentlich begeht die arme lehrerin keinen selbstmord nach dieser stunde … (entschuldigung), aber ich aus guten gruenden ziemlich unkonzentriert zur zeit *grins*

also, bis spaeter mal, liebe gruesse,
dirk

2. Sven - September 5, 2006, 17:36

Hallo Lila,

“Und Außenstehende werden sagen, daß der Staat Israel von Anfang an keine Existenzberechtigung hatte. (Wieso Jordanien aber eine hat, das kann mir keiner erklären - JEDER Staat außer Israel, egal wie oder was oder wer, hat eine!) Und daß die Welt besser sein wird ohne Israel.”

Ich verstehe, dass Du sicher sehr schlechte Erfahrungen gemacht hast mit vielen, vielen Menschen, die das gesagt haben, ich glaube aber nicht, dass das jeder Aussenstehende oder auch nur die Mehrzahl meint. Den ersten Teil kann ich sogar beweisen: Ich (als Aussenstehender) meine, dass Israel eine Existenzberechtigung hat (dafür muss man nicht groß argumentieren, einfach durchs Da-Sein). Ich glaube nicht, dass die Welt besser ist ohne Israel. Es gibt genug, zuviele, die es anders sehen, es ist aber mE nicht die generelle Haltung von Aussenstehenden. Hilft natürlich auch nix, ist schon klar.

Ich lese Dein Blog übrigens sehr gern, auch um mal eine andere Meinung zu hören, auch von jemand, der in Israel lebt. Daraus lerne ich mehr, als aus jedem Artikel oder jeder Fernsehsendung hier in Deutschland.

MfG Sven

3. Roland - September 5, 2006, 18:06

Ich habe eine Vorahnung, die mich nicht verlassen will; wie es Israel ergeht, so wird es uns allen ergehen. Sollte Israel zugrunde gehen, dann wird unser Holocaust folgen.
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Der folgende Artikel wurde von Eric Hoffer geschrieben, einem einzigartigen amerikanischen Hafenarbeiter und Sozialphilisophen.
Hoffer lebte von 1902 bis 1983. Er schrieb neun Bücher, unzählige Artikel und hunderte von Essays. Er erhielt die Presidential Medal of Freedom. Den folgenden Artikel schrieb er 1968!!

Israels eigenartige Lage
Eric Hoffer (LA Times, 26.05.196 8)

Die Juden sind ein eigenartiges Volk: Dinge, die anderen Nationen erlaubt sind, sind den Juden verboten.

Andere Nationen jagen tausende, sogar millionen Menschen fort und es gibt (trotzdem) kein Flüchtlingsproblem. Russland machte das. Polen und die Tschechoslowakei machten es. Die Türkei vertrieb eine Million Griechen und Algerien eine Million Franzosen. Indonesien warf Gott weiß wie viele Chinesen hinaus - und niemand sagt ein Wort über Flüchtlinge. Aber im Fall von Israel wird die geflohene arabische Bevölkerung zu ewigen Flüchtlingen. Jeder besteht darauf, dass Israel jeden einzelnen Araber zurück nimmt. Arnold Toynbee nennt die Flucht der Araber eine Gräueltat, die schlimmer ist als alles, was die Nazis an Verbrechen begingen. Wenn andere Nationen auf dem Schlachtfeld siegreich sind, diktieren sie die Friedensbedingungen. Aber wenn Israel siegreich ist, muss es um Frieden betteln.

Jeder erwartet von den Juden, dass sie die einzigen wahren Christen in dieser Welt sind. Wenn andere Nationen geschlagen sind, überleben sie und erholen sich; aber sollte Israel besiegt werden, würde es zerstört. Hätte Nasser letzten Juni [HE: also 1967!] triumphiert, hätte er Israel von der Landkarte gewischt und niemand würde einen Finger gehoben haben um die Juden zu retten.

Keine Verpflichtungserklärung an die Juden, durch welche Regierung auch immer (einschließlich unserer eigenen [also der amerikanischen]) ist das Papier wert, auf dem sie geschrieben ist.1 Die ganze Welt schreit auf, wenn Menschen in Vietnam sterben oder wenn zwei Neger in Rhodesien exekutiert werden. Aber während Hitler Juden abschlachtete, machte ihm niemand Vorwürfe.

Die Schweden, die wegen dem, was wir in Vietnam tun, bereit sind die diplomatischen Beziehungen mit Amerika abzubrechen, gaben keinen Mucks von sich, als Hitler die Juden abschlachtete.2 Sie schickten ihm Eisenerz und Kugellager und warteten seine Truppentransporter für Norwegen.

Die Juden sind in der Welt allein. Wenn Israel überlebt, wird das einzig wegen jüdischer Anstrengungen und jüdischer Mittel geschehen. Und doch ist im Moment Israel unser einziger verlässlicher und bedingungsloser Verbündeter. Wir können uns mehr auf Israel verlassen als Israel sich auf uns. Und man muss sich nur vorstellen, was im letzten Sommer passiert wäre, hätten die Araber und ihre russischen Hintermänner den Krieg gewonnen, um zu erkennen, wie lebenswichtig das Überleben Israels für Amerika und den Westen im Allgemeinen ist.

Ich habe eine Vorahnung, die mich nicht verlassen will; wie es Israel ergeht, so wird es uns allen ergehen. Sollte Israel zugrunde gehen, dann wird unser Holocaust folgen.

Anmerkungen des Übersetzers:

1 - damals aktuelles Beispiel: Die UNO garantierte für eine entmilitarisierte Zone auf dem Sinai, folgte aber ohne einen Mucks dem Ausweisungsbefehl Nassers. Ähnliche Beispiele gibt es auch heute noch in der aktuellen Politik: Die UNO-Beobachter im Südlibanon beobachten die Aktivitäten der Hizbollah und unternehmen nichts; es besteht sogar der Verdacht, dass sie mit ihnen zusammen arbeiten. Die TIPH in Hebron lässt sich von den Palästinensern für deren Zwecke missbrauchen und berichtet ausschließlich über angebliche israelische Untaten; ein Bericht über palästinensische Übergriffe, Anschläge und Mordversuche liegt nicht vor!
2 - auch heute lehnen sich die Schweden weit aus dem Fenster, wenn es um die Verurteilung der Israelis geht: Die schwedische Außenministerin beschimpfte die israelische Regierung unflätig und nannte US-Präsident George W. Bush “dumm” (und einiges mehr), während sie für den Chefterroristen Arafat ausschließlich Lob fand.
3 - Ich hoffe, dass wenigstens wir Christen uns dem nicht anschließen. Ich kenne inzwischen einige Christen, die bereit sind für Israel zu kämpfen und auf die Barrikaden zu gehen. Israel darf nicht allein bleiben! Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier

4. Gröfaz Devotionalien und anderer Tand « Telegehirn - September 6, 2006, 2:27

[...] Ich hoffe einmal, daß in 50 oder 100 Jahren nicht jener Schreibtisch des iranischen Präsidenten, an dem er den Bau der iranischen Atombombe und die Ausradierung Israels plante, als Devotionale versteigert wird. Leider habe ich die Befürchtung, daß Iran-Adolf, genau die selben Schwächen, wie sein vermeintliches Vorbild ausnutzen wird. Nur welches Land diesmal geopfert werden soll, ist heute mehr als offensichtlich und nicht nur besorgte Menschen in Israel fragen sich: “ist euch klar, daß die Welt bereit ist, uns aufzugeben? daß die meisten Menschen im Westen den Staat Israel für ein überflüssiges Ärgernis halten? daß niemand die iranische Atombombe stoppt? daß es keinen kümmert? daß wir es nicht geschafft haben, unsere Existenzberechtigung außer Zweifel zu heben?” [...]

5. Georg - September 6, 2006, 8:57

“ist euch klar, daß die Welt bereit ist, uns aufzugeben? daß die meisten Menschen im Westen den Staat Israel für ein überflüssiges Ärgernis halten? daß niemand die iranische Atombombe stoppt? daß es keinen kümmert? daß wir es nicht geschafft haben, unsere Existenzberechtigung außer Zweifel zu heben?” ”

Liebe Lila, ich weiß, dass in manchen Foren die Trolle losgelassen werden, doch das heißt nichts. Ich sowie etliche Leute, die ich kenne, betreiben unsere Internetseiten deutlich pro Israel, da die Existenz Israels eine Garantie unserer eigenen Existenz bedeutet.

Liebe Lila, für mich ist deine/eure Existenz eigentlich gar kein Thema, war ich auch noch nie in Versuchung geraten, Hollands, Englands oder Frankreichs Grenzen anzuzweifeln.
Die UN-Bemühungen im Libanon sind natürlich praktisch völliger Unsinn, doch symbolisch vielleicht gar nicht schlecht, obwohl ich natürlich weiß, dass gerade die Ausweitung international Hisbollahs Ziel ist.

Ich lese aber hier bei dir vor allem wegen dir, deiner Familie und euer Leben - so wie ich alle in meinem “Blogrol” deshalb gerne lese.
Aber ich bin extrem kommentierfaul - das nur mal so gesagt.

Viele Grüße